20.05.2026 –, Kopernikus 2 Sprache: Deutsch
Für die Entwicklung von Medizinprodukten gelten harte Regularien, auch für Software-Systeme. Die Entwicklung muss nach der IEC 62304 erfolgen, die gesamte Anforderungsanalyse inklusive dem Schnittstellendesign nach der IEC 62366. Wenn man sich diese anschaut, denkt man zuerst „Oh Gott, Wasserfall!“. Schaut man nochmals hin, erkennt man, dass ein agiles Vorgehen dennoch möglich ist. Die IEC 62304 fordert nicht explizit ein bestimmtes Vorgehensmodell in der Software-Entwicklung. Dem Hersteller steht frei, ob er ein V-Modell, Wasserfall-Modell oder agile Entwicklung anwendet. Bei einer agilen Vorgehensweise lässt sich die technische Dokumentation kontinuierlich und in iterativen Zyklen weiterentwickeln. Dadurch bleibt sie stets aktuell, wächst mit dem Projekt mit und lässt sich dynamisch an neue Anforderungen, Erkenntnisse und Änderungen im Entwicklungsprozess anpassen, ohne den normativen Rahmen zu verlassen.
Nach einem Studium in der Wirtschaftsinformatik arbeitet Jana Metz seit 2020 in der Berliner Niederlassung der tech@spree GmbH als Qualitätsmanagementbeauftragte und IT-Projektmanagerin mit den Schwerpunkten E-Health, Telematikinfrastruktur und Medizinproduktentwicklung. Sie leitet inzwischen das Compliance-Team der Firma, welches das Qualitätsmanagement- und Informationssicherheitsmanagementsystem (zertifiziert nach ISO 9001 und ISO 27001) verantwortet.
Dr. Torsten Fink ist Geschäftsführer der tech@spree, eine Softwareentwicklungsfirma mit einem Schwerpunkt auf den deutschen Gesundheitsmarkt. Nach einer Promotion im Bereich verteilte Systeme und Softwaretechnik war er viele Jahre als SW-Entwickler, Berater und Projektleiter tätig. Jetzt fokussiert er sich auf Managementsysteme und hat dabei die Einführung und Betrieb eines QMS (ISO 9001) und eines ISMS (ISO 27001) begleitet.