17.10.2026 –, Raum 4: Recherche
Missstände im Rettungsdienst recherchieren
Zu wenig Leitstellen-Mitarbeiter in der Schicht und Notärzte, die oft sinnlos durch die Gegend fahren: Über Monate hinweg haben sich die Nürnberger Nachrichten im Sommer 2025 mit dem Zustand des Rettungsdiensts in Mittelfranken auseinandergesetzt. Nirgendwo sonst in Bayern braucht die Notfallhilfe länger. Herausgefunden haben das die beiden Autoren, indem sie erst einmal Daten und Statistiken gewälzt haben. Das kann sich für viele andere Redaktionen lohnen. Denn natürlich spiegeln sich auch hier die bereits bekannten Probleme des Gesundheitssystems wider. Aber die Recherche hat auch gezeigt: Wer den Kontakt zu Helfern und nicht den Pressestellen sucht, erfährt, was weitere Ursachen sind. In Nürnberg dürfte das laut unserer Recherchen auch an der Leitstelle, einer der größten in ganz Deutschland liegen, bei der täglich hunderte Anrufe für den Rettungsdienst und die Feuerwehr eingehen. Die beiden Autoren geben Tipps an die Hand, wo man genauer hinschauen könnte.
Stephanie Wilcke arbeitet seit 2012 im Lokaljournalismus, seit Frühjahr 2024 ist sie Mitglied im neu gegründeten Investigativrteam des Verlags Nürnberger Presse.
