26.03.2026 –, Posterausstellung
Diverse nationale und internationale Strategien zum Breitbandausbau haben in Europa zu einer guten allgemeinen Internetverfügbarkeit geführt. Landwirtschaftliche Betriebe sind heutzutage verstärkt in Randlagen der Siedlungsräume zu finden. Am Beispiel österreichischer Hofstellen wird - mit besonderem Augenmerk auf Berggebiete - untersucht, ob sich daraus strukturelle räumliche Nachteile ergeben.
Ausgangssituation:
Eine harte und zeitgemäße Definition für „Breitband“ und „schnelles Internet“ zu finden stellt sich als relativ schwierig heraus. Dies liegt zum einen an der dynamischen Entwicklung des Internets mit unterschiedlichen Technologien und zum anderen entwickeln sich die Ansprüche an eine ausreichende Bandbreite zur Teilhabe an einem modernen digitalen Leben ständig weiter.
Forschungsfrage:
Zwar ist in diversen Breitbandstrategien in einem ersten Schritt 100 Mbit/s und in einem zweiten Schritt Gigabit als Ziel vorgesehen. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass ein Fokus auf den Schwellenwert von 10 Mbit/s die aussagekräftigsten Ergebnisse liefert, um klare Standortnachteile herauszuarbeiten.
Kernfragen der Untersuchung sind:
• Gibt es Lücken in der Breitbandversorgung?
• Ist die Situation im Berggebiet eine andere?
Technische Umsetzung:
Mittels Jupyter Notebook wurden Daten aus dem österreichischen Breitbandatlas, dem Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKoS) und von Statistik Austria wurden sämtliche Hofstellen mit Breitbanddaten auf 100x100 m Rasterbasis und weiteren Metadaten verschnitten und in eine PostGIS Datenbank gelegt.
Die graphische Auswertung und Veredelung wurde mit Hilfe von Matplotlib, MS Excel und QGIS durchgeführt.
Hauptberuflich bin ich Kartograph und Geoinformatiker an der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen in Wien, Österreich. Zudem bin ich als freiberuflicher Kartograph und Wanderbuchautor tätig. An der Open Souce Community schätze ich besonders den gemeinschaftlichen und lösungsorientierten Austausch auf Augenhöhe. Derzeit beschäftigen mich auf technischer Seite insbesondere die Automatisierung von Geodatenverbeitung und kartographischer Aufbereitung (osm2pgsql, Jupyter Notebooks, QGIS, PostGIS) sowie Webmapping (OpenLayers, QGIS Server). Aus der Sicht eines leidenschaftlichen Kartographen beschäftigen mich die aktuellen Veränderungen in der österreichischen Verlagskartographie bei gleichzeitiger Allgegenwärtigkeit von Geodaten und Webmaps.