27.03.2026 –, HS4 (ZHG 008)
Immer mehr deutsche Städte setzen auf ein Stadtnavi, eine modulare OpenSource-Lösung für Information und Navigation in der Stadt.
Vorreiter ist die Stadt Herrenberg in Baden-Württemberg. Mit den Stadtnavi [1] sollen unterschiedlichste Dienstleistungen der Stadt den Menschen nahe gebracht werden. Einer der Kernpunkte ist eine Routing-Lösung auf der Basis von OpenStreetMap, die auch das Umsteigen in unterschiedliche Verkehrsmittel berücksichtigen kann und für den öffentlichen Nahverkehr abhängig von Uhrzeit und Fahrplan die Routen anpasst.
Neben Herrenberg setzen auch die Städte Ludwigsburg, Kaiserslautern und Aachen und der Verkehrsverbund Pforzheim Enzkreis das Stadtnavi ein. [2]
Die Stadt Kiel bereitet aktuell in Zusammenarbeit mit den umliegenden Landkreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön den Einsatz von Stadtnavi vor. Dafür wurde bereits ein Workshop für die Öffentlichkeit veranstaltet, um möglichst weitere Menschen für die Datenerfassung in OpenStreetMap zu gewinnen.
[1] https://stadtnavi.de/
[2] https://www.herrenberg.de/Mobilitaet/stadtnavi
Ich bin Vermessungsingeniur, habe ca. 30 Jahre in der IT einer Erdbaufirma verbracht und kenne damit viele Autobahnen, Neubaustrecken der DB, Flughäfen, Deiche, Kanäle und mehr.
OpenStreetMap habe ich 2007 entdeckt, als ich mich über den Aufwand örgerte, mit dem gekaufte (!) Kartendaten auf einem Navi eines großen amerikanischen Herstellers installiert werden.
Im Jahr darauf habe ich mich auch selbst bei OSM angemeldet und die Zeit noch miterlebt, als es für uns keine Luftbilder gab und der eigene Track die erste Linie in einer leeren Karte war.
Seit einigen Jahren betreibe ich nebenher ein kleines Büro für Dienste rund um OSM.