19.05.2026 –, Kopernikus 3 Sprache: Deutsch
Die Transformation zu agilen Organisationsformen verspricht viel: Abbau von Silos, Entbürokratisierung und schnellere Entscheidungswege durch Dezentralisierung. In der Praxis werden diese Konzepte oft als "Abschaffung von Führung" missverstanden. Dieser Trugschluss führt von Orientierungslosigkeit über Reibungsverluste bis hin zum Scheitern.
Die DB Systel hat diesen Wandel mit über 6.800 Mitarbeitenden vollzogen und sich zu einer Netzwerkorganisation aus selbstorganisierten Teams entwickelt. Dabei wurde Führung nicht abgeschafft, sondern demokratisiert und auf spezifische Rollen verteilt. Als personalverantwortliche Führungskraft habe ich diesen Prozess begleitet und verantworte heute als Vorgesetzter von 15 Führungskräften die operative Umsetzung dieses Modells in einem Bereich.
In diesem Vortrag erfahren Sie:
Führung als Funktion, nicht als Position: Warum Selbstorganisation kein führungsloser Raum ist und mehr dezentraler Steuerung benötigt.
Strukturelle Klarheit statt Chaos: Wie die Verteilung von Verantwortung die Handlungsfähigkeit komplexer Einheiten stärkt.
Transfer für den medizinischen Kontext: Wie moderne Führungsprinzipien helfen, Überregulierung abzubauen, ohne die notwendige Sicherheit und Qualität zu gefährden.
Freuen Sie sich auf einen praxisnahen Impuls zum Tagesausklang und lassen Sie uns anschließend gemeinsam diskutieren, wie wir Führung neu definieren können, damit sie in komplexen Zeiten nicht zur Last, sondern zum echten Wirkfaktor wird.
Daniel Dubbel ist Experte für Führung, Organisationsgestaltung und Transformation. Bei der DB Systel GmbH gestaltete er den Wandel von 6.800 Mitarbeitenden in eine Netzwerkorganisation aktiv mit und führt dort heute 15 Führungskräfte und 8 Teams. Über makefuturework.com begleitet er Organisationen dabei, veraltete Hierarchien durch wirksame Netzwerkstrukturen, zukunftsfähige Strategien und eine neue Form der Zusammenarbeit zu ersetzen: menschlich, pragmatisch und konzernerprobt.