24. PASIG Workshop, 14.-16.09.2026 in Mainz
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir laden Sie herzlich zum 24. Workshop Psychologie der Sicherheit und Gesundheit (PASiG) vom 14.-16 September 2026 nach Mainz ein. Die wissenschaftliche Leitung übernimmt Prof. Dr. Thomas Rigotti, gemeinsam mit dem Vorstand der PASiG.
Unter dem Motto "Mitbestimmen – Wirken – Lernen. Krisenkompetenz im Arbeits- und Gesundheitsschutz" freuen wir uns auf spannende Beiträge und den Austausch zu Themen rund um Sicherheit und Gesundheit in der Arbeit. Die Veranstaltung zeichnet sich neben den eingeladenen Plenarvorträgen durch Arbeits-Dialogkreise aus. Diese bieten mindestens zur Hälfte der Zeit Raum für gemeinsame Diskussionen und den fachlichen Austausch zwischen politischen Akteuren, Praktikern und Wissenschaftler:innen.
Beiträge können ab dem 01.01.2026 (bis Ende März) online eingereicht werden. Wir freuen uns über Einreichungen zu Arbeits-Dialog-Kreisen (90 Minuten, Abstrakt von bis zu 800 Worten), Impulsvorträge und Einzelbeiträgen (10-15 Minuten, Abstrakt von bis zu 350 Worte) oder auch Blitzlichtbeiträge. Die Tagungsbeiträge werden als editiertes Buch mit peer-review Verfahren herausgegeben und liegen zur Tagung vor. Die Fristen zur Beitragseinreichung finden Sie auf der Homepage zum Workshop (www.pasig2026.de).
Wir freuen uns über Beiträge aus Praxis, Forschung und Institutionen. Als Schwerpunktthemen haben wir folgende Themen identifiziert:
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten
Im Fokus stehen die Belastungsdynamiken in akuten und chronischen Krisen (z. B. Personalengpässe, Zeitdruck, Unsicherheit) und deren Auswirkungen auf Sicherheitshandeln, Fehlerwahrscheinlichkeit und Gesundheit. Diskutiert werden können außerdem resilienzförderliche Maßnahmen, Krisenkommunikation sowie die Aufrechterhaltung wirksamer Präventionsstrukturen unter Ressourcenknappheit.
Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI
Thematisiert werden Potenziale digitaler Technologien und KI für Prävention und Gesundheitsförderung (z. B. Frühwarnsysteme, Assistenzsysteme, datenbasierte Gefährdungsbeurteilung) ebenso wie neue Risiken, etwa technikbedingte Überwachung, Entgrenzung, algorithmische Fehlentscheidungen oder Kompetenzanforderungen. Zentral ist die Frage, wie menschengerechte Gestaltung, Transparenz und Verantwortlichkeit in soziotechnischen Systemen sichergestellt werden können.
Vielfalt und Demokratie in Unternehmen
Dieser Schwerpunkt adressiert, wie Diversity, Teilhabe und demokratische Praktiken (z. B. Mitbestimmung, Beteiligungskultur, faire Verfahren) mit Arbeitsqualität, psychischer Gesundheit und Sicherheitskultur zusammenhängen. Dabei geht es auch um den Umgang mit Polarisierung, Diskriminierung und psychologischer Sicherheit als Voraussetzung für offenes Ansprechen von Risiken und Fehlern.
Prekäre Arbeit
Im Mittelpunkt stehen Arbeitsverhältnisse mit erhöhter Unsicherheit und eingeschränkten Schutzrechten (z. B. Befristung, Leiharbeit, Plattformarbeit), die häufig mit höheren Unfall- und Gesundheitsrisiken sowie eingeschränktem Zugang zu Präventionsangeboten einhergehen. Diskutiert werden Gestaltungs- und Regulierungsmöglichkeiten, um Schutzstandards, Planbarkeit und wirksame Interessenvertretung auch in atypischen Beschäftigungsformen zu gewährleisten.
Weitere Themencluster sind:
• Führung und Organisation
• Mobilität, Transport und Verkehr
• Aus- und Weiterbildung
• Psychische Belastung und Beanspruchung
• Gesundheits-förderung und Gesundheitsschutz
• Netzwerkbildung
• Nachhaltigkeit und Evaluation
• Sicherheits- und Gesundheitskultur
• Wirksamkeit
Einreichungen sind bis 30.03.2026 00:00 (UTC) möglich – noch 2 Monate, 3 Wochen.
