26.03.2026 –, Posterausstellung
Deep Maps sollen ein Gegenentwurf zu als "autoritär" kritisierten monothematischen Karten sein. In Deep Maps werden dagegen verschiedene Perspektiven dargestellt. Um diese Multiperspektivität zu Navigieren präsentiert das vorgestellte Projekt einen Ansatz eigene Pfade über diese Karten zu generieren und so Interaktion mit dem eigenen Pfad räumlich nahen Perspektiven anzuregen.
Poster zum "Winding Paths on Deep Maps" Vortrag in der Kategorie "Studierende stellen ihre Arbeit vor".
Konzept / Status / Umsetzung
Die Webanwendung soll Nutzer*innen aufgrund eines Fragebogens eine individuelle Scrollstory über die digitale Karte anbieten, anhand derer sie die Deep Map entdecken können, indem sie ihrer Scroll-Story folgen, aber auch benachbarte Infopunkte anklicken und so Zusammenhänge und Widersprüche entdecken können.
Die Grundidee war, aus bestehenden Texten Absätze zu extrahieren und sie mithilfe semantischer Ähnlichkeiten Themen zuzuordnen, die als für die Case Study relevant identifiziert wurden. Außerdem sollten zeitliche Einordnungen, räumliche Verortung und Akteur*innen extrahiert werden, um die Textexcerpte auf dieser Basis sortieren zu können.
Dies wurde an einer lokalen Case Study über die ehemalige ErBa Spinnerei und ihren Einfluss auf die Stadgeschichte Bambergs demonstriert.
Nach einem Bachelor in Architektur und einem Master in Denkmalpflege kam Anastasia Bauch während eines zweiten Masters in Computing in the Humanities über das UrbanMetaMapping Projekt mit der Digitalisierung historischer Karten in Kontakt und möchte historische Geodaten digital zugänglich machen, um daraus vernetzte Projekte (Deep Maps?) zu erstellen und der Frage nachzugehen, was eigentlich Deep Maps sind. Aktuell geht Anastasia im Projekt ProSaDi Provenienzketten und deren Unsicherheiten nach.