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        <title>24. PASIG Workshop</title>
        <acronym>pasig2026</acronym>
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    <day index='1' date='2026-09-14' start='2026-09-14T04:00:00+00:00' end='2026-09-15T03:59:00+00:00'>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>Begr&#252;&#223;ung</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
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                <duration>00:30</duration>
                <abstract>Er&#246;ffnung und Begr&#252;&#223;ung

Mit der offiziellen Er&#246;ffnung und Begr&#252;&#223;ung beginnt das fachliche Programm des 24. PASIG Workshops. Die Veranstalterinnen und Veranstalter hei&#223;en alle Teilnehmenden, Referierenden und G&#228;ste herzlich willkommen und geben einen kurzen &#220;berblick &#252;ber die inhaltlichen Schwerpunkte, Ziele und organisatorischen Rahmenbedingungen der Veranstaltung.

Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Einstimmung auf die bevorstehenden Workshoptage. Der PASIG Workshop bietet ein Forum f&#252;r den Austausch zwischen Wissenschaft, betrieblicher Praxis und institutionellem Arbeitsschutz. Aktuelle Entwicklungen, neue Forschungsergebnisse und erprobte L&#246;sungsans&#228;tze rund um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit werden vorgestellt, diskutiert und aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven betrachtet. Die Er&#246;ffnung verdeutlicht dabei den Anspruch der Veranstaltung, fachliche Impulse mit pers&#246;nlicher Begegnung und praxisnaher Zusammenarbeit zu verbinden.

Neben der Vorstellung des Programms werden wichtige organisatorische Hinweise zu R&#228;umen, Abl&#228;ufen, Pausen und weiteren Veranstaltungsangeboten gegeben. Zudem bietet die Begr&#252;&#223;ung Gelegenheit, den beteiligten Institutionen, Unterst&#252;tzenden und Mitwirkenden f&#252;r ihr Engagement zu danken.

Die Er&#246;ffnung schafft damit einen gemeinsamen Ausgangspunkt f&#252;r anregende Diskussionen, neue Kontakte und einen konstruktiven Erfahrungsaustausch. Wir freuen uns auf vielf&#228;ltige Perspektiven, lebendige Gespr&#228;che und erkenntnisreiche gemeinsame Workshoptage.</abstract>
                <slug>pasig2026-103325-begruung</slug>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>Kontexte, Bedingungsgef&#252;ge und Erm&#246;glichungen einer menschengerechten Arbeitsgestaltung</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-14T14:30:00+00:00</date>
                <start>14:30</start>
                <duration>00:30</duration>
                <abstract>Der Beitrag zeigt auf, welche Ziele und Rahmenbedingungen zur Entstehung des Konzeptes der menschengerechten Arbeitsgestaltung bis zu seiner Verankerung im Arbeitsschutzgesetz f&#252;hrten. Das Konzept hat trotzdem wenig Bedeutung f&#252;r den Arbeitsschutz bzw. die Pr&#228;vention erlangt. Bis heute wurde es weder durchgehend operationalisiert noch gibt es eine systematische, breit angelegte Umsetzungsstrategie.
Der Beitrag zeig L&#246;sungsm&#246;glichkeiten f&#252;r eine bessere Umsetzung der Anforderungen einer menschengerechten Gestaltung der Arbeit, aber auch zur Weiterentwicklung des Konzepts auf. Eine Analyse macht deutlich, dass die Umsetzungsschwierigkeiten des Konzepts vor allem auch in der systemischen Tr&#228;gheit im komplexen Zusammenspiel der Akteure, Methodenentwickler und organisatorischen Dynamiken liegen.
Die Prinzipien der organisationalen Resilienz versuchen die Tr&#228;gheit des Gestaltungsystems &#252;ber alle Arbeitsebenen hinweg aufzubrechen. Hollnagel et al. (2005) unterscheiden hierzu vier operative Zust&#228;nde eines Systems, welche als Reifegrade einer Erm&#246;glichung menschengerechter Arbeitsgestaltung dienen k&#246;nnen.
Der Beitrag pl&#228;diert abschlie&#223;end f&#252;r den Neuanlauf einer HdA-Strategie des Bundes, der sich auf ein oder mehrere F&#246;rderprogramme des Bundes und m&#246;glichst auch der gro&#223;en Tr&#228;ger der Pr&#228;vention st&#252;tzt. Dieser neue HdA-Anlauf muss die gro&#223;en aktuellen arbeits- und sozialpolitischen Probleme aufgreifen und die L&#246;sungsbeitr&#228;ge einer menschengerechten Arbeitsgestaltung entwickeln f&#252;r die digitale Transformation und KI, Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Verlust von industriellem Arbeitsplatzen, Fach- und Arbeitskr&#228;ftemangel, hohe Krankenst&#228;nde, vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben, Integration, Diversit&#228;t und Migration sowie die Probleme von bestimmten Besch&#228;ftigtengruppen wie z. B. Basisarbeitenden.</abstract>
                <slug>pasig2026-97764-kontexte-bedingungsgefuge-und-ermoglichungen-einer-menschengerechten-arbeitsgestaltung</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                    <person id='94933'>Oliver Straeter</person><person id='94932'>Bruno Zwingmann</person>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>L&#228;nger ges&#252;nder arbeiten - Pr&#228;vention weiterdenken</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-14T15:00:00+00:00</date>
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                <duration>00:15</duration>
                <abstract>L&#228;nger und ges&#252;nder arbeiten &#8211; Pr&#228;vention weiter denken
Der Bedarf f&#252;r Pr&#228;vention ist aktueller denn je. Angesichts steigender psychischer Erkrankun-gen, fortbestehender k&#246;rperlicher Belastungen und zunehmender sozialer Herausforderungen wird eine Vision f&#252;r &#8222;l&#228;nger ges&#252;nder arbeiten&#8220; ben&#246;tigt, in der Pr&#228;vention dem Wandel der Arbeit gerecht wird. Pr&#228;vention muss auf ein umfassendes Gesundheitsverst&#228;ndnis: physisch- psychisch &#8211; sozial ausgerichtet sein und auch Aspekte der Teilhabe und Inklusion, Beteiligung, Mitbestimmung, menschengerechter Arbeit einbeziehen. Ziele von Pr&#228;vention m&#252;ssen einer-seits die individuelle Gesundheit sein und andererseits die Arbeits- und Besch&#228;ftigungsf&#228;hig-keit &#252;ber das gesamte Berufsleben mit flie&#223;enden &#220;berg&#228;ngen in die Rente. Beide Ziele ha-ben einen wechselseitigen Bezug. Kerngestaltungsbedarfe f&#252;r l&#228;nger und ges&#252;nder Arbeiten sind Arbeitsbedingungen gestalten, Gesundheitskompetenz steigern, individuelle Unterst&#252;t-zung anbieten und organisieren. Pr&#228;vention muss zugeschnitten auf und &#252;ber die gesamte (Arbeits-) Biografie des Menschen hinweg erfolgen. 
Die Pr&#228;ventionslandschaft der Institutionen, Anbieter und Unterst&#252;tzer ist zersplittert und wird vor allem aus den verschiedenen Auftr&#228;gen der Sozialgesetzb&#252;cher von den jeweiligen dort verankerten Pr&#228;ventions(leistungs)tr&#228;gern betrieben. Trotz einer beeindruckenden Vielzahl an Pr&#228;ventionsangeboten werden Menschen und Betriebe nur bedingt erreicht. Es werden f&#252;r unterschiedliche Lebenssituationen der Menschen verschiedene Settings und unterschiedliche Konzepte und Modelle f&#252;r die Pr&#228;ventionsarbeit genutzt. Eine Verst&#228;ndigung dar&#252;ber ist je-doch nicht per se gegeben und vielfach ist der Austausch durch institutionelle Abgrenzungs-prozesse gepr&#228;gt, diese liegen in ihren gesetzlichen Auftr&#228;gen begr&#252;ndet, werden dar&#252;ber hinaus von unterschiedlichen Begriffs- und Zielverst&#228;ndnissen gepr&#228;gt. Kooperationen &#252;ber die Grenzen der eigenen Zust&#228;ndigkeiten hinweg sind dadurch erschwert. Die verschiedenen Perspektiven auf Gesundheit, Sicherheit, Arbeit, Besch&#228;ftigungsf&#228;higkeit u.a.m. sind nicht hin-reichend miteinander verbunden.
Mit diesem Beitrag wird eine Zukunftsarbeit &#8222;Pr&#228;vention&#8220; initiiert, mit der entlang einer gemein-samen Vision verfolgbare Pr&#228;ventionsziele und eine zukunftsf&#228;hige Pr&#228;ventionsstrategie ent-wickelt werden. Diese soll vorhandene Pr&#228;ventionskonzepte und -angebote entsprechend der biografischen Kontexte der Zielgruppen vernetzen und weiterentwickeln. Ziel ist lebensbeglei-tende und arbeitsweltbezogene Pr&#228;vention zu gestalten f&#252;r Handlungsfelder, wie
&#8226;	Well at work mit dem Schwerpunkt auf gesundheits- und menschengerechter Arbeits-gestaltung
&#8226;	Stay at work mit dem Augenmerk auf sich andeutende Einschr&#228;nkungen der Ar im lau-fenden Arbeitsprozess
&#8226;	Back to work mit dem Schwerpunkt auf Wiedereingliederung 
&#8226;	Return to work einschlie&#223;lich der Gestaltung von Teilhabe und Inklusion</abstract>
                <slug>pasig2026-94886-langer-gesunder-arbeiten-pravention-weiterdenken</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                    <person id='94674'>Clarissa Eickholt</person><person id='103524'>Werner Hamacher</person><person id='94932'>Bruno Zwingmann</person>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>ADK: Pr&#228;vention psychosozialer Risiken bei algorithmischem Management</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-14T15:45:00+00:00</date>
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                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Im Zuge der Digitalisierung von Arbeit werden zunehmend Aufgaben automatisiert f&#252;r die bislang Menschen in F&#252;hrungspositionen Verantwortung hatten. Das sogenannte algorithmische Management (AM) beschreibt digitale Systeme, welche automatisiert Aufgaben verteilen, Arbeitsprozesse koordinieren, sowie die Leistung von Mitarbeitenden &#252;berwachen und bewerten. Der Einsatz von AM ist l&#228;ngst nicht mehr auf Plattformarbeit begrenzt, sondern findet sich auch in traditionellen Sektoren wie der Pflege oder der Logistik Einzug (Milanez et al., 2025; Rani et al., 2024). Neben Effizienzsteigerungen werden in der Literatur auch Gesundheits-Risiken durch AM diskutiert, die vor allem aus intensivierter Kontrolle &#252;ber die Besch&#228;ftigten sowie aus der Intransparenz dieser Systeme entstehen (z.B. Kellogg et al., 2020). Trotz wachsender Forschungsaktivit&#228;ten zeigen Reviews aber weiterhin L&#252;cken auf. Insbesondere mangelt es an vertiefenden Analysen der mit AM assoziierten Ver&#228;nderungen von Arbeitsbedingungen (Dasgupta et al., 2024) sowie der Umsetzung von Arbeitsschutzma&#223;nahmen (Lenaerts et al., 2021). Das DGUV-gef&#246;rderte Projekt PRisAM soll diese Forschungsl&#252;cken adressieren und praxisnahe Empfehlungen zum Umgang mit ver&#228;nderten Arbeitsbedingungen sowie zur Umsetzung des Arbeitsschutzes unter AM entwickeln. 

Im ersten Teil des Arbeits-Dialog-Kreises werden in drei Vortr&#228;gen erste Projektergebnisse des PRisAM-Projektes vorgestellt. Im zweiten Teil sollen Erwartungen zu AM und bisherige Praxiserfahrungen mit AM in Bezug auf ver&#228;nderte Belastungssituationen sowie die Umsetzung von Arbeitsschutzma&#223;nahmen mit den Teilnehmenden diskutiert werden. Ziel ist es, gemeinsame Perspektiven f&#252;r einen gesundheitsgerechten und verantwortungsvollen Umgang mit AM in der Arbeitswelt zu entwickeln.


Vortrag 1: &#8222;Also eigentlich entscheiden wir so gut wie gar nichts. Wir machen das, was auf unserem System steht.&#8220; &#8211; T&#228;tigkeitsspezifische psychische Belastungen unter algorithmischem Management

Ivaneta Danailova, Andreas M&#252;ller 

Universit&#228;t Duisburg-Essen

Diese qualitative Studie nutzte semi-strukturierte Interviews, um t&#228;tigkeitsspezifische psychische Belastungen von algorithmisch gemanagten Besch&#228;ftigten zu identifizieren. Der Leitfaden wurde auf Basis des TAG-MA-Verfahrens (Rau et al., 2021) entwickelt. Erg&#228;nzend f&#252;hrten die Teilnehmenden an drei Arbeitstagen ein strukturiertes Online-Tagebuch mit vordefinierten Fragen durch, in dem m&#246;gliche situative Stressoren w&#228;hrend der Arbeitszeit dokumentiert wurden. Analysiert wurden drei vorab festgelegte T&#228;tigkeitsgruppen: ortsgebundene Plattformarbeit (Lieferdienste), ortsungebundene Plattformarbeit (Cloudarbeit) und betrieblich gebundene Arbeit (Lagerarbeit). Aus jedem T&#228;tigkeitsbereich wurden zwei Besch&#228;ftigte interviewt. 

Die vorl&#228;ufigen Ergebnisse deuten auf kritische Belastungsprofile der Besch&#228;ftigten in allen drei Bereichen hin. Insbesondere die zeitlichen sowie die inhaltlichen Freiheitsgrade bei der Gestaltung der Arbeitsabl&#228;ufe waren insgesamt stark eingeschr&#228;nkt. Dar&#252;ber hinaus erhielten die Besch&#228;ftigten nur bedingt nutzbare R&#252;ckmeldungen zu ihrer Arbeit. M&#246;glichkeiten zur Kooperation mit Kolleg:innen waren kaum vorhanden. In einzelnen Bereichen sind jedoch t&#228;tigkeitsspezifische Unterschiede in der Einstufung der Belastung erkennbar. 


Vortrag 2: Algorithmisches Management in der Arbeitsrealit&#228;t: Stakeholder-Perspektiven auf Pr&#228;ventionskultur und psychosoziale Risiken

Anne Kemter, Michael Ertel, Nele Scheinert 

Bundesanstalt f&#252;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Aktuell sind die Auswirkungen von AM auf den Arbeitsschutz und die Pr&#228;ventionskultur noch wenig untersucht (z.B. BMAS, 2023; Staccioli &amp; Virgillito, 2024). Die qualitative Interviewstudie zielt darauf ab, diese L&#252;cke zu adressieren, indem die Auswirkungen von AM auf die Durchf&#252;hrungsbedingungen von Arbeitsschutzma&#223;nahmen &#8211; mit Fokus auf psychosoziale Belastungen &#8211; sowie auf die Pr&#228;ventionskultur aus verschiedenen Stakeholder-Perspektiven untersucht werden. 
Es wurden drei teilstrukturierte Interviewleitf&#228;den f&#252;r Mitarbeiter:innen, F&#252;hrungskr&#228;fte und Arbeitsschutzexpert:innen entwickelt. Mit diesen sollen insgesamt 30 bis 40 Interviews im Bereich ortsgebundener und ortsungebundener Plattformarbeit sowie in traditionellen Branchen durchgef&#252;hrt werden. Konkrete Fragen beziehen sich u. a. auf die Auswirkungen von AM auf die eigene T&#228;tigkeit und den Arbeitsschutz, pr&#228;ventionsf&#246;rdernde Rahmenbedingungen beim Einsatz von AM sowie die Einhaltung besprochener Arbeitsschutzregeln durch alle Besch&#228;ftigten. Die inhaltsanalytische Auswertung der Ergebnisse erfolgt nach Kuckartz und R&#228;diker (2024). Erste Ergebnisse werden im Vortrag vorgestellt.


Vortrag 3: Algorithmisches Management und soziale Beziehungen bei der Arbeit &#8211;Interventionen zur St&#228;rkung der sozialen Interkation und Gesundheit am Arbeitsplatz &#8211; Ein Scoping-Review

Louisa Scheepers1, Meike Heming1, Harald G&#252;ndel1,2

1 Klinik f&#252;r Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universit&#228;tsklinikum Ulm; 2 Deutschen Zentrums f&#252;r Psychische Gesundheit, Mannheim

AM kann Einfluss auf psychosoziale Arbeitsbedingungen nehmen und so zu einer Verschlechterung von sozialen Aspekten (z.B. soziale Unterst&#252;tzung oder Gemeinschaftsgef&#252;hl) im Arbeitsumfeld beitragen. Daraus k&#246;nnen ein geringeres Wohlbefinden sowie verst&#228;rkte soziale Distanz resultieren. Unbekannt ist bisher, welche betrieblichen Ma&#223;nahmen existieren, um soziale Interaktionen und Beziehungen zu f&#246;rdern und so m&#246;glichen negativen Auswirkungen von AM entgegenzuwirken.

Zur Identifikation von Ma&#223;nahmen, die soziale Interaktionen und Beziehungen unter AM st&#228;rken, wird ein Scoping Review erstellt. Als Auswahlkriterien wurden verwendet: a) Sprache: Englisch oder Deutsch, b) Originalstudie oder Review, c) Population: Besch&#228;ftigte, d) Konzept: Ma&#223;nahme oder Intervention zur F&#246;rderung sozialer Beziehungen und e) Kontext: Nutzung von AM im Arbeitskontext. 

Von initial 1399 Quellen wurden 44 Publikationen in das Volltext-Screening aufgenommen. Vorl&#228;ufige Ergebnisse der Literaturanalyse deuten darauf hin, dass AM-Systeme, die durch Abstimmungsm&#246;glichkeiten, z.B. zu Schichtpl&#228;nen, die Partizipation erh&#246;hen, hilfreiche Ma&#223;nahmen sein k&#246;nnen. Weiterhin scheinen transparente Kommunikation und Peer-Support in Online-Foren die negativen Auswirkungen von AM abpuffern. Weiterf&#252;hrende Ergebnisse werden auf der Konferenz pr&#228;sentiert.</abstract>
                <slug>pasig2026-94689-adk-pravention-psychosozialer-risiken-bei-algorithmischem-management</slug>
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                <title>Ankommen und Anmelden</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-14T13:00:00+00:00</date>
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                <abstract>Ankommen und Anmelden

Der 24. PASIG Workshop beginnt mit einem offenen Ankommen und der Anmeldung vor Ort. Dieser Programmpunkt bietet den Teilnehmenden Gelegenheit, sich in Ruhe zu orientieren, die Tagungsunterlagen entgegenzunehmen und erste organisatorische Fragen zu kl&#228;ren. Am Anmeldetisch erhalten Sie alle wichtigen Informationen zum Ablauf des Workshops, zu den Veranstaltungsr&#228;umen sowie zu m&#246;glichen kurzfristigen &#196;nderungen im Programm.

Gleichzeitig bildet das Ankommen den informellen Auftakt der Veranstaltung. Nutzen Sie die Zeit, um bekannte Kolleginnen und Kollegen wiederzutreffen, neue Kontakte zu kn&#252;pfen und mit Referierenden, Teilnehmenden sowie Mitgliedern des Organisationsteams ins Gespr&#228;ch zu kommen. Bei einem ersten Kaffee oder einem kleinen Imbiss k&#246;nnen Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsame Interessen entdeckt werden. Gerade der pers&#246;nliche und fach&#252;bergreifende Austausch ist ein zentraler Bestandteil des PASIG Workshops und soll bereits vor der offiziellen Er&#246;ffnung Raum erhalten.

Wir empfehlen, fr&#252;hzeitig einzutreffen, damit ausreichend Zeit f&#252;r die Anmeldung, die Orientierung im Veranstaltungsgeb&#228;ude und erste Gespr&#228;che bleibt. Das Organisationsteam steht w&#228;hrend des gesamten Programmpunkts f&#252;r Fragen zur Verf&#252;gung und unterst&#252;tzt Sie gerne bei allen Anliegen rund um die Veranstaltung.

Wir freuen uns, Sie zum 24. PASIG Workshop begr&#252;&#223;en zu d&#252;rfen, und w&#252;nschen einen angenehmen Start in anregende und erkenntnisreiche Workshoptage.</abstract>
                <slug>pasig2026-103324-ankommen-und-anmelden</slug>
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                    <person id='102399'>Thomas Rigotti</person>
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>AG: Neue Zug&#228;nge zur Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastungen</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Poster/Blitzlicht</type>
                <date>2026-09-14T15:45:00+00:00</date>
                <start>15:45</start>
                <duration>00:55</duration>
                <abstract>Die Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung ist seit Jahren gesetzlich vorgeschrieben, ihre angemessene und nachhaltige Umsetzung stellt viele Betriebe jedoch weiterhin vor erhebliche Herausforderungen. Insbesondere in komplexen Arbeitskontexten reichen standardisierte Verfahren h&#228;ufig nicht aus, um unterschiedliche T&#228;tigkeiten, Zielgruppen und konkrete Entstehungsbedingungen psychischer Belastungen angemessen abzubilden. Die drei Beitr&#228;ge dieser Session stellen innovative und praxisnahe Ans&#228;tze vor, die eine differenzierte Erfassung und Analyse psychischer Belastungen erm&#246;glichen. Pr&#228;sentiert werden ein beobachtungsbasiertes Interviewverfahren f&#252;r Produktionsbereiche, die Entwicklung und Erprobung eines spezifischen Interviewleitfadens f&#252;r F&#252;hrungskr&#228;fte in Kliniken sowie eine in standardisierte Online-Befragungen integrierte Feinanalyse t&#228;tigkeitsbezogener Belastungsursachen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Anschlussf&#228;higkeit an betriebliche Abl&#228;ufe, die Ber&#252;cksichtigung unterschiedlicher Perspektiven sowie die Frage, wie aus der Erhebung belastbarer Handlungsbedarf und konkrete Pr&#228;ventionsma&#223;nahmen abgeleitet werden k&#246;nnen. Gemeinsam verdeutlichen die Beitr&#228;ge, dass eine wirksame Gef&#228;hrdungsbeurteilung nicht allein Risikofaktoren identifizieren, sondern auch deren Ursachen und kontextspezifische Auspr&#228;gungen sichtbar machen sollte. Die Session bietet damit Impulse f&#252;r eine praxisgerechte, zielgruppenspezifische und handlungsorientierte Weiterentwicklung der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung.</abstract>
                <slug>pasig2026-104490-ag-neue-zugange-zur-gefahrdungsbeurteilung-psychischer-belastungen</slug>
                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                    <person id='95976'>Jan Dettmers</person>
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung zwischen Anspruch und Praxis &#8211; Das Beobachtungsinterview psyBel Begehung</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T16:40:00+00:00</date>
                <start>16:40</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Die Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung ist seit Jahren verpflichtend. Ihre Umsetzung bleibt jedoch in vielen Betrieben unzureichend. Besonders in Produktionskontexten sto&#223;en etablierte Verfahren an Grenzen: Schichtarbeit, Zeitdruck und heterogene Belegschaften erschweren den Einsatz standardisierter Befragungen oder Workshops. Das Problem liegt dabei weniger in fehlenden Methoden als in deren mangelnder Anschlussf&#228;higkeit an betriebliche Realit&#228;ten.

Vor diesem Hintergrund entwickelte die BG RCI ein beobachtungsbasiertes Interviewverfahren, das gezielt auf Umsetzbarkeit unter realen Arbeitsbedingungen ausgerichtet ist. Anstelle externer Expertise oder lizenzgebundener Instrumente setzt das Verfahren auf ein niedrigschwelliges, in bestehende Arbeitsschutzroutinen integrierbares Vorgehen, das von Betrieben eigenst&#228;ndig angewendet werden kann und gleichzeitig GDA-konform bleibt.

Die Entwicklung erfolgte wissenschaftlich orientiert, iterativ und praxisnah in vier Phasen: Entwicklungsphase: Checkliste, Entwicklungsphase: Prozess, Probephase und Praxisphase. Das Vorgehen ist angelehnt an den Ansatz der formativen Evaluation (Scriven, 1991), bei dem ein Instrument schrittweise entwickelt, getestet und optimiert wird.

Ein zentraler Mehrwert zeigt sich in der systematischen Verkn&#252;pfung dreier Perspektiven (Organisation, F&#252;hrung, Besch&#228;ftigte). Diese ist nicht neu, ihre konsequente Nutzung im Rahmen eines niedrigschwelligen Instruments jedoch selten. In der Praxis erweist sie sich als entscheidend: Gerade widerspr&#252;chliche Einsch&#228;tzungen zwischen den Ebenen machen strukturelle Probleme sichtbar und liefern konkrete Ansatzpunkte f&#252;r Ma&#223;nahmen.
Die Ergebnisse verdeutlichen: Nicht methodische Perfektion ist der Engpass, sondern praktische Umsetzbarkeit. Dialogorientierte, multiperspektivische Verfahren k&#246;nnen dazu beitragen, n&#228;her an der Arbeit, n&#228;her an der tats&#228;chlichen Belastungssituation und n&#228;her an wirksamen L&#246;sungen zu arbeiten.</abstract>
                <slug>pasig2026-94839-gefahrdungsbeurteilung-psychischer-belastung-zwischen-anspruch-und-praxis-das-beobachtungsinterview-psybel-begehung</slug>
                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                    <person id='94634'>Mona Rynek</person>
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>Entwicklung und Erprobung eines Interviewleitfadens zur Erhebung psychischer Belastung von F&#252;hrungskr&#228;ften in Kliniken.</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T16:50:00+00:00</date>
                <start>16:50</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Psychische Belastungen von Mitarbeitenden werden im Rahmen der Gef&#228;hrdungsbeurteilung in zunehmendem Ma&#223;e erfasst. Auch f&#252;r F&#252;hrungskr&#228;fte liegen Verfahren zur Erfassung psychischer Belastungen vor. F&#252;r die spezielle Gruppe der F&#252;hrungskr&#228;fte in Kliniken ergibt die Literaturrecherche allerdings keine Ergebnisse. Dabei sind F&#252;hrungskr&#228;fte in Kliniken in Zeiten &#246;konomischen Drucks und zahlreicher Strukturver&#228;nderungen erheblichen Herausforderungen ausgesetzt. 
Auch in gro&#223;en Kliniken ist die Anzahl der F&#252;hrungskr&#228;fte auf Ebene der differenzierten T&#228;tigkeitsbereiche &#252;berschaubar, sodass Fragebogenverfahren als nicht optimal erscheinen.
In Zusammenarbeit mit zwei Kliniken wird deshalb ein Interviewleitfaden zur Erhebung der psychischen Belastung von F&#252;hrungskr&#228;ften entwickelt, erprobt und finalisiert.
Bis zum Workshop werden der Interviewleitfaden und erste Ergebnisse der Erprobung vorliegen und vorgestellt werden.</abstract>
                <slug>pasig2026-94911-entwicklung-und-erprobung-eines-interviewleitfadens-zur-erhebung-psychischer-belastung-von-fuhrungskraften-in-kliniken</slug>
                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
                <persons>
                    <person id='103573'>Sina Lamm</person><person id='103574'>Christian Bock</person><person id='103575'>Lotte Schw&#228;rzel</person><person id='103500'>Udo Keil</person>
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>Integrierte Feinanalyse in der GBU Psych &#8211; Ursachenwissen als Steuerungsinstrument f&#252;r die betriebliche Pr&#228;vention</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-14T17:00:00+00:00</date>
                <start>17:00</start>
                <duration>00:15</duration>
                <abstract>**Hintergrund und Fragestellung**
Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgebende, die Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung nach T&#228;tigkeitsbereichen differenziert durchzuf&#252;hren. T&#228;tigkeitsgruppenspezifische Auswertungen sind daher methodischer Standard moderner GB Psych-Verfahren und erm&#246;glichen die Identifikation unterschiedlicher Risikoprofile.
F&#252;r die Ma&#223;nahmenableitung ist es jedoch unerl&#228;sslich, auch das &#8222;Warum&#8220; hinter den identifizierten Risikofaktoren zu verstehen. So kann eine Arbeitsbedingung wie &#8222;Arbeitsintensit&#228;t&#8220; in verschiedenen T&#228;tigkeitsbereichen gleicherma&#223;en als Risikofaktor ausgewiesen sein &#8211; und dennoch auf grundlegend verschiedenen Entstehungsbedingungen beruhen. Dieses Ursachenwissen ist f&#252;r die Ma&#223;nahmenableitung entscheidend: Je konkreter bekannt ist, wodurch ein Risikofaktor entsteht, desto gezielter kann eine wirksame Intervention geplant werden. Im Vortrag werden Herangehensweise und Nutzen einer solcher Feinanalyse im Rahmen einer Online-Befragung dargestellt.
**Methode**
Ausgewertet wurden Daten von 92.254 Besch&#228;ftigten aus &#252;ber 400 Organisationen, erhoben zwischen 2019 und 2025 mit einem validierten Instrument (DearEmployee Survey). Beispielhaft werden die Ergebnisse aus einer Branche (Gesundheits- und Sozialwesen) dargestellt. Neben standardisierten Ratingfragen wurden strukturierte, vorgegebene Ursachen-Angaben (&#8222;Tags&#8220;) ausgewertet, &#252;ber die Besch&#228;ftigte pro Belastungsfaktor konkrete wahrgenommene Ursachen benennen k&#246;nnen.
**Ergebnisse**
Auf Screeningebene unterscheiden sich die untersuchten T&#228;tigkeitsgruppen (z.B. Nachtwachen, Verwaltung, Pflegekr&#228;fte) deutlich in Anzahl und Art der ausgewiesenen Risikofaktoren und Ressourcen. Die Tag-basierte Feinanalyse zeigt, dass hinter den t&#228;tigkeitsgruppen&#252;bergreifend beurteilten Arbeitsbedingungen (z.B. Arbeitsintensit&#228;t) strukturell verschiedene und t&#228;tigkeitsspezifische Ursachenmuster stehen k&#246;nnen, wie im Beispiel Arbeitsintensit&#228;t von struktureller Unterbesetzung, zu mangelnder Unterst&#252;tzung durch F&#252;hrungskraft und Kolleg:innen und Kollegen, hin zu b&#252;rotypischen Mustern aus Unterbrechungen und Zusatzaufgaben. 
**Diskussion**
Eine T&#228;tigkeitsbezogene Differenzierung auf Screeningebene ist notwendig, aber f&#252;r eine gezielte Pr&#228;vention nicht hinreichend: Wenn beim gleichen Risikofaktor f&#252;r verschiedene T&#228;tigkeiten verschiedene Ursachenmuster zugrunde liegen, erfordert dies eine Konkretisierung in der Erfassung. Oft erfolgt deshalb bei klassischen Screeningverfahren eine Feinanalyse zur konkreteren Ursachenbestimmung in nachgelagerten Workshops. Der Beitrag diskutiert Vorteile einer st&#228;rkeren Verankerung ursachenbezogener Erhebungskomponenten in standardisierten GB Psych-Verfahren f&#252;r die wirksame, zielgruppengerechte Pr&#228;ventionspraxis und geht gleicherma&#223;en auf Grenzen eines solchen Verfahrens ein.</abstract>
                <slug>pasig2026-95225-integrierte-feinanalyse-in-der-gbu-psych-ursachenwissen-als-steuerungsinstrument-fur-die-betriebliche-pravention</slug>
                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>AG: Handlungsf&#228;higkeit unter Belastung und Unsicherheit</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Poster/Blitzlicht</type>
                <date>2026-09-14T17:30:00+00:00</date>
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                <duration>01:00</duration>
                <abstract>Die Vortragssession &#8222;Handlungsf&#228;higkeit unter Belastung und Unsicherheit&#8220; widmet sich der Frage, wie Teams, Organisationen und Besch&#228;ftigte auch in krisenhaften, dynamischen oder gesundheitlich belastenden Situationen orientierungs- und handlungsf&#228;hig bleiben k&#246;nnen. Die drei Beitr&#228;ge beleuchten dieses Thema aus unterschiedlichen, sich erg&#228;nzenden Perspektiven. Der erste Beitrag untersucht, welche Routinen und Heuristiken des Rettungsdienstes auf Teams in produzierenden Unternehmen &#252;bertragen werden k&#246;nnen, um Krisenkommunikation, Ressourcennutzung und koordiniertes Handeln unter Unsicherheit zu st&#228;rken. Der zweite Beitrag stellt einen Ansatz zur Erfassung von Teamresilienz in der Gesundheitsversorgung vor. Dabei werden Verhaltensmarker aus dem Crew Resource Management als beobachtbare Indikatoren f&#252;r die Resilienzpotenziale des &#220;berwachens, Reagierens, Antizipierens und Lernens genutzt. Der dritte Beitrag richtet den Blick auf Besch&#228;ftigte in gesundheitlichen Krisen und zeigt, dass bereits das Erstgespr&#228;ch im Betrieblichen Eingliederungsmanagement Orientierung und Kontrollerleben deutlich erh&#246;hen kann. Gemeinsam verdeutlichen die Beitr&#228;ge, dass Handlungsf&#228;higkeit nicht allein auf individuellen Eigenschaften beruht, sondern durch strukturierte Kommunikation, beobachtbare Teampraktiken sowie die gezielte F&#246;rderung von Orientierung und Einflussm&#246;glichkeiten unterst&#252;tzt werden kann.</abstract>
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                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                    <person id='90090'>Andreas Glatz</person>
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                <title>Handlungsf&#228;higkeit unter Unsicherheit st&#228;rken: Praktiken des Rettungsdienstes als Impuls f&#252;r Teams in produzierenden Unternehmen</title>
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                <abstract>Unsicherheiten und Krisen wie Rohstoffknappheit, Produktionsausf&#228;lle oder Kostendruck erschweren die operative Arbeit in produzierenden Unternehmen zunehmend. Gerade unter diesen ambivalenten und unvorhersehbaren Bedingungen wird Teamresilienz relevant, da sie Teams bef&#228;higt, ihre Handlungsf&#228;higkeit auch unter hohem Druck und einer Vielzahl von St&#246;rungen aufrechtzuerhalten (Alliger et al., 2015). Zugleich verweist die bisherige Forschung darauf, dass Teams aus produzierenden Unternehmen von Beh&#246;rden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) lernen k&#246;nnen, in denen Teams regelm&#228;&#223;ig unter Zeitdruck, unvollst&#228;ndiger Information und hohen Konsequenzen handeln m&#252;ssen (Schultz et al., 2017). 

Vor diesem Hintergrund zeigt der Beitrag auf, welche Verhaltensweisen von Rettungsdiensten in dynamischen und zeitkritischen Einsatzlagen sich auf Teams in produzierenden Unternehmen &#252;bertragen lassen, um deren Handlungsf&#228;higkeit unter Unsicherheit zu st&#228;rken. Theoretisch st&#252;tzt sich der Beitrag auf Suarez und Montes (2019, 2020), die zeigen, dass Teams in dynamischen Lagen auf Routinen, Heuristiken und improvisierte L&#246;sungen zur&#252;ckgreifen, um mit dynamischen und herausfordernden Umweltanforderungen umzugehen. 

Die empirische Grundlage des Beitrags bildet eine Beobachtung eines Planspiels (Inhalt: Massenanfall von Verletzten (MANV) im Lehrgang &#8222;Organisatorischer Leiter Rettungsdienst&#8220; sowie gef&#252;hrte Vor- und Nachgespr&#228;che. Das Material wurde mittels thematischer Analyse nach Braun und Clarke (2006) ausgewertet. Die vorl&#228;ufigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass insbesondere das Prinzip der &#8222;F&#252;hrung von vorne&#8220;, regelm&#228;&#223;ige und klar geregelte Kommunikationsschleifen, eine transparente Allokation und das explizite Anbieten von Ressourcen sowie die Bildung geteilter mentaler Modelle zur vereinfachten Orientierung Rettungsdienste dabei unterst&#252;tzen, herausfordernde Situationen zu bew&#228;ltigen.

Der Beitrag argumentiert, dass Teile dieser Verhaltensweisen als kontextsensible Routinen und Heuristiken in produzierenden Unternehmen an St&#246;rungs-, Krisen- und Eskalationslagen angepasst werden k&#246;nnen. Auf diese Weise wird ein empirisch fundierter Impuls zur Frage geleistet, wie Krisenkommunikation, Pr&#228;ventionsstrukturen und teambezogene Handlungsf&#228;higkeit unter Unsicherheit in betrieblichen Kontexten gest&#228;rkt werden k&#246;nnen.</abstract>
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>Eine explorative Feldstudie zur Teamresilienz in der Gesundheitsversorgung auf Basis von Indikatoren zu non-technical skills</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T18:40:00+00:00</date>
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                <abstract>Hintergrund: Das wachsende Interesse an Resilienz in sicherheitskritischen Dom&#228;nen geht mit dem Bedarf einher, Resilienz systematisch zu erfassen. Im Resilience Engineering wird Resilienz als F&#228;higkeit soziotechnischer Systeme verstanden, St&#246;rungen zu bew&#228;ltigen, ohne die grundlegende Funktionalit&#228;t zu verlieren. Hollnagel beschreibt vier Resilienzpotenziale (to monitor, to respond, to anticipate, to learn), die jedoch nicht direkt beobachtbar sind. Das Resilience Assessment Grid (RAG) bietet einen Ansatz zur Erfassung dieser Potenziale, weist jedoch methodische Schw&#228;chen bei der Bildung von Indikatoren auf. Auch ist er vergleichsweise aufw&#228;ndig.

Methode: Der Beitrag untersucht einen alternativen Operationalisierungsansatz, bei dem Verhaltensmarker aus dem Crew Resource Management (CRM) als Indikatoren f&#252;r die Resilienzpotenziale genutzt werden. Verhaltensmarker sind spezifische, beobachtbare Verhaltensweisen, die in Luftfahrt und Medizin etabliert und empirisch erprobt sind. Auf Basis eines CRM-Verhaltensmarker-Systems wurden 16 Indikatoren formuliert, die resilientes Teamverhalten kontextunspezifisch abbilden. Die explorative Feldstudie basiert auf einer Online-Befragung von 283 &#196;rzt:innen, Pflegefachkr&#228;ften und Rettungsdienstpersonal aus Krankenh&#228;usern und einem Rettungsdienst in Nordrhein-Westfalen (Dezember 2023 bis M&#228;rz 2024). Likert-Skalen und optionale Freitextkommentare erfassten die Indikatoren.

Ergebnisse: Eine explorative Faktorenanalyse identifizierte einen stabilen Faktor, der als Teamresilienz interpretiert werden kann (Cronbach&#8217;s &#945; = 0,87; Varianzaufkl&#228;rung &#8776; 50&#8239;%). Signifikante Unterschiede zeigten sich zwischen Berufsgruppen und Standorten. Die qualitative Analyse best&#228;tigte das Verst&#228;ndnis der Items und erlaubte eine robuste Zuordnung der Kommentare zu den vier Resilienzpotenzialen.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse sprechen daf&#252;r, dass CRM-Verhaltensmarker eine valide, akzeptierte und ressourcenunabh&#228;ngige Operationalisierung systemischer Resilienz erm&#246;glichen. Sie &#252;berwinden die methodischen Schw&#228;chen des RAG und schlagen eine konzeptionelle Br&#252;cke zwischen Resilience Engineering und Crew Resource Management. Weitere Studien sollen die Instrumentenlogik verfeinern und die Generalisierbarkeit pr&#252;fen.</abstract>
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>Ver&#228;nderungen von Orientierung und Kontrollerleben infolge von Erstgespr&#228;chen im Kontext arbeitsbezogener Belastung und gesundheitlicher Krisen - Eine bayesianische Analyse</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T18:50:00+00:00</date>
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                <abstract>Zu Beginn eines BEM Verfahrens zeigt sich in der Praxis h&#228;ufig, dass Besch&#228;ftigte unsicher sind, wie ihre gesundheitlich bedingten Einschr&#228;nkungen mit den Anforderungen ihres Arbeitsplatzes vereinbart werden k&#246;nnen. Dieses fehlende Verst&#228;ndnis wird als geringe Orientierung aufgefasst. Orientierung wurde &#252;ber ein eigens entwickeltes Item erfasst (&#8222;Ich habe eine Vorstellung davon, wie meine eingeschr&#228;nkte Arbeitsf&#228;higkeit und meine Arbeitsanforderungen vereinbart werden k&#246;nnen&#8220;; 1&#8211;5, h&#246;here Werte = h&#246;here Orientierung).
Auch das Kontrollerleben wird zu Prozessbeginn als eher eingeschr&#228;nkt angenommen, da viele Betroffene zun&#228;chst wenig Einflussm&#246;glichkeiten wahrnehmen. Da das BEM auf die St&#228;rkung der Selbstwirksamkeit abzielt, sollte sich das Kontrollerleben im Verlauf erh&#246;hen. Zur Messung wurde ein ebenfalls eigens entwickeltes Item verwendet (&#8222;Ich habe Einfluss darauf, wie meine eingeschr&#228;nkte Arbeitsf&#228;higkeit und meine Arbeitsanforderungen vereinbart werden k&#246;nnen&#8220;; 1&#8211;5, h&#246;here Werte = h&#246;heres Kontrollerleben).
Zur Untersuchung dieser Annahmen wurden in der zweiten Jahresh&#228;lfte 2025 Daten erhoben; die Evidenzbewertung erfolgte auf Basis von 49 g&#252;ltigen F&#228;llen mittels Bayesian Wilcoxon Signed-Rank Tests. Auf Empfehlung fachkundiger Experten wurde ein Cauchy-Prior mit r = 0.7 verwendet, da dieser eine realistische Erwartung moderater bis gr&#246;&#223;erer Effekte widerspiegelt.
F&#252;r die Orientierung zeigte sich extrem starke Evidenz f&#252;r eine Verbesserung nach dem BEM Erstgespr&#228;ch (BF&#8321;&#8320; = 6910). Der gesch&#228;tzte Effekt war gro&#223; (posteriorer Median &#948; = 1.04, 95%-CI [0.65, 1.43]). Auch f&#252;r das Kontrollerleben ergab sich extrem starke Evidenz f&#252;r eine Zunahme (BF&#8321;&#8320; = 2880), ebenfalls mit einem gro&#223;en Effekt (posteriorer Median &#948; = 0.95, 95%-CI [0.65, 1.43]).
Da das Erstgespr&#228;ch am Beginn des BEM Prozesses steht, sind diese Effekte noch nicht durch sp&#228;tere Krankheitsverl&#228;ufe &#252;berlagert. Die fr&#252;he Betrachtung macht den Einfluss des Erstgespr&#228;chs besonders sichtbar und unterstreicht dessen Bedeutung als motivierenden Impuls f&#252;r das Fallmanagement.</abstract>
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                <room>Audi Max</room>
                <title>ADK: &#8222;Die F&#252;hrungskraft als Belastungsfaktor &#8211; Diskussion zu arbeitspsychologischen L&#246;sungsans&#228;tzen f&#252;r die Praxis&#8220;</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-14T15:45:00+00:00</date>
                <start>15:45</start>
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                <abstract>Destruktive F&#252;hrung stellt eine ernstzunehmende Herausforderung f&#252;r Organisationen und die Gesundheit ihrer Besch&#228;ftigten dar. Empirische Studien zeigen, dass destruktive F&#252;hrungshandlungen &#8211; etwa systematische Herabw&#252;rdigung, soziale Ausgrenzung oder das Sch&#252;ren von Angst &#8211; nicht nur die Arbeitszufriedenheit und Motivation massiv beeintr&#228;chtigen, sondern auch mit schlechter psychischer und physischer Gesundheit einher gehen k&#246;nnen. Bei destruktivem Verhalten von F&#252;hrungskr&#228;ften ist von einer Gef&#228;hrdung durch psychische Belastung auszugehen, wodurch der Arbeitgeber hier in der Pflicht ist, Ma&#223;nahmen zur Beseitigung oder Reduktion der Gef&#228;hrdung umzusetzen. In der Praxis zeigt sich, dass klassische Schutzmechanismen wie Betriebs- oder Personalr&#228;te, interne Beschwerdestellen, Besch&#228;ftigtenbefragungen oder externe Beratungsangebote nicht immer greifen. Die Gr&#252;nde hierf&#252;r sind vielf&#228;ltig: Angst vor Repressalien, fehlendes Vertrauen in die Wirksamkeit der Gremien, Abh&#228;ngigkeiten oder eine Kultur des Wegsehens f&#252;hren dazu, dass Betroffene selten Unterst&#252;tzung suchen oder erhalten.
Der 90-min&#252;tige Arbeitsdialogkreis widmet sich diesem Thema und verfolgt das Ziel, die Schwachstellen/ Herausforderungen bestehender Schutzmechanismen zu analysieren und gemeinsam arbeitspsychologische L&#246;sungsans&#228;tze f&#252;r die Praxis zu erarbeiten. Nach einer kurzen wissenschaftlichen Einordnung destruktiver F&#252;hrung werden zwei anonymisierte Fallbeispiele vorgestellt, um die Vielschichtigkeit und Tragweite destruktiver F&#252;hrung zu verdeutlichen. Hieraus sollen sich Ankn&#252;pfungspunkte f&#252;r Erfahrungen aus dem Publikum ergeben.
Eine &#220;bersicht g&#228;ngiger &#8222;Schutzmechanismen&#8220; soll Basis f&#252;r eine kritische Reflexion der Instrumente bieten und im Rahmen der Diskussion erg&#228;nzt werden. Hierf&#252;r werden vorab Expert:innen aus Praxis und Wissenschaft zum ADK eingeladen. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Erfahrungen, Beobachtungen und L&#246;sungsideen einzubringen. Gemeinsam soll erarbeitet werden, wie &#8222;Schutzmechanismen&#8220; gestaltet werden k&#246;nnen, um destruktive F&#252;hrung fr&#252;hzeitig zu erkennen und nachhaltig zu verhindern. Aber auch konkrete Handlungsschritte zum akuten Umgang mit destruktiven F&#252;hrungskr&#228;ften f&#252;r die arbeitspsychologische Beratung sind Gegenstand der Diskussion. 
Ergebnis des Arbeitsdialogkreises soll sein, ein umfassendes Bild m&#246;glicher L&#246;sungswege f&#252;r den Umgang mit destruktiven F&#252;hrungskr&#228;ften zu zeichnen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Handlungssicherheit im Umgang mit destruktiver F&#252;hrung zu st&#228;rken und die Gesundheit sowie das Wohlbefinden der Besch&#228;ftigten nachhaltig zu sch&#252;tzen. Der Arbeitsdialogkreis soll Ausgangspunkt f&#252;r eine weitere wissenschaftliche Bearbeitung des Themas im Expertenkreis &#8222;F&#252;hrung und Organisation&#8220; sein.
Schlagworte: destruktive F&#252;hrung, Gesundheitsgef&#228;hrdung, soziale Stressoren, &#8222;Schutzmechanismen&#8220; Pr&#228;vention und akute Handlungsoptionen</abstract>
                <slug>pasig2026-95230-adk-die-fuhrungskraft-als-belastungsfaktor-diskussion-zu-arbeitspsychologischen-losungsansatzen-fur-die-praxis</slug>
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                <title>ADK: Evaluation: Wird sie in der Praxis gebraucht?</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-14T17:30:00+00:00</date>
                <start>17:30</start>
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                <abstract>Der Expertenkreis &#8222;Wirksamkeit und Evaluation&#8220; des PASIG m&#246;chte betriebliche Praktiker, Betriebsberatende, Multiplikatoren und andere Akteure dabei unterst&#252;tzen, Fragen der Evaluation mit Blick auf Wirksamkeit, Bewertung und Optimierung von Ma&#223;nahmen des Arbeitsschutzes und der Gesundheitsf&#246;rderung praxisgerecht, aber auch systematisch, nachvollziehbar und kriteriengeleitet anzugehen. In dem Dialogforum wird der konkrete, praktische Bedarf ermittelt und die Br&#252;cke zu den verf&#252;gbaren Methoden und Standards geschlagen:
&#8226;	Welche Anl&#228;sse und Fragestellungen f&#252;r Evaluation treten in der Praxis auf? Was soll &#252;berpr&#252;ft, bewertet und optimiert werden?
&#8226;	Welche Methoden stehen zur Verf&#252;gung? Was eignet sich wozu? Was ist realistisch in der Praxis anwendbar?
&#8226;	Welche Erwartungen und W&#252;nsche bestehen an Evaluationen?
&#8226;	Welche Probleme treten bei Evaluationen auf?
&#8226;	Wie kann der Expertenkreis die Praxis unterst&#252;tzen?
Zu Beginn des Dialogforums wird es ein oder zwei einf&#252;hrende Vortr&#228;ge geben. Der Hauptteil wird mit dialogorientierten Methoden wie z. B. einem World Caf&#233; zu den Fragen rund um die Evaluation gestaltet.</abstract>
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                <title>Mitgliederversammlung PASIG</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
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                <abstract>Mitgliederversammlung des PASIG

Im Rahmen des 24. PASIG Workshops findet die Mitgliederversammlung des Fachverbands Psychologie f&#252;r Arbeitssicherheit und Gesundheit e. V. statt. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen, sich &#252;ber die aktuellen Entwicklungen im Verband zu informieren und die weitere Arbeit aktiv mitzugestalten.

Die Mitgliederversammlung bietet Gelegenheit, auf die Aktivit&#228;ten des vergangenen Jahres zur&#252;ckzublicken, laufende Projekte vorzustellen und zentrale Vorhaben f&#252;r die kommende Zeit zu diskutieren. Neben Berichten aus dem Vorstand und den verschiedenen Arbeitsbereichen stehen aktuelle fachliche, organisatorische und strategische Themen auf der Tagesordnung. Die Mitglieder k&#246;nnen Fragen stellen, Anregungen einbringen und sich an wichtigen Entscheidungen zur zuk&#252;nftigen Ausrichtung des Verbands beteiligen.

Der PASIG lebt vom Engagement, von der fachlichen Expertise und von den unterschiedlichen Perspektiven seiner Mitglieder. Die Mitgliederversammlung ist daher nicht nur ein formaler Bestandteil des Workshops, sondern ein wichtiges Forum f&#252;r Austausch, Transparenz und gemeinsame Weiterentwicklung. Sie bietet zudem die M&#246;glichkeit, neue Ideen anzusto&#223;en, bestehende Aktivit&#228;ten zu unterst&#252;tzen und M&#246;glichkeiten f&#252;r eine aktive Mitarbeit kennenzulernen.

Wir freuen uns &#252;ber eine zahlreiche Teilnahme und eine konstruktive Diskussion. Die konkreten Tagesordnungspunkte sowie weitere organisatorische Hinweise werden den Mitgliedern rechtzeitig bekannt gegeben.</abstract>
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                <title>ADK: Vielfalt als Sicherheitsfaktor &#8211; Mitbestimmung, psychologische Sicherheit und Gesundheit in diversen Arbeitswelten</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-14T15:45:00+00:00</date>
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                <abstract>Arbeitswelten sind zunehmend von Vielfalt, Fachkr&#228;fteengp&#228;ssen und multiplen Krisen gepr&#228;gt. Insbesondere in sicherheits- und gesundheitsrelevanten T&#228;tigkeitsfeldern &#8211; etwa im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Industrie oder in systemrelevanten Dienstleistungen &#8211; arbeiten Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergr&#252;nden, Qualifikationswegen, Sprachkompetenzen und Besch&#228;ftigungsstatus zusammen. Diese Vielfalt wird in Organisationen h&#228;ufig prim&#228;r unter Integrations- oder Fachkr&#228;ftesicherungsaspekten betrachtet. Ihr Einfluss auf Sicherheitshandeln, Fehlerkommunikation, psychische Gesundheit und Pr&#228;ventionskultur bleibt hingegen vielfach unterbelichtet.

Der vorgeschlagene Arbeits-Dialog-Kreis greift diese Leerstelle auf und diskutiert Vielfalt explizit als arbeits- und gesundheitsschutzrelevanten Faktor. Ausgangspunkt ist die These, dass Diversity, Mitbestimmung und psychologische Sicherheit zentrale Voraussetzungen f&#252;r wirksame Pr&#228;vention und nachhaltige Sicherheitskulturen darstellen &#8211; insbesondere unter Bedingungen chronischer Krisen wie Personalengp&#228;ssen, hoher Arbeitsverdichtung und organisationaler Unsicherheit.

Im Fokus stehen drei miteinander verschr&#228;nkte Perspektiven:

Vielfalt und Sicherheitshandeln
Empirische Befunde und Praxiserfahrungen zeigen, dass kulturelle Pr&#228;gungen, Sprachbarrieren, Machtasymmetrien und ungleiche Teilhabechancen das Meldeverhalten, den Umgang mit Fehlern und das Ansprechen von Risiken ma&#223;geblich beeinflussen. In heterogenen Teams kann dies sowohl zu erh&#246;hten Unfall- und Gesundheitsrisiken als auch zu bislang ungenutzten Pr&#228;ventionspotenzialen f&#252;hren. Der Dialogkreis beleuchtet, unter welchen Bedingungen Vielfalt sicherheitsf&#246;rderlich wirkt und wann sie &#8211; unbeachtet &#8211; zu einer stillen Gef&#228;hrdung wird.

Mitbestimmung, Beteiligungskultur und psychologische Sicherheit
Zentrale Bedeutung kommt der Frage zu, wie demokratische Praktiken, faire Verfahren und Mitbestimmung im betrieblichen Alltag zur Entstehung psychologischer Sicherheit beitragen. Psychologische Sicherheit gilt als Schl&#252;sselfaktor daf&#252;r, dass Besch&#228;ftigte Risiken, &#220;berlastung, Beinahe-Unf&#228;lle oder Regelabweichungen offen ansprechen. Der Beitrag diskutiert, wie Beteiligungsstrukturen insbesondere f&#252;r marginalisierte oder prek&#228;r besch&#228;ftigte Gruppen (z. B. internationale Fachkr&#228;fte, Leiharbeitnehmende) zug&#228;nglich gestaltet werden k&#246;nnen und welche Rolle F&#252;hrung, Interessenvertretungen und Arbeitsschutzakteure dabei spielen.

Diversity Health Management als integrierter Pr&#228;ventionsansatz
Aufbauend auf einem Diversity-Health-Management-Ansatz wird gezeigt, wie Arbeitsschutz, Gesundheitsf&#246;rderung und Organisationsentwicklung systematisch miteinander verbunden werden k&#246;nnen. Dabei wird Diversity nicht als Zusatzthema, sondern als Querschnittsdimension der Gef&#228;hrdungsbeurteilung, der Arbeitsgestaltung und der Pr&#228;ventionskommunikation verstanden. Praxisbeispiele aus Organisationen mit hohem Diversit&#228;tsgrad illustrieren, wie kultursensible Kommunikation, partizipative Formate und organisationsbezogene Resilienzans&#228;tze zur Stabilisierung von Sicherheits- und Gesundheitsstrukturen beitragen k&#246;nnen &#8211; auch unter Ressourcenknappheit.

Der Arbeits-Dialog-Kreis ist ausdr&#252;cklich interaktiv angelegt. Nach einem kurzen Impuls (ca. 15 Minuten), der zentrale Begriffe, Befunde und Praxisbeispiele b&#252;ndelt, steht der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt. In moderierten Dialogphasen werden Erfahrungen aus Praxis, Wissenschaft und Institutionen zusammengef&#252;hrt. Leitfragen sind u. a.:

Welche Rolle spielt Vielfalt aktuell im Arbeits- und Gesundheitsschutz &#8211; und welche Rolle sollte sie spielen?

Wo erleben Praktiker:innen konkrete Spannungsfelder zwischen Sicherheitsanforderungen, Arbeitsdruck und Diversit&#228;t?

Wie k&#246;nnen Mitbestimmung und Beteiligung so gestaltet werden, dass sie psychologische Sicherheit tats&#228;chlich f&#246;rdern?

Welche Implikationen ergeben sich f&#252;r Pr&#228;ventionsstrategien, Regelwerke und Qualifizierungsans&#228;tze?

Ziel des Dialogkreises ist es, Handlungsbedarfe, Good Practices und Forschungsfragen sichtbar zu machen und die Diskussion um Krisenkompetenz im Arbeits- und Gesundheitsschutz um eine diversity- und demokratiebezogene Perspektive zu erweitern. Der Beitrag richtet sich an Akteure aus Arbeitsschutzpraxis, Interessenvertretungen, Politik und Wissenschaft und versteht sich als Impuls f&#252;r eine menschengerechte, partizipative und gesundheitsf&#246;rderliche Gestaltung vielf&#228;ltiger Arbeitswelten.</abstract>
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                <track>SP: Vielfalt und Demokratie in Unternehmen</track>
                
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                <title>ADK: Intercultural Health and Safety</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-14T17:30:00+00:00</date>
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                <abstract>Ziel des ADK ist es aus verschiedenen L&#228;ndern, Rum&#228;nien, Indonesien, Deutschland, EU Gesundheitsf&#246;rderungskonzepte vorzustellen und mit empirischen Erkenntnissen zu unterlegen.


1.	Olga Morozova, R&#252;diger M. Trimpop, Volodymyr Chernobrovkin. University of Kiew &quot;Kyjiw-Mohyla-Akademie&quot;, Friedrich Schiller University Jena

Psychological Resources of Employees in Wartime: What Supports Resilience?

2.	Lena Schmitz1, Cornelia M&#259;irean2, Daniela &#536;oitu2, R&#252;diger Trimpop1 1Friedrich Schiller University Jena, Germany2Alexandru Ioan Cuza University of Ia&#537;i, Romania 

Student Health, Safety and Well-Being in Europe: Empirical Case Studies 
of Romanian and German Universities

3.	Puji Tanja Ronauli, Ratri Atmoko Benedictus, Juliana Murniati, Monika Eigenstetter, R&#252;diger Trimpop: Friedrich Schiller Universitat Jena, Atma Jaya Catholic University of Indonesia, Niderhein Hochschule Moenchengladbach

Health as Praxis: A Critical Review of Healthcare Delivery and Subjective Well-being
in Indonesia


4.	Lena Schmitz1, Julia Hoppe1, R&#252;diger Trimpop11Friedrich-Schiller University Jena

Healthy Campus Uni Jena &#8211; Health Competence in German and International Students


5.	Mirabela-Olivia Punei, Cornelia M&#259;irean, Alexandru Ioan Cuza University of Ia&#537;i, Romania 

Moral injury and secondary trauma in healthcare professionals. 
The role of moral resilience and work-mattering</abstract>
                <slug>pasig2026-95276-adk-intercultural-health-and-safety</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                <title>Psychisch krank studieren &#8211; eine empirische Studie &#252;ber den Zusammenhang zwischen Gesundheitszustand, Studienanforderungen, Studienressourcen sowie pers&#246;nlichen Stressoren und Ressourcen bei Studieren</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-14T18:20:00+00:00</date>
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                <abstract>Psychisch krank studieren &#8211; eine empirische Studie &#252;ber den Zusammenhang zwischen Gesundheitszustand, Studienanforderungen, Studienressourcen sowie pers&#246;nlichen Stressoren und Ressourcen bei Studierenden mit psychischen Erkrankungen

Studierende sind im Verlauf ihres Studiums mit erheblichen akademischen Anforderungen konfrontiert. Zahlreiche Gesundheitsbefragungen zeigen, dass ein hohes Stressniveau, Symptome von Burnout und Ersch&#246;pfung sowie eine zunehmende Verbreitung psychischer Gesundheitsprobleme unter Studierenden weit verbreitet sind (Meyer et al., 2023; Steink&#252;hler et al., 2023). In Deutschland wurde bei etwa jedem sechsten Studierenden eine psychische Erkrankung diagnostiziert. Studierende mit psychischen Gesundheitsproblemen stehen bei der Bew&#228;ltigung akademischer Anforderungen vor besonderen Herausforderungen, da ihre Beeintr&#228;chtigungen ihre Studierf&#228;higkeit sowie ihre Leistungsf&#228;higkeit in Pr&#252;fungssituationen einschr&#228;nken k&#246;nnen (Steink&#252;hler et al., 2023).

Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Studie den Zusammenhang zwischen Studienanforderungen, Studienressourcen, personenbezogenen Ressourcen und Stressoren sowie dem Gesundheitszustand von Studierenden mit selbstberichteten psychischen Erkrankungen, um die Annahmen des Study-Demands-Resources-Modells empirisch zu &#252;berpr&#252;fen. Im Rahmen der Gesundheitsbefragung der Studierenden der Friedrich-Schiller-Universit&#228;t Jena im Jahr 2024 wurden Querschnittsdaten von 1.781 Studierenden erhoben, darunter 347 selbstidentifiziert psychisch erkrankte Studierende. Die Daten wurden mittels deskriptiver Analysen sowie Mediationsanalysen ausgewertet.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die physische und psychische Gesundheit sowie die Lebenszufriedenheit bei selbstidentifiziert psychisch erkrankten Studierenden geringer ausgepr&#228;gt sind als bei psychisch gesunden Studierenden. Studierende mit psychischen Erkrankungen berichten h&#228;ufiger &#252;ber psychische und physische Gesundheitsprobleme und weisen im Vergleich zu ihren psychisch gesunden Mitstudierenden ein marginal unterdurchschnittliches Gesundheitsverhalten auf. Zudem zeigt sich bei ihnen eine h&#246;here Beanspruchung durch Studienanforderungen und Pr&#252;fungsbelastungen, w&#228;hrend sie &#252;ber weniger personenbezogene Ressourcen sowie Studienressourcen verf&#252;gen.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen die Relevanz von Pr&#228;vention und Gesundheitsf&#246;rderung im universit&#228;ren Kontext als zentrales gesellschafts- und hochschulpolitisches Ziel. Entsprechende Ma&#223;nahmen k&#246;nnen wesentlich dazu beitragen, Inklusion im Bildungssystem zu f&#246;rdern und nachhaltige, gesundheitsf&#246;rderliche Studienbedingungen f&#252;r alle Studierenden zu schaffen. Neben allgemeinen Gesundheitsma&#223;nahmen und Interventionen zur F&#246;rderung von Bewegung, Ern&#228;hrung und psychischem Wohlbefinden sollte die Unterst&#252;tzung von Studierenden mit psychischen Erkrankungen insbesondere auf die Vereinfachung individueller Nachteilsausgleiche im Studium sowie auf die Einf&#252;hrung flexiblerer Studien- und Pr&#252;fungsregelungen ausgerichtet sein. Dar&#252;ber hinaus sollten spezifische Unterst&#252;tzungsangebote, zentrale Anlaufstellen, psychosoziale Beratungsangebote sowie gezielte Gesundheitsinterventionen weiter ausgebaut werden, um den besonderen Bed&#252;rfnissen dieser vulnerablen Studierendengruppe gerecht zu werden.

Literaturverzeichnis

Meyer, B., Grobe, T. &amp; Bessel, S. (2023): Gesundheitsreport 2023 &#8211; Wie geht&#8217;s Deutschlands Studierenden? Techniker Krankenkasse, Hamburg.
Steink&#252;hler, J., Beu&#223;e, M., Kroher, M., Gerdes, F., Schwabe, U., ... &amp; Buchholz, S. (2023). Die Studierendenbefragung in Deutschland: best3. Studieren mit einer gesundheitlichen Beeintr&#228;chtigung. Hannover: DZHW.

(Der Beitrag erfolgt im Rahmen des Arbeits-Dialog-Kreises zum Thema &#8222;Pr&#228;ventions-, Sicherheits- und Gesundheitskultur in Klein- und Gro&#223;unternehmen&#8220; unter der Leitung von Herrn Professor Trimpop)</abstract>
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                <title>Healthy Campus Uni Jena &#8211; Health Competence in German and International Students</title>
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                <abstract>With increasing psychosocial strain as well as internationalization in higher education contexts, this study investigates health competence among German and international university students and its relevance for health promotion in university settings. Health competence, understood as the ability to access, understand, appraise and apply health-related information, is considered a key prerequisite for managing academic and everyday health demands (Lenartz, Soellner &amp; Rudinger, 2020). Especially international students are considered a vulnerable group due to barriers in navigating the (German) health care system, language difficulties and lack of guidance at the beginning of their studies (Brill, Karnowski &amp; Rossmann, 2025).
The theoretical framework is based on empirical models of work and organizational psychology contextualizing student health, such as the study-demands-resources framework (Lesener et al., 2020), the HOPES-Model (Trimpop, 2014) and the intention-behavior gap (Sheeran &amp; Webb, 2016), among others. To operationalize health competence, the structure model of health competence by Lenartz (2012), which differentiates six dimensions, was applied in this study: self-regulation, self-control, self-perception, assumption of responsibility, communication and cooperation and dealing with health information.
Based on a quantitative online survey including indicators of physical and mental health, study-related demands and resources and health-related behaviors, among other factors, cross-sectional data were collected from 1781 students at University of Jena. After the first assessment of student health at University of Jena in 2021 (Schmitz, 2022), health competence was added to the optimized version of the survey instrument due to its increased empirical and practical interest in the context of health promotion. Data analyses comprise descriptive and multivariate statistics to initially assess the status of health competence dimensions in university students, and subsequentially compare health competence in German and international students. Finally, this study examines associations between health competence facets and health outcomes and study conditions, to further understand the link between individual health-related factors and organizational variables. 
Therefore, the results of this study could serve as an empirical basis for tailored interventions specific to the target groups of overall university students in Germany, as well as international students at German universities. Assuming the practical implications of the empirical results, this study aims at increasing the overarching benefits of health competence in the higher education context and everyday life.
Bibliography

Brill, J., Karnowski, V., &amp; Rossmann, C. (2025). From social to informational exclusion: How othering shapes acculturation trajectories and health information access among international students. Frontiers in Communication, 10. https://doi.org/10.3389/fcomm.2025.1679179
Lesener, T., Pleiss, L. S., Gusy, B., &amp; Wolter, C. (2020). The Study Demands-Resources Framework: An Empirical Introduction. International Journal of Environmental Research and Public Health, 17(14), 5183. https://doi.org/10.3390/ijerph17145183
Lenartz, N. (2012). Gesundheitskompetenz und Selbstregulation. V&amp;R unipress. G&#246;ttingen
Lenartz, N., Soellner, R., &amp; Rudinger, G. (2020). Health literacy. Springer eBooks. https://doi.org/10.1007/978-3-658-06392-4_15 
Schmitz, L. (2022). Healthy Campus: Organizational and Personal Resources for Health Promotion &#8211; an Empirical Study. Master Thesis. Friedrich Schiller University Jena. 
Sheeran, P., &amp; Webb, T. L. (2016). The intention&#8211;behavior gap. Social and Personality Psychology Compass, 10(9), 503&#8211;518. https://doi.org/10.1111/spc3.12265 
Trimpop, R. (2014). Die gesunde Organisation: Konzeption des empiriebasierten Modell HOPES (Health-Organisation-Person-Environment-System) In: Eigenstetter, M., Kunz, T., Portune, R. Trimpop, R. (Hrsg. (2014). Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit: 18. Workshop. Heidelberg: Asanger. S.241-244.</abstract>
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                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                <title>Student Health, Safety and Well-Being in Europe: Empirical Case Studies of Romanian and German Universities</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T18:40:00+00:00</date>
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                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Late adolescence and early adulthood represent a critical developmental stage, often associated with increased vulnerability to mental health difficulties, especially within the context of academic demands and life transitions. University environments can influence students&#8217; health and well-being through multiple factors, including academic structure, social relationships, and access to support services. These findings can be supported empirically on an international level. The main objective of this study was to explore students&#8217; perceptions of their academic environment, health, and well-being, as well as to identify key factors associated with mental and physical health in the university context, assessing data of two European universities using the same (translated) quantitative online instrument survey. The sample consisted of 1043 participants from a Romanian University and 1781 participants from a German University. The survey instrument covers multiple domains, including organizational factors, health and safety culture, university services, mental and physical health, health behavior, resilience, coping strategies, and work-life balance. The results indicate that both German and Romanian students are generally satisfied with their life, university health offers (if used), and relationships with peers and teaching staff. However, perceptions of the university&#8217;s health and safety efforts and awareness of support services are mixed. The presence of persistent psychological and physical symptoms, along with moderate awareness of support services, highlights the need for targeted interventions aimed at improving workload management, enhancing study conditions, and increasing students&#8217; engagement with health promotion resources.
Keywords: mental health, well-being, support, coping, resilience</abstract>
                <slug>pasig2026-98947-student-health-safety-and-well-being-in-europe-empirical-case-studies-of-romanian-and-german-universities</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                <title>Moral injury and secondary trauma in healthcare professionals. The role of moral resilience and work-mattering</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T18:50:00+00:00</date>
                <start>18:50</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Moral injury is psychological suffering associated with conflicts generated by actions or omissions that contravene personal moral codes. Healthcare professionals are vulnerable to moral injury due to constant exposure to moral stress and secondary traumatic stress. Objectives. The present study aims to: 1) identify predictors of moral injury in healthcare professionals, 2) to investigate the mediating role of secondary traumatic stress between moral distress and moral injury, 3) to assess the moderation of this relation through the perception of work-mattering, and 4) to analyse the moderating role of moral resilience in the relationship between moral stress and moral injury. Method. A sample of healthcare workers (N = 101) completed questionnaires on moral distress, secondary traumatic stress, moral injury, moral resilience, and work-mattering. Multiple regression analyses, simple mediation, and moderate mediation models were applied using the PROCESS model. Results. Moral distress and secondary traumatic stress were positive predictors of moral injury, while moral resilience and work-mattering did not predict moral injury. Secondary traumatic stress mediates the relationship between moral distress and moral injury, and work-mattering moderates the relation between moral distress and moral injury. Moral resilience did not moderate the relationship between moral distress and moral injury. Conclusion. The results highlight the central role of secondary traumatic stress in triggering moral injury, underscoring the importance of interventions aimed at reducing this type of stress and supporting the meaning attributed to work in protecting healthcare professionals. Understanding these mechanisms is essential for the development of effective psychological and organizational strategies.

Keywords: moral injury, moral resilience, moral distress, traumatic stress, healthcare providers</abstract>
                <slug>pasig2026-98948-moral-injury-and-secondary-trauma-in-healthcare-professionals-the-role-of-moral-resilience-and-work-mattering</slug>
                <track>Gesundheitsf&#246;rderung und Gesundheitsschutz</track>
                
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                <title>ADK: Betriebliche Verkehrssicherheit</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-14T15:45:00+00:00</date>
                <start>15:45</start>
                <duration>00:30</duration>
                <abstract>Ziel des ADK ist es, aktuelle Probleme und L&#246;sungen im Bereich der betrieblichen Verkehrssicherheit zu f&#246;rdern und mit Forschung und Praxis Unf&#228;lle zu vermeiden.
1. Sabrina Bittela, Yannic Mohra, Peter Schwaighoferb, R&#252;diger Trimpopa a Friedrich-Schiller-Universit&#228;t Jena (FSU Jena) b Allgemeine Unfallversicherungsanstalt &#214;sterreich (AUVA)

GUROM Unfallanalyse: Organisationale und verhaltensorientierte Faktoren in der Unfallentstehung von Mobilit&#228;tsunf&#228;llen in &#214;sterreich

2. Yannic Mohr, Sabrina Bittel, Kay Schulte, Coline Kuche, R&#252;diger Trimpop
Friedrich-Schiller-Universit&#228;t Jena (FSU Jena) b Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) 

GUROM Unfallanalyse: Organisationale und verhaltensorientierte Faktoren in der Unfallentstehung von betrieblichen Verkehrsunf&#228;llen in Deutschland 

3. Tobias Ruttkea, R&#252;diger Trimpopaa Friedrich-Schiller-Universit&#228;t Jena (FSU Jena)

Fahrerassistenzsysteme im Betrieb: Automatisch sicherer? Experten- und Nutzerbefragung zum Einsatz im Wirtschaftsverkehr. 

4. Yannic Mohr, Klaus Bockius, R&#252;diger Trimpop Friedrich-Schiller Uni9versit&#228;t Jena, Boehringer Ingelheim

Interventionen zur Verbesserung der Mobilit&#228;tssicherheit von Auszubildenden und dual Studierenden eines gro&#223;en Pharmaunternehmens im L&#228;ngsschnitt

5.Sabrina Bittela, Tobias Ruttkea, Lena Schmitza, Yannic Mohra, R&#252;diger Trimpopa, Moritz Baldb a Friedrich-Schiller-Universit&#228;t Jena (FSU Jena)

Entwicklung einer Befragung zu mobilit&#228;tsbezogenen Gef&#228;hrdungen und Gesundheit von F&#252;hrungskr&#228;ften</abstract>
                <slug>pasig2026-95277-adk-betriebliche-verkehrssicherheit</slug>
                <track>Mobilit&#228;t, Transport und Verkehr</track>
                
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                <title>GUROM Unfallanalyse: Organisationale und verhaltensorientierte Faktoren in der Unfallentstehung von betrieblichen Verkehrsunf&#228;llen in Deutschland</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T16:15:00+00:00</date>
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                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), der Allgemeinen Versicherungsanstalt (AUVA) sowie der Friedrich-Schiller-Universit&#228;t Jena (FSU) wurde ein Instrument zur systematischen Gef&#228;hrdungsbeurteilung und Risikobewertung Organisationaler Mobilit&#228;t (GUROM) entwickelt. Der Fragebogen orientiert sich dabei an dem TOP-S-Ansatz und beinhaltet somit alle relevanten Faktoren aus den Bereichen Technik/Verkehrsumfeld, Organisation, Person und Situation. Mit Hilfe dieses Instrumentes werden somit seit 2010 kontinuierlich und systematisch Daten zu allen Faktoren gesammelt, welche die Unfallwahrscheinlichkeit erh&#246;hen und somit zur Unfallentstehung im Zuge betrieblicher Mobilit&#228;t beitragen k&#246;nnen. Zus&#228;tzlich wird mittels eines integrierten Fragebogenabschnittes, welcher eine real erlebte Unfallsituation behandelt, konkrete Faktoren erfragt, die mit der Entstehung des erlebten Verkehrsunfalls im Zusammenhang stehen.
Eines der Ziele des Forschungsprojektes stellt die Pr&#228;vention von Verkehrsunf&#228;llen im betrieblichen Kontext dar, welches einerseits durch die zur Verf&#252;gung gestellte Gef&#228;hrdungsbeurteilung und andererseits durch die systematische Analyse der im Rahmen der durchgef&#252;hrten Gef&#228;hrdungsbeurteilungen gewonnen Daten erreicht werden soll. Anhand einer systematische Auswertung der &#252;ber die Projektlaufzeit gesammelten Daten sollen somit alle Faktoren identifiziert werden, welche die Wahrscheinlichkeit f&#252;r betriebliche Verkehrsunf&#228;lle erh&#246;hen und somit zur Unfallentstehung beitragen. Ein besonderer Schwerpunkt wird hierbei auf die organisationalen und personellen bzw. verhaltensorientierten Faktoren gelegt. Au&#223;erdem werden, aufbauend auf den Ergebnissen der Analysen, Ma&#223;nahmen und Interventionen, die zur Pr&#228;vention von betrieblichen Verkehrsunf&#228;llen beitragen, abgeleitet und diskutiert.</abstract>
                <slug>pasig2026-95206-gurom-unfallanalyse-organisationale-und-verhaltensorientierte-faktoren-in-der-unfallentstehung-von-betrieblichen-verkehrsunfallen-in-deutschland</slug>
                <track>Mobilit&#228;t, Transport und Verkehr</track>
                
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                <title>Entwicklung einer Befragung zu mobilit&#228;tsbezogenen Gef&#228;hrdungen und Gesundheit von F&#252;hrungskr&#228;ften</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T16:25:00+00:00</date>
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                <abstract>F&#252;hrungskr&#228;fte erleben in ihrem Arbeitsalltag aufgaben- und positionsbedingt h&#228;ufig Herausforderungen wie bspw. h&#246;heren Zeitstress und Kommunikationserfordernisse. Trotz oftmals ebenfalls st&#228;rker ausgepr&#228;gten Ressourcen, wie gr&#246;&#223;ere Handlungs- und Gestaltungsspielr&#228;ume, zeigen sich verglichen mit Mitarbeitenden auch st&#228;rker ausgepr&#228;gte Arbeitsbelastungen und ein h&#246;heres Fehlbeanspruchungsniveau bspw. durch Rollenanforderungen und -Konflikte (Bald &amp; Trimpop, 2018). 
Im Kontext berufsbedingter Mobilit&#228;t kann die Dienstreiseh&#228;ufigkeit und deren Notwendigkeit eine zus&#228;tzliche Beanspruchungsquelle zu den eigentlichen inhaltlichen Aufgaben oder weiterer F&#252;hrungst&#228;tigkeiten darstellen. Insgesamt k&#246;nnen aufgrund dieser Mehrbelastung und mobilit&#228;tsbezogenen Gef&#228;hrdungen durch Ablenkung, Ersch&#246;pfung und Nebent&#228;tigkeiten zu einer erh&#246;hten Unfallwahrscheinlichkeit f&#252;hren. F&#252;r F&#252;hrungskr&#228;fte ist somit besonders die Kombination aus F&#252;hrungst&#228;tigkeit und beruflicher Mobilit&#228;t als potenzielle Gef&#228;hrdung hinsichtlich (Verkehrs-)Sicherheit und Gesundheit relevant. 
Die betrieblichen, rollen- und mobilit&#228;tsbezogenen Gef&#228;hrdungen von F&#252;hrungskr&#228;ften wurden bisher noch nicht systematisch abgefragt. Die Mehrzahl der aktuellen Instrumente ignorieren weitestgehend die berufliche Mobilit&#228;t und erfassen f&#252;hrungsspezifische T&#228;tigkeitsmerkmale und Bedingungen nur unzureichend. 
Im Instrument GUROM (Gef&#228;hrdungsbeurteilung und Risikobewertung organisationaler Mobilit&#228;t) wurde deshalb ein themenspezifisches Modul zu mobilit&#228;tsbezogenen Belastungen, (Fehl-)Beanspruchungen von F&#252;hrungskr&#228;ften und deren beruflichen Mobilit&#228;t entwickelt und eingebunden. Das adaptive Online-Instrument GUROM erm&#246;glicht die ganzheitliche Erfassung mobilit&#228;tsrelevanter Gef&#228;hrdungsfaktoren. 
In diesem Beitrag sollen zun&#228;chst die Entwicklungsgrundlagen eines F&#252;hrungskr&#228;fte-Moduls beschrieben werden und zus&#228;tzlich Auswertungen erster empirischer Daten zu mobilit&#228;tsbezogenen Gef&#228;hrdungen von teilnehmenden F&#252;hrungskr&#228;ften pr&#228;sentiert werden. Durch das F&#252;hrungskr&#228;fte-Modul k&#246;nnen zudem auf Basis der GUROM-Daten initiale Vergleiche gezogen werden zwischen Mitarbeitenden und F&#252;hrungskr&#228;ften hinsichtlich der Gef&#228;hrdungsstrukturen und -Faktoren zu Technik, Organisation, Person, Situation. Durch die gezielte Erfassung der bisher rudiment&#228;r in Gef&#228;hrdungsbeurteilungen untersuchten Zielgruppe F&#252;hrungskr&#228;fte, insbesondere im Mobilit&#228;tskontext, sollen zuk&#252;nftig neben weiteren Analysen auch Empfehlungen aufgrund datenbasierter Ableitungen erm&#246;glicht werden.</abstract>
                <slug>pasig2026-94710-entwicklung-einer-befragung-zu-mobilitatsbezogenen-gefahrdungen-und-gesundheit-von-fuhrungskraften</slug>
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                <title>Interventionen zur Verbesserung der Mobilit&#228;tssicherheit von Auszubildenden und dual Studierenden eines gro&#223;en Pharmaunternehmens im L&#228;ngsschnitt</title>
                <subtitle></subtitle>
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                <date>2026-09-14T16:35:00+00:00</date>
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                <abstract>Im Stra&#223;enverkehr sind Auszubildende und dual Studierende aufgrund ihres Alters sowie ihrer geringen Erfahrung besonders gef&#228;hrdet. Dies gilt auch f&#252;r die berufsbedingte Verkehrsteilnahme. Seit der Entwicklung und Ver&#246;ffentlichung des spezifischen Moduls im Fragebogen-Instrument Gef&#228;hrdungsbeurteilung und Risikobewertung organisationaler Mobilit&#228;t (GUROM) im Jahr 2020, welches zur systematischen Erfassung und Beurteilung der Gef&#228;hrdungen f&#252;r Auszubildende und dual Studierende im Rahmen beruflicher Mobilit&#228;t dient, existiert eine spezifische Gef&#228;hrdungsbeurteilung f&#252;r diese Zielgruppe.
Seit der Ver&#246;ffentlichung des Moduls f&#252;hrt ein gro&#223;es Pharmaunternehmen die Gef&#228;hrdungsbeurteilung j&#228;hrlich mindestens mit dem neuen Jahrgang des ersten Ausbildungsjahres durch, wodurch mittlerweile Daten von rund 1.000 Auszubildenden und dual Studierenden zu sechs verschiedenen Messzeitpunkten vorliegen. Anhand der Auswertung dieser l&#228;ngsschnittlichen Daten sollen im ersten Schritt im Zeitverlauf relevante Gef&#228;hrdungen und die Verkehrssicherheit beeinflussende Faktoren identifiziert werden. Anschlie&#223;end werden Ma&#223;nahmen und Interventionen, sowohl zur Erh&#246;hung der Verkehrssicherheit als auch zur Pr&#228;vention von Verkehrsunf&#228;llen abgeleitet. Zuletzt werden diese Ableitungen, unter Ber&#252;cksichtigung der in den betrachteten Jahren bereits durch das Unternehmen etablierten Ma&#223;nahmen, diskutiert.</abstract>
                <slug>pasig2026-95207-interventionen-zur-verbesserung-der-mobilitatssicherheit-von-auszubildenden-und-dual-studierenden-eines-groen-pharmaunternehmens-im-langsschnitt</slug>
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                <room>Seminarraum 1</room>
                <title>GUROM Unfallanalyse: Organisationale und verhaltensorientierte Faktoren in der Unfallentstehung von Mobilit&#228;tsunf&#228;llen in &#214;sterreich</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T16:45:00+00:00</date>
                <start>16:45</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Wege von und zur Arbeit, sowie dienstliche und innerbetriebliche Wege, geh&#246;ren zu allt&#228;glicher Mobilit&#228;t. Dazu finden etwa die H&#228;lfte aller t&#246;dlichen Arbeitsunf&#228;lle im Verkehr statt. Arbeits-/Wegeunf&#228;lle k&#246;nnen somit als Mobilit&#228;tsunf&#228;lle betrachtet werden. Unfallursachen sind dabei vielf&#228;ltig und nicht nur in der Person oder situativen Bedingungen zu finden, wie bspw. Ablenkung oder Risikoverhalten. In Anbetracht der Allt&#228;glichkeit von Mobilit&#228;t, besonders im betrieblichen Kontext, sowie vor dem Hintergrund betrieblicher Pr&#228;ventionsarbeit sollen auch organisationale Rahmenbedingungen und Bedingungen betrieblicher Mobilit&#228;t als potenzielle Ursache von Mobilit&#228;tsunf&#228;llen betrachtet werden. 

Ausgehend von einer umfangreichen Datenbasis mit Besch&#228;ftigten aus &#246;sterreichischen Betrieben, k&#246;nnen im ganzheitlichen Ansatz verursachende Faktoren von Mobilit&#228;tsunf&#228;llen untersucht werden. Durch das Projekt GUROM (Gef&#228;hrdungsbeurteilung und Risikobewertung organisationaler Mobilit&#228;t) werden mit dem gleichnamigen Online-Instrument zur Gef&#228;hrdungsbeurteilung Gef&#228;hrdungsfaktoren aus den Bereichen Technik, Organisation, Person und Situation abgefragt. 
Im Forschungsprojekt wurde in Kooperation mit der Allgemeinen Versicherungsanstalt &#214;sterreich (AUVA) seit 2014 Daten &#246;sterreichischer Mitarbeitenden erhoben. Aus diesen &#246;sterreichischen Befragungsdaten sollen bedeutsame Gef&#228;hrdungsfaktoren herausgearbeitet werden, die zur Entstehung von Mobilit&#228;tsunf&#228;llen beitragen. Anschlie&#223;end wird das Muster der Faktoren und deren Zusammenh&#228;nge besonders hinsichtlich betrieblicher Pr&#228;ventionsm&#246;glichkeiten betrachtet. Aus den Ergebnissen relevanter Gef&#228;hrdungsfaktoren sollen somit und verh&#228;ltnis- und verhaltensorientierte Ma&#223;nahmenans&#228;tze abgeleitet werden.</abstract>
                <slug>pasig2026-94711-gurom-unfallanalyse-organisationale-und-verhaltensorientierte-faktoren-in-der-unfallentstehung-von-mobilitatsunfallen-in-osterreich</slug>
                <track>Mobilit&#228;t, Transport und Verkehr</track>
                
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                    <person id='94508'>Sabrina Bittel</person><person id='94904'>Yannic Mohr</person><person id='103519'>Peter Schwaighofer</person><person id='94964'>R&#252;diger Trimpop</person>
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                <room>Seminarraum 1</room>
                <title>VISION ZERO: Wege- und Verkehrsunf&#228;lle im Fokus &#8211; Eine empirische Analyse zur Optimierung der Verkehrssicherheitsstrategie der BGN</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T16:55:00+00:00</date>
                <start>16:55</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Henrik Habenicht, Raphael Herr
Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe

Knapp 40 Prozent aller t&#246;dlichen Unf&#228;lle im Berufskontext in Deutschland sind
Wegeunf&#228;lle. Auch die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) &#8211;
Tr&#228;ger der gesetzlichen Unfallversicherung f&#252;r Unternehmen aus Gastronomie,
Backgewerbe, Nahrungsmittel- und Getr&#228;nkeindustrie, Fleischwirtschaft sowie der
Schausteller und Zirkusunternehmen &#8211; verzeichnet derartige Zahlen. Rechnet man
dienstlich bedingte Fahrten und Wege hinzu, geschehen unter BGN-Versicherten sogar
rund 60 Prozent aller t&#246;dlichen Unf&#228;lle unterwegs. Um die VISION ZERO-Strategie der
BGN konsequent umzusetzen, ist die Verkehrssicherheit folglich von besonderer
Bedeutung.
Mit dem Ziel, die Pr&#228;ventionsangebote der BGN zur Verkehrssicherheit m&#246;glichst
zielgruppengerecht und effizient weiterzuentwickeln, werden Daten der BGN-Unfallstatistik
im Zeitraum 2022 bis 2025 deskriptiv ausgewertet, beispielsweise bez&#252;glich verschiedener
Verkehrsmittel, Branchen und Wegearten.
Betrachtet man die Entwicklung der absoluten Zahlen zeigt sich ein kontinuierlicher
Anstieg der Wegeunf&#228;lle, die sich im Stra&#223;enverkehr ereignet haben, um insgesamt 6
Prozent. Bei Wegeunf&#228;llen abseits des Stra&#223;enverkehrs ist dagegen kein Trend
erkennbar, w&#228;hrend die Unf&#228;lle auf dienstlich bedingten Wegen im gleichen Zeitraum
leicht, aber kontinuierlich zur&#252;ckgingen.
Betrachtet man relative Zahlen bezogen auf Vollarbeitskr&#228;fte, zeigt sich bez&#252;glich der
Wegeunf&#228;lle im Stra&#223;enverkehr, dass das Backgewerbe die h&#246;chste Quote derartiger
Unf&#228;lle verzeichnet. Diese liegt beispielsweise um ca. 40 Prozent h&#246;her als in der
Getr&#228;nkeindustrie. Differenziert man die Analyse nach Branchen sowie
Unternehmensgr&#246;&#223;en zeigt sich beispielsweise, dass in der Gastronomie gr&#246;&#223;ere Betriebe
statistisch ein h&#246;heres relatives Wegeunfallgeschehen aufweisen als kleinere Betriebe.
Die Analyse der genutzten Verkehrsmittel zeigt, dass das Fahrrad das h&#228;ufigste
Verkehrsmittel im Unfallgeschehen auf Arbeitswegen ist. Die Zahl der Wegeunf&#228;lle mit
dem E-Scooter stieg im betrachteten Zeitraum deutlich, auf knapp 20 Prozent des Niveaus
von Fahrradunf&#228;llen.
Zudem ist eine Vervielfachung der Unf&#228;lle bei Extremwetterereignissen zu erkennen.
Die Analysen betonen die grunds&#228;tzliche Rolle der Wegeunf&#228;lle f&#252;r die Pr&#228;ventionsarbeit
und die damit VISION ZERO-Strategie der BGN.
Die Unterschiede zwischen den Branchen deuten darauf hin, dass Pr&#228;ventionsangebote
branchenspezifische Unterschiede in strukturellen Faktoren und Belastungen &#8211; wie z.B.
Schichtpl&#228;ne &#8211; und die daraus resultierenden Beanspruchungen &#8211; wie z.B. M&#252;digkeit &#8211;
gezielt adressieren und differenziert gewichten m&#252;ssen. Detailanalysen geben hierzu
weitere konkrete Hinweise.</abstract>
                <slug>pasig2026-95578-vision-zero-wege-und-verkehrsunfalle-im-fokus-eine-empirische-analyse-zur-optimierung-der-verkehrssicherheitsstrategie-der-bgn</slug>
                <track>Mobilit&#228;t, Transport und Verkehr</track>
                
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                    <person id='86769'>Thomas Rigotti</person><person id='103556'>Raphael Herr</person>
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                <room>Seminarraum 1</room>
                <title>Fahrerassistenzsysteme im Betrieb: Automatisch sicherer? Nutzerbefragung zum Einsatz im Wirtschaftsverkehr.</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-14T17:05:00+00:00</date>
                <start>17:05</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Autonome Technologien erzeugen erhebliche Transformationen in den aktuellen Wirtschafts- und Industrieprozessen und werden unter Begriffen wie &#8222;Digitalisierung&#8220;, &#8222;Industrie 4.0&#8220;, &#8222;k&#252;nstliche Intelligenz&#8220; und &#8222;Automatisierung&#8220; zusammengefasst (BMWK, 2026). Allerdings kommen vergleichbare Technologien bereits seit den 1980er-Jahren in Bereichen wie Kernkraftwerken, Produktionsanlagen und dem Flugbetrieb zum Einsatz. Fr&#252;h zeigte die Forschung (Bainbridge, 1983; Parasuraman, 1985), dass eine rein technikzentrierte Automatisierung ohne ausreichende Ber&#252;cksichtigung menschlicher F&#228;higkeiten zu einem fragmentierten Prozessverst&#228;ndnis f&#252;hren kann. Dies kann dann bei Systemst&#246;rungen dazu f&#252;hren, dass keine angemessenen manuellen Reaktionen erfolgen. Fehler verlagern sich dabei von aktiven Entscheidungsfehlern hin zu &#220;berwachungs-, Interaktions- und Eingriffsfehlern in die (teil-) automatisierten Systemabl&#228;ufe.
Auch seit den 2010er-Jahren werden Fahrassistenzsysteme (FAS) im Individualverkehr &#252;berwiegend technikzentriert, mit dem Ziel einer schrittweisen bis vollst&#228;ndigen Automatisierung der Fahrzeugsteuerung, eingef&#252;hrt. Neben Entlastung und Komfort f&#252;r die Fahrenden entstehen dadurch jedoch neue sicherheitsrelevante Risiken, etwa hinsichtlich deren Aufmerksamkeitsleistung und Reaktionsbereitschaft (Brachwitz, J., Ruttke, T., Trimpop, R., 2016). Ebenso erzeugen uneindeutige R&#252;ckmeldungen und Warnungen der Systeme Missverst&#228;ndnisse und Fehlreaktionen (Tsapi et. al, 2020). Reaktiv zeigen sich ebenso tendenzielle Zunahmen bei der Aus&#252;bung fahrfremder T&#228;tigkeiten und andere verhaltenskompensatorische Effekte, die mit den theoretischen Annahmen der Risikokompensationstheorie (Trimpop, 1994) vereinbar sind und als Verhaltensadaptationsprozesse oder mit dem Begriff der Verantwortungsdiffusion beschrieben werden (z.B. Brachwitz, J., Ruttke, T., Trimpop, R., 2014, 2016, 2018). Die avisiserte deutliche Reduktion von Verkehrsrisiken und Unf&#228;llen durch die technische Eliminierung der menschlichen Fahrer,  spiegelt sich demgegen&#252;ber  in den Unfallstatistiken bis heute nicht wider (z.B. Statistisches Bundesamt, 2026).
Diese Befunde sind Gr&#252;nde genug, die Frage nach den Einsatzrahmenbedingungen von FAS zu stellen, die sich abseits einer rein technischen L&#246;sungssuche, vor allem den sie einsetzenden menschlichen Bedienern und den hierf&#252;r notwendigen organisatorischen Bedingungen, widmen. In Ermangelung ausreichender empirischer Daten zum Realeinsatz von FAS, wurde zur weiteren Aufkl&#228;rung dieser Fragen, ein Forschungsprojekt an der FSU Jena durchgef&#252;hrt, welches sich explizit den personellen und organisatorischen Einsatzvoraussetzungen zum sicheren FAS-Einsatz im Wirtschaftsverkehr widmet. In einem mehrstufigen Vorgehen aus Experteninterviews und darauf aufsetzenden Online-Nutzerbefragungen mittels GUROM wurden diesbez&#252;gliche  Analysen durchgef&#252;hrt. Im Ergebnis wurden mehrere Aspekte identifiziert, die den sicherheitserh&#246;henden FAS-Einsatz erschweren, oder diesem sogar entgegen stehen. Daraus wurden Handlungsempfehlungen  f&#252;r Hersteller, Mitarbeiter, Unternehmen und BGen abgeleitet, die geeignet sind, die Sicherheitspotentiale der Systeme auch praktisch wirksam werden zu lassen.

Quellen:
Bainbridge, L. (1983). Ironies of automation. Automatica, 19(6), 775&#8211;779. https://doi.org/10.1016/0005-1098(83)90046-8
Brachwitz, J., Ruttke, T., &amp; Trimpop, R. (2014) Risikokompensationseffekte unter Nutzung eines adaptiven Fr&#252;hwarnsystems zur Mensch-Fahrzeug Erkennung. In: Eigenstetter, M., Kunz, T., Portune, R. Trimpop, R.(Hrsg. (2014). Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit: 18. Workshop. Heidelberg: Asanger. S.285-288.
Brachwitz, J., Ruttke, T., Trimpop, R. (2016) Risikokompensationseffekte von motorisierten und nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern unter Nutzung eines adaptiven Fr&#252;hwarnsystems zur Mensch-Fahrzeug Erkennung S.599-603. In: Wieland, R., Seiler, K., Hammes, M. (Hrsg. 2016) Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit: 18. Workshop. Heidelberg: Asanger.
Brachwitz, J., Ruttke, T., Trimpop, R., (2018) Risikokompensation in der Mobilit&#228;t 4.0 S.103-107. In: Trimpop, R., Kampe, J., Bald, M., Seliger., Effenberger, G. (Hrsg. 2018). Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit: 20. Workshop. Heidelberg: Asanger.
Bundesministerium f&#252;r Wirtschaft und Energie (2026). Industrie 4.0. Digitale Transformation in der Industrie. Dossier. https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Dossier/industrie-40.html (abgerufen: 13.03.2026)
Trimpop, R. M. (1994). The psychology of risk taking behavior (Advances in Psychology, Vol. 107). North-Holland. ISBN: 978-0-444-89961-3
Tsapi, A., van&#8239;der&#8239;Linde, M., Oskina, M., Hogema, J., Tillema, F., &amp; van&#8239;der&#8239;Steen, A. (2020). How to maximize the road safety benefits of ADAS? Amersfoort, Netherlands: HaskoningDHV Nederland B.V. https://www.fiaregion1.com/adas on board/
Statistisches Bundesamt (Destatis). (2026). Verkehrsunf&#228;lle in Deutschland [Datensatz]. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Verkehrsunfaelle/_inhalt.html</abstract>
                <slug>pasig2026-95221-fahrerassistenzsysteme-im-betrieb-automatisch-sicherer-nutzerbefragung-zum-einsatz-im-wirtschaftsverkehr</slug>
                <track>Mobilit&#228;t, Transport und Verkehr</track>
                
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                    <person id='94918'>Tobias Ruttke</person><person id='94964'>R&#252;diger Trimpop</person>
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                <room>Seminarraum 1</room>
                <title>ADK: Gesundheit im Wandel &#8211; L&#246;sungen f&#252;r aktuelle Herausforderungen</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-14T17:30:00+00:00</date>
                <start>17:30</start>
                <duration>00:40</duration>
                <abstract>Herbert Gr&#246;nemeyer sang vor fast 30 Jahren die Zeile: &#8222;Stillstand ist der Tod, geh voran, bleibt alles anders&#8220;. Mit wenigen Worten bringt er die gro&#223;en Dinge in der f&#252;r ihn typischen Art auf den Punkt: Der Song ermutigt dazu, Ver&#228;nderungen und den Wandel aktiv anzunehmen und sich neuen Erfahrungen zu &#246;ffnen. So weit, so gut, so herausfordernd. 
Denn wenn dieser Wandel in einem Tempo voranschreitet, dass uns die Zeit f&#252;r die notwendige Anpassung fehlt, dann wird der Wandel schnell zur &#220;berforderung. Und dieser Wandel findet beschleunigt statt (Future of Jobs Report, World Development Report, OECD Employment Outlook, Eurofound Report etc.), mit massiven Auswirkungen auf die Besch&#228;ftigten, die Unternehmen und die gesamte Arbeitswelt. Die rasante Entwicklung von Technologien hat die Art und Weise, wie wir arbeiten, erheblich ver&#228;ndert. Als Katalysatoren im System wirken zus&#228;tzlich Globalisierung und demografischer Wandel. Als Folge befinden sich viele Unternehmen in der Krise, was den Druck massiv erh&#246;ht, tradierte Arbeits- und Organisationsmodelle in Frage zu stellen und grunds&#228;tzlich neu zu denken &#8211; dazu geh&#246;rt auch die betriebliche Gesundheitsarbeit. 
In der Bayer AG wurde weltweit die klassisch-hierarchische Organisation auf den Kopf gestellt und durch Dynamic Shared Ownership ersetzt. Ganz im Sinne von Lalouxs &#8222;Reinventing Organizations&#8220; wurden die Arbeitsteams zum operativen Nukleus, mit mehr Entscheidungsfreir&#228;umen und Ressourcen (micro business) und die F&#252;hrungsrollen wurden umgeschrieben. In dem Arbeits-Dialog-Kreis werden die neuen M&#246;glichkeiten und Herausforderungen f&#252;r die betriebliche Gesundheitsarbeit vorgestellt und diskutiert:
1.	&#8222;Wir haben das dickste Brett durchbohrt &#8211; das neue Arbeitsmodell Dynamic Shared Ownership macht Verh&#228;ltnispr&#228;vention zum TOP 1&#8220; (Thorsten Uhle &amp; Herbert Ott)
2.	&#8222;Keine Zukunft ohne Erinnerung: Aus der Geschichte lernen &amp; Verantwortung verstehen&#8220; (Lisa Kiara Franke &amp; Thorsten Uhle) 
3.	&#8222;Den Akku wieder voll bekommen &#8211; Gesundheitskompetenz auf der Individual- und Team-Ebene f&#246;rdern&#8220; (Anja Orthmann &amp; Thorsten Uhle)
4.	&#8222;Gesundes F&#252;hren mit digitaler Sparringspartnerin &#8211; Einblicke in das globale Pilotprojekt NAIA&#8220; (Katharine Gillessen &amp; Thorsten Uhle)
5.	&#8222;Aus 2 mach 1 &#8211; neue Gesundheitsrollen in Zeiten des Wandels&#8220; (Christina Schmidt, Kristina Seiferth &amp; Thorsten Uhle)</abstract>
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                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
                <persons>
                    <person id='94706'>Thorsten Uhle</person>
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                <title>Wir haben das dickste Brett durchbohrt &#8211; das neue Arbeitsmodell &#8218;Dynamic Shared Ownership&#8216; macht Verh&#228;ltnispr&#228;vention zum TOP 1</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-14T18:10:00+00:00</date>
                <start>18:10</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Zuordnung zum ADK &#8222;Gesundheit im Wandel &#8211; L&#246;sungen f&#252;r aktuelle Herausforderungen&#8220;

Gute Arbeit ist mehr als attraktives Gehalt, moderne B&#252;ros oder flexible Arbeitszeiten &#8211; sie ist ein zentraler Faktor f&#252;r Mitarbeitendengesundheit, Wohlbefinden und Produktivit&#228;t. Arbeit, die Autonomie, klare Anforderungen, verl&#228;ssliche soziale Unterst&#252;tzung und sinnstiftende Aufgaben erm&#246;glicht, sch&#252;tzt vor psychischer und physischer &#220;berlastung und f&#246;rdert Leistungsf&#228;higkeit sowie Innovationskraft. Chronisch hohe Arbeitsanforderungen, fehlende Anerkennung oder unklare Rollen dagegen erh&#246;hen das Risiko f&#252;r negativen Stress, Ersch&#246;pfung und langfristige gesundheitliche Folgen mit hohen individuellen, gesellschaftlichen und &#246;konomischen Kosten. Gute Arbeit ist gesunde Arbeit: Modelle und Theorien aus der Arbeits-, Organisations- und Gesundheitspsychologie sowie zahlreiche Studien untermauern diese Zusammenh&#228;nge.
Vor diesem Hintergrund ist das neue Arbeitsmodell &#8218;Dynamic Shared Ownership&#8216; (DSO) der Bayer AG kein reines Restrukturierungs- oder Effizienzprojekt &#8211; es ist ein strategischer Beitrag zu gutem und gesundem Arbeiten. DSO b&#252;ndelt Elemente, die klinisch und empirisch mit besserer psychischer und physischer Gesundheit verkn&#252;pft sind: erh&#246;hte Autonomie, st&#228;rkere Teilhabe an Entscheidungen, flexible Rollenabstimmung und klare Verantwortlichkeiten. DSO durchbohrt das dickste Brett im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, die Verh&#228;ltnispr&#228;vention. Es ist die bewusste Gestaltung von Arbeit, die Verantwortlichkeiten, Entscheidungsspielr&#228;ume und Ressourcen dynamisch verteilt, um so die Mitarbeitenden nachhaltig in Sachen Wohlbefinden, Gesundheit und Produktivit&#228;t zu unterst&#252;tzen. DSO ist damit ein verh&#228;ltnispr&#228;ventiver Werkzeugkoffer par excellence: Es ver&#228;ndert die Arbeitsbedingungen selbst, nicht nur das Verhalten der Einzelnen.
Im Beitrag werden Ergebnisse des Health Dialogs (erweiterte Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung) aus dem Jahr 2025 vorgestellt (N = 8.000 Besch&#228;ftigte), die die benannten Zusammenh&#228;nge untermauern:
&#8226;	Arbeitsbelastungen nehmen ab (minus 17-28 %). Insbesondere Arbeitsinhalt und -aufgabe werden positiver bewerten (Verantwortung, vollst&#228;ndige T&#228;tigkeit, Qualifizierung und emotionale Inanspruchnahme), ebenso die sozialen Beziehungen im Team und mit der Teamleitung. 
&#8226;	Beruflichen Ressourcen steigen deutlich (plus 22-27 %). Die psychologische Sicherheit nimmt in den DSO-Teams deutlich zu und auch die Gesundheitskultur im Team und gesamten Unternehmen wird positiver bewertet als vor DSO.
&#8226;	Positive Beanspruchungsfolgen verbessern sich (plus 22-24 %): Das Engagement verbessert sich in den DSO-Teams deutlich, ebenso das Wohlbefinden bei der Arbeit.</abstract>
                <slug>pasig2026-94934-wir-haben-das-dickste-brett-durchbohrt-das-neue-arbeitsmodell-dynamic-shared-ownership-macht-verhaltnispravention-zum-top-1</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                <title>Keine Zukunft ohne Erinnerung: Aus der Geschichte lernen &amp; Verantwortung verstehen</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-14T18:20:00+00:00</date>
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                <abstract>**Zuordnung zum ADK &#8222;Gesundheit im Wandel &#8211; L&#246;sungen f&#252;r aktuelle Herausforderungen&#8220;**

Auf Initiative der Bayer AG hin &#252;bernahmen die CEOs von 49 f&#252;hrenden deutschen Unternehmen am 8. Mai 2025, dem 80. Jahrestag des Kriegsendes, erstmalig gemeinsam Verantwortung und erkl&#228;rten, dass es mit ihnen keinen Schlussstrich geben wird.
Die Bayer AG setzt sich aktiv mit Themen wie Inklusion, Diversit&#228;t, Diskriminierung, Polarisierung und der St&#228;rkung von Demokratie auseinander. Dies geschieht insbesondere auch im Kontext der Aufarbeitung der Unternehmensgeschichte w&#228;hrend des Nationalsozialismus. Bayer leistet einen Beitrag zu einer neuen Erinnerungskultur innerhalb des Unternehmens, und dar&#252;ber hinaus.
Die Bayer AG gr&#252;ndete dazu im Jahr 2023 die Hans &amp; Berthold Finkelstein Stiftung. Mit ihrer Arbeit w&#252;rdigt die Stiftung die Geschichte der Familie Finkelstein und setzt sich im Sinne der Namensgeber gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form der Diskriminierung ein. Die Stiftung unterst&#252;tzt Forschungs- und Erinnerungsprojekte zu den Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus. Sie entwickelt Programme f&#252;r eine durch historische und ethische Verantwortung gepr&#228;gte Unternehmenskultur, f&#252;r zeitgem&#228;&#223;e F&#252;hrung sowie demokratisches Handeln.
In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Zentrum f&#252;r Bildung &#252;ber Auschwitz und den Holocaust (ICEAH) sowie der Gedenkst&#228;tte Auschwitz hat Bayer ein bisher einzigartiges Leadership-Seminar f&#252;r die oberen F&#252;hrungsetagen entwickelt. Seit 2023 bietet das Programm einmal im Jahr die M&#246;glichkeit zu gemeinsamer Reflexion &#252;ber Ethik im Unternehmenskontext, gesellschaftliche Verantwortung und die Bedeutung einer aktiven Erinnerungskultur. Dar&#252;ber hinaus finden auch Seminare im Rahmen der Berufsausbildung statt, sowie Dialogformate, die die gesamte Belegschaft adressieren. Mit dem neuen Organisationsmodell Dynamic Shared Ownership werden auf der Team-Ebene, mit deutlich mehr Entscheidungsspielr&#228;umen als fr&#252;her, die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um verantwortungsvolle Demokratie im Arbeitsalltag leben zu k&#246;nnen. 
Durch die bewusste Auseinandersetzung mit Unternehmensgeschichte wird eine werte- und prinzipienbasierte Unternehmenskultur gest&#228;rkt. Wir bieten einen &#220;berblick &#252;ber die verschiedenen Aktivit&#228;tsfelder und Zielgruppen und den Einfluss dieser Arbeit auf die Themen Unternehmenskultur und -strategie, Aus- und Weiterbildung und Demokratief&#246;rderung im Unternehmen, sowie &#252;ber das Unternehmen hinaus.</abstract>
                <slug>pasig2026-94932-keine-zukunft-ohne-erinnerung-aus-der-geschichte-lernen-verantwortung-verstehen</slug>
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                <title>Pilotprojekt NAIA &#8211; Gesundes F&#252;hren mit digitaler Sparringspartnerin</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
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                <abstract>**Zuordnung zum ADK &#8222;Gesundheit im Wandel &#8211; L&#246;sungen f&#252;r aktuelle Herausforderungen&#8220;**

Gute F&#252;hrung ist gesunde F&#252;hrung, und gute F&#252;hrungskr&#228;fte sind erfolgreiche Pr&#228;ventionsmanager. Es wurde in zahlreichen Studien aufgezeigt, dass die soziale Unterst&#252;tzung durch F&#252;hrungskr&#228;fte einen salutogenen Einfluss auf die Teammitglieder haben kann (vgl. Elke, 2001; Matyssek, 2016; Struhs-Wehr, 2017). Gesunde F&#252;hrung ist eine grundlegende und wichtige Komponente bei der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Gesundheitsf&#246;rderungsprogramme. Mit der Einf&#252;hrung des neuen Arbeitsmodells Dynamic Shared Ownership (DSO) in der Bayer AG wurde die klassische F&#252;hrungsrolle mit ihren Inhalten neu definiert, um die Resilienz der Teams zu f&#246;rdern. 

Die neue VACC-People-Leaders Rolle besteht aus vier Komponenten: 
1.	V: Vision&#228;re definieren gemeinsam mit ihren Teams die Mission. 
2.	A: Architekten setzen die Leidenschaft und Energie ihrer Teams ein, um auf effizientere Weise Mehrwert zu schaffen. 
3.	C: Catalysts st&#228;rken Teams und f&#246;rdern die Zusammenarbeit im gesamten Netzwerk. 
4.	C: Coaches helfen Teams dabei, kontinuierlich zu lernen und sich weiterzuentwickeln. 

Um die VACC-People-Leaders in ihrer Rolle zu unterst&#252;tzen, gibt es unterschiedliche zentrale, aber auch landesspezifische Angebote. Im Vortrag wird ein neues Tool vorgestellt: In Q1/2 2026 findet ein Pilotprojekt mit dem ersten digitalen und KI-gest&#252;tzten Mind Mentor &#8218;Naia&#8216; statt. Naia wurde von Expert:innen entwickelt und steht im Piloten 100 People Leaders aus 15 L&#228;ndern in mehr als 50 Sprachen rund um die Uhr per Chat, Anruf und Video-Call als Sparringspartnerin zu Verf&#252;gung. Das Tool ist verhaltenstherapeutisch und systemisch geschult, kann also die F&#252;hrungskraft hinsichtlich eigener mentaler Herausforderungen unterst&#252;tzen, aber auch bei der Teamentwicklung helfe. Das Pilotprojekt wird wissenschaftlich begleitet. Erste Ergebnisse und Folgerungen werden im Vortrag erl&#228;utert und zur Diskussion gestellt.</abstract>
                <slug>pasig2026-94931-pilotprojekt-naia-gesundes-fuhren-mit-digitaler-sparringspartnerin</slug>
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                    <person id='103526'>Katharina Gillessen</person><person id='94706'>Thorsten Uhle</person>
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                <room>Seminarraum 1</room>
                <title>Aus 2 mach 1 &#8211; neue Gesundheitsrollen in Zeiten des Wandels</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-14T18:40:00+00:00</date>
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                <abstract>**Zuordnung zum ADK &#8222;Gesundheit im Wandel &#8211; L&#246;sungen f&#252;r aktuelle Herausforderungen&#8220;**

Organisationen stehen vor der Herausforderung, betriebliche Gesundheitsarbeit unter sich ver&#228;ndernden Arbeitsbedingungen wirksam und anschlussf&#228;hig zu gestalten. Beschleunigter Wandel, neue Formen der Zusammenarbeit und ein wachsender Anspruch an Autonomie und Eigenverantwortung erfordern auch im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) eine Umgestaltung etablierter Strukturen.

Mit der Einf&#252;hrung des Organisationsmodells Dynamic Shared Ownership (DSO) vollzieht die Bayer AG einen grundlegenden Organisationswandel. Mehr Entscheidungsfreiheiten und Gestaltungsspielr&#228;ume werden in die Teams verlagert, Rollen flexibler ausgestaltet und Verantwortung st&#228;rker geteilt. Dieser Paradigmenwechsel wirkt unmittelbar auf das BGM: Verh&#228;ltnispr&#228;vention wird nicht mehr prim&#228;r &#252;ber Vorgaben und Programme adressiert, sondern &#252;ber die bewusste Gestaltung von Arbeit, Rollen und die Art der Zusammenarbeit in den Teams.

Vor diesem Hintergrund wurden aus den bisherigen beiden Gesundheitsrollen, die eine Rolle war &#8222;Kolleg:innen f&#252;r Kolleg:innen und die andere Rolle hatte mehr Managementfunktionen, beide Rollen stammten noch aus der &#8218;Gr&#252;nderzeit des BGM&#8216; bei Bayer, zur neuen, einheitlichen Rolle der Gesundheitsbeauftragten weiterentwickelt. Ziel ist es, Hierarchien abzubauen, starre Aufgabenbeschreibungen zu l&#246;sen und stattdessen einen flexiblen Rahmen zu schaffen, um sich agil an den konkreten Bedarfen der Standorte, Teams und Rolleninhaber:innen orientieren zu k&#246;nnen. Gesundheitsbeauftragte agieren als Teil eines standortbezogenen Netzwerks, unterst&#252;tzt durch zentrale BGM-Steuerungsfunktionen und tragen dazu bei, Gesundheitsthemen im Arbeitsalltag sichtbar zu machen, Dialoge anzusto&#223;en und Teams bei der Ableitung und Umsetzung geeigneter Ma&#223;nahmen zu begleiten.

Der Beitrag stellt die konzeptionellen &#220;berlegungen, die Ausgestaltung der neuen Rolle sowie zentrale Elemente des Qualifizierungsansatzes vor. Dar&#252;ber hinaus wird ein Einblick in die ersten Pilotausbildungen von 60 Gesundheitsbeauftragten inkl. Evaluationsdaten gegeben. Diskutiert wird, wie durch die Verbindung des Organisationsmodells DSO mit den BGM-Strukturen die intrinsische Motivation der Beteiligten gest&#228;rkt, Verantwortung geteilt und Gesundheitskultur nachhaltig gef&#246;rdert werden kann. Der Vortrag l&#228;dt dazu ein, Gesundheitsrollen nicht l&#228;nger als funktionale Erg&#228;nzung, sondern als integralen Bestandteil moderner Arbeitsgestaltung zu verstehen.</abstract>
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                <title>Robuste Pr&#228;ventionsstrukturen tragen in herausfordernden Zeiten: Wie wir Gesundheit in den Team-Alltag integrieren</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
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                <abstract>**Zuordnung zum ADK &#8222;Gesundheit im Wandel &#8211; L&#246;sungen f&#252;r aktuelle Herausforderungen&#8220;**

Wirksame Pr&#228;vention braucht unter Transformationsdruck und knappen Ressourcen neue Beteili-gungsformen. Auf Basis des Ownership orientierten Arbeitsmodells (Dynamic Shared Ownership, DSO) zeigt sich: Pr&#228;vention bleibt dann stabil, wenn Besch&#228;ftigte aktiv an gesundheitsf&#246;rderlicher Arbeitsorganisation mitwirken. Beteiligung zeigt sich besonders dann, wenn aktiv Vorschl&#228;ge zur Verhaltens- und Verh&#228;ltnispr&#228;vention gemacht und diese umgesetzt werden, und Ma&#223;nahmen Akzeptanz finden. Ressourceneffiziente, dezentral integrierbare Ma&#223;nahmen wie Ener-gy Workshops (gesundheitsf&#246;rderliche Themen stehen im Fokus) verbreiten &#252;ber einen Facilita-tor Ansatz gesundheitsbezogenes Wissen niedrigschwellig in selbstorganisierte Work Teams &#8211; und st&#228;rken so tragf&#228;hige Pr&#228;ventionsstrukturen trotz hoher Auslastung.
Die Facilitator Ausbildung f&#252;r Energy Workshops vermittelt zentrale Inhalte zu vier Gesundheits-Bausteinen nach Loehr und Schwartz (2005): Physical, Emotional, Mental und Spiritual Health. Diese vier Bausteine bilden die Kernstruktur der zentralen Gesundheitsplattform myHealth, &#252;ber die auch die Energy-Workshops promotet werden. Die Trainingsmethodik kombiniert kurze Onli-ne  und Pr&#228;senzformate (0,5&#8211;2 Stunden) mit praxisnahen Moderationssequenzen in Gruppen, erg&#228;nzt durch Mikro Interventionen f&#252;r Alltagsroutinen, etwa Achtsamkeits , Atem , Bewe-gungs  und Entspannungs&#252;bungen. Dem Ansatz liegt eine Haltung der Offenheit, Neugier und des kollegialen Lernens zugrunde. Energy Workshops schaffen R&#228;ume, in denen Besch&#228;ftigte gesund-heits  und sicherheitsbezogene Ma&#223;nahmen gemeinsam reflektieren und in ihre Work Teams weitertragen. Nach dem Onboarding folgen Tandem Moderationen sowie Coaching und kollegiale Beratung &#252;ber eine Facilitator Community.
&#220;ber den Facilitator Ansatz der Energy Workshops konnten mithilfe ausgebildeter Moderatoren (n&#8239;=&#8239;48) bis Juni 2025 unternehmensweit 10&#8239;678 Besch&#228;ftigte erreicht werden, die f&#252;r sich per-s&#246;nliche Gesundheitsziele und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen Teamziele definie-ren konnten. 
Energy Workshops erweisen sich als niedrigschwellige, ressourceneffiziente und leicht umsetzbare Interventionen. Das Erlernen der Moderation und der methodischen Vorgehensweisen erfordert keinen explizit gesundheitswissenschaftlichen Hintergrund. Die Inhalte sind auf den betrieblichen Alltag bezogen und lassen sich &#252;ber einen Facilitator Ansatz wirkungsvoll vermitteln.
Inhaltlich werden zentrale Themen der Gesundheitsf&#246;rderung adressiert, so wird eine fundierte Grundlage f&#252;r den Dialog zu Fragen des Arbeits  und Gesundheitsschutzes im Team geschaffen. Durch die Kombination aus alltagsnahen Methoden, kollegialem Austausch und praxisorientierter Vermittlung entsteht ein Format, das sowohl individuelle als auch organisationale Pr&#228;ventions-strukturen bis in die Teams tr&#228;gt.</abstract>
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                <title>AG: Digitalisierung menschengerecht gestalten: Partizipation, Belastungen und Chancen</title>
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                <abstract>Die Vortragssession &#8222;Digitalisierung menschengerecht gestalten: Partizipation, Belastungen und Chancen&#8220; beleuchtet die Auswirkungen digitaler Technologien auf Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Handlungsm&#246;glichkeiten von Besch&#228;ftigten in unterschiedlichen T&#228;tigkeitsfeldern. Die Beitr&#228;ge zeigen, dass Digitalisierung weder ausschlie&#223;lich als technischer Fortschritt noch allein als Belastungsquelle verstanden werden kann. Ihre Folgen h&#228;ngen vielmehr wesentlich davon ab, wie digitale Systeme eingef&#252;hrt werden und in welchem Umfang Besch&#228;ftigte an ihrer Gestaltung beteiligt sind. Untersucht werden die besonderen Arbeitsbedingungen digitaler Plattformarbeit, die Einf&#252;hrung und Nutzung digitaler Technologien in der ambulanten Pflege sowie die Herausforderungen von Industrie 4.0 in der Chemie- und Rohstoffbranche. Weitere Beitr&#228;ge analysieren Erfolgsfaktoren partizipativer Leitbildentwicklung und die Chancen und Risiken eines automatisierten Ressourcen- und Prozessmonitorings in Laboren. Dabei treten neben Potenzialen f&#252;r Flexibilit&#228;t, Effizienz, Sicherheit und Ressourcenschonung auch Risiken wie Arbeitsverdichtung, erh&#246;hte Komplexit&#228;t, &#220;berwachung und neue Qualifikationsanforderungen hervor. Gemeinsam verdeutlichen die Beitr&#228;ge, dass menschengerechte Digitalisierung eine fr&#252;hzeitige Beteiligung der Besch&#228;ftigten, eine systematische Ber&#252;cksichtigung psychischer Belastungen und eine verantwortungsvolle Abw&#228;gung zwischen organisationalen Zielen, technischer Kontrolle und individuellen Bed&#252;rfnissen erfordert.</abstract>
                <slug>pasig2026-104508-ag-digitalisierung-menschengerecht-gestalten-partizipation-belastungen-und-chancen</slug>
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                <title>Digitale Plattformarbeit: Partizipative Untersuchung einer hochflexiblen Arbeitsform</title>
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                <abstract>Digitale Plattformarbeit erm&#246;glicht in ganz neuer Form eine Flexibilisierung von Arbeit. Sie wird oft ohne die Verbindlichkeit eines Arbeitsvertrags, ohne klassische Kontrolle durch das Management und ohne klar geregelte Arbeitszeiten geleistet. Dies stellt den Arbeitsschutz vor die Herausforderung, diese Arbeitenden zu erreichen und Gef&#228;hrdungen f&#252;r die Gesundheit sichtbar zu machen und abzubauen. Erste Untersuchungen verweisen bereits auf die spezifischen Belastungen durch unsichere Arbeitsbedingungen, hohen Zeitdruck und die neuartige Kontrolle durch algorithmisches Management. Zugleich bietet Plattformarbeit mit ihrem Versprechen auf Zeitautonomie auch gesundheitsf&#246;rderliche Ressourcen. 
Hier setzt das von der Bundesanstalt f&#252;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gef&#246;rderte Verbundprojekt &#8222;GIGG &#8211; Gig- und Crowdwork gesundheitsf&#246;rderlich gestalten&#8220; an. Es untersucht die Arbeitsbedingungen von digitalen Plattformarbeitenden, ihr Boundary Management und die Effekte auf die biopsychosoziale Gesundheit. Dabei werden verschiedene Dimensionen der digitalen Plattformarbeit (z.B. hohe vs. niedrige Kompetenzanforderungen, Ortsgebundenheit vs. Ortsungebundenheit) mitber&#252;cksichtigt. Dies geschieht in einem Mixed-Methods Design, das qualitative Interviews und App-Walkthroughs, die Entwicklung eines Itempools, eine quantitative Querschnitts- und L&#228;ngsschnittstudie sowie die Entwicklung von Handlungsempfehlungen auf individueller und struktureller Ebene umfasst. Ziel des Projektes ist unter anderem die Entwicklung einer Skala zur Einsch&#228;tzung der psychischen Gef&#228;hrdungen in der digitalen Plattformarbeit. 
Dabei verfolgt GIGG einen konsequent partizipativen Forschungsansatz und bindet die Zielgruppe in die Konzeption, Erhebung, Auswertung und Ma&#223;nahmenableitung ein. Auf diese Weise k&#246;nnen die Aspekte der Arbeit in den Fokus r&#252;cken, die aus Sicht der Arbeitenden besonders relevant sind. Das partizipative Vorgehen umfasst neben niedrigschwelligen Online-Treffen auch Pr&#228;senztreffen, die ein Community-Buildings ansto&#223;en und unterst&#252;tzen. Der geplante Beitrag bietet Einblicke in die partizipativen Techniken, die in GIGG zur Untersuchung der Perspektive der Gig- und Crowdworker eingesetzt werden.</abstract>
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                <title>Einf&#252;hrung und Nutzung digitaler Technologien in der ambulanten Pflege - Das Projekt EdiT</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T16:30:00+00:00</date>
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                <abstract>Die Digitalisierung der ambulanten Pflege schreitet im Zuge zahlreicher gesetzlicher Initiativen im Gesundheitswesen kontinuierlich voran. Trotz der hohen Dynamik fehlen bislang aktuelle, empirisch gesicherte und aussagekr&#228;ftige Daten zur tats&#228;chlichen Einf&#252;hrung und Nutzung digitaler Technologien in ambulanten Pflegediensten. Smartphone, Tablet oder Laptop k&#246;nnen hier beispielhaft genannt werden, aber auch Programme zur Tourenplanung, Abrechnung und Kommunikation mit den Pflegebed&#252;rftigen und deren Angeh&#246;rigen, Haus&#228;rztinnen und -&#228;rzten, Apotheken, Kranken- und Pflegekassen. 
Ziel des Projekts EdiT ist eine arbeitswissenschaftliche Bestandsaufnahme der gegenw&#228;rtigen Nutzung digitaler Technologien in der ambulanten Pflege in Deutschland. Als Ergebnisse des Projektes werden erstmals belastbare Daten zur realen Nutzung digitaler Technologien in der ambulanten Pflege erwartet. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur menschengerechten Gestaltung digitaler Arbeitsbedingungen. Es l&#228;uft vom 1. M&#228;rz 2026 bis 31. August 2028. Das Vorhaben kn&#252;pft insbesondere an zwei thematische Str&#228;nge fr&#252;herer Projekte an: 1) In einem Gutachten wurde eine Auswahl und Beschreibung digitaler Technologien f&#252;r die Pflege erstellt. 2) Im Projekt &#8222;Gute Arbeitsorganisation in der ambulanten Pflege: Ermittlung der Belastungs- und Beanspruchungssituation&#8220; wurde ein dringender Handlungsbedarf zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der ambulanten Pflege nachgewiesen. 
Methodisch basiert das Projekt auf einem mehrstufigen Design. In einer quantitativen Teilstudie wird eine online-Befragung von rund 500 ambulanten Pflegediensten durchgef&#252;hrt. Erg&#228;nzend werden in einer qualitativen Teilstudie leitfadengest&#252;tzte Interviews mit 15 Pflegedienstleitungen und ambulant Pflegenden gef&#252;hrt. Diese dienen der vertieften Analyse von Erfahrungen mit digitalen Technologien sowie von Ver&#228;nderungen der Arbeitsorganisation, der Arbeitst&#228;tigkeiten und der internen und externen Kommunikation. 
Im Beitrag steht vor allem die Fragebogenentwicklung f&#252;r die quantitative Teilstudie im Mittelpunkt. Die Ableitung von relevanten Handlungsfeldern und Items erfolgt literaturgest&#252;tzt. Sie sollen bedarfsgerecht f&#252;r die ambulante Pflege angepasst werden. Der so entwickelte Fragebogen wird im Feld getestet. Ergebnisse daraus und Ausz&#252;ge aus dem Fragebogen werden zur Diskussion gestellt, um die Impulse in die weitere Arbeit im Projekt EdiT mit einzubeziehen.</abstract>
                <slug>pasig2026-94146-einfuhrung-und-nutzung-digitaler-technologien-in-der-ambulanten-pflege-das-projekt-edit</slug>
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                <title>Herausforderungen von Industrie 4.0 in der Chemie- und Rohstoffbranche: eine Interviewstudie</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-14T16:40:00+00:00</date>
                <start>16:40</start>
                <duration>00:15</duration>
                <abstract>Die digitale Transformation ver&#228;ndert die Arbeitswelt grundlegend und stellt Unternehmen vor komplexe Herausforderungen hinsichtlich der Gestaltung gesunder und entwicklungsf&#246;rderlicher Arbeitsbedingungen. Insbesondere im Kontext von Digitalisierung und Automatisierung gewinnen Gef&#228;hrdungen durch psychische Belastungen von Besch&#228;ftigten zunehmend an Bedeutung, wodurch eine menschenzentrierte Arbeits- und Organisationsgestaltung in den Fokus r&#252;ckt. 
Der vorliegende Beitrag untersucht den Einf&#252;hrungsprozess von Industrie-4.0-Technologien in der Chemie- und Rohstoffbranche aus Perspektive der Fachkr&#228;fte f&#252;r Arbeitssicherheit, sowie Fachexpert:innen (z.B. Produktionssteuerer; Manufacturing Manager). Besch&#228;ftigten. Grundlage bilden 26 leitfadengest&#252;tzte Interviews. Ziel ist es, sowohl den Stand der digitalen Transformation als auch deren Auswirkungen auf Arbeitsanforderungen und psychische Belastung zu analysieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass der technologische Reifegrad in den untersuchten Unternehmen &#252;berwiegend noch nicht dem Anspruch einer umfassenden Industrie-4.0-Transformation entspricht. Digitale Technologien werden bislang eher selektiv implementiert. Als zentrale Treiber der Transformation werden vor allem Effizienzsteigerung sowie die Kompensation des Fachkr&#228;ftemangels identifiziert. Gleichzeitig berichten die Befragten von einem deutlichen Anstieg von Gef&#228;hrdungen durch psychische Belastungen im Zuge der Digitalisierung, etwa durch erh&#246;hte Komplexit&#228;t, Verdichtung von Arbeitsprozessen und ver&#228;nderte Qualifikationsanforderungen.
Die Befunde verdeutlichen eine bestehende Diskrepanz zwischen theoretischen Konzepten der Industrie 4.0 und deren praktischer Umsetzung in Unternehmen. Insbesondere wird sichtbar, dass technologische Innovationen bislang h&#228;ufig ohne ausreichende Ber&#252;cksichtigung menschlicher Bed&#252;rfnisse und arbeitspsychologischer Erkenntnisse eingef&#252;hrt werden.
F&#252;r eine erfolgreiche und nachhaltige Implementierung digitaler Technologien ist daher eine konsequent menschenzentrierte Arbeitsgestaltung erforderlich. Diese sollte die fr&#252;hzeitige Einbindung von Besch&#228;ftigten sowie relevanten Stakeholdern umfassen, um Gef&#228;hrdungen zu reduzieren und gleichzeitig Potenziale f&#252;r Motivation, Kompetenzentwicklung und Gesundheit zu f&#246;rdern. Ganz im Sinne des Tagungsmotto verdeutlicht diese Studie, dass &#8222;Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten&#8220; nur dann gelingt, wenn das Mitbestimmen &#252;ber eine Beteiligung aller relevanter Stakeholder des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sichergestellt ist. Und diese Beteiligung das Lernen von und miteinander f&#252;r ein gemeinsames Wirken im Handeln darstellt.</abstract>
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                <title>Erfolgsfaktoren der Partizipation bei der Leitbildentwicklung f&#252;r menschengerechte Digitalisierungsprozesse</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T16:55:00+00:00</date>
                <start>16:55</start>
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                <abstract>Die Digitalisierung stellt Unternehmen vor mannigfaltige Anpassungsherausforderungen. Partizipativ entwickelte Leitbilder k&#246;nnen in Unternehmen als &#252;bergeordneter Orientierungsrahmen dienen, um Digitalisierungsprozesse menschengerecht zu gestalten. Damit diese Erwartung erf&#252;llt werden kann, sollten bei der Leitbildentwicklung die Besch&#228;ftigten partizipativ eingebunden werden (&#8222;Bottom-Up-Ans&#228;tze&#8220;, Klau&#223;ner 2016). Die Partizipation der Besch&#228;ftigten erh&#246;ht die Akzeptanz des Leitbilds und soll sicherstellen, dass die Bed&#252;rfnisse und das explizite und implizite Wissen der Besch&#228;ftigten bei der Leitbildentwicklung Ber&#252;cksichtigung finden. Die in der Literatur dargestellten Bottom-Up-Ans&#228;tze der Leitbildentwicklung sind &#252;berwiegend praxisgetrieben auf Best Practice basierend, wenig theoretisch fundiert und deren Anwendung wurde kaum methodisch-reflektiert begleitet (Alegre et al. 2018). Dies hat zur Folge, dass die &#220;bertragbarkeit der Ans&#228;tze nur schwer absch&#228;tzbar ist. Eine L&#246;sung besteht darin, theoretisch fundierte und empirisch erprobte Verfahren auf die Bottom-Up Leitbildentwicklung zu &#252;bertragen. Ein daf&#252;r potentiell ertragreiches Verfahren ist der Aufgabenbezogene Informationsaustausch (Neubert &amp; Tomczyk 1986; Pietzcker &amp; Looks 2013; Hacker, 2016). F&#252;r die Anwendung in Unternehmen stellt sich jedoch die Herausforderung, wie die allgemeinen partizipationsf&#246;rderlichen Prinzipien des Aufgabenbezogenen Informationsaustauschs im Kontext der Bottom-Up Leitbildentwicklung umgesetzt und gegebenenfalls erweitert werden k&#246;nnen. Daran anschlie&#223;end wird im Beitrag untersucht, welche Erfolgsfaktoren bei der Bottom-Up Leitbildentwicklung durch Aufgabenbezogenen Informationsaustausch die Partizipation f&#246;rdern k&#246;nnen.
Die Untersuchung erfolgte mittels einer Fallstudie (Yin 2018) mit Aktionsforschungsansatz (Bergold &amp; Thomas, 2020) bei einem Maschinenbauunternehmen in der s&#228;chsischen Lausitz mit 48 Besch&#228;ftigten (KMU). Aufbauend auf der Methode des Aufgabenbezogenen Informationsaustauschs wurde in drei Monaten ein Leitbilderstellungsprozess umgesetzt und dessen Erfolgsfaktoren identifiziert. Vor, w&#228;hrend und nach Abschluss der Leitbildentwicklung wurden Daten mittels Beobachtungen, Interviews und Befragungen erhoben und im Anschluss mit Hilfe Qualitativer Inhaltsanalyse (Kuckartz 2018) ausgewertet. Den Ausgangspunkt bildete das aus der Literatur zum Aufgabenbezogenen Informationsaustausch erarbeitete Startkategoriensystem (deduktiv), welches durch die Auswertung der erhobenen Daten sukzessive erweitert wurde (induktiv). Es konnten insgesamt 15 Erfolgsfaktoren und 22 Suberfolgsfaktoren identifiziert werden, welche den Phasen vor, w&#228;hrend und nach Abschluss der Leitbildentwicklung zugeordnet wurden.
Die Ergebnisse der Untersuchung erweitern die Literatur zur Leitbildentwicklung, zum Aufgabenbezogenen Informationsaustausch und zur menschengerechten Gestaltung von Digitalisierungsprozessen. Zudem k&#246;nnen Sie Unternehmen bei der praktischen Umsetzung der Digitalisierung unterst&#252;tzen.</abstract>
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                <title>Automatisiertes Monitoring in Laboren: Risiken und Chancen in der automatisierten Erfassung von Ressourcenverbr&#228;uchen und Prozessen</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T17:05:00+00:00</date>
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                <abstract>Kreislaufwirtschaft fordert mit dem Digitalen Produktpass ein Monitoring von Produktionsprozessen (z.B. &#252;ber Enterprise Resource Planning). Neu ist der Ansatz in Laboren, um schon w&#228;hrend der Forschungsprozesse Ressourceneffizienz in Bezug auf Energie, Wasser und Chemikalieneinsatz zu tracken, und zugleich auch arbeitsbezogene Gef&#228;hrdungen pr&#228;ventiv vermeiden. Automatisiertes Monitoring in Laboratorien bietet zwar erhebliche Chancen f&#252;r Sicherheit (Rossi et al. 2022), birgt aber auch neue Arbeitsrisiken f&#252;r Mitarbeitende, z.B. durch permanente &#220;berwachung (Rani et al. 2024). 
Technikentwicklung soll unter Ber&#252;cksichtigung der menschenzentrierte Gestaltung nach ISO 9241-210:2019 entwickelt werden, indem man sich auf die Nutzenden und ihre Bed&#252;rfnisse und Anforderungen. Technikakzeptanz bei den Beteiligten soll sichergestellt werden (Davies, 1985). Mittels einer partizipative Arbeitsplatzgestaltung sollen die Arbeitnehmenden in Transformationsprozessen aktiv eingebunden werden (z.B. Sein et al. 2011).
In zwei Laboren werden aktuell unter Beteiligung der Mitarbeitenden voll&#252;berwachte Laborarbeitspl&#228;tze eingerichtet. Eine Arbeitssystemanalyse mittels MTO-Analyse erfasste die einzelnen Arbeitsprozesse (Strohm &amp; Ulrich, 1997) um daraus ein Szenario eines volldigitalisierten Arbeitsplatzes abzuleiten. Mit den Mitarbeitenden in den Laboren wurde aufgrund dieses Szenarios eine Befragung eine prospektive Einsch&#228;tzung der Belastungen durch die Digitalisierung am Arbeitsplatz vorgenommen sowie Technikakzeptanz bewertet. Leitfadeninterviews wurden bei 11 Personen verschiedener Hierarchieebene gef&#252;hrt. 
Die Befragten sehen in der Einf&#252;hrung automatisierter &#220;berwachungssysteme eine gro&#223;e Chance, um den Ressourceneinsatz und die Arbeitsorganisation zu optimieren. Gleichzeitig &#228;u&#223;erten f&#252;nf wissenschaftliche Mitarbeiter und der technische Mitarbeiter Bedenken hinsichtlich der Implementierung solcher Systeme in bestehende Arbeitsabl&#228;ufe: Kompatibilit&#228;t mit bereits eingesetzten Technologien und der erforderliche Schulungsaufwand, erh&#246;hte Arbeitsbelastung, Abh&#228;ngigkeit von Technologie. Datenschutzprobleme und &#220;berwachung wurden von f&#252;nf Personen genannt. 
Fazit: Mit der fortschreitenden Digitalisierung werden die M&#246;glichkeiten zur Fremdbestimmung und &#220;berwachung durch Technologien gr&#246;&#223;er. Mitarbeitende sehen dies nicht als Problem, sofern sie sich in ihrer Arbeit unterst&#252;tzt f&#252;hlen. In der Zukunft der Arbeitsgestaltung m&#252;ssen Tradeoffs zwischen Prozesssicherheit und vollst&#228;ndiger Transparenz in den Ressourcenverbr&#228;uchen, M&#246;glichkeiten zur Pr&#228;vention mit Datenschutz und Datensicherheit abgewogen werden. Bei Einsatz von K&#252;nstlicher Intelligenz, die perspektivisch mitgedacht werden soll, kommen zus&#228;tzlich neue Anforderungen zur Kontrollierbarkeit und Verstehbarkeit hinzu (Grote et al. 2024).
Das Vorhaben &#8222;Smart Interfaces - SmInt&#8220; wird vom Ministerium f&#252;r Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in der F&#246;rderbekanntmachung &#8222;Profilbildung 2022&#8220; gef&#246;rdert. 

&#8195;
Literatur
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                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                <title>AG: BGM in Bewegung: F&#252;hrung, Beteiligung und hybride Arbeit</title>
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                <date>2026-09-14T17:30:00+00:00</date>
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                <duration>00:50</duration>
                <abstract>Die Arbeitswelt ver&#228;ndert sich &#8211; und mit ihr die Anforderungen an ein wirksames Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Die Beitr&#228;ge dieser Session beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven, wie Beteiligung, F&#252;hrung und organisationale Rahmenbedingungen dazu beitragen k&#246;nnen, Gesundheit auch unter ver&#228;nderten Arbeitsbedingungen nachhaltig zu f&#246;rdern. Ein Praxisbeitrag zeigt anhand einer f&#252;nften Gesundheitsbefragung in einem Unternehmen der chemischen Industrie, welche Rolle F&#252;hrungskr&#228;fte, Managementunterst&#252;tzung, Anreizsysteme und etablierte Strukturen f&#252;r hohe Teilnahmequoten bei Wiederholungsbefragungen spielen. Ein weiterer Beitrag stellt ein Training vor, das F&#252;hrungskr&#228;fte dabei unterst&#252;tzt, gesundheitsrelevante Arbeitsmerkmale zu erkennen und die Arbeit ihrer Besch&#228;ftigten gesundheitsgerecht zu gestalten. Der dritte Beitrag untersucht anhand einer gro&#223; angelegten Gesundheitsbefragung, ob und wie hybrides Arbeiten zentrale Parameter des BGM ver&#228;ndert. Gemeinsam verdeutlichen die Beitr&#228;ge, dass ein zukunftsf&#228;higes BGM nicht allein geeignete Instrumente und Ma&#223;nahmen ben&#246;tigt. Entscheidend sind ebenso die aktive Einbindung von F&#252;hrungskr&#228;ften, tragf&#228;hige organisationale Strukturen und eine Anpassung an neue Arbeitsformen. Die Session verbindet empirische Befunde mit konkreten Erfahrungen und Anregungen f&#252;r die betriebliche Praxis.</abstract>
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                <track>F&#252;hrung und Organisation</track>
                
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                    <person id='94901'>Jochen Overbeck-Gurt</person>
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                <room>Seminarraum 2</room>
                <title>Quotentreiber f&#252;r Befragungen: Die Rolle von F&#252;hrungskr&#228;ften und organisationalen Strukturen bei Wiederholungsbefragungen zu BGM und GB-Psych.</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-14T18:20:00+00:00</date>
                <start>18:20</start>
                <duration>00:15</duration>
                <abstract>Die nachhaltige Beteiligung von Besch&#228;ftigten an Mitarbeitendenbefragungen ist ein zentraler Erfolgsfaktor f&#252;r die Wirksamkeit des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung (GB-Psych.). Gleichzeitig stellen Wiederholungsbefragungen Organisationen vor Herausforderungen: zum einen gilt es die erwartbare Drop-Out-Rate (R&#252;ckgang der Quoten bei Wiederholungsmessungen) bestm&#246;glich zu vermeiden; zum anderen geht man aufgrund der Krisenzeiten von Ver&#228;nderungen der Belastungs-Ressourcen-Situation im Unternehmen aus, die valide erhoben werden sollen. Besonders in sich dynamisch ver&#228;ndernden Arbeitswelten, gepr&#228;gt von Krisen, Wandel, Unsicherheitsempfinden und Sorgen, sollten BGM und GB-Psych als Instrumente zur Gesundheits- und Leistungspr&#228;vention aktiv umgesetzt werden. Damit dies bestm&#246;glich gelingen kann, sind repr&#228;sentative Quoten in Wiederholungsbefragungen umso erfolgskritischer, damit die Belastungs-/ Gesundheits-Konstellation valide abgebildet und wirksame Ma&#223;nahmen weiterentwickelt oder abgeleitet werden k&#246;nnen. 
Der vorliegende Praxisbeitrag skizziert Strategien und Erfahrungen der f&#252;nften Gesundheitsbefragung eines Unternehmens der chemischen Industrie (&gt;3.200 Besch&#228;ftigte). Einflussfaktoren auf die sehr hohe Beteiligungsquote von 77% mit Fokus auf die Rolle und das aktive Handeln von F&#252;hrungskr&#228;ften, Managementbeteiligung, monet&#228;ren Anreizsystemen sowie strukturellen Rahmenbedingungen durch langj&#228;hrig etablierte Gremien und qualifizierte Multiplikatoren werden er&#246;rtert. Abschlie&#223;end werden einige praktische Folgeprozesse und unterschiedliche Vorgehensweisen Bereiche zur Ableitung von Ma&#223;nahmen aufgezeigt.</abstract>
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                <room>Seminarraum 2</room>
                <title>Erfahrungsbericht: Schulung zur Erh&#246;hung der Arbeitsgestaltungskompetenz von F&#252;hrungskr&#228;ften</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-14T18:35:00+00:00</date>
                <start>18:35</start>
                <duration>00:15</duration>
                <abstract>Der Arbeitgeber ist laut Arbeitsschutzgesetz verantwortlich f&#252;r die Analyse und Bewertung physischer und psychischer Belastungen am Arbeitsplatz und bei ggf. vorliegender Gef&#228;hrdung f&#252;r das Ableiten und Umsetzen von Ma&#223;nahmen zur Reduzierung der Gef&#228;hrdung. In aller Regel &#252;bertr&#228;gt der Arbeitgeber diese Aufgabe in die Verantwortung der F&#252;hrungskr&#228;fte. Diese gestalten durch das Erteilen von Arbeitsauftr&#228;gen und z.T. der Ausf&#252;hrungsbedingungen die Arbeit ihrer Mitarbeitenden. Das ist aber den wenigsten F&#252;hrungskr&#228;ften bewusst. Das ist wenig &#252;berraschend, da es bisher keine allgemeing&#252;ltige Definition gibt, was F&#252;hrungskr&#228;fte an Kompetenzen ben&#246;tigen, um &#8222;psychisch gesunde Arbeit&#8220; gestalten zu k&#246;nnen. In Anlehnung an Studien zur Gestaltungskompetenz von Besch&#228;ftigten (u.a. Dettmers &amp; Clau&#223;; 2018) definieren wir als Arbeitsgestaltungskompetenz von F&#252;hrungskr&#228;ften f&#252;r die Arbeit ihrer Mitarbeitenden, die F&#228;higkeit, die Arbeitsaufgaben ihrer Besch&#228;ftigten so zu planen und zu verteilen und f&#252;r die einzelnen Mitarbeitenden so zu strukturieren und hinsichtlich der Qualit&#228;t und Quantit&#228;t der Arbeitsergebnisse zu regulieren, dass die Besch&#228;ftigten ihre Gesundheit erhalten bis hin verbessern k&#246;nnen. Eine so definierte Arbeitsgestaltungskompetenz schlie&#223;t einerseits die F&#228;higkeit ein, Belastungen aktiv zu reduzieren, die ein Risiko von Fehlbeanspruchungen f&#252;r die Besch&#228;ftigten bedeuten, und andererseits, Besch&#228;ftigte f&#252;r ihre Arbeitsaufgabe zu motivieren.
Basierend auf dieser Definition wurde ein F&#252;hrungskr&#228;fte-Training entwickelt und dieses in der Praxis mit sieben F&#252;hrungskr&#228;ften durchgef&#252;hrt. Der Schwerpunkt des Trainings liegt auf der Vermittlung von Wissen zu gesundheitsrelevanten Arbeitsmerkmalen als Grundlage f&#252;r das Beurteilen dieser Arbeitsmerkmale bei den Besch&#228;ftigten. Dar&#252;ber hinaus soll durch das Training vermittelt werden, wie diese Arbeitsmerkmale in der Praxis analysiert werden k&#246;nnen und welche Ansatzpunkte es f&#252;r eine gesunde Gestaltung dieser Arbeitsmerkmale gibt. Erste Erfahrungswerte bei der Durchf&#252;hrung des F&#252;hrungskr&#228;fte-Trainings weisen darauf hin, dass solch ein Training dazu f&#252;hren kann, dass F&#252;hrungskr&#228;fte erstmalig angeregt werden, sich systematisch mit den Arbeitsmerkmalen der T&#228;tigkeit ihres Teams auseinanderzusetzen. Zudem weisen erste Berichte der F&#252;hrungskr&#228;fte darauf hin, dass durch solch ein Training das Ansetzen an den Arbeitsbedingungen in den Fokus der F&#252;hrungskr&#228;fte r&#252;ckt. Gleichzeitig werden auch Limitationen deutlich, was mit einem freiwilligen F&#252;hrungskr&#228;fte-Training in einer Organisation bewirkt werden kann. Durch die Freiwilligkeit ist anzunehmen, dass sich vorwiegend F&#252;hrungskr&#228;fte melden, die ein hohes Interesse und mehr Vorwissen zum Thema &#8222;gesunde Arbeitsgestaltung&#8220; mitbringen. Viele weitere F&#252;hrungskr&#228;fte, mit vermutlich weniger Interesse und Wissen werden damit nicht erreicht. 
Insgesamt zeigte sich bei den von F&#252;hrungskr&#228;ften im Training entwickelten Ma&#223;nahmen, dass diese insbesondere den unmittelbaren Einflussbereich der F&#252;hrungskraft betrafen. Trotz expliziter Nachfrage wurde sich kaum mit Ma&#223;nahmen besch&#228;ftigt, die an betriebs&#252;bergreifenden Stellen der Organisation ansetzen (z.B. bei der Personalabteilung, Beschaffungsabteilung, Kommunikationsabteilung o.&#228;.). Hier scheinen zus&#228;tzliche Wissens- und Kompetenzvermittlung sowie die strukturelle die Einbindung anderer Stellen erforderlich zu sein, um die Ma&#223;nahmenentwicklung f&#252;r gesunde Arbeitsgestaltung auch auf diesen Ebenen voranzubringen und zumindest ein Mitdenken verschiedener Organisationsebenen zu bewirken.</abstract>
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                <track>F&#252;hrung und Organisation</track>
                
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                    <person id='94640'>Kimjana Curtaz</person><person id='103520'>Renate Rau</person>
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                <title>Und was, wenn alle zuhause sind&#8230; &#228;ndern sich Parameter f&#252;r das BGM in Zeiten hybriden Arbeitens?</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-14T18:50:00+00:00</date>
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                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Die Corona-Pandemie hat hybride Arbeitsformen dauerhaft in der Arbeitswelt etabliert und stellt das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) damit potenziell vor grundlegende und vielf&#228;ltige Anpassungsherausforderungen (Overbeck-Gurt et al., 2023). Der vorliegende Beitrag untersucht, wie nun genau hybrides Arbeiten die Parameter des BGM ver&#228;ndert haben k&#246;nnte, um Hinweise f&#252;r einen konkreten Anpassungsbedarf abzuleiten.

Hybrides Arbeiten reduziert die informelle, nicht aufgabenbezogene Interaktion unter Besch&#228;ftigten und erh&#246;ht den Anteil medial vermittelter Kommunikation, die st&#228;rker aufgabenfokussiert ist. Im hybriden Kontext nehmen zudem Face-to-Face-Interaktionen ab, wodurch BGM-Angebote f&#252;r Besch&#228;ftigte weniger salient werden. Kommunikation &#252;ber BGM-Ma&#223;nahmen k&#246;nnte dadurch an Sichtbarkeit und wahrgenommener Relevanz verlieren. Analog zur sozialen Informationsverarbeitungstheorie (Salancik &amp; Pfeffer, 1978) k&#246;nnte dies dazu f&#252;hren, dass bei hybrid arbeitenden Besch&#228;ftigten BGM-relevante Einstellungen und das Gesundheitsklima im Unternehmen abnehmen. 

Im Gegensatz dazu k&#246;nnte das eigene Engagement f&#252;r die Gesundheit (in Anlehnung an die Selbstbestimmungstheorie (Deci &amp; Ryan, 2000)) steigen, da in hybriden Arbeitssettings Autonomie und Flexibilit&#228;t zunehmen. Die gewonnene Flexibilit&#228;t &#8211; etwa durch entfallende Pendelzeiten und variablere Tagesgestaltung &#8211; er&#246;ffnet zudem neue Spielr&#228;ume f&#252;r gesundheitsf&#246;rderliches Verhalten. Gleichzeitig birgt diese Flexibilit&#228;t auch das Risiko von Entgrenzung und eines gest&#246;rten Erholungsverhaltens durch mangelnde Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit. 

Um sich der Beantwortung dieser &#220;berlegungen empirisch zu n&#228;hern, greift der Beitrag auf die Daten einer 2025 durchgef&#252;hrten Gesundheitsbefragung eines industriellen Dienstleisters (n=2.628) zur&#252;ck. Anhand etablierter Skalen werden systematische Unterschiede zwischen Besch&#228;ftigten, die vor Ort arbeiten (n=1.580), und hybrid Arbeitenden (n=1.048) gezeigt, wobei f&#252;r diverse soziodemografische Variablen (Alter, T&#228;tigkeit, Arbeitszeit, hierarchische Stellung) kontrolliert wird. Weiterf&#252;hrend werden die oben skizzierten Zusammenh&#228;nge auch regressionsanalytisch analysiert, wobei sich aber keine moderierende Rolle des hybriden Arbeitens darlegen l&#228;sst.

Der Beitrag liefert damit wichtige erste Hinweise, inwieweit ein gesteigerter Handlungsbedarf und eine systematische Weiterentwicklung des BGM geboten sind und macht Vorschl&#228;ge, wie dem im organisationalen Setting durch praktische Interventionen begegnet werden kann.

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                <room>Linke Aula</room>
                <title>Fachpsychologin f&#252;r Gesundheit und Arbeitssicher-heit (BDP/DGPs/PASiG)</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-15T09:00:00+00:00</date>
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                <duration>00:15</duration>
                <abstract>Der Beitrag stellt das Kompetenz- und Qualifikationsprofil &#8222;Fachpsychologin/Fachpsychologe f&#252;r Gesundheit und Arbeitssicherheit (BDP/DGPs/PASiG)&#8220; vor. Das Profil verbindet fundierte Kenntnisse der Arbeits-, Betriebs-, Organisations- und Personalpsychologie mit spezifischer Fachkunde im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Ziel ist es, psychologische Expertise systematisch f&#252;r die Gestaltung sicherer, gesunder und leistungsf&#246;rderlicher Arbeitsbedingungen nutzbar zu machen.

Die Qualifikation setzt ein abgeschlossenes Psychologiestudium, eine umfangreiche Vertiefung in arbeits- und organisationspsychologischen Themenfeldern, einschl&#228;gige Berufserfahrung sowie spezifische Kenntnisse zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit voraus. Erg&#228;nzt wird das Profil durch eine kontinuierliche Fortbildungsverpflichtung und die Bindung an berufsethische Standards. Inhaltlich umfasst es unter anderem die Beurteilung psychischer und physischer Arbeitsbedingungen, die Gestaltung von Arbeitssystemen, Arbeitspl&#228;tzen und Arbeitsprozessen, betriebliches Gesundheitsmanagement, Pr&#228;vention psychischer Fehlbelastungen, Arbeitsschutzmanagement sowie die Entwicklung von Sicherheits- und Gesundheitskulturen.

Fachpsychologinnen und Fachpsychologen unterst&#252;tzen Organisationen bei Gef&#228;hrdungsbeurteilungen, Ver&#228;nderungsprozessen, Personal- und F&#252;hrungskr&#228;fteentwicklung sowie der Konzeption und Evaluation betrieblicher Pr&#228;ventionsma&#223;nahmen. Sie verbinden wissenschaftlich fundiertes Wissen mit praxisorientierter Beratung und tragen dazu bei, Arbeitsschutz, Gesundheitsf&#246;rderung und Organisationsentwicklung integriert zu gestalten. Damit schlie&#223;t das Profil eine wichtige Schnittstelle zwischen Psychologie, Arbeitswissenschaft und betrieblicher Pr&#228;ventionspraxis.</abstract>
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                    <person id='102363'>Sabine Rehmer</person>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>Fachpsychologenzertifizierung gemeinsam durch BDP, DGPS, PASIG Vortrag und Diskussion</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T09:15:00+00:00</date>
                <start>09:15</start>
                <duration>00:45</duration>
                <abstract>Psychische Gesundheit, sichere Arbeitsbedingungen und nachhaltige Leistungsf&#228;higkeit von Organisationen geh&#246;ren zu den zentralen Herausforderungen moderner Arbeitswelten. Zugleich ger&#228;t der Arbeitsschutz derzeit politisch und medial unter Druck: Unter dem Leitmotiv der Entb&#252;rokratisierung werden zentrale Schutzstandards infrage gestellt, w&#228;hrend die Lockerung arbeitszeitrechtlicher Regelungen &#246;ffentlich diskutiert wird. Diese Entwicklung trifft auf eine Praxis, in der gesetzliche Anforderungen bereits heute h&#228;ufig unzureichend umgesetzt werden. So zeigt die Betriebs- und Besch&#228;ftigtenbefragung der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie, dass nur 44 Prozent der Unternehmen eine Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung durchf&#252;hren. Parallel steigen psychisch bedingte Fehlzeiten seit Jahren an.
Vor diesem Hintergrund fragt das Panel, wie psychologische Expertise im Arbeits- und Gesundheitsschutz wirksamer, sichtbarer und politisch durchsetzungsf&#228;higer werden kann. Im Mittelpunkt steht die neue strukturierte Kooperation von BDP, DGPs und PASiG. Erstmals sollen berufspolitische Vertretung, wissenschaftliche Exzellenz und spezialisierte Fachkompetenz im Feld der Arbeits- und Organisationspsychologie systematisch geb&#252;ndelt werden. Ziel ist es, Ressourcen und Netzwerke zusammenzuf&#252;hren, gemeinsame Positionen zu entwickeln und Qualit&#228;ts- sowie Qualifizierungsstandards weiter auszubauen.
Das Panel diskutiert diese Kooperation als Antwort auf eine doppelte Herausforderung: auf wachsende psychische Belastungen in der Arbeitswelt und auf die Notwendigkeit, psychologische Fachlichkeit im Arbeitsschutz endlich mit gr&#246;&#223;erer Geschlossenheit zu vertreten. Damit r&#252;ckt nicht nur die Profession, sondern auch ihre gesellschaftliche Verantwortung in den Fokus.

Vortrag: Prof. Dr. Sabine Rehmer (Pasig Vorstand und SRH Gera)

Prof. Dr. R&#252;diger Trimpop, (PASIG Vorstand und Universit&#228;t Jena)
Prof. Dr. Annette Kluge (DGPS Vorstand und Ruhr-Universit&#228;t Bochum)
Prof. Dr. Thomas Ellwart (PASIG, DGPS und Universit&#228;t Trier)
Prof. Dr. Jan Dettmers (Pasig Vorstand und Fern Uni Hagen)
Prof. Dr. Conny Antoni (DGPS und Uniklinik Universit&#228;t Trier)
Thordis Bethlehem (Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (BDP))
Dr. Ivon Ames (Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (BDP))
Angefragt: 
Vorstand VDSI Vorstand: Silvester Siegmann
Die Arbeitsmedizin: Verbund DGAUM, VDBW BDAFB) Prof. Dr. Thomas Kraus (RWTH Aachen)</abstract>
                <slug>pasig2026-104531-fachpsychologenzertifizierung-gemeinsam-durch-bdp-dgps-pasig-vortrag-und-diskussion</slug>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>ADK: Resilienzen in betrieblichen Abl&#228;ufen</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Poster/Blitzlicht</type>
                <date>2026-09-15T10:30:00+00:00</date>
                <start>10:30</start>
                <duration>00:05</duration>
                <abstract>Arbeitsabl&#228;ufe in Produktion, Dienstleistung und Verwaltung sind zunehmend durch Volatilit&#228;t, Unsicherheit, Komplexit&#228;t und dynamische Ver&#228;nderungen gepr&#228;gt. Um die Funktionsf&#228;higkeit von Arbeitssystemen sowie die Gesundheit der Besch&#228;ftigten zu erhalten, m&#252;ssen Teams kritische Gef&#228;hrdungen fr&#252;hzeitig erkennen und geeignete Bew&#228;ltigungsstrategien entwickeln k&#246;nnen. Hier setzt das BMFTR-Forschungsprojekt &#8222;Hybride Lern- und Transferwerkzeuge f&#252;r effektive Resilienzgestaltung in Unternehmen&#8220; (HYTEG) an. Es verbindet arbeitspsychologische und arbeitswissenschaftliche Perspektiven auf Belastung und Beanspruchung mit Ans&#228;tzen der Teamresilienz und Teamadaptation. Dabei werden sowohl akut auftretende als auch chronisch anhaltende St&#246;rungen betrachtet und operative, taktische sowie strategische Formen ihrer Bew&#228;ltigung unterschieden.

Im Arbeits-Dialog-Kreis werden nach einer kurzen Einf&#252;hrung in das Projekt zwei zentrale Werkzeuge vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmenden reflektiert. Das &#8222;Resilienz-Framework&#8220; bietet einen &#252;bersichtlichen konzeptionellen Rahmen zur Beschreibung und Bewertung von Resilienz in Arbeitssystemen. Der &#8222;Gef&#228;hrdungsCheck&#8220; unterst&#252;tzt Teams dabei, zentrale Arbeitsprozesse zu visualisieren sowie Gef&#228;hrdungen und Vulnerabilit&#228;ten aufgabenbezogen zu identifizieren. In moderierten Diskussionsphasen werden die Anwendbarkeit der Instrumente, betriebliche Bedarfe und m&#246;gliche Weiterentwicklungen er&#246;rtert. Erg&#228;nzend wird diskutiert, wie Serious Games, XR-Feedbacksysteme und KI-basierte Simulationen die Entwicklung und Erprobung von Bew&#228;ltigungsstrategien unterst&#252;tzen k&#246;nnen. Der Arbeits-Dialog-Kreis verbindet damit theoretische Fundierung, praktische Erprobung und partizipative Weiterentwicklung.</abstract>
                <slug>pasig2026-104496-adk-resilienzen-in-betrieblichen-ablaufen</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                    <person id='103531'>Thomas Ellwart</person>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>Resilienzen in betrieblichen Abl&#228;ufen &#8211; Ansatzpunkte zum Erkennen und Bew&#228;ltigen von Gef&#228;hrdungen</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T10:35:00+00:00</date>
                <start>10:35</start>
                <duration>01:25</duration>
                <abstract>Liebes PASiG-Programmkomitee, 
anbei m&#246;chten wir unseren Beitrag &#8222;Resilienzen in betrieblichen Abl&#228;ufen &#8211; Ansatzpunkte zum Erkennen und Bew&#228;ltigen von Gef&#228;hrdungen&#8220; als Arbeits-Dialog-Kreis f&#252;r den 24. PASiG-Workshop einreichen. Wir intendieren den theoretischen Hintergrund sowie die anwendungsorientierten Fragestellungen des BMFTR-Forschungsprojektes &#8222;Hybride Lern- und Transferwerkzeuge f&#252;r effektive Resilienzgestaltung in Unternehmen (HYTEG)&#8220; in Mainz zu pr&#228;sentieren. Da der Austausch mit und das Feedback von den Teilnehmenden des PASiG-Workshops f&#252;r unseren Ansatz von Interesse sind, w&#228;re das Format &#8222;Arbeits-Dialog-Kreis&#8220; aus unserer Sicht sehr g&#252;nstig. Die Zuordnung ins Themencluster &quot;Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten&quot; erscheint uns dabei als geeignet - wir sind aber offen f&#252;r weitere Beitragsarten oder Zuordnungen.
Beste Gr&#252;&#223;e auch im Namen von Johanna Paul und Julia Birke, 
Thomas Ellwart

_Hintergrund und Ziele_. Arbeitsabl&#228;ufe in Produktions-, Dienstleistungs- und Verwaltungsprozessen sind gekennzeichnet durch Volatilit&#228;t, Ungewissheit, Komplexit&#228;t und Ambiguit&#228;t (Suarez &amp; Montes, 2020). Resilienzf&#246;rderliche Ma&#223;nahmen haben dabei zum Ziel, Akteure zu bef&#228;higen, kritische Gef&#228;hrdungen (Belastungs- und Beanspruchungskonstellationen) zu erkennen und Strategien der erfolgreichen Bew&#228;ltigung anzusto&#223;en (Ellwart, 2025; Raetze, 2020; Raetze et al., 2025). Diesbez&#252;glich sollen im Rahmen des BMFTR-Forschungsprojektes &#8222;Hybride Lern- und Transferwerkzeuge f&#252;r effektive Resilienzgestaltung in Unternehmen&#8220; (HYTEG, F&#246;rderdauer 2026&#8211;2028) niederschwellige Instrumente zum Erkennen von Gef&#228;hrdungen sowie unterschiedliche Trainingsstrategien f&#252;r Anwender in Produktion, Dienstleistung und Verwaltung entwickelt werden. Jedoch stellt sich die Herausforderung, dass aufgrund unterschiedlicher Resilienzmodelle und Forschungstraditionen kein einheitliches Rahmenmodell zur Erfassung und Bewertung von Gef&#228;hrdungen oder Bew&#228;ltigungsstrategien vorliegt. Im Arbeits-Dialog-Kreis soll deshalb ein aktuelles Konzept der Resilienz in Arbeitssystemen anwendungsnah vorgestellt werden. Anschlie&#223;end wird ein Analyseansatz in Diskussionsrunden reflektiert. 

_Theorie_. Resilienzen in Arbeitsabl&#228;ufen sind ein zentrales Thema der Arbeitsgestaltung sowie des Gesundheitsschutzes und werden in der Literatur im Kontext von antizipierten oder akuten kritischen Gef&#228;hrdungen (adversity) betrachtet (z. B. Raetze et al., 2025). Die Gef&#228;hrdungskonstellationen in Arbeitssystemen sind dabei vielf&#228;ltig und werden theoretisch aus sehr unterschiedlichen Forschungsperspektiven betrachtet. So vertiefen psychologische Arbeiten individuelle Resilienzprozesse mit starkem Bezug zur Stressforschung (vgl. Arnold et al., 2023). Daneben adressieren arbeitswissenschaftliche Forschungsarbeiten Resilienzprozesse in spezifischen Anwendungssituationen, beispielsweise in Bezug auf Gewaltsituationen in medizinischen Berufsfeldern (Ellwart, 2025) oder bei technischen St&#246;rungen/ Systemsicherheit (Hollnagel et al., 2006). Schlie&#223;lich werden im Kontext der Gef&#228;hrdungsbeurteilung bedingungsbezogene Belastungen (i.e., Ausl&#246;ser wie St&#246;rungen durch Fachkr&#228;fteausfall/-mangel, hohe Arbeitsmenge, fehlender Handlungsspielraum) und (Fehl-)Beanspruchungen (i.e., Folgen wie psychische Fehlbeanspruchungen durch &#220;berforderung, Aufgabenfehler) unterschieden (DIN EN ISO 10075-1:2017). In Bezug zur Resilienzforschung kann argumentiert werden, dass aus Fehlbeanspruchungen unterschiedliche Vulnerabilit&#228;ten f&#252;r die Abl&#228;ufe resultieren, die sowohl in Beeintr&#228;chtigungen der individuellen Gesundheit (psychisch, physisch) als auch in St&#246;rungen der Zusammenarbeit auf Team- und Prozessebene sichtbar werden. Neben den arbeitspsychologischen und arbeitswissenschaftlichen Perspektiven adressieren Modelle der Teamresilienz kognitive, emotionale und verhaltensbezogene Prozesse der Gruppenarbeit, um das Auftreten und den Umgang mit Belastungskonstellationen zu erkl&#228;ren, wobei es enge Bez&#252;ge zur Teamadaptationsforschung gibt (Burke et al., 2006; Rynek &amp; Ellwart, 2020).

Hier m&#246;chte das Projekt HYTEG ansetzen und die Resilienzf&#246;rderung von Teams in Unternehmen in den Fokus stellen. Ein zentraler Auftrag besteht darin, arbeitspsychologische/arbeitswissenschaftliche Ansatzpunkte der Belastung und Beanspruchung (z. B. Dettmers &amp; Krause, 2020; Rau et al., 2021) und teampsychologische Prozessbetrachtungen theoretisch und empirisch zu verbinden. Im Projekt soll daraus unter anderem ein anwendungsbezogenes Instrument zur Analyse potenzieller Gef&#228;hrdungen des Teams entwickelt werden. Dabei sollen bekannte St&#246;rungen der arbeitspsychologischen/arbeitswissenschaftlichen Literatur und teamorientierte St&#246;rungen verbunden werden. Diese lassen sich in akut-singul&#228;re sowie chronisch-anhaltende St&#246;rungen differenzieren, die nicht nur das Team und seine Aufgabenmerkmale betreffen k&#246;nnen, sondern ebenfalls dessen Umwelt au&#223;erhalb des Arbeitssystems. Beispielsweise kann ein Personalwechsel im Team eine akut-singul&#228;re St&#246;rung des Teams darstellen, w&#228;hrend eine fehlende F&#252;hrung eine chronisch-andauernde St&#246;rung repr&#228;sentiert. 

Zur Bew&#228;ltigung der St&#246;rungen sollen teamorientierte Ans&#228;tze der Adaptationsforschung verwendet werden (Ellwart et al., 2015; Rynek &amp; Ellwart, 2020). So kann die Bew&#228;ltigung von St&#246;rungen operativ (Probleml&#246;sung in der Situation), taktisch (mittelfristige, prospektive L&#246;sungen aus vergangenen St&#246;rungen ableiten) und strategisch (langfristige, prospektive Neugestaltungen) erfolgen. Operative Bew&#228;ltigungsstrategien stellen dabei beispielsweise spontane Anpassungen in der Aufgabenausf&#252;hrung dar, w&#228;hrend taktische Strategien durch ein strukturiertes Feedback vor und nach der Aufgabenausf&#252;hrung umsetzbar sind. Strategische Bew&#228;ltigungsstrategien umfassen beispielsweise strukturelle Ver&#228;nderungen, aber auch langfristige Anpassungen in der Personalqualifikation und -allokation.

Flankierend zu den psychologischen Bew&#228;ltigungsstrategien sollen weitere Module im hybriden Lernsetting getestet und entwickelt werden. Dazu geh&#246;ren ein Serious Game, XR-Feedbacksysteme sowie die KI-basierte Simulation taktischer und strategischer Bew&#228;ltigungen. 

_Ablauf des Arbeits-Dialog-Kreises_. Im Rahmen des Arbeits-Dialog-Kreises werden aufbauend auf einem Einblick in das Forschungsprojekt zwei ausgew&#228;hlte Werkzeuge vorgestellt und in Gruppen interaktiv diskutiert. Zum einen (1) das &#8222;Resilienz-Framework&#8220;, welches einen theoretisch fundierten, konzeptionell-methodischen Rahmen bietet, der die Komplexit&#228;t des Konstruktes Resilienz reduziert und &#252;berblicksf&#246;rdernd wirkt. Zum anderen (2) das Analyseinstrument &#8222;Gef&#228;hrdungsCheck&#8220;, welches eine aufgabenspezifische Visualisierung der zentralen Arbeitsprozesse und Allokation von Vulnerabilit&#228;ten und Gef&#228;hrdungen in einem Arbeitssystem unterst&#252;tzen soll. Der erg&#228;nzende Austausch zu Anwendbarkeit und Bedarfen von KI-Unterst&#252;tzungsma&#223;nahmen rundet den Beitrag ab. 

_Implikation._ Die Reflexion der Ans&#228;tze und Werkzeuge im Arbeits-Dialog-Kreis bietet Praktikern ein systematisches Rahmenmodell zur Beschreibung und Bewertung von Resilienzen in Arbeitsabl&#228;ufen. Zudem liefert es wichtige Erkenntnisse &#252;ber Anwendungsbedarfe in Bezug auf aktuelle Herausforderungen und Resilienzfaktoren. Dar&#252;ber hinaus werden Einblicke in die Entwicklung des hybriden Lernsettings im Projekt HYTEG dargestellt und Kooperationsm&#246;glichkeiten aufgezeigt.</abstract>
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                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                    <person id='94878'>Johanna T. Paul</person><person id='103531'>Thomas Ellwart</person><person id='103532'>Julia Birke</person>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>ADK: Scheiter heiter &#8211; Sicherheitskultur zwischen Haltung, Handlung und HOP</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T13:30:00+00:00</date>
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                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Fehler gelten in Organisationen noch immer als St&#246;rungen, die vermieden, kontrolliert oder sanktioniert werden m&#252;ssen. Gleichzeitig wissen wir aus Forschung und Praxis, dass Lernen, Innovation und Resilienz ohne Irritation, Unsicherheit und Scheitern nicht m&#246;glich sind (Frese &amp; Keith, 2015). Der Arbeitskreisdialog &#8222;Scheiter heiter&#8220; greift dieses Spannungsfeld auf und verbindet wissenschaftliche Perspektiven auf Fehlerkultur insbesondere im Kontext von Human and Organizational Performance (HOP) mit einer erlebbaren, k&#246;rperlich-situativen Ann&#228;herung durch Improvisations&#252;bungen (Schwenke et al., 2024). Ziel ist es, Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen der PASIG in einen gemeinsamen Erfahrungs- und Reflexionsraum zu bringen, in dem Fehler nicht nur diskutiert, sondern unmittelbar erlebt und neu gerahmt werden.
Theoretisch kn&#252;pft der Dialog an zentrale Erkenntnisse der Sicherheits- und Organisationsforschung an. Psychologische Sicherheit besagt, dass Teams besonders dann leistungsf&#228;hig sind, wenn Mitglieder sich trauen, Fehler, Unsicherheiten und Fragen offen anzusprechen (Edmondson, 1999). Fehleroffenheit ist demnach kein Zeichen mangelnder Professionalit&#228;t, sondern Ausdruck kollektiver Lernf&#228;higkeit. Forschung zu Heigh Reliabbillity Organizations zeigt,  dass Organisationen mit hoher Zuverl&#228;ssigkeit eine &#8222;preoccupation with failure&#8220; kultivieren, also eine wache Aufmerksamkeit f&#252;r kleine Abweichungen und Unsicherheiten, bevor diese eskalieren. Fehler werden dort als Informationsquelle verstanden, nicht als pers&#246;nliches Versagen (Weick &amp; Sutcliffe, 2001).
Diese Perspektiven finden sich auch im Ansatz von Human and Organizational Performance (HOP), wieder (Dekker, 2014). HOP basiert auf f&#252;nf grundlegenden Prinzipien: (1) Fehler sind normal: sie sind Teil menschlicher Leistungsf&#228;higkeit. (2) Schuldzuweisungen ver&#228;ndern zuk&#252;nftige Fehler nicht nachhaltig. (3) Lernen und Verbesserung sind zentral. (4) Kontext beeinflusst Verhalten. (5) F&#252;hrung gestaltet die Bedingungen, unter denen Menschen arbeiten. HOP verschiebt den Fokus von der Frage &#8222;Wer hat versagt?&#8220; hin zu &#8222;Wie kam es unter diesen Bedingungen zu diesem Handeln?&#8220;
Doch wie l&#228;sst sich eine solche Haltung erfahrbar machen? Hier setzt der zweite theoretische Strang an: Improvisationstheater als Praxis gelebter Fehlerkultur. Improvisation wird als ein Raum beschrieben, in dem Status, Spontaneit&#228;t und Scheitern bewusst thematisiert werden (Johnstone, 1979). Fehler werden nicht korrigiert oder negiert, sondern integriert.  Improvisation schafft genau diesen Rahmen: Sie fordert Aufmerksamkeit, Akzeptanz von Unsicherheit und ko-kreatives Handeln im Moment. Mit Angewandter Improvisation kann dieser Rahmen auf die Arbeitswelt &#252;bertragen werden (Schinko-Fischli, 2017).
Studien zeigen, dass Improvisationstheater Kreativit&#228;t f&#246;rdert und die F&#228;higkeit mit unerwarteten Situationen umzugehen (Schwenke et al., 2024). Improvisation trainiert die F&#228;higkeit, mit Toleranz von Unsicherheit (Felsmann, 2020 &amp; 2023): eine Kernkompetenz in komplexen, sicherheitskritischen Systemen. In diesem Sinne kann Improvisation als mikropraktische Entsprechung von HOP verstanden werden: Sie normalisiert Fehler, entkoppelt Scheitern von pers&#246;nlicher Schuld und st&#228;rkt kollektive Lernprozesse. Angewandte Improvisation als Methode &#246;ffnet R&#228;ume, in denen Menschen einen neuen wohlwollenden Zugang zum Thema Fehler finden k&#246;nnen (Schinko-Fischli, 2017).
Der Arbeitskreisdialog &#8222;Scheiter heiter&#8220; ist als dreistufiges Format konzipiert:
1. Wissenschaftlicher Impuls
Ein kompakter Input f&#252;hrt in zentrale Konzepte ein: Psychological Safety (Edmondson 1999), HOP (Dekker, 2014) sowie die Verbindung zu Angewandter Improvisation und organisationalem Lernen  (Schinko-Fischli, 2017). Ziel ist es, eine gemeinsame begriffliche Basis zu schaffen und die Relevanz von Fehlerkultur f&#252;r Sicherheitsmanagement, Pr&#228;vention und organisationale Resilienz zu unterstreichen.
2. Praktische Impro-&#220;bungen:
In niedrigschwelligen, aktivierenden &#220;bungen erleben die Teilnehmenden unmittelbar, wie sich unterschiedliche Fehlerkulturen anf&#252;hlen. Was passiert in meinem K&#246;rper, wenn ich Fehler vermeiden m&#246;chte und was mit der Haltung &#8222;Fehler feiern&#8220;? Wie reagiere ich, wenn ich &#252;berfordert werde? Der eigene Umgang mit Fehlern wird bewusst reflektiert und pers&#246;nliche Muster werden sichtbar. Kreative Wege im Umgang mit Fehlern werden entdeckt und erprobt. Durch bewusste Reflexion wir das eigene Verhalten betrachtet und bewusste Ver&#228;nderungen direkt einge&#252;bt. Ziel ist das Erleben von Unsicherheit und einen alternativen Umgang damit auszuprobieren.
3. Fishbowl-Diskussion:
Abschlie&#223;end werden die Erfahrungen in einer moderierten Fishbowl reflektiert:
    &#8226; Wie erleben wir Fehlerkultur in unseren Organisationen?
    &#8226; Warum ist das Ansprechen von Fehlern schwierig?
    &#8226; Fehler sind Abweichungen von Zielen. Wie werden diese Erwartungswerte definiert?
    &#8226; Wo stehen implizite Schuldlogiken einer Lernorientierung im Weg?
    &#8226; Welche strukturellen, kulturellen oder f&#252;hrungsbezogenen Bedingungen f&#246;rdern bzw. behindern HOP-Prinzipien?
    &#8226; Was l&#228;sst sich aus der Impro-Erfahrung in den organisationalen Alltag &#252;bertragen?
Das Format folgt dabei selbst den Prinzipien, die es thematisiert: Offenheit, Beteiligung und Kooperation. Die Fishbowl erm&#246;glicht es, unterschiedliche Stimmen sichtbar zu machen. Ein zentrales Element psychologischer Sicherheit.
&#8222;Scheiter heiter&#8220; versteht Scheitern nicht als Spa&#223;kategorie, sondern als ernstzunehmenden Zugang zu organisationalem Lernen. Gerade im Kontext von Arbeitssicherheit und Pr&#228;vention ist der Umgang mit Fehlern hochrelevant: Zwischen regulatorischem Druck, Haftungsfragen und Sicherheitsanforderungen entstehen Spannungsfelder, in denen Lernorientierung und Verantwortungszuschreibung austariert werden m&#252;ssen. Der Arbeitskreisdialog bietet einen Raum, diese Spannungen nicht nur kognitiv, sondern auch k&#246;rperlich und emotional zu erkunden.
Indem Improvisation als Br&#252;cke zwischen Theorie und Praxis dient, wird Fehlerkultur vom abstrakten Leitbild zur erfahrbaren Haltung und Handlung. Das Format zielt darauf ab, gemeinsame Sprache, geteilte Erfahrungen und konkrete Impulse f&#252;r die Weiterentwicklung von Sicherheitskulturen zu generieren. Wissenschaft und Praxis begegnen sich nicht nur argumentativ, sondern performativ und vor allem im gemeinsamen Ausprobieren, Scheitern und Lernen.
Der Dialog l&#228;dt dazu ein, Scheitern neu zu denken: nicht als Endpunkt, sondern als Anfang von Erkenntnis. Oder, in der Logik von HOP: Menschen machen Fehler und genau darin liegt die Chance f&#252;r Organisationen, heiterer, lernf&#228;higer und resilienter zu werden.</abstract>
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                <track>Sicherheits- und Gesundheitskultur</track>
                
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                    <person id='93845'>Laura Berkemeyer</person><person id='93863'>Torsten Niessner</person>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>ADK: Wann sind  Qualifizierungsma&#223;nahmen / Trainings / Unterweisungen im Arbeitsschutz wirksam?</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T15:15:00+00:00</date>
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                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Sp&#228;testens seit Richard Gris alias Dr. Axel Koch den provokanten Artikel &#8222;Weiterbildung bringt nichts &#8211; Warum Seminare und Trainings Kapital vernichten und Karrieren knicken&#8220; (Gris, 2008) ver&#246;ffentliche, wird immer wieder versucht auch im Arbeitsschutz Antworten auf folgende Fragen zu finden: 

&#8226;	Welche Qualifizierungsma&#223;nahmen im Arbeitsschutz werden mit welchem Ziel / Outcome  durchgef&#252;hrt? 
&#8226;	Was genau kann mit den verschiedenen Qualifizierungsma&#223;nahmen / Trainings / Unterweisungen bei welcher Zielgruppe erreicht werden? 
&#8226;	Wie kann die Wirkung dieser Qualifizierungsma&#223;nahmen optimiert werden? 
&#8226;	Wie kann der Trainings/ Unterweisungs- / Transfererfolg &#252;berhaupt nachvollziehbar ermittelt und zuverl&#228;ssig entwickelt werden?
&#8226;	Was sind die gr&#246;&#223;ten Probleme / Herausforderungen bei der Messung / Evaluation der Wirksamkeit der verschiedenen Qualifizierungsma&#223;nahmen im Arbeitsschutz ?  
&#8226;	Wie k&#246;nnen dann insbesondere Unterweisungen weniger b&#252;rokratisch daf&#252;r mehr betriebsspezifisch und handlungswirksam umgesetzt werden?

Bildungsarbeit im Arbeitsschutz hat den Reiz, sich mit diversen Themen, Formaten und Zielgruppen auseinanderzusetzen. Sachverhalte sind daher aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. 

In einem Trialog zwischen Wissenschaft, Institutionen und Praxis wollen wir die verschiedenen  Perspektiven zu den oben genannten Fragestellungen einholen. 

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch mit dem Ziel, den derzeitigen Forschungsstand und die gelebte betriebliche Praxis zu er&#246;rtern.</abstract>
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                <track>Aus- und Weiterbildung</track>
                
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>ADK: Barrieren und Erfolgsfaktoren bei Interventionen im Rahmen der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T17:00:00+00:00</date>
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                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Abstract: Die Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung hat sich als zentrales Instrument zum Schutz des Wohlbefindens von Besch&#228;ftigten und zur F&#246;rderung gesunder Arbeitsumgebungen etabliert. Trotz ihrer anerkannten Bedeutung ist die praktische Umsetzung entsprechender Interventionen mit zahlreichen Herausforderungen verbunden, und die Faktoren, die &#252;ber Erfolg oder Misserfolg entscheiden, sind nicht immer transparent. Um diese L&#252;cke zu schlie&#223;en, haben wir zw&#246;lf halbstrukturierte Experteninterviews mit Praktikerinnen, Beraterinnen und Wissenschaftlerinnen aus der Arbeitspsychologie und dem betrieblichen Gesundheitsmanagement durchgef&#252;hrt. Diese World Caf&#233;-Session l&#228;dt die Teilnehmenden dazu ein, die Erkenntnisse gemeinsam zu erkunden, eigene Erfahrungen zu reflektieren und umsetzbare Ideen zur Verbesserung von Interventionen im Rahmen der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung zu entwickeln.
Hintergrund und Begr&#252;ndung: Arbeitsbedingte psychosoziale Risiken &#8211; darunter Stress, Burnout, Mobbing und eine schlechte Work-Life-Balance &#8211; haben erhebliche Auswirkungen auf die individuelle Gesundheit und die Leistungsf&#228;higkeit von Organisationen. In Deutschland verpflichten gesetzliche Rahmenbedingungen zur Beurteilung und zum Management psychosozialer Risiken am Arbeitsplatz. Die Umsetzung dieser Anforderungen in eine wirksame Praxis wird jedoch h&#228;ufig durch mangelnde Klarheit &#252;ber f&#246;rdernde oder hemmende Faktoren erschwert. Unsere Studie zielt darauf ab, diese Wissensl&#252;cke zu schlie&#223;en, indem sie Expertenperspektiven nutzt, um zentrale Einflussfaktoren f&#252;r die Wirksamkeit von der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung zu identifizieren.
Methodik: Wir f&#252;hrten zw&#246;lf ausf&#252;hrliche, halbstrukturierte Interviews (50&#8211;70 Minuten) mit Expertinnen aus unterschiedlichen Bereichen durch, darunter Fachkr&#228;fte f&#252;r Arbeitsschutz, Arbeitspsychologinnen und Beauftragte f&#252;r Arbeitssicherheit. Die Interviews konzentrierten sich auf die Erfahrungen der Teilnehmenden mit den Prozessen im Rahmen der Gef&#228;hrungdsbeurteilung psychischer Belastung,die von ihnen durchgef&#252;hrten oder beobachteten Ma&#223;nahmen sowie deren Wahrnehmung f&#246;rderlicher und hemmender Faktoren. Mithilfe einer thematischen Analyse wurden zentrale Themen aus den Interviewdaten herausgearbeitet, die eine fundierte Grundlage f&#252;r die gemeinsame Diskussion bieten.
Ergebnisse: Unsere Analyse zeigte ein komplexes Zusammenspiel organisationaler, interpersoneller und kontextueller Faktoren, die Interventionen im Rahmen der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung beeinflussen.
Von den Expert*innen identifizierte f&#246;rderliche Faktoren waren unter anderem: 
- Engagement der F&#252;hrungsebene: Starke Unterst&#252;tzung durch das Top-Management wurde durchweg als entscheidender f&#246;rderlicher Faktor genannt. F&#252;hrungskr&#228;fte, die die Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung sichtbar unterst&#252;tzen, f&#246;rdern eine Kultur der Offenheit und Verantwortlichkeit, was die Mitarbeitendenbeteiligung und die Nachhaltigkeit der Ma&#223;nahmen st&#228;rkt. 
- Transparente Kommunikation: Klare, konsistente Kommunikation &#252;ber Ziel, Ablauf und erwartete Ergebnisse von Interventionen im Rahmen der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung tr&#228;gt zum Vertrauensaufbau bei und verringert Widerst&#228;nde im Team. 
- Einbindung der Mitarbeitenden: Die aktive Beteiligung der Besch&#228;ftigten in den Phasen der Beurteilung und Intervention stellt sicher, dass Ma&#223;nahmen bedarfsgerecht gestaltet werden und erh&#246;ht die Akzeptanz. 
Demgegen&#252;ber wurden folgende Barrieren h&#228;ufig hervorgehoben: 
- Ressourcenmangel: Begrenzte Zeit, personelle und finanzielle Ressourcen schr&#228;nken h&#228;ufig den Umfang und die Tiefe von Ma&#223;nahmen ein. 
- Fehlende Unterst&#252;tzung durch das Management: Wenn F&#252;hrungskr&#228;fte die Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung nicht priorisieren oder Verantwortung ohne echtes Engagement delegieren, geraten Ma&#223;nahmen ins Stocken. 
- Unzureichendes Bewusstsein: Ein mangelndes Verst&#228;ndnis f&#252;r psychosoziale Risiken bei Mitarbeitenden und F&#252;hrungskr&#228;ften kann dazu f&#252;hren, dass deren Bedeutung untersch&#228;tzt und eine Beteiligung vermieden wird.

Ziele der World Caf&#233;-Session: Diese Session soll einen Raum f&#252;r gemeinsames Lernen und Austausch schaffen, in dem die vielf&#228;ltigen Erfahrungen der Teilnehmenden genutzt werden, um das Verst&#228;ndnis zu vertiefen und praxisnahe L&#246;sungen zu entwickeln. Konkret m&#246;chten wir: 
- Teilen und Reflektieren: Zentrale Ergebnisse der Experteninterviews vorstellen und die Teilnehmenden dazu einladen, diese mit ihren eigenen Kontexten zu verkn&#252;pfen. 
- Herausforderungen identifizieren: Die Teilnehmenden ermutigen, Barrieren aus ihrem Arbeitsalltag zu benennen und Strategien zu deren &#220;berwindung zu diskutieren. 
- Erfolgsfaktoren erkunden: Beispiele erfolgreicher Ma&#223;nahmen im Rahmen der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung und deren f&#246;rderliche Faktoren sammeln.
 - L&#246;sungen gemeinsam entwickeln: Durch kollaboratives Brainstorming umsetzbare Empfehlungen zur Verbesserung von Gef&#228;hrdungsbeurteilungen psychischer Belastung in verschiedenen Organisationen erarbeiten.
Leitfragen f&#252;r die Diskussion:
&#8226;	Welche Barrieren f&#252;r Interventionen im Rahmen der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung haben Sie in Ihrer Organisation erlebt und wie wurden diese adressiert?
&#8226;	Welche Faktoren haben Ihrer Organisation geholfen, Ma&#223;nahmen erfolgreich umzusetzen?
&#8226;	Wie kann F&#252;hrung und Mitarbeitendenbeteiligung gest&#228;rkt werden, um Ma&#223;nahmen zu unterst&#252;tzen?
&#8226;	Welche konkreten Schritte k&#246;nnen unternommen werden, um eine Nachhaltigkeit der umgesetzten Ma&#223;nahmen zu schaffen?
Erwartete Ergebnisse: Durch die Teilnahme am World Caf&#233; erhalten die Teilnehmenden nicht nur Einblicke in unsere Forschung, sondern tragen auch ihr eigenes Fachwissen zu einem gemeinsamen Wissenspool bei. Die Session m&#252;ndet in einer Reihe gemeinsam entwickelter Empfehlungen, die dokumentiert und allen Teilnehmenden zur Verf&#252;gung gestellt werden. Diese Empfehlungen sollen Praktikerinnen, Entscheidungstr&#228;gerinnen und Forschenden dabei helfen, die Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastungen und entsprechende Interventionen in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern weiterzuentwickeln.
Zusammenfassung: Die Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist ein dynamischer und vielschichtiger Prozess, der von einer Vielzahl organisationaler und personalen Faktoren gepr&#228;gt ist. Durch Dialog und kollektive Reflexion m&#246;chte diese World Caf&#233;-Session die Teilnehmenden dazu bef&#228;higen, Barrieren zu &#252;berwinden, f&#246;rderliche Faktoren zu nutzen und nachhaltige Ver&#228;nderungen f&#252;r Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz anzusto&#223;en.</abstract>
                <slug>pasig2026-94848-adk-barrieren-und-erfolgsfaktoren-bei-interventionen-im-rahmen-der-gefahrdungsbeurteilung-psychischer-belastung</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                <title>Gesellschaftsabend</title>
                <subtitle></subtitle>
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                <date>2026-09-15T19:30:00+00:00</date>
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                <abstract>Gesellschaftsabend

Nach einem abwechslungsreichen Workshoptag l&#228;dt der Gesellschaftsabend dazu ein, den Tag in entspannter Atmosph&#228;re gemeinsam ausklingen zu lassen. Bei gutem Essen und einer Auswahl an Getr&#228;nken bietet sich reichlich Gelegenheit, Gespr&#228;che aus den Vortr&#228;gen und Arbeitsgruppen fortzuf&#252;hren, neue Kontakte zu kn&#252;pfen und Kolleginnen und Kollegen jenseits des fachlichen Programms n&#228;her kennenzulernen.

F&#252;r besondere Unterhaltung sorgt der Auftritt einer Improvisationstheatergruppe. Ohne festes Drehbuch, daf&#252;r mit Spontaneit&#228;t, Kreativit&#228;t und viel Humor entstehen aus den Ideen des Publikums &#252;berraschende Szenen. Dabei k&#246;nnen auch Themen aus Arbeitswelt, Gesundheit und Sicherheit auf ungewohnte und unterhaltsame Weise aufgegriffen werden. Mitwirkung und Zurufe sind ausdr&#252;cklich willkommen &#8211; denn beim Improvisationstheater ist kein Auftritt wie der andere.

Anschlie&#223;end geh&#246;rt die B&#252;hne den Teilnehmenden: Bei einer offenen B&#252;hne sind alle eingeladen, eigene Talente zu pr&#228;sentieren. Ob Musik, Gesang, Poesie, Comedy, Zauberei, Tanz oder eine ganz andere Darbietung &#8211; Beitr&#228;ge jeder Art sind willkommen. Spontane Auftritte sind ebenso m&#246;glich wie vorbereitete Beitr&#228;ge.

Der Gesellschaftsabend verbindet Genuss, Begegnung und Unterhaltung und schafft Raum f&#252;r pers&#246;nliche Gespr&#228;che, gemeinsames Lachen und vielleicht die eine oder andere bislang unentdeckte Begabung. Wir freuen uns auf einen geselligen und &#252;berraschungsreichen Abend.</abstract>
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                <title>AG: KI bei der Arbeit: Zwischen Entlastung und psychischer Belastung</title>
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                <abstract>Die Vortragssession &#8222;KI bei der Arbeit: Zwischen Entlastung und psychischer Belastung&#8220; beleuchtet die gesundheitlichen Chancen und Risiken des zunehmenden Einsatzes K&#252;nstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt. Die drei Beitr&#228;ge verdeutlichen, dass KI-Anwendungen Besch&#228;ftigte einerseits unterst&#252;tzen, zeitliche Ressourcen schaffen, Kompetenzen erweitern und belastende Routinet&#228;tigkeiten reduzieren k&#246;nnen. Andererseits k&#246;nnen sie neue psychische Belastungen hervorrufen, etwa durch Arbeitsverdichtung, permanente Anpassungsanforderungen, Kontrollverlust, unvollst&#228;ndige Arbeitsaufgaben oder eine Bedrohung der beruflichen Identit&#228;t. Neben einem &#220;berblick &#252;ber den aktuellen Forschungsstand werden empirische Befunde zu den gesundheitlichen Potenzialen und Risikokonstellationen KI-gest&#252;tzter Konversationstools aus Sicht betrieblicher Akteur vorgestellt. Dar&#252;ber hinaus richtet sich der Blick auf die besonderen Merkmale generativer und zunehmend autonom handelnder KI-Systeme sowie deren Auswirkungen auf Arbeitsinhalte, Zusammenarbeit und menschliche Entscheidungsspielr&#228;ume. Gemeinsam zeigen die Beitr&#228;ge, dass die Folgen des KI-Einsatzes nicht allein durch die Technologie bestimmt werden. Entscheidend sind vielmehr die organisationale Einbettung, eine partizipative Einf&#252;hrung, die Sicherung von Autonomie und Kontrolle sowie die F&#246;rderung digitaler und metakognitiver Kompetenzen. Die Session leitet daraus Ansatzpunkte f&#252;r Pr&#228;vention und eine gesundheitsgerechte Arbeits- und Technologiegestaltung ab.</abstract>
                <slug>pasig2026-104509-ag-ki-bei-der-arbeit-zwischen-entlastung-und-psychischer-belastung</slug>
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                <title>Zwischen Entlastung und digitalem Stress &#8211; Gesundheitliche Potenziale und Risiken KI-gest&#252;tzter Konversationstools aus Sicht betrieblicher Praktiker:innen</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T11:25:00+00:00</date>
                <start>11:25</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Auf Sprachmodellen basierende Konversationstools wie ChatGPT oder Copilot werden von immer mehr Unternehmen genutzt, insbesondere im Bereich der Wissensarbeit. Zwar wird allgemein davon ausgegangen, dass KI-Tools das Potenzial besitzen, psychische Belastungen zu verringern und gesundheitliche Ressourcen zu f&#246;rdern &#8211; etwa durch die St&#228;rkung des Selbstwertgef&#252;hls oder die Verminderung von Versagens&#228;ngsten (Choudhury et&#8239;al.,&#8239;2024). In der internationalen Forschung mehren sich jedoch auch Hinweise darauf, dass der Einsatz von ChatGPT mit gesundheitlichen Beeintr&#228;chtigungen wie psychischer Ersch&#246;pfung, &#196;ngsten und Schlafst&#246;rungen assoziiert sein kann (Duong et&#8239;al.,&#8239;2025).
Unter dem Aspekt der betrieblichen Pr&#228;vention stellt sich daher die Frage, wie der Einsatz generativer KI in Unternehmen proaktiv organisiert und gestaltet werden kann, um die psychische Gesundheit von Besch&#228;ftigten zu st&#228;rken. Mit dem Konzept des Techno-Stress (u.&#8239;a. Dragano &amp; Lunau,&#8239;2020) liegen hierf&#252;r theoretisch-konzeptionelle Erkl&#228;rungsans&#228;tze vor. Bislang besteht jedoch wenig Wissen dar&#252;ber, welche spezifischen Potenziale und Risikokonstellationen bei KI-gest&#252;tzten Konversationstools zu erwarten sind.
Im Rahmen des durch das BmFTR gef&#246;rderten Projekts &#8222;HUMAINE&#8220; wurde in Gruppendiskussionen mit betrieblichen Akteuren aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen der Frage nachgegangen, welche gesundheitlichen Potenziale und Risiken sich beim Einsatz von ChatGPT im betrieblichen Kontext ergeben k&#246;nnen und welche Handlungsimplikationen sich daraus f&#252;r das betriebliche Gesundheitsmanagement ableiten lassen.
An der explorativen Untersuchung nahmen 54 betriebliche Akteure mit unterschiedlichen Funktionen (Besch&#228;ftigte, F&#252;hrungskr&#228;fte, Interessenvertretungen und AGS-Akteur:innen) aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion, Wohlfahrtspflege und Bildung teil. Die Datenauswertung erfolgte inhaltsanalytisch auf Basis von vier Gruppendiskussionen, die im Rahmen einer Technikfolgenabsch&#228;tzung mithilfe des Friendly Tech Checks (Gerlmaier/Bendel, 2024) zwischen September&#8239;2024 und Dezember&#8239;2025 durchgef&#252;hrt wurden.
Die Befunde liefern ein differenziertes Bild zu psychischen Auswirkungen des KI-Einsatzes und erm&#246;glichen eine erste Einordnung f&#252;r ein zukunftsorientiertes Pr&#228;ventionsmanagement im Kontext digitalisierter Arbeit.
Literatur
Choudhury A, Shamszare H (2024) The impact of performance expectancy, workload, risk, and satisfaction on trust in ChatGPT: Cross-sectional survey analysis. JMIR Human Factors, 11, e55399.
Dragano N, Lunau T (2020) Technostress at work and mental health: concepts and research results. Current Opinion in Psychiatry: July 2020 - Volume 33 - Issue 4 - p 407-413
Duong CD, Dao TT, Vu TN, Ngo TVN, Tran QY (2024) Compulsive ChatGPT usage, anxiety, burnout, and sleep disturbance: A serial mediation model based on stimulus-organism-response perspective. Acta Psychologica, 251, 104622.
Gerlmaier A, Bendel A (2024) K&#252;nstliche Intelligenz am Arbeitsplatz gesundheits- und lernf&#246;rderlich gestalten: Entwicklung und Erprobung des FriendlyTechChecks f&#252;r betriebliche Praktiker:innen. In: Jan Dettmers, Anita Tisch und R&#252;diger Trimpop (Hrsg.): 23. Workshop Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit &#8211; Gesundheitsf&#246;rderliche Arbeit = attraktive Arbeit? Kr&#246;ning: Asanger Verlag. 267-270</abstract>
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                    <person id='90015'>Anja Gerlmaier</person>
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                <title>Psychische Belastung bei Nutzung von K&#252;nstlicher Intelligenz: Ein &#220;berblick</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T11:35:00+00:00</date>
                <start>11:35</start>
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                <abstract>Die fortschreitende Digitalisierung und insbesondere der Einsatz K&#252;nstlicher Intelligenz (KI) ver&#228;ndern Arbeitsprozesse und T&#228;tigkeitsprofile in zahlreichen Berufsfeldern grundlegend. KI besitzt das Potenzial, Arbeitspl&#228;tze nicht nur zu unterst&#252;tzen, sondern diese in Teilen tiefgreifend umzustrukturieren oder sogar zu ersetzen. Damit gehen sowohl psychische als auch physische Ver&#228;nderungen der Arbeitsbedingungen einher, die aus arbeitswissenschaftlicher Perspektive kritisch zu betrachten sind.
Ein zentrales Risiko besteht in der Entstehung unvollst&#228;ndiger Arbeitsaufgaben, etwa wenn Large Language Models in der Werbebranche kreative T&#228;tigkeiten weitgehend automatisieren und Besch&#228;ftigte zunehmend auf kontrollierende oder &#252;berwachende Funktionen reduzieren. Solche Ver&#228;nderungen k&#246;nnen mit einem erh&#246;hten Risiko negativer Beanspruchungsfolgen verbunden sein. Gleichzeitig er&#246;ffnen KI-Anwendungen auch Chancen, wie das Beispiel von Dokumentations- und Planungsassistenten in der Pflege zeigt, die Fachkr&#228;fte entlasten und zeitliche Ressourcen f&#252;r die eigentliche Pfleget&#228;tigkeit schaffen k&#246;nnen.
Vor diesem Hintergrund hat die DGUV Akademie im Rahmen einer Literaturstudie untersucht, welche psychischen Belastungsaspekte durch den Einsatz von KI besonders beeinflusst werden und welche Beanspruchungsfolgen dabei relevant sind. Ziel ist es, sowohl potenzielle Risiken als auch Gestaltungsans&#228;tze f&#252;r einen gesundheitsgerechten Einsatz von KI in der Arbeitswelt zu identifizieren.</abstract>
                <slug>pasig2026-95876-psychische-belastung-bei-nutzung-von-kunstlicher-intelligenz-ein-uberblick</slug>
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>Auswirkungen von K&#252;nstlicher Intelligenz auf psychische Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-15T11:45:00+00:00</date>
                <start>11:45</start>
                <duration>00:15</duration>
                <abstract>Die rasante Verbreitung von KI-Systemen in der Arbeitswelt &#8211; insbesondere seit der breiten Verf&#252;gbarkeit generativer KI ab 2022 &#8211; wirft grundlegende Fragen f&#252;r den Arbeits- und Gesundheitsschutz auf. Dieser Impulsvortrag pr&#228;sentiert die Ergebnisse einer Literaturrecherche zu empirischer Forschung zu den Auswirkungen von KI auf psychische Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz.

Wir gehen darauf ein was an KI &#8222;neu&#8220; ist im Vergleich zu fr&#252;heren Technologien. Beispielsweise &#252;bernehmen KI-Systeme erstmals in breitem Umfang und als agentische KI komplett autonom kognitive T&#228;tigkeiten &#8211; von Textproduktion &#252;ber Diagnostik bis hin zu Entscheidungen &#8211; aber auch emotionale T&#228;tigkeiten &#8211; sind beispielsweise erster Ansprechpartner vieler Besch&#228;ftigten und l&#246;sen so Abh&#228;ngigkeiten von Kollegen und Vorgesetzten auf. Ver&#228;nderungen sind dadurch weitreichend und reichen von einzelnen Aufgaben, bis hin zu beruflicher Identit&#228;t und grunds&#228;tzlichen Frage zur Rolle menschlicher Kompetenzen und Zusammenarbeit in der Zukunft der Arbeitswelt. Zudem entwickeln sich KI-Systeme in einem Tempo weiter, das permanente Anpassungsleistungen erfordert. Dar&#252;ber hinaus &#252;bernehmen KI-Systeme F&#252;hrungsaufgaben und entscheiden &#252;ber Menschen.

Die ausgewerteten Befunde zeichnen ein konsistent ambivalentes Bild: KI kann Kompetenzen erweitern, neue Verantwortlichkeiten erm&#246;glichen, als hilfreiche Ressource erlebt werden und negativ empfundene zwischenmenschliche Abh&#228;ngigkeiten aufl&#246;sen. Gleichzeitig mehren sich Hinweise auf Arbeitsverdichtung statt Entlastung, Kontrollverlust beim Versuch menschliche Aufsicht &#252;ber agentische KI auszuf&#252;hren, Bedrohung der beruflichen Identit&#228;t sowie zwischenmenschliche Kosten durch ver&#228;nderte Zusammenarbeit. Wir pr&#228;sentieren einen soziotechnischen Blick auf die Auswirkungen von KI auf psychische Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz. KI-Einsatz ist weder inh&#228;rent positiv noch negativ &#8211; KI ist eine Technologie, deren Gestaltung, Implementierung und Einsatz &#252;ber ihre Auswirkungen bestimmt. Ob Auswirkungen von KI eher positiv oder negativ sind h&#228;ngt von organisationalen Rahmenbedingungen, der konkreten Arbeits- und Technologiegestaltung und von individuellen Eigenschaften der Besch&#228;ftigten ab.

Auf Basis der Befunde werden Handlungsempfehlungen f&#252;r Organisationen, Arbeits- und Technologiegestaltung sowie Kompetenzentwicklung abgeleitet. Dazu geh&#246;ren partizipative Einf&#252;hrungsprozesse, eine kritische Betrachtung der Arbeitsverdichtung bei der Nutzung von KI, die Sicherung von Autonomie und Kontrolle bei der KI-Nutzung, sowie die F&#246;rderung digitaler Selbstwirksamkeit und metakognitiver Kompetenzen.</abstract>
                <slug>pasig2026-95177-auswirkungen-von-kunstlicher-intelligenz-auf-psychische-belastungen-und-ressourcen-am-arbeitsplatz</slug>
                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                    <person id='94883'>Markus Langer</person>
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>ADK: Im Spannungsfeld f&#252;hren - Wie gesunde F&#252;hrung in Sandwich-Positionen gelingen kann: ein Arbeits-Dialog-Kreis zwischen Forschung und Praxis</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T13:30:00+00:00</date>
                <start>13:30</start>
                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Gesundheitsorientierte F&#252;hrung stellt einen zentralen Einflussfaktor f&#252;r das Wohlbefinden von Besch&#228;ftigten sowie f&#252;r nachhaltige organisationale Leistungsf&#228;higkeit dar. In den letzten Jahren ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit gesunder F&#252;hrung deutlich gewachsen. Der Fokus liegt dabei h&#228;ufig auf den Auswirkungen der F&#252;hrungskraft auf ihre Mitarbeitenden, allerdings gibt es auch ein wachsendes Interesse daran, die Voraussetzungen, Einflussfaktoren f&#252;r die Wirksamkeit sowie Dynamiken von gesunder F&#252;hrung zu erforschen. Weitgehend unbeachtet geblieben ist bislang jedoch die einzigartige Position von F&#252;hrungskr&#228;ften in sogenannten Sandwich-Positionen, die zwischen strategischen Vorgaben der oberen F&#252;hrungsebene und operativen Anforderungen ihrer Teams vermitteln. Diese F&#252;hrungsrolle wurde bislang wenig explizit untersucht, weder im Hinblick auf die Wirkung gesunder F&#252;hrung auf die F&#252;hrungskr&#228;fte selbst noch in Bezug auf spezifische Einflussfaktoren, die ihnen gesundheitsorientiertes Handeln erm&#246;glichen oder erschweren, obwohl sie eine zentrale Rolle im organisationalen Alltag einnimmt.
Sandwich-Positionen sind durch widerspr&#252;chliche Anforderungen, begrenzte Handlungsspielr&#228;ume und eine erh&#246;hte Belastung gekennzeichnet. F&#252;hrungskr&#228;fte in dieser Position m&#252;ssen Erwartungen der &#252;bergeordneten F&#252;hrungsebene umsetzen und gleichzeitig gesundheitsf&#246;rderliche Arbeitsbedingungen f&#252;r ihre Mitarbeitenden gestalten. Der geplante Arbeits-Dialog-Kreis greift diese besondere Konstellation auf und verbindet wissenschaftlichen Input mit interaktiven Arbeitsphasen, um zentrale Herausforderungen und Ressourcen gesunder F&#252;hrung in Sandwich-Positionen gemeinsam zu reflektieren. Zu Beginn des Beitrags wird ein &#220;berblick &#252;ber den aktuellen Forschungsstand zu gesunder F&#252;hrung (Health-oriented Leadership; HoL) gegeben. Dabei werden zentrale Konzepte, Wirkmechanismen und empirische Befunde dargestellt. Anschlie&#223;end wird der Fokus gezielt auf F&#252;hrung in Sandwich-Positionen gerichtet. Eigene erste empirische Forschungsergebnisse hierzu werden vorgestellt.
Im interaktiven Teil des Arbeits-Dialog-Kreises sollen typische Herausforderungen und Barrieren gesunder F&#252;hrung in Sandwich-Positionen herausgearbeitet werden. Dabei werden Einflussfaktoren auf verschiedenen Ebenen ber&#252;cksichtigt, darunter Aspekte der &#252;bergeordneten F&#252;hrungskraft, organisationale und arbeitsplatzbezogene Rahmenbedingungen sowie individuelle Voraussetzungen der F&#252;hrungskraft selbst. Gleicherma&#223;en sollen f&#246;rderliche Bedingungen und Unterst&#252;tzungsfaktoren f&#252;r gesunde F&#252;hrung in Sandwich-Positionen erarbeitet. Abschlie&#223;end werden praxisnahe Ans&#228;tze gesammelt, wie F&#252;hrungskr&#228;fte in Sandwich-Positionen den identifizierten Herausforderungen begegnen und Ressourcen gezielt nutzen k&#246;nnen. Der Arbeits-Dialog-Kreis soll einen Rahmen geben, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse, eigene Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen miteinander verkn&#252;pft werden. Ziel ist es, das Verst&#228;ndnis f&#252;r gesunde F&#252;hrung in Sandwich-Positionen zu vertiefen und Impulse f&#252;r Forschung, Organisationsgestaltung und F&#252;hrungspraxis zu generieren.</abstract>
                <slug>pasig2026-91886-adk-im-spannungsfeld-fuhren-wie-gesunde-fuhrung-in-sandwich-positionen-gelingen-kann-ein-arbeits-dialog-kreis-zwischen-forschung-und-praxis</slug>
                <track>F&#252;hrung und Organisation</track>
                
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>Serious Games, Gamification und Playfulness: Innovative Ans&#228;tze f&#252;r Arbeitssicherheit und Gesundheitsf&#246;rderung</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-15T15:15:00+00:00</date>
                <start>15:15</start>
                <duration>00:15</duration>
                <abstract>Spielerische Ans&#228;tze werden in Arbeitssicherheit und Gesundheitsf&#246;rderung zunehmend als wirksame Erg&#228;nzung zu klassischen Informations-  und Unterweisungsformaten diskutiert, da sie Motivation, Engagement und Lernprozesse positiv beeinflussen k&#246;nnen. In der Forschung werden insbesondere Serious Games und Gamification als zentrale Konzepte hervorgehoben. Serious Games werden dabei als Spiele definiert, deren prim&#228;res Ziel nicht Unterhaltung, sondern Wissensvermittlung, Kompetenzentwicklung oder Verhaltens&#228;nderung ist. Gamification hingegen bezeichnet die Anwendung einzelner Spielelemente wie Punkte, Ranglisten oder Feedbackmechanismen in spielfremden Kontexten, etwa in Lern  oder Arbeitsumgebungen. 
Der Plenarvortrag diskutiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Ans&#228;tze im Hinblick auf ihre Zielsetzungen, Wirkmechanismen und Einsatzm&#246;glichkeiten in der Arbeitssicherheit und im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Empirische Studien zeigen, dass Serious Games insbesondere den Wissenserwerb und die Lernmotivation f&#246;rdern k&#246;nnen, w&#228;hrend Gamification h&#228;ufig kurzfristige Motivation und Engagement unterst&#252;tzt. 
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Konzept der Playfulness, das als relativ stabile Disposition beschrieben wird, Alltagssituationen so zu rahmen, dass sie als interessant, unterhaltsam oder herausfordernd erlebt werden. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Playfulness im Erwachsenenalter mit intrinsischer Motivation, Kreativit&#228;t, Stressbew&#228;ltigung und innovativem Verhalten am Arbeitsplatz zusammenh&#228;ngt. 

Im zweiten Teil des Vortrags wird ein Interview mit dem Spieleentwickler von &#8222;3D-Welten&#8220; (Janek Panneitz) gef&#252;hrt, der Einblicke in Idee, Gestaltung und Zielsetzung des, mit dem Europ&#228;ischen Trainingspreis 2025 vom BDVT ausgezeichneten Serious Game gibt. Der Interviewteil erg&#228;nzt die theoretischen Ausf&#252;hrungen um eine praxisnahe Perspektive und zeigt exemplarisch, wie wissenschaftliche Konzepte zu Serious Games, Gamification und Playfulness in konkrete Anwendungen f&#252;r Sicherheit und Gesundheit im betrieblichen Kontext &#252;berf&#252;hrt werden k&#246;nnen.</abstract>
                <slug>pasig2026-94706-serious-games-gamification-und-playfulness-innovative-ansatze-fur-arbeitssicherheit-und-gesundheitsforderung</slug>
                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>Wie lassen sich menschengerechte Gestaltung, Transparenz und Verantwortlichkeit bei digitalen Technologien und KI in Pr&#228;vention und BGF gew&#228;hrleisten?-Dialog und Verst&#228;ndigung mit den 3D Welten</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
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                <abstract>In Zeiten zunehmender Komplexit&#228;t, organisationaler Ver&#228;nderungsprozesse und bereichs&#252;bergreifender Zusammenarbeit stehen Teams und Organisationen vor der Herausforderung, ein gemeinsames Verst&#228;ndnis zentraler Themen zu entwickeln. Unterschiedliche Perspektiven, individuelle Erfahrungen und implizite Annahmen erschweren h&#228;ufig den Dialog &#252;ber Ziele, Werte, Strategien oder Verantwortlichkeiten. Der Dialogkreis nimmt die Form eines Spieleworkshops an, in dem der Entwickler selbst, Janek Panneitz, die Methode der 3D Welten vorstellt und mit den Teilnehmenden durchf&#252;hrt. So wird das Erleben dieser visuellen und partizipativen Arbeitsform m&#246;glich, die kollektive Verst&#228;ndigungsprozesse unterst&#252;tzt und nachhaltige Dialogr&#228;ume er&#246;ffnet.
Die Methode der 3D Welten ist eine strukturierte Visualisierungsmethode zur gemeinsamen Entwicklung eines geteilten Bildes. Ausgangspunkt sind die individuellen inneren Landkarten der Teilnehmenden, die zun&#228;chst unabh&#228;ngig voneinander Ideen, Themen und Einsch&#228;tzungen einbringen. Durch die Kombination von Elementen aus Mindmapping, Priorisierung und systemischer Aufstellung werden Inhalte schrittweise in eine dreidimensionale Landschaft &#252;berf&#252;hrt. Diese Landschaft besteht aus einzelnen Sechsecken, die thematische Aspekte repr&#228;sentieren, und sich zu Inseln verdichten, wenn inhaltliche N&#228;he oder unterschiedliche Facetten derselben Dimension sichtbar werden.
Ein zentraler Mehrwert der 3D Welten liegt in der bewussten Reduktion von Komplexit&#228;t, ohne dabei relevante Zusammenh&#228;nge zu verlieren. Die r&#228;umliche Anordnung, die H&#246;he einzelner Elemente sowie deren N&#228;he oder Distanz machen Wechselwirkungen, Abh&#228;ngigkeiten und Priorit&#228;ten unmittelbar erfahrbar. Dadurch entsteht ein zus&#228;tzlicher Informationsgewinn, der &#252;ber rein verbale Diskussionen hinausgeht und als gemeinsames Referenzbild im Team verankert bleibt. Gleichzeitig bleibt das Modell flexibel und kann bei ver&#228;nderten Rahmenbedingungen angepasst und weiterentwickelt werden.
Der methodische Ablauf gliedert sich in mehrere Phasen: Nach der individuellen Ideensammlung und dem Austausch in Kleingruppen werden zentrale Themen identifiziert und visualisiert. In einem n&#228;chsten Schritt entstehen thematische Inseln, die durch Br&#252;cken miteinander verbunden werden k&#246;nnen, um Abh&#228;ngigkeiten sichtbar zu machen. Anschlie&#223;end setzen die Teilnehmenden individuelle Priorit&#228;ten, die im Team reflektiert, diskutiert und gemeinsam abgestimmt werden. In der Phase der &#8222;Besiedelung&#8220; wird die entstandene Inselwelt aus unterschiedlichen Stakeholder Perspektiven betrachtet. Erg&#228;nzende Analysen, Verantwortungs&#252;bernahmen oder Risikoeinsch&#228;tzungen lassen sich integrieren. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Reflexion, in der Wechselwirkungen diskutiert sowie konkrete Ma&#223;nahmen und n&#228;chste Schritte abgeleitet werden. Damit ordnet sich die spielerische Grundidee der 3D-Welten in die Reihe der Serious Games f&#252;r Team- und Organisationsentwicklung ein. 
Die 3D Welten eignen sich besonders f&#252;r Anwendungsfelder wie Team Kick offs, Werte  und Kulturprozesse, Strategie  und Zielentwicklungen oder bereichs&#252;bergreifende Abstimmungen. Entscheidend f&#252;r den Erfolg ist dabei die Wahl der passenden &#8222;Flugh&#246;he&#8220;: Die Methode entfaltet ihre St&#228;rke vor allem dann, wenn sie auf die wirklich relevanten Themen fokussiert bleibt und nicht in &#252;berm&#228;&#223;iger Detailtiefe an &#220;bersichtlichkeit verliert.
Ein Mehrwert f&#252;r den PASiG-Workshop kann nicht nur das unmittelbare Erleben der dialogf&#246;rdernden Wirkung durch die Teilnehmenden sein, sondern vor allem im gemeinsamen Arbeiten an einem der zentralen Schwerpunktthemen des diesj&#228;hrigen PASiG-Workshops und damit an einer der dr&#228;ngenden Fragestellungen unserer momentanen Arbeitswirklichkeit: Wie k&#246;nnen menschengerechte Gestaltung, Transparenz und Verantwortlichkeit in soziotechnischen Systemen sichergestellt werden angesichts der rasanten Entwicklung von digitalen Technologien und KI in Pr&#228;vention und Gesundheitsf&#246;rderung?
Im gemeinsamen Arbeiten an einer geteilten Visualisierung zur Beantwortung dieser zukunftsweisenden Fragestellung entsteht ein Raum f&#252;r Verst&#228;ndigung, Reflexion und ko-kreative Sinnbildung.
Der 3D-Welten Workshop nimmt die Zeit von zwei aufeinander folgenden Dialogkreisen in Anspruch und hat damit eine L&#228;nge von 180 min (exkl. Pause). Die Ergebnisse sollen anschlie&#223;end der Community zur Verf&#252;gung gestellt werden. Die Teilnehmeranzahl f&#252;r diesen Workshop ist unbegrenzt.</abstract>
                <slug>pasig2026-95035-wie-lassen-sich-menschengerechte-gestaltung-transparenz-und-verantwortlichkeit-bei-digitalen-technologien-und-ki-in-pravention-und-bgf-gewahrleisten-dialog-und-verstandigung-mit-den-3d-welten</slug>
                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                <room>Rechte Aula</room>
                <title>&quot;Mensch denk an dich!&quot; Ein Serious Game zur St&#228;rkung von Resilienz, Dialogf&#228;higkeit und gesundem Miteinander</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T17:00:00+00:00</date>
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                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Serious Games gelten als wirkungsvolle Schnittstelle zwischen Lernen, Erleben und organisationalem Wandel. Sie verbinden die intrinsische Motivation des Spiels mit klaren Entwicklungszielen und erm&#246;glichen es, komplexe Themen nicht nur kognitiv zu erfassen, sondern emotional, sozial und praktisch zu erleben. Besonders in der Arbeit an Resilienz entfalten Serious Games ihr Potenzial: Resilienz ist kein reines Wissensfeld, sondern ein dynamischer Prozess, der Selbstwahrnehmung, Beziehungsgestaltung und Handlungsf&#228;higkeit gleicherma&#223;en umfasst.
Das Spiel &#8222;Mensch denk an dich!&#8220; ist als Serious Game genau in diesem Spannungsfeld verortet. Es wurde entwickelt, um einen niedrigschwelligen, zugleich fundierten Zugang zu Resilienz, mentaler Gesundheit und Selbstf&#252;rsorge im Arbeitskontext zu er&#246;ffnen. Anders als klassische Trainingsformate setzt das Spiel nicht auf Belehrung oder Leistungsoptimierung, sondern auf Dialog, Reflexion und gemeinsames Lernen im Team.
Als Serious Game folgt &#8222;Mensch denk an dich!&#8220; zentralen Gestaltungsprinzipien dieser Theorie: Ein klar definierter Spielrahmen schafft psychologische Sicherheit, freiwillige Beteiligung f&#246;rdert intrinsische Motivation, und spielerische Impulse erm&#246;glichen Perspektivwechsel. Durch Fragen, Aufgaben und Gespr&#228;chsanl&#228;sse werden Teilnehmende eingeladen, sich mit eigenen Ressourcen, Belastungen und Bed&#252;rfnissen auseinanderzusetzen &#8211; nicht isoliert, sondern im Austausch mit anderen. Auf diese Weise entsteht ein Erfahrungsraum, in dem Resilienz nicht abstrakt diskutiert, sondern im sozialen Miteinander erfahrbar wird.
Die Wirkung des Spiels zeigt sich auf mehreren Ebenen. Auf individueller Ebene unterst&#252;tzt es Selbstreflexion, Achtsamkeit und den bewussten Umgang mit eigenen Grenzen. Auf Teamebene st&#228;rkt es Vertrauen, Offenheit und Dialogf&#228;higkeit, da pers&#246;nliche Themen in einem wertsch&#228;tzenden, spielerischen Rahmen geteilt werden k&#246;nnen. Auf organisationaler Ebene setzt das Spiel Impulse f&#252;r eine Kultur, in der mentale Gesundheit, gesunde F&#252;hrung und Selbstf&#252;rsorge als gemeinsame Verantwortung verstanden werden.
Der Spieleworkshop &#8222;Mensch denk an dich!&#8220; ist als 180 min&#252;tiges Format konzipiert und richtet sich an maximal 12 Teilnehmende. Diese Gruppengr&#246;&#223;e erm&#246;glicht einen intensiven Austausch und eine hohe Beteiligung aller Anwesenden. Der Workshop besteht aus zwei eng miteinander verkn&#252;pften Teilen:
Im ersten Teil wird das Spiel vollst&#228;ndig gespielt. Die Teilnehmenden erleben &#8222;Mensch denk an dich!&#8220; aus der Innenperspektive und erfahren unmittelbar, wie spielerische Interventionen Resonanz, Reflexion und Dialog ausl&#246;sen k&#246;nnen. Der Fokus liegt dabei nicht auf Leistung oder Bewertung, sondern auf dem gemeinsamen Erleben und dem bewussten Innehalten im Arbeitskontext.
Im zweiten Teil des Workshops wird das Gesamtkonzept des Play-to-Change-Ansatzes vorgestellt. Play-to-Change versteht Spiel nicht als isolierte Methode, sondern als strategisches Instrument f&#252;r nachhaltige Entwicklung in Organisationen. Thematisiert wird, wie Serious Games gezielt eingesetzt werden k&#246;nnen, um Ver&#228;nderungsprozesse zu begleiten, Teamkulturen zu st&#228;rken und Gesundheitsf&#246;rderung wirksam in den Arbeitsalltag zu integrieren. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die konzeptionellen Hintergr&#252;nde, Wirkannahmen und Einsatzm&#246;glichkeiten des Ansatzes und reflektieren gemeinsam, wie spielerische Formate in ihren jeweiligen Kontexten Anwendung finden k&#246;nnen.
Der Workshop verbindet damit Erleben und Einordnen, Praxis und Theorie. Er richtet sich an F&#252;hrungskr&#228;fte, Organisationsentwickler:innen, Akteur:innen der betrieblichen Gesundheitsf&#246;rderung sowie an alle, die neue Wege suchen, um Resilienz und mentale Gesundheit jenseits klassischer Trainingslogiken zu f&#246;rdern. &#8222;Mensch denk an dich!&#8220; zeigt exemplarisch, wie Serious Games R&#228;ume er&#246;ffnen k&#246;nnen, in denen Menschen sich selbst und einander neu begegnen &#8211; und wie aus Spiel echte Ver&#228;nderungsimpulse entstehen.</abstract>
                <slug>pasig2026-95034-mensch-denk-an-dich-ein-serious-game-zur-starkung-von-resilienz-dialogfahigkeit-und-gesundem-miteinander</slug>
                <track>Aus- und Weiterbildung</track>
                
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                <title>AG: Arbeitsgestaltung in der Praxis: Ma&#223;nahmen, Kompetenzen und Teamvereinbarungen.</title>
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                <type>Poster/Blitzlicht</type>
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                <abstract>Die Gestaltung gesunder Arbeit erfordert nicht nur wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, sondern vor allem praxistaugliche Instrumente, mit denen Organisationen, F&#252;hrungskr&#228;fte und Besch&#228;ftigte konkrete Ver&#228;nderungen ansto&#223;en k&#246;nnen. Die Beitr&#228;ge dieser Session stellen drei unterschiedliche Ans&#228;tze vor, die den Transfer von Wissen in die betriebliche Praxis unterst&#252;tzen. Der &#8222;Erfahrungsschatz Arbeitsgestaltung&#8220; der DGUV b&#252;ndelt Praxisbeispiele und zeigt, wie aus psychischen Belastungen Schutzziele und geeignete Ma&#223;nahmen nach dem STOP-Prinzip abgeleitet werden k&#246;nnen. Ein pilotiertes Trainingskonzept zur F&#246;rderung der Ver&#228;nderungskompetenz vermittelt Besch&#228;ftigten mentale und emotionale Strategien, um mit organisationalen Ver&#228;nderungen konstruktiver und selbstwirksamer umzugehen. Das webbasierte Workshoptool &#8222;Team Agreements&#8220; wiederum unterst&#252;tzt Teams dabei, ihre hybride Zusammenarbeit systematisch zu reflektieren und verbindliche Vereinbarungen zu Kommunikation, Kooperation und gesundheitsgerechter Arbeitsgestaltung zu entwickeln. Gemeinsam verdeutlichen die Beitr&#228;ge, wie niedrigschwellige, beteiligungsorientierte und eigenst&#228;ndig nutzbare Angebote dazu beitragen k&#246;nnen, Arbeitsbedingungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Session verbindet konkrete Erfahrungen aus der Anwendung mit der &#252;bergeordneten Frage, wie Forschungsergebnisse erfolgreich in wirksame und anschlussf&#228;hige Instrumente f&#252;r die betriebliche Praxis &#252;bersetzt werden k&#246;nnen.</abstract>
                <slug>pasig2026-104493-ag-arbeitsgestaltung-in-der-praxis-manahmen-kompetenzen-und-teamvereinbarungen</slug>
                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                <room>Audi Max</room>
                <title>Erfahrungsschatz Arbeitsgestaltung - Beispiele f&#252;r gute Ma&#223;nahmen bei psychischer Belastung</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T11:30:00+00:00</date>
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                <abstract>Die Ableitung von Ma&#223;nahmen ist einer der anspruchsvollsten Schritte im gesamten Prozess der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung. Viele Betriebe stehen vor der Herausforderung, geeignete Ma&#223;nahmen bei psychischer Belastung abzuleiten. Bei der Ableitung wirksamer Arbeitsgestaltungsma&#223;nahmen ist es hilfreich, voneinander zu lernen, denn jeder Betrieb und jede Belastungssituation ist unterschiedlich. 

Im DGUV-Sachgebiet &#8222;Psyche und Gesundheit in der Arbeitswelt&#8220; wurde daher das DGUV-Tool &#8222;Erfahrungsschatz Arbeitsgestaltung&#8220; (ESA) entwickelt. Es bietet praxisnahe Beispiele, liefert Impulse und l&#228;dt dazu ein, eigene Erfahrungen aus den Betrieben zu teilen. FB GIB - SG - Psyche und Gesundheit

Voneinander lernen bedeutet nicht nur, konkrete L&#246;sungen zu bekommen. Es geht darum, Anregungen und aus unterschiedlichsten Branchen zu nutzen, aber auch zu verstehen, welche Gef&#228;hrdungen und Schutzziele hinter den unterschiedlichen Belastungssituationen stehen. Meist gibt es nicht die eine L&#246;sung. H&#228;ufig sind Ma&#223;nahmenpakete sowie eine Umsetzungsplan sinnvoll, vor allem, wenn es um komplexe Themen wie Arbeitsintensit&#228;t oder Informationsflut geht. 

Die Praxisbeispiele sind nach den Gestaltungsbereichen Arbeitsinhalt/Arbeitsaufgabe, Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, Soziale Beziehungen, Arbeitsmittel und Arbeitsumgebung  strukturiert. Alle Beispiele folgen einer einheitlichen Struktur:

1. Praxisbeispiel: Darstellung eines betrieblichen Problems
2. M&#246;gliche Gef&#228;hrdungen: m&#246;gliche Wirkungen auf den Menschen (Gesundheitsbeeintr&#228;chtigung, Sicherheitsverhalten)
3. Schutzziele: m&#246;gliche Ziele f&#252;r eine gesundheitsgerechte Arbeitssituation im Hinblick auf die beschriebene Belastung
4. Beispielhafte Ma&#223;nahmen: Beispiele f&#252;r Ma&#223;nahmen nach dem STOP-Prinzip (Substitution vor Technischen vor Organisatorischen vor Personenbezogenen Ma&#223;nahmen)</abstract>
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                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                <title>Ein Trainingskonzept zur F&#246;rderung der Ver&#228;nderungskompetenz</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T11:40:00+00:00</date>
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                <abstract>Ver&#228;nderungen geh&#246;ren in der heutigen Arbeitswelt zum Alltag aller Besch&#228;ftigten. Dennoch zeigen Studien, dass bis zu zwei Drittel organisationaler Ver&#228;nderungsprozesse scheitern und ein erheblicher Anteil der Mitarbeitenden mit Widerstand oder Unsicherheit reagiert. Vor diesem Hintergrund ist die Ver&#228;nderungskompetenz von Besch&#228;ftigten &#8211; verstanden als die F&#228;higkeit, externe Ver&#228;nderungen konstruktiv anzunehmen und eigene Ver&#228;nderungsziele erfolgreich umzusetzen &#8211; ein entscheidender Faktor f&#252;r sowohl die Gesundheit von Mitarbeitenden als auch die Anpassungsf&#228;higkeit und den Erfolg von Unternehmen.

Der vorliegende Beitrag stellt ein Trainingskonzept zur F&#246;rderung der Ver&#228;nderungskompetenz vor, das bei einem IT-Dienstleister pilotiert wurde. Das Konzept fokussiert insbesondere zwei psychologische Ansatzpunkte: Mentale Strategien und emotionale Strategien im Umgang mit Ver&#228;nderungen. Beide Themenbereiche werden als kombinierte Vortrags- und Workshopmodule angeboten, um sowohl Wissensvermittlung als auch praxisorientiertes Erleben und Ein&#252;ben wirksamer Methoden zu erm&#246;glichen. 

Das Vortrags- und Workshopformat zu den mentalen Strategien adressiert kognitive Bewertungsprozesse, Ressourcenorientierung und die Entwicklung eines hilfreichen Mindsets gegen&#252;ber Ver&#228;nderung. Die Formate zu emotionalen Strategien unterst&#252;tzen Besch&#228;ftigte dabei, eigene Emotionen in Ver&#228;nderungssituationen besser wahrzunehmen, regulieren zu k&#246;nnen und auf dieser Basis zu mehr Akzeptanz und Selbstwirksamkeit zu finden.

Zur Evaluation des Trainingskonzeptes wurde die Pilotreihe mittels einer standardisierten Online-Evaluation (N = 9 Teilnehmende) erfasst. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Zufriedenheit mit Inhalten und Vermittlung (89&#8211;100 % Zustimmung). Teilnehmende berichteten, dass sie eigene Gedanken und Emotionen im Kontext von Ver&#228;nderungen besser nachvollziehen k&#246;nnen (67 % Zustimmung) und Methoden kennen, die ihnen k&#252;nftig helfen k&#246;nnen (78 % Zustimmung). Zudem f&#252;hlten sich viele sicherer im Umgang mit neuen Situationen und sahen Ver&#228;nderungen gelassener entgegen. Kritisch r&#252;ckgemeldet wurde vor allem der zu geringe zeitliche Umfang der Workshopformate.

Der Beitrag diskutiert den Mehrwert eines Trainingsansatzes zur F&#246;rderung Ver&#228;nderungskompetenz f&#252;r Organisationen und Besch&#228;ftigte sowie Implikationen der Evaluation f&#252;r die Anpassung und zuk&#252;nftige Durchf&#252;hrung des Trainings.</abstract>
                <slug>pasig2026-94123-ein-trainingskonzept-zur-forderung-der-veranderungskompetenz</slug>
                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                    <person id='93990'>Clara Finke</person><person id='97693'>Christian Schwennen</person>
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                <room>Audi Max</room>
                <title>Team Agreements &#8211; Ein praxisorientiertes Workshoptool f&#252;r die erfolgreiche hybride Zusammenarbeit</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T11:50:00+00:00</date>
                <start>11:50</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Hybride Arbeitsformen haben sich in vielen Organisationen etabliert und stellen Teams vor neue Herausforderungen hinsichtlich Kommunikation, Kooperation und gesundheitsgerechter Arbeitsgestaltung. Unterschiedliche Arbeitsorte, digitale Kommunikationskan&#228;le und ver&#228;nderte Teamprozesse erfordern Abstimmungen zur Zusammenarbeit. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Teams ihre Zusammenarbeit (eigenst&#228;ndig) reflektieren und weiterentwickeln k&#246;nnen.
Der Beitrag stellt das von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) entwickelte Workshoptool &#8222;Team Agreements &#8211; Erfolgreich hybrid arbeiten&#8220; vor. Das webbasierte Tool unterst&#252;tzt Teams dabei, ihre Arbeitssituation und Zusammenarbeit strukturiert zu reflektieren und konkrete Vereinbarungen (Team Agreements) f&#252;r ihre hybride Zusammenarbeit zu entwickeln. Im Zentrum steht ein dreist&#252;ndiger Workshop, der durch eine individuelle Vorbereitung der Teammitglieder erg&#228;nzt wird. Im Workshop bearbeiten Teams sechs zentrale Themenfelder: Aufgaben und T&#228;tigkeiten, Bed&#252;rfnisse und Pr&#228;ferenzen, Austausch und Zusammenhalt, Technik und Tools, Grenzen und Gesundheit sowie B&#252;ro und Raum. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung schriftlich festgehaltener &#8222;Team Agreements&#8220;, die eine gesunde, vertrauensvolle und effektive Zusammenarbeit f&#246;rdern k&#246;nnen. 
Neben der Vorstellung des Tools adressiert der Beitrag eine grunds&#228;tzliche Herausforderung der Arbeits- und Organisationsgestaltung: Forschungsergebnisse sollten in praxisnahe, niedrigschwellige und eigenst&#228;ndig nutzbare Instrumente &#252;bersetzt werden, damit Unternehmen und Teams ihre Arbeitsbedingungen (kontinuierlich) weiterentwickeln k&#246;nnen. Insbesondere in dynamischen Arbeitskontexten wie hybriden Arbeitsformen zeigt sich, wie wichtig es ist, Unternehmen bzw. Teams zu bef&#228;higen, ihre Zusammenarbeit regelm&#228;&#223;ig zu reflektieren und sich selbstst&#228;ndig weiterzuentwickeln. Der Beitrag diskutiert daher anhand des Workshoptools &#8222;Team Agreements&#8220;, wie der Transfer in die betriebliche Praxis gestaltet werden kann.</abstract>
                <slug>pasig2026-94789-team-agreements-ein-praxisorientiertes-workshoptool-fur-die-erfolgreiche-hybride-zusammenarbeit</slug>
                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                    <person id='94587'>Monika Keller</person><person id='94590'>Johann Weichbrodt</person><person id='95081'>Elisa Begerow</person><person id='98424'>Hartmut Schulze</person>
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                <room>Audi Max</room>
                <title>ADK: Menschenw&#252;rdige Arbeit im Kontext des Klimawandel</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T13:30:00+00:00</date>
                <start>13:30</start>
                <duration>00:05</duration>
                <abstract>Menschenw&#252;rdige Arbeit wird im Kontext von Arbeits- und Gesundheitsschutz nur wenig diskutiert, obwohl Arbeits- und Gesundheitsschutz ein zentraler Bestandteil der menschenw&#252;rdigen Arbeit ist. Die Decent Work Agenda der ILO (1999) erweiterte die vier Prinzipien und acht so genannten Kernarbeitsnormen auf der 110. Tagung im Juni 2022 um ein f&#252;nftes Prinzip, n&#228;mlich &#8222;ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld&#8220; mit zwei weiteren Kernarbeitsnormen (ILO 2022, 2023). Mit der Einf&#252;hrung von Due Diligence Pflichten f&#252;r gro&#223;e Unternehmen werden Berichtspflichten f&#252;r die gro&#223;en Unternehmen erforderlich, die den Druck in der Lieferkette weitertragen. Das trifft nicht nur die Produktionsl&#228;nder, sondern die auch die Zulieferketten in Deutschland selbst &#8211; und wird als Social Compliance in den Rechtsabteilungen der Unternehmen diskutiert (Jandeisek et al., 2025).
Kuruvilla &amp; Judd (2024) haben f&#252;r die Unternehmensebene in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft f&#252;r Internationale Zusammenarbeit 25 Indikatoren f&#252;r die Social Compliance entwickelt. F&#252;r den Bereich der Mitarbeitendengesundheit bestehen Kennziffern u.a. f&#252;r extreme Hitze am Arbeitsplatz, &#220;berflutungen, bezahlte Pausen und arbeitsbezogene Erkrankungen. Damit wird &#8211; erstmals in der Operationalisierung der menschenw&#252;rdigen Arbeit &#8211; auch explizit der Kontext zum Klimawandel hergestellt. 
Der Klimawandel als eine wissenschaftlich belegte Realit&#228;t braucht eine sozial &#246;kologische Transformation der Arbeitswelt &#8211; technische Innovationen, organisationale Anpassung bis hin zu individuellen Verhaltens&#228;nderungen. 2022 wurde z.B. seitens des UN-Menschenrechtsrat ein Menschenrecht verabschiedet, das Menschen vor den Auswirkungen des Klimawandels sch&#252;tzen soll. 
Im Expertenkreis Nachhaltigkeit soll die Schnittstelle &#8222;Anpassung an den Klimawandel&#8220; in Verbindung mit den menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in Verbindung gebracht werden, unter anderem mit einem R&#252;ckgriff auf die &#8222;Psychology of Working Theory&#8220; um Duffy and Blustein (Duffy et al. 2016, 2017; Autin &amp; Duffy, 2019; Blustein et al. 2022). Die Arbeiten zur Psychology of Working Theory (PWT) um Duffy und Blustein entstanden in den USA, basierend auf der Decent Work Agenda der ILO (2008). PWT definiert Decent Work allerdings deutlich enger als die ILO-Normen. &#220;berlange Arbeitszeiten oder Erholungszeiten sind z.B. nicht enthalten, obwohl sie massive physische und psychische Auswirkungen auf Besch&#228;ftigte haben. Dar&#252;ber hinaus ist die PWT ist nicht umfassend genug gestaltet, um die Aspekte der menschenw&#252;rdigen Arbeit unter den Wirkungen des Klimawandels abzudecken. Eine weitere theoretische Basis ist wie in Eigenstetter, Klotz und Schuhmacher (2023) dargestellt, das bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodell, welches ein Zusammenwirken von Umweltfaktoren und Gesundheit beschreibt.  
Gemeinsam soll im Dialogkreis ein erster Aufschlag f&#252;r einen Kriterienkatalog diskutiert werden, um menschenw&#252;rdige Arbeit als psychologisches Konstrukt messbar zu machen und um Fragestellungen abzuleiten, die als Forschungsagenda zuk&#252;nftig verfolgt werden k&#246;nnen. In den Blick genommen werden sollten zudem vulnerable Personen, die z.B. im Arbeitskontext besonders unter den Auswirkungen des Klimawandel zu leiden haben (z.B. Basisarbeitende). Hierbei kommen demographische Faktoren wie z.B. Migrationshintergrund, Alter, Religion (Ramadan), soziale Klasse oder Geschlecht zum Tragen, da damit Zusammenh&#228;nge zu besonderen k&#246;rperlichen und psychischen Herausforderungen bestehen k&#246;nnen. 

Aufbau des Arbeits-Dialog-Kreis 

Aktivierung der Mitwirkenden: Abfrage der Motivation und Erwartungen 
Dann folgen zwei Impulsvortr&#228;ge:
&#8226;	Decent Work Agenda und Menschenrechtliche Sorgfaltspflichten 
&#8226;	Soziale Folgen des Klimawandels im Arbeitskontext 

Ein World Cafe besch&#228;ftigt sich mit den sozialen Folgen des Klimawandels im Arbeitskontext 
&#8226;	Welche Personengruppen sind besonders gef&#228;hrdete Arbeitnehmende, und warum?
&#8226;	Welche Aspekte der Gesundheit und des Wohlbefindens m&#252;ssen Arbeitgeber im Kontext des Klimawandels betrachten 
&#8226;	Was brauchen Arbeitnehmende, damit sie sich selbst aktiv vor den negativen Auswirkungen des Klimawandels sch&#252;tzen k&#246;nnen?
Zusammentragen im Plenum 

Den Abschluss bildet die Theory of Work, die vielleicht als ein konzeptioneller Rahmen f&#252;r eine Weiterarbeit im Arbeitskreis gelten kann. 

Literatur
Autin, K. L., &amp; Duffy, R. D. (2019). The Psychology of Working: Framework and Theory. In: J. A. Athanasou and H. N. Perera (Eds.), International Handbook of Career Guidance (pp. 167&#8211;184). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-030-25153-6_8
Blustein, D., Lysova, E. &amp; Duffy, R (2023). Understanding Decent Work and Meaningful Work. Annual Review of Organizational Psychology and Organizational Behavior (10). https://doi.org/10.1146/annurev-orgpsych-031921-024847
Duffy, R. D., Allan, B. A., England, J. W., Blustein, D. L., Autin, K. L., Douglass, R. P., et al. (2017). The development and initial validation of the decent work scale. Journal of Counseling Psychology. Advance online publication. DOI: https://doi.org/10.1037/cou0000191
Duffy, R. D., Blustein, D. L., Diemer, M. A., &amp; Autin, K. L. (2016). The Psychology of Working Theory. Journal of Counseling Psychology, 63(2), 127&#8211;148. https://doi.org/10.1037/cou0000140
Eigenstetter, M., Klotz, M. &amp; Schumacher, C. (2023). Herausforderung der Zukunft: Die Verbindung von Arbeits- und Umweltschutz. Zeitschrift Sicher ist Sicher, 2, 2-23
ILO (2022). ILO 1998 Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work and its Follow-up | International Labour Organization. https://www.ilo.org/resource/conference-paper/ilo-1998-declaration-fundamental-principles-and-rights-work-and-its-follow [letztmaliger Zugriff: 05.03.2026]</abstract>
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                    <person id='94926'>Monika Eigenstetter</person><person id='93625'>Maria Klotz</person>
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                <title>Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf Sicherheit und Gesundheit von Feuerwehrangeh&#246;rigen</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T13:35:00+00:00</date>
                <start>13:35</start>
                <duration>01:25</duration>
                <abstract>Der Klimawandel f&#252;hrt bereits heute zu einer deutlichen Zunahme extremer Wetterereignisse, was die Einsatzrealit&#228;t von Feuerwehrangeh&#246;rigen sp&#252;rbar ver&#228;ndert. W&#228;hrend Studien auf wachsende klimabedingte Belastungen in der Arbeitswelt hinweisen (z.&#8239;B. Bauer et&#8239;al., 2022), fehlen bislang umfassende Daten f&#252;r Berufsgruppen, die sowohl selbst stark klimatischen Einfl&#252;ssen ausgesetzt sind als auch eine zentrale Rolle bei der Bew&#228;ltigung entsprechender Schadenslagen einnehmen.
Vor diesem Hintergrund wurde von M&#228;rz bis Juni 2025 eine bundesweite Onlinebefragung unter 1.735 Feuerwehrangeh&#246;rigen durchgef&#252;hrt. Ziel war es, wahrgenommene klimawandelbedingte Belastungen sowie konkrete Einsatzsituationen und Herausforderungen im Zusammenhang mit Extremwetter zu erfassen. Zus&#228;tzlich wurde der aktuelle Stand bestehender Pr&#228;ventionsma&#223;nahmen bewertet.
Nach Einsch&#228;tzung der befragten Feuerwehrangeh&#246;rigen ist eine deutliche Zunahme klimabezogener Einsatzlagen festzustellen. Besonders h&#228;ufig nennen sie dabei Trockenheit und D&#252;rre (75&#8239;%), Hitzewellen (66&#8239;%), Starkregen (61&#8239;%), Vegetationsbr&#228;nde (55&#8239;%) sowie St&#252;rme (55&#8239;%). Zudem gehen 85&#8239;% der Teilnehmenden davon aus, dass das Einsatzaufkommen in Zukunft weiter steigen wird. Als belastend werden vor allem k&#246;rperliche Beanspruchung, Hitzestress, psychische Anforderungen durch unvorhersehbare Einsatzdynamiken sowie organisatorische Herausforderungen beschrieben. Langanhaltende Hitzeperioden werden von den Befragten als gr&#246;&#223;tes Gesundheitsrisiko eingesch&#228;tzt.
Obwohl in den Feuerwehren nach Angaben der Befragten bereits verschiedene Pr&#228;ventionsma&#223;nahmen umgesetzt werden, sehen sie weiterhin deutlichen Handlungsbedarf in den Bereichen Organisation, Ausstattung und Qualifizierung.
Die Ergebnisse liefern damit eine belastbare Grundlage f&#252;r die Weiterentwicklung pr&#228;ventiver, technischer und organisatorischer Ma&#223;nahmen im Kontext klimabedingter Extremereignisse.

Literatur:
Bauer, S. et&#8239;al. (2022). Klimawandel und Arbeitsschutz. Bundesanstalt f&#252;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.</abstract>
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                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                <room>Audi Max</room>
                <title>ADK: KI gest&#252;tzte Arbeit, Arbeits-/Gesundheitsschutz und Mitbestimmung &#8211; Eine juristische, arbeitssoziologische und -psychologische Perspektive</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T15:15:00+00:00</date>
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                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Die Einf&#252;hrung K&#252;nstlicher Intelligenz tr&#228;gt das Potential in sich, die Art und Weise, wie wir (zusammen-)arbeiten und Arbeitsbeziehungen leben, zu ver&#228;ndern. Je nach KI-System und Gestaltung der KI-gest&#252;tzten Arbeit k&#246;nnen die Technologien als Ressource wahrgenommen werden (z.B. Kubicek, Hodzic, Sch&#228;fer, Grassegger, 2025) oder neue Herausforderungen und Risiken mit sich bringen (z.B. ebd.; Parent-Rocheleau &amp; Parker, 2022). Was bedeutet dies f&#252;r den Arbeits- und Gesundschutz sowie die Mitbestimmung in Organisationen? In diesem Arbeits-Dialog-Kreis geben Soziologen, Psycholog:innen und Juristen gemeinsam Antworten auf diese Fragen.

Aus einer arbeitssoziologischen Perspektive (Beitrag 1) liegen Chancen und Risiken eng beieinander. Einerseits drohen neue Belastungsfaktoren f&#252;r Besch&#228;ftigte: z.B. Leistungsverdichtung, engmaschige Kontrolle durch algorithmisches Management. Unsere Forschung zeigt jedoch auch die andere Seite der KI-Transformation: Salutogene Potenziale und neue Chancen f&#252;r gute Arbeit. Auf drei Ebenen l&#228;sst sich dies rekonstruieren: Entlastung von repetitiven und belastenden T&#228;tigkeiten, M&#246;glichkeiten zur Aufwertung von Jobs sowie durch neue agile Organisationsformen erweiterte Freiheitsgrade. Bislang werden diese Potenziale jedoch kaum systematisch genutzt. Bisher dominiert ein Implementierungsparadigma, das prim&#228;r auf Kostensenkung und den Ersatz menschlicher Arbeitskraft zielt. Entscheidender Erfolgsfaktor f&#252;r eine nachhaltige Gestaltung ist das fr&#252;hzeitige Empowerment und die aktive Beteiligung der betroffenen Besch&#228;ftigten von Anfang an (u.a. K&#228;mpf, 2025; K&#228;mpf &amp; Langes, 2021).

Um diese lern- und entwicklungsf&#246;rderlichen Potentiale KI-gest&#252;tzter Arbeit zu heben und gleichzeitig Gesundheitsgefahren zu vermeiden, ben&#246;tigt es Kriterien zu einer menschengerechten Gestaltung von Arbeit (vgl. Hacker &amp; Richter,1980). Hier setzt die arbeits- und organisationspsychologische Perspektive (Beitrag 2) an, welche &#252;ber jahrzehntelange Erfahrung in der Erarbeitung von Konzepten guter Arbeit verf&#252;gt (vgl. z.B. ebd., Oesterreich &amp; Volpert, 1998). Beitrag 2 fasst diese Kriterien &#252;bersichtlich zusammen und gleicht sie mit den Ergebnissen aktueller Studien zu K&#252;nstlicher Intelligenz ab. Wie kann dieser Abgleich im Arbeitsschutz und in Gef&#228;hrdungsbeurteilungen Ber&#252;cksichtigung finden und was ist in Bezug auf die Besonderheiten von KI bei der Gef&#228;hrdungsbeurteilung zu beachten? Diese Fragen sollen in Beitrag 3 vertieft werden: Bez&#252;glich der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung bei KI-Nutzung gewinnt die prospektive psychologische Arbeitsgestaltung zunehmend an Bedeutung (Beitrag 3). Die prospektive Arbeitsgestaltung zielt darauf ab, Arbeitssysteme bereits im Vorfeld so zu planen, dass sie sowohl effizient als auch menschengerecht sind (Rau, Schweden, Hoppe &amp; Hacker, 2021; Rau &amp; Hoppe, 2020). Anstatt Belastungsfaktoren erst im Nachhinein zu identifizieren, erm&#246;glicht ein prospektiver Ansatz die fr&#252;hzeitige Gestaltung von Arbeitsbedingungen, die potenzielle Fehlbeanspruchungen von vornherein minimieren. Im Kontext digitalisierter Arbeitssysteme, die h&#228;ufig durch Automatisierung, Informationsverdichtung und ver&#228;nderte Interaktionsformen gepr&#228;gt sind, hilft dieser Ansatz, Risiken gezielt zu vermeiden (Hacker, 2022).

Aus einer rechtlichen Betrachtung (Beitrag 4) flie&#223;en die arbeitssoziologischen sowie -psychologischen Erkenntnisse in konkreten, in der Regel einklagbaren und durchsetzbaren Verpflichtungen zusammen. In diesem Beitrag wird die Bedeutung des Arbeitsschutzgesetzes, der KI-Verordnung und des BetrVG f&#252;r KI behandelt. Besonders im Arbeitsschutzrecht zeigt sich, dass die einschl&#228;gigen Normen nicht abschlie&#223;end technisch determinierte Vorgaben enthalten, sondern in erheblichem Umfang offene, wertausf&#252;llungsbed&#252;rftige und dynamisch konkretisierbare Rechtsbegriffe verwenden (D&#228;ubler/Hjort/Schubert/Wolmerath, 2022, ArbSchG &#167; 2 Rn. 1-5). Diese normative Offenheit ist kein Defizit, sondern die dogmatische Voraussetzung daf&#252;r, neue technische Ph&#228;nomene wie KI-gest&#252;tzte Arbeitsorganisation &#252;berhaupt rechtlich ad&#228;quat erfassen zu k&#246;nnen. Das Arbeitsschutzrecht ist somit in seinen Kerntatbest&#228;nden auslegungsbed&#252;rftig, zugleich aber auslegungsf&#228;hig. Es verlangt nicht nur die Anwendung eines vorgegebenen Ma&#223;stabskatalogs auf feststehende technische Sachverhalte, sondern die fortlaufende &#220;bersetzung gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse in den Bedeutungsgehalt unbestimmter Rechtsbegriffe (Hamm/Faber, ArbSchG, 2017). Die Normen des ArbSchG sind deshalb f&#252;r interdisziplin&#228;re Einsichten besonders anschlussf&#228;hig.
Nach &#167; 2 Abs. 1 ArbSchG sind Ma&#223;nahmen des Arbeitsschutzes nicht nur Ma&#223;nahmen zur Verh&#252;tung von Unf&#228;llen, sondern auch solche zur Vermeidung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren einschlie&#223;lich Ma&#223;nahmen der menschengerechten Gestaltung der Arbeit. Dies er&#246;ffnet einen normativen Zugang, in dem Fragen von Autonomie, Belastung, Steuerbarkeit, Transparenz, Unterforderung, &#220;berforderung oder Entgrenzung nicht nur sozialwissenschaftlich relevant, sondern rechtlich erheblich werden k&#246;nnen. Schon der Gesetzeswortlaut verweist damit auf eine interdisziplin&#228;r ausf&#252;llbare Schutzidee. Diese Offenheit setzt sich in den zentralen Verpflichtungsnormen fort und kumuliert in besonderer Weise in der Gef&#228;hrdungsbeurteilung nach &#167; 5 ArbSchG. Auch sie ist normativ offen angelegt (Kreizberg in: Kollmer/Klindt/Schucht, 2021, ArbSchG &#167; 5 Rn. 59). Weder der Begriff der Gef&#228;hrdung noch die Beurteilungsma&#223;st&#228;be noch die Intensit&#228;t der Ermittlung sind im Gesetz vollst&#228;ndig ausbuchstabiert. F&#252;r KI-gest&#252;tzte Arbeit bedeutet dies, dass die Gef&#228;hrdungsbeurteilung nicht auf klassische physische Risiken verk&#252;rzt werden darf. Vielmehr sind auch solche Belastungskonstellationen einzubeziehen, die aus algorithmischer Taktung, permanenter Datenr&#252;ckmeldung, Intransparenz von Systementscheidungen, Anpassungsdruck, &#220;berwachungseffekten oder dem Verlust eigener Handlungsspielr&#228;ume entstehen. Ob und inwieweit derartige Konstellationen rechtlich als relevante Gef&#228;hrdungen einzuordnen sind, entscheidet sich nicht allein im juristischen Subsumtionsakt, sondern in einem vorgelagerten, wissenschaftlich informierten Erkenntnisprozess. Die arbeitspsychologische und arbeitssoziologischen Forschung liefert hier nicht blo&#223; illustratives Begleitwissen, sondern Material zur normativen Konkretisierung des gesetzlichen Tatbestands.

Die verschiedenen Perspektiven des Arbeits-Dialog-Kreises machen ersichtlich, dass KI-Nutzung kein Selbstl&#228;ufer im Unternehmen ist, stattdessen m&#252;ssen die vielf&#228;ltigen Potentiale durch geeignete Ma&#223;nahmen in ihrer Wirkung unterst&#252;tzt werden. Es wird deutlich, dass KI Einf&#252;hrung Fachexpertise ben&#246;tigt, die in interdisziplin&#228;rer Zusammenarbeit m&#252;nden sollte. (Literatur bei Autorin erh&#228;ltlich).</abstract>
                <slug>pasig2026-95217-adk-ki-gestutzte-arbeit-arbeits-gesundheitsschutz-und-mitbestimmung-eine-juristische-arbeitssoziologische-und-psychologische-perspektive</slug>
                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                <room>Audi Max</room>
                <title>ADK: KI in der Arbeitswelt: Chancen und Risiken f&#252;r menschengerechte Gestaltung</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T17:00:00+00:00</date>
                <start>17:00</start>
                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Der Einsatz von K&#252;nstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt schreitet rasant voran und birgt vielf&#228;ltige Potenziale &#8211; sowohl im Hinblick auf Effizienzsteigerung als auch f&#252;r Pr&#228;vention und Gesundheitsf&#246;rderung. Gleichzeitig entstehen dadurch auch neue Herausforderungen bez&#252;glich der menschengerechten Gestaltung von Arbeitssystemen - in Form beanspruchungsung&#252;nstig ver&#228;nderter Arbeitsanforderungen (z. B. erh&#246;hter Arbeitsintensit&#228;t) bzw. -ressourcen (z. B. Autonomieverluste) oder durch neue Gef&#228;hrdungen wie technikvermittelte Kontrolle. 
Vor diesem Hintergrund zielt der 90-min&#252;tige Arbeits-Dialog-Kreis darauf ab, zentrale arbeitspsychologische Gestaltungsfragen des KI-Einsatzes systematisch zu diskutieren und strategische Handlungsfelder f&#252;r Forschung, Praxis und Regulierung zu identifizieren.
Der Dialog-Kreis richtet sich an Akteurinnen und Akteure des Arbeitsschutzes aus Forschung, Praxis und Politik und verfolgt drei Kernziele: (1) Die diskursive Erarbeitung von Antworten auf zentrale Fragen menschengerechter Gestaltung KI-gest&#252;tzter Arbeit in unterschiedlichen T&#228;tigkeitskontexten, (2) die Identifikation bislang ungen&#252;gend adressierter Gestaltungsfragen sowie (3) die Ableitung zentraler &#8222;Stellschrauben&#8220; f&#252;r gesundheitsf&#246;rderliche und verantwortungsvolle KI-Implementierung.
Nach einem kurzen Impulsbeitrag erarbeiten die Teilnehmenden in strukturierter Kleingruppenarbeit anhand exemplarischer Use Cases Chancen und Risiken des KI-Einsatzes im Hinblick auf menschengerechte Gestaltung sowie m&#246;gliche Gestaltungsdilemmata. Im Fokus stehen dabei arbeitspsychologisch zentrale Dimensionen wie Arbeitsintensit&#228;t, Handlungs- und Entscheidungsspielr&#228;ume, Lernm&#246;glichkeiten sowie soziale Aspekte der T&#228;tigkeit. Die Use Cases fokussieren auf unterschiedliche T&#228;tigkeitsbereiche: (1) objektbezogene Arbeit (z. B. in der industriellen Fertigung), personenbezogene Arbeit (z. B. in der beruflichen Pflege oder im JobCenter) und Wissensarbeit (z. B. im Bereich IT-Security-Beratung). 
Die Kleingruppenarbeitsergebnisse werden abschlie&#223;end im Rahmen einer moderierten Plenumsdiskussion zu t&#228;tigkeits&#252;bergreifenden Erkenntnissen verdichtet, aus denen wiederum Implikationen f&#252;r die betriebliche und &#252;berbetriebliche Praxis &#8211; u. a. im Hinblick auf Aufgaben und Rollen unterschiedlicher Akteur/-innen sowie Qualifizierungsbedarf - abgeleitet werden. Auch Forschungs- und Regulierungsbedarf soll dabei identifiziert werden 
Der Beitrag adressiert den Themenschwerpunkt &#8222;Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI&#8220; und leistet einen Beitrag zum interdisziplin&#228;ren Diskurs &#252;ber verantwortungsvolle Gestaltung soziotechnischer Systeme.</abstract>
                <slug>pasig2026-95179-adk-ki-in-der-arbeitswelt-chancen-und-risiken-fur-menschengerechte-gestaltung</slug>
                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                    <person id='94885'>Marlen Melzer</person><person id='103534'>Patricia Tegtmeier</person><person id='103535'>Sascha Wischniewsk</person><person id='103536'>Antje Ducki</person>
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                <title>ADK: Pr&#228;ventions- Sicherheits- und Gesundheitskultur in Klein- und Gro&#223;betrieben</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T10:30:00+00:00</date>
                <start>10:30</start>
                <duration>00:50</duration>
                <abstract>Ziel des ADK ist, forschungsbasierte und praxisorientierte Diagnosen und Interventionen aus verschiedensten Arbeitsbereichen vorzustellen und zu diskutieren. Insbesondere sollen auch Zugangswege in kleinen Organisationen vorgestellt werden


1.	Maria G&#228;rtner, Lena Schmitz, R&#252;diger Trimpop Friedrich-Schiller University Jena

Psychisch krank studieren &#8211; eine empirische Studie &#252;ber den Zusammenhang zwischen Gesundheitszustand, Studienanforderungen, Studienressourcen sowie pers&#246;nlichen Stressoren und Ressourcen bei Studierenden mit psychischen Erkrankungen

2.	Ilona Kryl; Regine Heller, Simone M&#246;hring-Moldenhauer, R&#252;diger Trimpop  Friedrich-Schiller Universit&#228;t Jena, Uni Klinikum Jena

Gesundheit und Erfolg in einem Karrieref&#246;rderprogramm f&#252;r wissenschaftlich und klinisch t&#228;tige &#196;rzte und &#196;rztinnen und &#196;rzten in einer Universit&#228;t: Eine L&#228;ngsschnittstudie

3.	Nele Plitt, R&#252;diger Trimpop, Friedrich-Schiller Universit&#228;t Jena

Funktionen von Humor bei der Beratung und Betreuung von KMU im Bereich
Sicherheit und Gesundheit

4.	Julia Hoppe, Matthias Fleischer, R&#252;diger Trimpop Friedrich Schiller Universit&#228;t Jena

Weiterentwicklung eines universit&#228;ren Gesundheitsmanagements: 
Integration, strukturelle Verankerung und kulturelle Transformation</abstract>
                <slug>pasig2026-95279-adk-praventions-sicherheits-und-gesundheitskultur-in-klein-und-grobetrieben</slug>
                <track>Gesundheitsf&#246;rderung und Gesundheitsschutz</track>
                
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                <title>Weiterentwicklung eines universit&#228;ren Gesundheitsmanagements: Integration, strukturelle Verankerung und kulturelle Transformation</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T11:20:00+00:00</date>
                <start>11:20</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Beitrag geh&#246;rt dem ADK &#8222;Pr&#228;ventions-, Sicherheits-Gesundheitskultur in Klein und Gro&#223;unternehmen&#8220; eingereicht durch Prof. Trimpop zu.
----
Die Gestaltung von Sicherheit und Gesundheit an Hochschulen erfordert aufgrund komplexer Organisationsstrukturen und heterogener Statusgruppen integrierte und langfristig angelegte Ans&#228;tze. Aufbauend auf dem Projekt &#8222;Gesunde Universit&#228;t Jena&#8220; sowie konzeptionellen Grundlagen einer Pr&#228;ventions- und Gesundheitskultur an Hochschulen (Trimpop, 2021) wird im Beitrag die Weiterentwicklung hin zu einem strukturell verankerten universit&#228;ren Gesundheitsmanagement (UGM) dargestellt.
Zentrale Grundlage bildet eine umfassende Diagnostik, in der die psychische Gef&#228;hrdungsbeurteilung mit einer ganzheitlichen Gesundheitsbefragung f&#252;r Besch&#228;ftigte und Studierende kombiniert wurde. Die Ergebnisse zeigen Handlungsbedarfe insbesondere in den Bereichen psychische Gesundheit, Kommunikations- und F&#252;hrungskultur sowie Arbeitsorganisation, bei gleichzeitig hohen Ressourcen wie Commitment und sozialen Beziehungen (Hoppe, Trimpop, Rod &amp; Kampe, 2022; Hoppe, Schmitz, Kampe &amp; Trimpop, 2024). Auch bei Studierenden zeigen sich relevante Belastungsschwerpunkte, insbesondere hinsichtlich Studienorganisation, Workload und psychischer Beanspruchung, bei gleichzeitig vorhandenen sozialen und inhaltlichen Ressourcen (Schmitz, Wenzel, Hoppe &amp; Trimpop, 2022).
Im Zuge der Weiterentwicklung wurde Gesundheit als strategisches Querschnittsthema in die Prozesslandkarte der Universit&#228;t Jena verankert, in einer Stabsstelle zusammen mit der Arbeitssicherheit angesiedelt und durch neue Kooperations- und Steuerungsformate operationalisiert. Aktuelle Herausforderungen liegen in der organisationsweiten Kl&#228;rung von Zust&#228;ndigkeiten angesichts eines breiten Gesundheitsverst&#228;ndnisses sowie in der Weiterentwicklung des Prozesses der psychischen Gef&#228;hrdungsbeurteilung auf Basis erster Erfahrungswerte und mit Blick auf Anforderungen der Organisationsentwicklung auf gesamtorganisatorischer und teamspezifischer Ebene.
Der Beitrag zeigt, dass universit&#228;res Gesundheitsmanagement als langfristiger Organisationsentwicklungsprozess zu verstehen ist, der strukturelle, kulturelle und arbeitspsychologische Perspektiven integriert.

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Hoppe, J., Trimpop, R., Rod, A., Kampe, J. (2022). Integration der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastungen in eine Gesamtgesundheitsbefragung: Instrumente und Ergebnisse. In Rehmer, S. &amp; Eickholdt, C. (Hrsg.), Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit. 22. Workshop 2022. Kr&#246;ning: Asanger.
Hoppe, J., Schmitz, L., Kampe, J. &amp; Trimpop, R. (2024). Psychische Gef&#228;hrdungsbeurteilung an der Universit&#228;t Jena. In Dettmers, J., Tisch, A. &amp; Trimpop, R. (Hrsg.), Psychologie in Arbeitssicherheit und Gesundheit. 23. Workshop 2024. Kr&#246;ning: Asanger.
Schmitz, L., Wenzel, J., Hoppe, J., Trimpop, R. (2022). Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastungen und Interventionsma&#223;nahmen zur Gesundheitsf&#246;rderung f&#252;r Studierende. In Rehmer, S. &amp; Eickholdt, C. (Hrsg.), Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit. 22. Workshop 2022. Kr&#246;ning: Asanger.
Trimpop, R. (2021). Pr&#228;ventions- und Gesundheitskultur an der Hochschule. In Trimpop, R., Fischbach, A., Seliger, I., Lynnyk, A., Kleineidam, N. &amp; Gro&#223;e-J&#228;ger, A. (Hrsg.). Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit. 21. Workshop - Erg&#228;nzungsband (S. 69-72). Kr&#246;ning. Asanger.</abstract>
                <slug>pasig2026-95208-weiterentwicklung-eines-universitaren-gesundheitsmanagements-integration-strukturelle-verankerung-und-kulturelle-transformation</slug>
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                <title>Funktionen von Humor bei der Beratung und Betreuung von KMU im Bereich Sicherheit und Gesundheit</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T11:30:00+00:00</date>
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                <duration>00:10</duration>
                <abstract>**Geh&#246;rt zu: R&#252;diger Trimpop ADK Thema 3 Pr&#228;ventions-, Sicherheits-Gesundheitskultur in Klein und Gro&#223;unternehmen**
 
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Die F&#246;rderung von Sicherheit und Gesundheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stellt unter anderem aufgrund begrenzter Ressourcen und hoher Alltagsbelastung eine besondere Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund betrachtet der Beitrag, inwiefern Humor im Rahmen der Beratung und Qualifizierung im Modell &#8222;Alternative Betreuung plus&#8220; (aB+) als f&#246;rderlich beschrieben wurde. AB+ ist ein im Rahmen der Forschungsf&#246;rderung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entwickeltes und evaluiertes Modell zur Verbesserung der Sicherheit und Gesundheit in KMU. Ziel war es, Arbeitsschutz nicht nur formal umzusetzen, sondern als Bestandteil des betrieblichen Handelns und der F&#252;hrungskultur zu verankern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Grundlage bilden Ergebnisse einer qualitativen Interviewauswertung mit beteiligten Unternehmen.
Theoretische Grundlage sind die Funktionen von Humor nach Plitt (2018, 2022) in Anlehnung an Martin (2003, 2006). Humor wirkt demnach auf vier Ebenen: kognitiv (z. B. erh&#246;hte Aufmerksamkeit und verbesserte Probleml&#246;sef&#228;higkeit), sozial (z.B. F&#246;rderung von Vertrauen), emotional (z.B. Spannungsabbau) sowie physiologisch (z.B. Wohlbefinden). Dar&#252;ber hinaus zeigen empirische Ergebnisse von Plitt, dass humoristische Arbeitsschutzmedien positiv hinsichtlich Motivation, Verst&#228;ndlichkeit und emotionaler Wirkung bewertet werden und sicherheitsbezogene Einstellungen beeinflussen k&#246;nnen.

Die qualitative Interviewauswertung im Rahmen der Evaluation des Betreuungsmodells aB+ verdeutlicht insbesondere die Bedeutung der sozialen und emotionalen Funktionen von Humor. Unternehmen beschreiben, dass eine humorvolle Interaktion mit dem Betreuungsmanagement Vertrauen aufbaut und Offenheit f&#246;rdert. Eine humoristische Basis kann es erleichtern, &#252;ber Herausforderungen und Defizite im Arbeitsschutz zu sprechen. Humor fungiert hier als T&#252;r&#246;ffner f&#252;r Kommunikation und unterst&#252;tzt die Reflexion betrieblicher Praxis.
Auch bei der Durchf&#252;hrung der F&#252;hrungskr&#228;ftequalifizierung zeigt sich die Relevanz von Humor. Teilnehmende beschreiben humorvolle Lernbegleitung als sympathief&#246;rdernd und benennen, dass gemeinsames Lachen das Gruppengef&#252;hl st&#228;rkt und den offenen Austausch unterst&#252;tzt. Dies wurde insbesondere in Onlineformaten als f&#246;rderlich von den Teilnehmenden benannt. Humor kann damit zur Aktivierung von Lernprozessen und zur F&#246;rderung sozialer Interaktion beitragen.
Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse der qualitativen Interviewauswertung, dass Humor in Beratung und Qualifizierung im Arbeitsschutz eine funktionale Rolle einnehmen kann. Insbesondere soziale, emotionale und kognitive Effekte unterst&#252;tzen die Wirksamkeit von Interventionsans&#228;tzen in KMU. Humor stellt ein bislang wenig systematisch genutztes Potenzial in der Gestaltung von Betreuungs- und Qualifizierungsprozessen dar.</abstract>
                <slug>pasig2026-95246-funktionen-von-humor-bei-der-beratung-und-betreuung-von-kmu-im-bereich-sicherheit-und-gesundheit</slug>
                <track>Gesundheitsf&#246;rderung und Gesundheitsschutz</track>
                
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                <title>Gesundheit und Erfolg in einem Karrieref&#246;rderprogramm f&#252;r wissenschaftlich und klinisch t&#228;tige &#196;rztinnen und &#196;rzte in einer Universit&#228;t:  Eine L&#228;ngsschnittstudie</title>
                <subtitle></subtitle>
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                <date>2026-09-15T11:40:00+00:00</date>
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                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Um die Vereinbarkeit von klinischen und wissenschaftlichen T&#228;tigkeiten f&#252;r &#196;rztinnen und &#196;rzten zu f&#246;rdern, wurden am Universit&#228;tsklinikum Jena (UKJ) und an der Medizinischen Fakult&#228;t strukturierte Nachwuchsf&#246;rderprogramme unter dem Dach des Interdisziplin&#228;ren Zentrums f&#252;r Klinische Forschung (IZKF) mit Unterst&#252;tzung der DFG, etabliert. Mithilfe dieser Programme soll die Karriere klinischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen (Clinician Scientists) nach der medizinischen Promotion bis zur Habilitation und Berufung gef&#246;rdert, sowie die Balance zwischen Klinikt&#228;tigkeit, Forschungsarbeit sowie Familien- und Privatleben unterst&#252;tzt werden. Die Evaluation dieser Programme soll zu einheitlichen Qualit&#228;tsstandards f&#252;hren und ihren langfristigen Erfolg gew&#228;hrleisten. Die individuelle F&#246;rderung erstreckt sich &#252;ber drei Jahre. Die Gef&#246;rderten aus drei Kohorten wurden dreimal befragt, zu Beginn und am Ende der F&#246;rderung mittels Interviews und in der Mitte der F&#246;rderperiode mittels einer Online-Befragung. Auf Basis des HOPES-Modells (Trimpop, 2012) wurden f&#252;r die psychische Gesundheit und den pers&#246;nlichen Erfolg f&#246;rderliche und hinderliche Faktoren erfasst, wie Arbeitsorganisation- und Gestaltung, WLB.  Ergebnisse f&#252;r drei abgeschlossene Erhebungen werden vorgestellt und diskutiert.</abstract>
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                    <person id='95206'>Ilona Patricia Kryl</person><person id='103554'>Regine Heller</person><person id='103555'>Simone M&#246;hring-Moldenhaue</person><person id='94964'>R&#252;diger Trimpop</person>
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                <title>Vom &quot;Kontrolleur mit Klemmbrett&quot; zum systemischen Berater. Die Rolle der Fachkraft f&#252;r Arbeitssicherheit an der Schnittstelle zu den Herausforderungen der neuen Arbeitswelt</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T11:50:00+00:00</date>
                <start>11:50</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Seit den 1970er-Jahren hat sich die Rolle der Fachkraft f&#252;r Arbeitssicherheit (Sifa) grundlegend gewandelt. Mit Inkrafttreten des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG, 1973) lag der Schwerpunkt zun&#228;chst auf der technisch-pr&#228;ventiven Gefahrenabwehr in einer stark industriell gepr&#228;gten Arbeitswelt. Mechanische, physikalische und chemische Risiken standen im Fokus, ebenso die Einhaltung von Vorschriften und Unfallverh&#252;tung. Die Qualifizierung war entsprechend technisch-naturwissenschaftlich ausgerichtet.
Mit dem Wandel zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, der Digitalisierung und zunehmenden Flexibilisierung von Arbeit erweiterten sich sowohl das Gef&#228;hrdungsspektrum als auch das Kompetenzprofil der Sifa. Neben klassischen Sicherheitsfragen traten ergonomische, organisatorische und zunehmend psychische Belastungen in den Vordergrund. Die Weiterentwicklung der Sifa-Ausbildung &#8211; modularisiert, kompetenzorientiert und praxisnah &#8211; spiegelt diese Ver&#228;nderungen wider. Beratungskompetenz, systemisches Denken und Prozessbegleitung sind heute zentrale Bestandteile des Qualifizierungsprofils.
Um wirksam zu sein, muss die Sifa heute als strategische Beraterin der Unternehmensleitung agieren. Sie wird Arbeitsschutz ganzheitlich betrachten, Gef&#228;hrdungsbeurteilungen als kontinuierlichen Verbesserungsprozess gestalten und Sicherheit in betriebliche Entscheidungsprozesse integrieren. Wirksamkeit entsteht durch Beteiligung der Besch&#228;ftigten, durch interdisziplin&#228;re Zusammenarbeit und durch die Verkn&#252;pfung von Sicherheit, Gesundheit, Qualit&#228;t und Produktivit&#228;t.
Die Kooperation mit Arbeits- und Organisationspsycholog*innen gewinnt dabei an Bedeutung, insbesondere da die Themen psychische Belastungen, Ver&#228;nderungen oder gesunde F&#252;hrung eine gr&#246;&#223;ere Rolle spielen. 
Der Mehrwert, die die Sifa bieten kann, ist dabei erheblich und h&#228;ufig untersch&#228;tzt: Die Sifa verf&#252;gt &#252;ber ein gewachsenes, tiefes Wissen &#252;ber die konkreten betrieblichen Strukturen, Prozesse, Gef&#228;hrdungen und Akteure &#8211; ein Wissen, das ein externer Berater erst m&#252;hsam aufbauen m&#252;sste. Sie kennt die Unternehmenskultur, die formellen und informellen Entscheidungswege, die Geschichte vergangener Ma&#223;nahmen und Widerst&#228;nde. Sie besitzt rechtliches und technisches Fachwissen im Arbeitsschutz, das die psychologische Expertise komplement&#228;r erg&#228;nzt. Vor allem aber verf&#252;gt die Sifa &#252;ber etablierte Zug&#228;nge zu Schl&#252;sselpersonen &#8211; zur Gesch&#228;ftsf&#252;hrung, zu F&#252;hrungskr&#228;ften, zum Betriebsrat und in die Belegschaft hinein &#8211; und genie&#223;t im besten Fall Vertrauen als betriebliche Ansprechpartnerin f&#252;r Sicherheit und Gesundheit. Sie kann den A&amp;O-Psychologen somit als &#8222;T&#252;r&#246;ffnerin&quot; und &#8222;Kultur&#252;bersetzerin&quot; den Weg in die Organisation ebnen, Akzeptanz f&#252;r psychologische Interventionen schaffen und die Nachhaltigkeit von Ma&#223;nahmen sichern, indem sie deren Integration in bestehende Arbeitsschutzstrukturen gew&#228;hrleistet.</abstract>
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                <track>Netzwerkbildung</track>
                
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                <title>ADK: Arbeitssicherheitskultur: Wie aus einem abstrakten Begriff ein integraler Bestandteil der Prozesse in Organisationen wird!</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T13:30:00+00:00</date>
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                <abstract>In diesem Impulsvortrag geht es um die zentrale Frage: Wie entsteht eine Arbeitssicherheitskultur, die nicht nur auf dem Papier existiert, sondern im Alltag gelebt wird &#8211; gerade in einem Umfeld, das sich permanent ver&#228;ndert?
In vielen Unternehmen wird Sicherheitskultur noch immer so beschrieben: &#8222;Wir arbeiten sicher&#8220; oder &#8222;Wir haben keine Unf&#228;lle&#8220;. Doch diese Sicht greift zu kurz. Sicherheitskultur ist kein Zustand, sondern das Ergebnis klarer Strukturen, gelebter F&#252;hrung und funktionierender Zusammenarbeit unter sich permanent ver&#228;nderten Realit&#228;ten. Und das hei&#223;t konkret: Wie sind Lernprozesse in der Organisation verankert? 

Ein entscheidender Grundsatz dabei lautet: Alles, was Prozess ist, findet statt. Alles, was kein Prozess ist, findet nicht statt. Sicherheitskultur wird dann wirksam, wenn sie sich in konkreten Abl&#228;ufen, klaren Rollen, definierten Kommunikationswegen und messbaren Aktivit&#228;ten widerspiegelt. Doch wie misst eine Organisation Arbeitssicherheits-Aktivit&#228;ten richtig? Erst dadurch wird aus einem abstrakten Begriff ein steuerbares System. Das hilft F&#252;hrungskr&#228;ften, Arbeitssch&#252;tzern und Mitarbeitenden an konkreten Themen zu arbeiten. 

Im Zentrum steht dabei eine oft untersch&#228;tzte Wahrheit: Sicherheitskultur ist F&#252;hrungsaufgabe. F&#252;hrungskr&#228;fte pr&#228;gen durch ihr t&#228;gliches Verhalten, durch Rahmenbedingungen und klarer Kommunikation, welchen Stellenwert Arbeitssicherheit im Unternehmen wirklich hat. Mitarbeitende orientieren sich nicht an Leitbildern, sondern an dem, was sie beobachten. Wird Sicherheit eingefordert, aber nicht vorgelebt, entsteht ein gef&#228;hrlicher Widerspruch &#8211; und genau hier beginnen kulturelle Themen.

Und diese Themen gilt es besprechbar zu machen. Hier kommen Kulturdialog zum Einsatz. 

Doch Kultur entsteht nicht nur durch F&#252;hrung, sondern im Zusammenspiel des gesamten Systems. Der Vortrag gibt Impulse, wie Sicherheitskultur konkret aufgebaut werden kann:

&#8226;	Auf Organisationsebene durch klare Strategien, Strukturen und Prozesse
&#8226;	Auf Teamebene durch funktionierende Zusammenarbeit und gekl&#228;rte Schnittstellen
&#8226;	Auf Personenebene durch Rollenverst&#228;ndnis, F&#228;higkeiten und Verhalten

Besonders praxisnah wird aufgezeigt, warum Sicherheitskultur immer auch Konfliktarbeit bedeutet. Das Spannungsfeld zwischen Produktivit&#228;t und Sicherheit ist real &#8211; und muss aktiv gestaltet werden. F&#252;hrungskr&#228;fte spielen hier eine entscheidende Rolle, indem sie Orientierung geben, Grenzen setzen und gleichzeitig Beteiligung erm&#246;glichen. Dabei kann KI eine wesentliche Rolle spielen, doch nicht das &quot;Allheilmittel sein&quot;.

Der Vortrag liefert konkrete Impulse aus der Praxis: Wie F&#252;hrungskr&#228;fte als Vorbilder wirken, wie Vertrauen aufgebaut wird, wie Mitarbeitende aktiv eingebunden werden und warum klare Konsequenz nicht Kontrolle, sondern Klarheit bedeutet. Dadurch entsteht ein gemeinsames Lernen und Anpacken, die an die Realit&#228;t der Mitarbeitenden ankn&#252;pft. 

Das Ziel: Sicherheitskultur nicht l&#228;nger als weiches Thema zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil von F&#252;hrung, Organisation und Lernen &#8211; und damit als entscheidenden Hebel f&#252;r nachhaltige Sicherheit und wirtschaftlichen Erfolg.

Martin Nowak - Inhaber von Metasicht aus Mannheim 
Systemischer Organisationsberater f&#252;r Safety Culture und Change</abstract>
                <slug>pasig2026-95171-adk-arbeitssicherheitskultur-wie-aus-einem-abstrakten-begriff-ein-integraler-bestandteil-der-prozesse-in-organisationen-wird</slug>
                <track>Sicherheits- und Gesundheitskultur</track>
                
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                    <person id='94877'>Martin Nowak</person>
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                <title>ADK: Ganzheitliche Pr&#228;vention an den Schnittstellen der inner- und &#252;berbetrieblichen Pr&#228;ventionsarbeit im Bereich der psychischen Gesundheit</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T15:15:00+00:00</date>
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                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Das Thema psychische Gesundheit r&#252;ckt h&#228;ufig erst dann in den Fokus der Aufmerksamkeit, wenn das psychische Wohlbefinden bereits beeintr&#228;chtigt ist oder bereits einen Krankheitswert erreicht hat. Die Folgen lassen sich seit Jahren in den Statistiken &#252;ber krankheitsbedingte Ursachen f&#252;r Rentenzug&#228;nge wegen verminderter Erwerbsf&#228;higkeit, Arbeitsunf&#228;higkeitstage auf Grund von psychischen Erkrankungen (SuGA 2024: 147,3 Mio. Tage) und auch Produktionsausfallkosten (ca. 22,5 Mrd.&#8364; in 2024) beobachten. Der Grundsatz &#8222;Pr&#228;vention vor Reha vor Rente&#8220; zeigt bezogen auf die psychische Gesundheit kaum Wirkung. 

Ziel des Arbeits-Dialog-Kreises (90 Min.) ist es, f&#246;rderliche und hemmende Faktoren bei der Gestaltung von Schnittstellen zwischen innerbetrieblicher (z. B. Arbeitsschutz, BGF, Rehabilitation, BEM, Integration) und &#252;berbetrieblicher Pr&#228;ventionsarbeit (z. B. SVT-Angebote) zu beleuchten. Die Vorstellung der einzelnen Beitr&#228;ge soll dabei kurz und pr&#228;gnant erfolgen, im Fokus steht ein aktivierendes Vorgehen (z.B. &#252;ber ein Worldcaf&#233;). 

Beitrag 1: Burn-out, psychosomatische Beschwerden und Ersch&#246;pfung am Arbeitsplatz 
(Jasmine Kix, VBG)
Psychische und psychosomatische Beschwerden werden auf ein breites Spektrum unterschiedlicher Ursachen zur&#252;ckgef&#252;hrt. Arbeitsbedingungen haben nachweislich einen erheblichen Einfluss auf Wohlbefinden und Gesundheit, wie dieser Beitrag zeigt.
Eine ung&#252;nstige psychische Belastung am Arbeitsplatz kann vielf&#228;ltige Gef&#228;hrdungen der Gesundheit verursachen, mitverursachen oder deren Verlauf beeinflussen . Die Folgen beschr&#228;nken sich nicht ausschlie&#223;lich auf psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angstst&#246;rungen, sondern umfassen nachweislich auch somatische Krankheitsbilder, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen.  
Immer dort, wo Arbeit Einflussfaktor f&#252;r gesundheitliche Beeintr&#228;chtigungen ist, verpflichtet das Arbeitsschutzgesetz Arbeitgeber:innen zur Beurteilung psychischer Belastung und zur Umsetzung geeigneter Pr&#228;ventionsma&#223;nahmen. Wenn ein erheblicher Anteil der Besch&#228;ftigten bereits mit gesundheitliche Beeintr&#228;chtigungen im Arbeitsalltag zurechtkommen muss, wie es heute der Fall ist, k&#246;nnen psychische Belastung und Stress zu weiteren Negativspiralen f&#252;hren. Vor diesem Hintergrund profitieren alle Beteiligten von einem verst&#228;rkten und ver-netzten Engagement von Arbeitgeber:innen im Bereich der Pr&#228;vention.

Beitrag 2: PsyGAP 
(Anja Winkelmann, Magnus Beyrer, systemkonzept GmbH)
Das vom BMAS im Rahmen des Programms ASUG gef&#246;rderte Projekt &#8222;PsyGAP&#8220;  (2024-2025) verfolgte ebenfalls den Gedanken der m&#246;glichst fr&#252;hzeitigen Pr&#228;vention. Der Fokus lag insbesondere darauf, Pr&#228;vention aus einer Hand zu denken &#8211; unabh&#228;ngig von Leistungstr&#228;gern - und dar&#252;ber Prim&#228;r-, Sekund&#228;r-, Terti&#228;rpr&#228;vention und Rentenbezug besser vernetzen, um L&#252;cken im Pr&#228;ventionssystem zu schlie&#223;en und Betrieben und Besch&#228;ftigten den Zugang zu passgenauen Pr&#228;ventionsangeboten der SVT zu erleichtern. Zu den Ergebnissen des Projekts z&#228;hlen ein umfangreicher Leitbegriffekatalog, eine Akteurslandkarte, eine &#220;bersicht &#252;ber die verschiedenen Zug&#228;nge in das deutsche Pr&#228;ventionssystem und der Pr&#228;ventionsguide Psyche (siehe Beitrag 4). 

Beitrag 3: Lots:innenfunktion: Schnittstelle SVT-&#252;bergreifende Pr&#228;ventionsarbeit 
(Anja Winkelmann, systemkonzept GmbH /Jana May-Schmidt, BMAS)
Die Lots:innenfunktion der SVT  unterst&#252;tzt den im Projekt PsyGAP definierten Anspruch an eine SVT- und schnittstellen&#252;bergreifende Pr&#228;ventionsarbeit. Eine &#252;ber alle Tr&#228;ger hinweg durchgef&#252;hrte Verweisberatung, welche sich am Bedarf des einzelnen Betriebes bzw. einer Person orientiert und tr&#228;ger&#252;bergreifend zu den zust&#228;ndigen Stellen lotst, erm&#246;glicht den SVT den Zugang zu einer gr&#246;&#223;eren Anzahl an Betrieben und den Betrieben eine Versorgung mit einer breiteren Anzahl an passgenauen Pr&#228;ventionsangeboten und -leistungen. 

Beitrag 4: Pr&#228;ventionsguide Psyche (PGPsych) 
(Magnus Beyrer, Anja Winkelmann, systemkonzept GmbH)
Der im Rahmen des Projekts PsyGAP entwickelte Pr&#228;ventionsguide Psyche (PGPsych) (https://praeventionsguidepsyche.de) folgt dem Ansatz der SVT- und schnittstellen&#252;bergreifenden Zusammenarbeit. Er bietet einen &#220;berblick &#252;ber die vielf&#228;ltigen Angebote der verschiedenen SVT und kann in der Verweisberatung sowie bei der Wahrnehmung der Lots:innenfunktion als qualit&#228;tsgesicherte Grundlage herangezogen werden. Im Rahmen des Folgeprojekt pr&#228;vention.hoch2 wird ein Prototyp eines KI-Chat-Bots als innovative Weiterentwicklung entstehen, welcher das Auffinden und Ausw&#228;hlen passender Pr&#228;ventionsangebote schneller und praxistauglicher machen soll. 

Beitrag 5: pr&#228;vention.hoch2: Schnittstellen im BGM 
(Magnus Beyrer, Anja Winkelmann, systemkonzept GmbH)
Im Projekt pr&#228;vention.hoch2 wird ein Konzept entwickelt, das den PGPsych in ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement integriert, um Arbeitsschutz, betriebliche Gesund-heitsf&#246;rderung, betriebliches Eingliederungsmanagement, Rehabilitation und Integration auch auf betrieblicher Ebene miteinander zu verzahnen. Zur Unterst&#252;tzung der einzelnen betrieblichen Akteure werden verschiedene Materialien wie beispielsweise Qualifizierungsmodule und FAQs erstellt.

Beitrag 6: Schnittstellen zwischen Arbeitsschutz und Rehabilitation 
(Silvio Buchheim, BMAS)
Die Lebenswelt von Menschen mit psychischen Erkrankungen nimmt keine R&#252;cksicht auf beh&#246;rdliche Zust&#228;ndigkeiten, Schwerbehinderungsstatus oder gesetzliche Leistungskataloge. Aus diesem Grund sollten pr&#228;ventive und rehabilitative Unterst&#252;tzungsangebote m&#246;glichst unb&#252;rokratisch erreichbar sein. Die Politikwerkstatt &#8222;Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt&#8220; hat herausgearbeitet, wie Sozialversicherungstr&#228;ger und Arbeitsschutzakteure mit ihrer jeweils sehr hohen Expertise ungenutzte Potenziale zur Erhaltung der Gesundheit und Er-werbsf&#228;higkeit von Besch&#228;ftigten gemeinsam aussch&#246;pfen k&#246;nnten. Dabei geht es nicht um die Schaffung neuer Aufgaben oder neuer Strukturen, sondern um die praktische Verzahnung von Wissen, Fachbegriffen und Prozessen. Die auf www.arbeit-sicher-und-gesund.de dokumentierten Ergebnisse werden vorgestellt und reflektiert.</abstract>
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                <abstract>Gesundheit und Wohlbefinden bei der Arbeit umfassen weit mehr als die Abwesenheit von Erkrankungen oder Beschwerden. Sie werden durch die Qualit&#228;t sozialer Beziehungen, ausreichende Erholung sowie das Erleben von Sinn, pers&#246;nlichem Wachstum und Selbstverwirklichung gepr&#228;gt. Die Beitr&#228;ge dieser Session beleuchten diese unterschiedlichen, sich erg&#228;nzenden Facetten arbeitsbezogenen Wohlbefindens. Vorgestellt werden zun&#228;chst die Lehrkr&#228;fte-Coachinggruppen nach dem Freiburger Modell, die als Ma&#223;nahme des Arbeitsschutzes Beziehungskompetenz f&#246;rdern und Lehrkr&#228;fte beim konstruktiven Umgang mit belastenden Konflikten im schulischen Alltag unterst&#252;tzen. Der zweite Beitrag pr&#228;sentiert das VBG-Schlafometer, eine webbasierte Anwendung, die Besch&#228;ftigten &#8211; insbesondere Schicht- und Nachtarbeitenden &#8211; eine individuelle Einsch&#228;tzung ihres Schlafverhaltens und konkrete Empfehlungen zur Schlaff&#246;rderung bietet. Zugleich zeigt das Instrument Ansatzpunkte f&#252;r die Ber&#252;cksichtigung von Arbeitszeit und Schlaf im betrieblichen Arbeitsschutz auf. Der dritte Beitrag kartiert in einem Scoping Review die empirische Forschung zu Eudaimonie im Arbeitskontext und untersucht Konzepte, Messans&#228;tze sowie Zusammenh&#228;nge mit Gesundheit, Motivation und Leistung. Gemeinsam er&#246;ffnen die Beitr&#228;ge eine ganzheitliche Perspektive auf gesundes und erf&#252;lltes Arbeiten und verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Ans&#228;tzen f&#252;r Pr&#228;vention und Arbeitsgestaltung.</abstract>
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                <title>Coachinggruppen zur F&#246;rderung von Beziehungskompetenz und Gesundheit bei Lehrkr&#228;ften: Lehrkr&#228;fte-Coachinggruppen nach dem Freiburger Modell eine Arbeitsschutzma&#223;nahme in Baden-W&#252;rttemberg</title>
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                <abstract>Gelingende Beziehungen machen gl&#252;cklich und motivieren uns, unser Bestes zu geben &#8211; wohingegen chronisch negative Beziehungserfahrungen und Konflikte eine Stressreaktion hervorrufen und die psychische und physische Gesundheit gef&#228;hrden (Pietromonaco &amp; Collins, 2017). Lehrkr&#228;fte verbringen einen Gro&#223;teil ihrer Arbeitszeit in einer Vielzahl von Beziehungen und sehen sich dabei t&#228;glich auch mit anderen Meinungen, Fehlkommunikation und Erwartungen konfrontiert: Sch&#252;ler:innen, die nicht zuh&#246;ren; Kolleg:innen, die nicht-teilen; eine Schulleitung, die Informationen selektiv weitergibt; Eltern, die st&#228;ndig fordern. Dass diese Beziehungskonflikte zu den gr&#246;&#223;ten Belastungen im Lehrkr&#228;ftealltag geh&#246;rt, ergaben zahlreichen Befragungen. Um Lehrkr&#228;fte zu unterst&#252;tzen, schwierige und belastende innerschulische Beziehungen bzw. Konflikte gut bearbeiten zu k&#246;nnen, wurden die Lehrkr&#228;fte-Coachinggruppen nach dem Freiburger Modell (Bauer et al., 2007) entwickelt. Das manualisierte Programm zur F&#246;rderung der Beziehungskompetenz im schulischen Umfeld umfasst f&#252;nf Module. Dabei wird zun&#228;chst Hintergrundwissen vermittelt, um dann in einer strukturierten Fallarbeit zu schwierigem Beziehungsgeschehen Perspektivwechsel und vertieften Einblick zu erm&#246;glichen sowie L&#246;sungswege sichtbar werden zu lassen. Seit dem Schuljahr 2012/13 wird in Baden-W&#252;rttemberg die Teilnahme an diesen Gruppen landesweit und kostenlos allen Lehrkr&#228;ften und Schulleitungen &#246;ffentlicher Schulen als Ma&#223;nahme des Gesundheitsschutzes angeboten. Ihre positive Wirksamkeit wurde in wissenschaftlichen Studie belegt: Nach Teilnahme an den Coachinggruppen hatten Lehrkr&#228;fte eine bessere mentale Gesundheit, weniger Burnout-Symptome und eine bessere Balance zwischen Anstrengung und Belohnung als eine Vergleichsgruppe von Lehrkr&#228;ften, die nicht teilgenommen hatte (s.u.a. Unterbrink et al., 2010, 2012; Braeunig et al., 2018). Weitere Begleitstudien zeigen eine hohe Zufriedenheit der bislang ca. 6.000 Teilnehmer*innen mit der Ma&#223;nahme. Im vorliegenden Beitrag soll das Lehrkr&#228;fte-Coachinggruppen nach dem Freiburger Modell als Arbeitsschutzma&#223;nahme zusammen mit aktuellen Forschungsergebnissen zu Zufriedenheit und Wirksamkeit vorgestellt werden. Implikationen und Einschr&#228;nkungen werden diskutiert.</abstract>
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                <title>VBG-Schlafometer: eine Online-Intervention zur Schlaff&#246;rderung f&#252;r (Schicht-)Arbeitende und Unternehmen</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
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                <abstract>Rund 15 % der Besch&#228;ftigten in Deutschland arbeiten in Schichtarbeit und 12 % in Nachtarbeit. (1) Wechselnde, sehr fr&#252;he und n&#228;chtliche Arbeitszeiten beeinflussen die Schlafdauer und -qualit&#228;t [2] und damit auch die Gesundheit [3][4], Arbeits- [5] und Verkehrssicherheit [6]. Mithilfe einer Web-basierten Anwendung &#8211; www.vbg-schlafometer.de - k&#246;nnen Besch&#228;ftigte ihr Schlafverhalten testen und Tipps zu schlaff&#246;rdernden Verhaltensweisen erhalten. 
Kern der Anwendung ist ein Selbstcheck zur Schlafqualit&#228;t, Tagesschl&#228;frigkeit und zum Chronotyp, auf Basis validierter Frageb&#246;gen. Je nach Chronotyp und Arbeitszeit liefert das Tool individuelle Empfehlungen f&#252;r Schlaf-, Licht-, Ess- und Bewegungszeiten. Zudem gibt es 9 Themenbl&#246;cke zum besseren Schlafen wie Schlafhygiene, Entspannung, Ern&#228;hrungstiming. 
Neben verhaltenspr&#228;ventiven Ma&#223;nahmen erhalten Unternehmen Informationen, wie sie das Thema Arbeitszeit in der Gef&#228;hrdungsbeurteilung ber&#252;cksichtigen. In weiteren Bausteinen werden wirksame Ma&#223;nahmen im Sinne des TOP-Prinzips nach dem Arbeitsschutzgesetz aufgezeigt. 
Die mit dem Selbstcheck freiwillig und anonym &#252;bermittelten Daten liefern zeitgleich neue Erkenntnisse zur Pr&#228;valenz von Tagesm&#252;digkeit, Schlafqualit&#228;t und der Verteilung von Chronotypen (7). Im Beitrag wird die Anwendung vorgestellt und aufgezeigt, wie das Thema Arbeitszeit in den betrieblichen Arbeitsschutz eingebunden werden kann. Ziel ist es, die Gesundheit der Besch&#228;ftigten zu erhalten und Arbeitsunf&#228;lle zu verh&#252;ten. 
Die Entwicklung und wissenschaftliche Begleitung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Institut f&#252;r Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA).

(1)	Atypische Arbeitszeiten: Mehr als ein Viertel der Besch&#228;ftigten arbeitete im Jahr 2023 am Wochenende - Statistisches Bundesamt (Destatis, Pressemitteilung Nr. N022 vom 28. April 2025)
(2)	Hirschwald B, Nold A, Bochmann F et al. (2020) Chronotyp, Arbeitszeit und Arbeitssicherheit: Auswirkungen von zirkadianer Rhythmik und Arbeitsbeginn auf die Schlafdauer von Besch&#228;f&#172;tig-ten in der holz- und metallverarbeitenden Industrie. Zentralblatt f&#252;r Arbeitsmedizin, Arbeits-schutz und Arbeitsergonomie 
https://link.springer.com/article/10.1007/s40664-020-00397-4
(3)	Chapman J, Naweed A, Wilson C et al. (2019) Sleep for heart health: Investigating the relation-ship between work day sleep, days off sleep, and cardiovascular risk in Australian train drivers. Industrial health 10.2486/indhealth.2018-0194 
(4)	Prather AA, Janicki-Deverts D, Hall MH et al. (2015) Behaviorally Assessed Sleep and Susceptibil-ity to the Common Cold. Sleep https://doi.org/10.5665/sleep.4968 
(5)	Uehli K, Mehta A J, MiedingerD, et al. (2014). Sleep problems and work injuries: a systematic review and meta-analysis. Sleep https://doi.org/10.1016/j.smrv.2013.01.004
(6)	BG Verkehr https://www.bg-verkehr.de/arbeitssicherheit-gesundheit/themen/verkehrssicherheit/aufmerksamkeit/muedigkeit, aufgerufen am 24.03.2026
(7)	Hirschwald B, Bochmann F, Driesel P (2025) Das VBG-Schlafometer: Schlaff&#246;rderung f&#252;r (Schichtarbeits-)Besch&#228;ftigte, ASU, doi:10.17147/asu1-433334</abstract>
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                <title>Eudaimonie im Arbeitskontext: Ein Scoping Review zur empirischen Forschungslandschaft</title>
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                <abstract>**Hintergrund und Fragestellung**  

Psychologisches Wohlbefinden am Arbeitsplatz bzw. im Arbeitskontext wird in der arbeits- und organisationspsychologischen Forschung zunehmend nicht mehr allein durch hedonische Konzepte wie Arbeitszufriedenheit oder positiven Affekt gefasst. Stattdessen gewinnt das in der positiven Psychologie bereits etablierte eudaimonische Paradigma, mit Konstrukten wie Sinn, Autonomie, pers&#246;nlichem Wachstum und Selbstverwirklichung, zunehmend an theoretischer und empirischer Relevanz. Gleichzeitig bleibt die Forschungslandschaft heterogen, da unterschiedliche Modelle (z. B. Ryff&apos;s Psychological Well-Being, Self-Determination Theory, Meaning-Frameworks), variierende Operationalisierungen und eine uneinheitliche Verwendung des Begriffs &#8222;Eudaimonie&quot; den systematischen &#220;berblick &#252;ber den Forschungsstand erschweren.

Ziel dieses Scoping Reviews ist es, den aktuellen Stand der empirischen Forschung zu Eudaimonie im Arbeitskontext systematisch zu kartieren. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt der Recherche: 

1.	Welche eudaimonischen Konstrukte und theoretischen Rahmungen werden im Arbeitskontext untersucht? 
2.	Welche Studiendesigns, Stichproben und Messinstrumente werden in diesen Untersuchungen verwendet?
3.	Welche Zusammenh&#228;nge mit arbeitsbezogenen Outcomes &#8211; gesundheitlicher, motivationaler und leistungsbezogener Art &#8211; werden darin berichtet?

Der Scoping Review wird im Rahmen des von der DFG gef&#246;rderten interdisziplin&#228;ren Projektes &#8222;EDWANCE&#8220; durchgef&#252;hrt, dass die Anwendbarkeit der Prinzipien des eudaimonischen Wohlbefindens auf die Gestaltung von Arbeitsassistenzsystemen sowie untersucht.

**Methode**

Entsprechend der Methodik von Arksey und O&apos;Malley (2005) sowie den PRISMA-ScR-Leitlinien wurde eine systematische Literaturrecherche in mehreren  Fachdatenbanken durchgef&#252;hrt  (Web of Science, PubMed, APA PsychInfo, APA PsychNet, PSYNDEX). Der Suchstring kombinierte zwei Teilsuchstrings zu eudaimonischen Kernbegriffe (eudaimoni*, flourishing, psychological well-being, meaning at work, personal growth, purpose in life) und zu arbeitsbezogenen Deskriptoren (work*, job*, employee*, workplace, occupational). Ausgeschlossen wurden Bildungskontexte ohne Erwerbsbezug, rein klinische Studien sowie Beitr&#228;ge ohne psychologischen Arbeitsbezug. Eingeschlossen wurden peer-reviewte empirische Prim&#228;rstudien, systematische Reviews sowie Instrumentenvalidierungsstudien. Der Publikationszeitraum wurde auf 2011 bis 2026 festgelegt. Der Screening-Prozess sowie die Datenextraktion erfolgen anhand eines strukturierten Kodierschemas, das bibliografische Basisdaten, Studiendesign, eingesetzte Modelle und Konstrukte, arbeitsbezogene Kontextmerkmale sowie Ergebnisse und Effekte systematisch erfasst. Zur Sicherung der G&#252;tekriterien wird eine Interrater-Reliabilit&#228;t ermittelt.

**Vorl&#228;ufige Ergebnisse**

Auf Basis der bislang kodierten Studien lassen sich mehrere Tendenzen ableiten: (i) Konzeptuell f&#228;llt eine deutliche Heterogenit&#228;t auf, da nur ein Teil der Studien den Begriff &#8222;Eudaimonie&#8220; explizit verwendet. H&#228;ufiger kommen theoretisch verwandte Konstrukte und Konzepte wie Flourishing, Thriving, Meaning at Work oder Ryff&apos;s Psychological Well-Being zum Einsatz. (ii) In methodischer Hinsicht dominieren Querschnittsdesigns, w&#228;hrend L&#228;ngsschnitt- und Interventionsstudien unterrepr&#228;sentiert sind. Die Forschung konzentriert sich zudem stark auf westliche, hochqualifizierte Stichproben, was die Generalisierbarkeit der Befunde einschr&#228;nkt. (iii) Inhaltlich zeigen sich dennoch konsistente positive Zusammenh&#228;nge zwischen eudaimonischen Konstrukten und Outcomes wie beruflichem Engagement, Arbeitsmotivation, psychischer Gesundheit und Arbeitsleistung.

**Diskussion und Implikationen**

Das Scoping Review tr&#228;gt zur theoretischen Kl&#228;rung des Eudaimonie-Begriffs im Arbeitskontext bei und identifiziert zentrale Forschungsl&#252;cken, insbesondere hinsichtlich l&#228;ngsschnittlicher Evidenz, kultureller Diversit&#228;t und standardisierter Messverfahren. F&#252;r die arbeits- und organisationspsychologische Praxis liefert es eine empirisch fundierte Grundlage zur Weiterentwicklung gesundheitsf&#246;rderlicher Arbeitsgestaltung jenseits defizitorientierter Modelle.</abstract>
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                <abstract>Die Vortragssession &#8222;Psychische Belastungen erkennen, Pr&#228;vention partizipativ gestalten&#8220; befasst sich mit der Frage, wie psychosoziale Risiken und Ressourcen in unterschiedlichen betrieblichen Kontexten erfasst und gemeinsam mit den relevanten Akteur bearbeitet werden k&#246;nnen. Zwei Beitr&#228;ge stellen den Context-Fragebogen Arbeitsplatzevaluierung Psychologie (CAP) vor. Neben seiner Entwicklung und Validierung als modernes, verst&#228;ndliches und ressourceneffizientes Screeningverfahren wird seine Verbindung mit der betrieblichen Gesundheitsf&#246;rderung in einem Kleinbetrieb veranschaulicht. Dabei zeigt sich, wie anonyme Befragungen und pers&#246;nliche Gespr&#228;che zu einem partizipativen Prozess der Ma&#223;nahmenentwicklung zusammengef&#252;hrt werden k&#246;nnen. Ein weiterer Beitrag richtet den Blick auf die bislang wenig untersuchten psychosozialen Anforderungen und Ressourcen von Betriebsr&#228;t im Dienstleistungssektor. Der vierte Beitrag stellt Diversity Health Management als Ansatz vor, um Pr&#228;vention, Sicherheit und psychische Gesundheit unter Bedingungen organisationaler Dauerbelastung diversit&#228;tssensibel zu gestalten. Gemeinsam verdeutlichen die Beitr&#228;ge, dass wirksamer Arbeits- und Gesundheitsschutz sowohl geeignete diagnostische Instrumente als auch Beteiligung, psychologische Sicherheit und faire Verfahren ben&#246;tigt. Die Session verbindet damit Gef&#228;hrdungsbeurteilung, betriebliche Gesundheitsf&#246;rderung, Mitbestimmung und Diversity zu einer beteiligungsorientierten Perspektive auf nachhaltige Pr&#228;vention.</abstract>
                <slug>pasig2026-104513-ag-psychische-belastungen-erkennen-pravention-partizipativ-gestalten</slug>
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                <title>BGF in Kombination mit dem CAP in der Augustinus Apotheke Vorau</title>
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                <abstract>F&#252;r Klein und Kleinstbetriebe herrscht ein Mangel an validen Instrumenten zur Erhebung von arbeitsbedingten psychischen Gesundheitsrisiken im Zuge der Gef&#228;hrdungsbeurteilung. Zugleich besteht die Unternehmenslandschaft in &#214;sterreich zu 96% aus Betrieben mit bis zu 19 Mitarbeitenden. Mit dem Verfahren CAP &#8211; Context-Fragebogen Arbeitsplatzevaluierung Psychologie &#8211; wurde ein Fragebogen entwickelt, der effizient psychische Belastungen und Ressourcen erfasst. 
Die Augustinus Apotheke Vorau ist Tr&#228;gerin des BGF-G&#252;tesiegels. Dazu wird betriebliche Gesundheitsf&#246;rderung nach dem &#214;GK-Modell Kleinbetrieb umgesetzt. Dieses Modell sieht &#8222;Gesunde Gespr&#228;che&#8220; vor, die von der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung mit allen Mitarbeitenden gef&#252;hrt werden. Anhand eines strukturierten Fragebogens erfolgen mit offenen Fragen Einzelgespr&#228;che, in denen St&#228;rken, Entwicklungsfelder der Organisation und Vorschl&#228;ge f&#252;r gesundheitsf&#246;rderliche Ma&#223;nahmen er&#246;rtert werden. Das BGF-Modell Kleinbetrieb bietet den Vorteil der St&#228;rkung der F&#252;hrungs-Mitarbeitenden-Beziehung. Um Erkenntnisse ohne Bias zu erhalten, die in solchen Gespr&#228;chen entstehen k&#246;nnen, wurde der Wunsch seitens der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung der Augustinus Apotheke nach einer M&#246;glichkeit zur vertraulichen Partizipation und Meinungs&#228;u&#223;erung artikuliert. 
In einer Vorstufe zu den &#8222;Gesunden Gespr&#228;chen&#8220; der BGF wurde eine Online-Befragung mit dem verh&#228;ltnisbezogenen Instrument CAP unter den n=10 Mitarbeitenden der Augustinus Apotheke Vorau durchgef&#252;hrt. Die Feldarbeit fand vom 16. J&#228;nner bis 22. J&#228;nner 2026 statt. Der R&#252;cklauf lag bei 100%. Die Anonymit&#228;t der Antworten konnte sichergestellt werden. Die Ergebnisse der verh&#228;ltnisbezogenen CAP-Befragung werden als Diagnose f&#252;r die Gef&#228;hrdungsbeurteilung und quantitative, anonyme Ausgangsbasis f&#252;r die pers&#246;nlichen Einzelgespr&#228;che der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung mit den Mitarbeitenden genutzt. Auff&#228;llige Ergebnisse werden individuell vertieft und konkrete L&#246;sungs- und Verbesserungsvorschl&#228;ge erarbeitet.
Das Feedback der Mitarbeitenden zur Befragung war durchwegs positiv. Die einfache Bedienung der Online-Umfrage und der kompakte Umfang des Fragebogens wurden gesch&#228;tzt. Als Gesch&#228;ftsf&#252;hrer hat man einen konkreten &#220;berblick, wo der Betrieb steht und es Handlungsfelder gibt. Durch die arbeitspsychologischen Empfehlungen und mit den Gesunden Gespr&#228;chen lassen sich partizipativ Ma&#223;nahmen zur Team- und Organisationsentwicklung ableiten. Durch die Kombination des Fragebogens CAP mit dem &#214;GK-BGF-Modell Kleinbetrieb wird f&#252;r Kleinbetriebe der Sprung zu einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement erreicht, in dem Vorgaben des Arbeitnehmerschutzes und betriebliche Gesundheitsf&#246;rderung in einem Prozess geb&#252;ndelt sind.</abstract>
                <slug>pasig2026-92835-bgf-in-kombination-mit-dem-cap-in-der-augustinus-apotheke-vorau</slug>
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                <title>Mitbestimmung unter Druck? - Psychosoziale Anforderungen und Ressourcen von Betriebsr&#228;t:innen im Dienstleistungssektor.</title>
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                <date>2026-09-15T11:25:00+00:00</date>
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                <abstract>Betriebsr&#228;te spielen eine zentrale Rolle in der Interessenvertretung von Besch&#228;ftigten und tragen wesentlich zur Gestaltung betrieblicher Arbeitsbedingungen bei. Ihr Vorhandensein steht in Zusammenhang mit zahlreichen positiven Effekten f&#252;r Organisationen, Besch&#228;ftigte und Gesellschaft. So ist beispielsweise betriebliche Interessenvertretung mit h&#246;herer physischer und psychischer Gesundheit der Arbeitnehmer:innen assoziiert und Unternehmen mit einem Betriebsrat zeigen sich resilienter und anpassungsf&#228;higer in Transformationsprozessen. Die Aufrechterhaltung und St&#228;rkung der mentalen Gesundheit von Betriebsr&#228;t:innen ist daher nicht nur f&#252;r ihr individuelles Wohlbefinden von Bedeutung, sondern kann auch zum effektiven Funktionieren von Arbeitnehmervertretungssystemen und zum sozialen Dialog in Unternehmen beitragen. Trotz dieser Bedeutung konzentrierte sich die bisherige Forschung &#252;berwiegend auf &#246;konomische Effekte und die psychische Belastung von Besch&#228;ftigten im Allgemeinen. Insbesondere im Terti&#228;rsektor liegt vergleichsweise wenig Forschung zum subjektiven Erleben der Interessenvertretung sowie zu psychosozialen Belastungen von Betriebsr&#228;t:innen vor. Bisherige Forschungsergebnisse in gewerkschaftlich eher stark organisierten Sektoren deuten darauf hin, dass diese Akteur:innen aufgrund ihrer Vermittlungsrolle zwischen Management und Belegschaft mit einer einzigartigen Konstellation von Anforderungen konfrontiert werden und dadurch einem erh&#246;hten Ma&#223; an Rollenkonflikten, emotionaler Arbeit und Arbeitsbelastung ausgesetzt sind. Insbesondere im traditionell eher schwach organisierten Dienstleistungssektor ist zu vermuten, dass spezifische strukturelle Rahmenbedingungen &#8211; etwa hohe Interaktionsanforderungen, Arbeitsverdichtung und organisatorische Ver&#228;nderungen &#8211; zus&#228;tzliche Anforderungen an betriebliche Interessenvertretungen stellen. 
Vor diesem Hintergrund untersucht die laufende Studie explizit die wahrgenommenen psychosozialen Belastungen sowie Ressourcen von Betriebsratsmitgliedern im Dienstleistungssektor. In Anbetracht der aktuell begrenzten Erkenntnisse verfolgt das Projekt zun&#228;chst einen qualitativ-explorativen Forschungsansatz. Es werden leitfadengest&#252;tzte Interviews mit Betriebsratsmitgliedern aus verschiedenen Dienstleistungsbranchen durchgef&#252;hrt. Die Teilnehmer:innen verf&#252;gen &#252;ber unterschiedliche Erfahrungsniveaus in der Betriebsratsarbeit sowie &#252;ber verschiedene betriebliche Kontextbedingungen. Die Interviews werden anschlie&#223;end inhaltsanalytisch ausgewertet, um zentrale Belastungsfaktoren, potenziell konfligierende Rollenanforderungen und Bew&#228;ltigungsstrategien zu identifizieren. 
Es werden vertiefte Einblicke in die psychosoziale Belastungssituation von Betriebsratsmitgliedern im Dienstleistungssektor sowie Ansatzpunkte f&#252;r weitere Forschung zu den spezifischen Belastungskonstellationen dieser bislang wenig untersuchten Gruppe vorgestellt. Gleichzeitig sollen auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse erste Ansatzpunkte f&#252;r pr&#228;ventive Ma&#223;nahmen sowie gezielte Qualifizierungsangebote f&#252;r betriebliche Interessenvertretungen diskutiert und damit ein Beitrag zur Aufrechterhaltung der mentalen Gesundheit dieser Akteur:innen geleistet werden.</abstract>
                <slug>pasig2026-94071-mitbestimmung-unter-druck-psychosoziale-anforderungen-und-ressourcen-von-betriebsrat-innen-im-dienstleistungssektor</slug>
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                <title>Diversity Health Management in Krisenzeiten &#8211; Pr&#228;vention, Sicherheit und psychologische Gesundheit unter Bedingungen organisationaler Dauerbelastung</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-15T11:35:00+00:00</date>
                <start>11:35</start>
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                <abstract>Arbeits- und Gesundheitsschutz steht in vielen Organisationen zunehmend unter dem Einfluss multipler, sich &#252;berlagernder Krisen. Personalmangel, Arbeitsverdichtung, Unsicherheit und hohe Ver&#228;nderungsgeschwindigkeit pr&#228;gen den Arbeitsalltag insbesondere in sicherheits- und gesundheitsrelevanten T&#228;tigkeitsfeldern. Gleichzeitig nimmt die personelle Vielfalt in Teams zu, etwa durch internationale Fachkr&#228;fte, unterschiedliche Qualifikationswege und atypische Besch&#228;ftigungsformen. Diese Entwicklungen stellen bestehende Pr&#228;ventionsstrukturen vor neue Herausforderungen.

Der Impulsvortrag beleuchtet Diversity Health Management (DHM) als pr&#228;ventiven Ansatz f&#252;r den Arbeits- und Gesundheitsschutz unter Bedingungen chronischer Krisen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Krisen Belastungen nicht gleichm&#228;&#223;ig verteilen: Unterschiede in Sprache, Status, kultureller Pr&#228;gung und Teilhabechancen beeinflussen, wie Besch&#228;ftigte Risiken wahrnehmen, Regeln anwenden, Fehler kommunizieren und Unterst&#252;tzung einfordern. In Krisenzeiten k&#246;nnen diese Unterschiede verst&#228;rkt zu verdeckten Sicherheits- und Gesundheitsrisiken f&#252;hren.

DHM wird als konzeptioneller Rahmen vorgestellt, der Diversity, Gesundheit und Sicherheit systematisch miteinander verkn&#252;pft und damit einen Beitrag zur Krisenkompetenz von Organisationen leistet. Anhand praxisnaher Beispiele wird aufgezeigt, wie diversity-sensible Gef&#228;hrdungsbeurteilungen, kultursensible Sicherheitskommunikation und partizipative Formate dazu beitragen k&#246;nnen, Pr&#228;ventionsf&#228;higkeit auch bei Ressourcenknappheit aufrechtzuerhalten. Besonderes Augenmerk liegt auf psychologischer Sicherheit als Schl&#252;sselfaktor, um in belasteten Situationen das Ansprechen von &#220;berlastung, Beinahe-Unf&#228;llen und Regelabweichungen zu erm&#246;glichen.

Der Beitrag diskutiert zudem die Rolle von F&#252;hrung und Mitbestimmung bei der Stabilisierung von Sicherheits- und Gesundheitskulturen in Krisenzeiten. Dabei wird deutlich, dass Beteiligung und faire Verfahren nicht nur demokratische Werte repr&#228;sentieren, sondern eine funktionale Voraussetzung f&#252;r wirksamen Arbeitsschutz darstellen.

Der Impulsvortrag ordnet DHM in aktuelle Debatten zu organisationaler Resilienz, menschengerechter Arbeitsgestaltung und nachhaltiger Pr&#228;vention ein und formuliert Implikationen f&#252;r Praxis, Qualifizierung und Forschung. Ziel ist es, den Blick f&#252;r diversity- und beteiligungsbezogene Faktoren als Bestandteil von Krisenkompetenz im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu sch&#228;rfen.</abstract>
                <slug>pasig2026-88267-diversity-health-management-in-krisenzeiten-pravention-sicherheit-und-psychologische-gesundheit-unter-bedingungen-organisationaler-dauerbelastung</slug>
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                <title>CAP &#8211; Entwicklung eines effizienten Instruments zur Arbeitsplatzevaluierung Psychologie</title>
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                <type>Poster/Blitzlicht</type>
                <date>2026-09-15T11:50:00+00:00</date>
                <start>11:50</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>F&#252;r die verpflichtende Arbeitsplatzevaluierung psychischer Belastung stehen seit Novellierung des Arbeitnehmerschutzgesetzes 2013 in &#214;sterreich eine Vielzahl von Verfahren zur Verf&#252;gung. Im praktischen Einsatz dominieren wenige davon, beispielsweise der von der AUVA angebotene Online-Kurzfragebogen zur Arbeitsanalyse. Dieser wurde 1995 entwickelt, spiegelt somit unzureichend aktuelle Entwicklung der Arbeitswelt wider. Andere Verfahren sind oftmals lang und kognitiv anspruchsvoll, sodass sich partiell kleine und mittlere Unternehmen und deren Mitarbeitende &#252;berfordert f&#252;hlen. Motivation war daher die Entwicklung eines modernen, kurzen und gut verst&#228;ndlichen Fragebogens in einfacher Sprache, der von arbeitenden Menschen zur Beurteilung ihrer Belastungen und Ressourcen leicht bearbeitet werden kann. Ber&#252;cksichtigt werden sollten dabei zeitgem&#228;&#223;e Belastungen wie Digitalisierung und weitere - selten beachtete - Aspekte wie Emotionsarbeit, Ger&#252;che am Arbeitsplatz und faire Arbeitsaufteilung.
Theoretische Basis der Konstruktion des CAP - Context-Fragebogen Arbeitsplatzevaluierung Psychologie - bilden 5 aktuelle wissenschaftliche, arbeitspsychologische Modelle, u.a. das Job-Demands-Resources-Modell von Demerouti und Bakker, und 12 Jahre praktische Erfahrung in der Durchf&#252;hrung von Arbeitsplatzevaluierungen in KMU und gro&#223;en Betrieben durch den Autor. 
Der CAP ist gem&#228;&#223; der ISO-Norm 10075 entwickelt. In einer Pilotstudie mittels CATI &#8211; Computer-Assisted-Telephone-Interviews &#8211; wurden n=107 arbeitende Menschen vom Juli bis Oktober 2025 befragt, darunter 11 Expertinnen aus den Bereichen Arbeitnehmerschutz und betriebliche Gesundheitsf&#246;rderung. Mit den Ergebnissen der Befragung, Itemanalysen und dem Feedback der Teilnehmenden erfolgte die Adaptierung des CAP. In einer 2. Studie im Dezember 2025 mit n=240 Personen aus der Zielgruppe wurde die finale Version des CAP online mit dem AUVA-Kurzfragebogen zur Arbeitsanalyse und ausgew&#228;hlten Gesundheits-Items validiert. 
Der CAP umfasst 34 Items, die die relevanten Kriterien der 4 Dimensionen des Arbeitsinspektorats &#8211; Aufgabenanforderungen &amp; T&#228;tigkeiten, Sozial- &amp; Organisationsklima, Arbeitsumgebung und Arbeitsabl&#228;ufe &amp; Arbeitsorganisation - operationalisieren. Der CAP ist &#8211; wie gesetzlich intendiert &#8211; ein verh&#228;ltnisorientiertes Verfahren. Dem Vorwurf aus der Praxis, in wissenschaftlichen Frageb&#246;gen w&#252;rden zu wenig ressourcen-orientierte, vielmehr negativ-formulierte Belastungsitems verwendet, wird mit der Konstruktion ausgewogener semantischer Differentiale begegnet. Somit kann festgestellt werden, ob eine psychische Belastung in einem Risiko-Bereich liegt oder eine Ressource darstellt. Die Itemanalyse der Hautstudie belegt die Eignung des CAP als Screeningverfahren. Sowohl Reliabilit&#228;tswerte als die Kriteriumsvalidit&#228;t liegen innerhalb der Vorgaben der ISO 10075. Weitere Qualit&#228;tskriterien wie hohe Objektivit&#228;t und eine gute Durchf&#252;hrungs&#246;konomie zeigen sich durch die Validierungsstudie ebenfalls best&#228;tigt. 
In diesem Beitrag lernen die Teilnehmenden mit dem CAP ein neues, ressourcen-effizientes Verfahrens f&#252;r die Arbeitsplatzevaluierung Psychologie &#8211; insbesondere f&#252;r den Einsatz in KMU &#8211;   kennen.</abstract>
                <slug>pasig2026-90069-cap-entwicklung-eines-effizienten-instruments-zur-arbeitsplatzevaluierung-psychologie</slug>
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                <title>ADK: Menschliche Regulationsf&#228;higkeit und Kommunikation als Einflussfaktoren f&#252;r sicheres Verhalten in dynamischen Arbeitskontexten</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T15:15:00+00:00</date>
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                <abstract>In vielen industriellen Arbeitskontexten sind technische und organisatorische Ma&#223;nahmen zur Arbeitssicherheit weitgehend ausgereizt. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus der Praxis sowie Unfallanalysen, dass sicherheitskritische Ereignisse weiterhin ma&#223;geblich durch menschliches (Fehl-)Verhalten beeinflusst werden. Besonders unter Bedingungen zunehmender Volatilit&#228;t, Zeitdruck, Personalmangel und organisationaler Ver&#228;nderungen geraten klassische Pr&#228;ventionsans&#228;tze an ihre Grenzen.

Vor diesem Hintergrund r&#252;ckt die Frage in den Fokus, unter welchen Bedingungen Menschen auch in belastenden, dynamischen Situationen in der Lage sind, sicher zu handeln. Der vorgeschlagene Arbeits-Dialog-Kreis geht davon aus, dass sich sicheres Verhalten nicht allein durch Wissen, Regeln oder Prozesse erkl&#228;ren l&#228;sst, sondern wesentlich von der F&#228;higkeit zur Selbstregulation abh&#228;ngt.

Ausgehend von praktischen Erfahrungen aus der verhaltensorientierten Sicherheitsarbeit (VBSA) in industriellen Kontexten wird ein Ansatz individueller Resilienz vorgestellt, der vier zentrale Ebenen dieser Pers&#246;nlichkeitskompetenz beschreibt: die mentale, emotionale, k&#246;rperliche und seelische Ebene. Diese beeinflussen ma&#223;geblich, wie klar, aufmerksam und handlungsf&#228;hig Menschen in sicherheitskritischen Situationen bleiben. Unter Belastung kann es auf allen Ebenen zu Einschr&#228;nkungen kommen, die sich direkt auf Wahrnehmung, Entscheidungsverhalten und Regelkonformit&#228;t auswirken.

Erg&#228;nzend wird die Rolle resilienter Kommunikation als zentraler Einflussfaktor f&#252;r Sicherheit im Team betrachtet. Insbesondere das Ansprechen und der Umgang mit Fehlverhalten, gar Fehlern, Abweichungen und kritischen Situationen sind entscheidend daf&#252;r, ob Risiken sichtbar werden oder verborgen bleiben. Kommunikationsmuster, die durch Schuldzuweisung, Druck oder Unsicherheit gepr&#228;gt sind, k&#246;nnen dazu f&#252;hren, dass sicherheitsrelevante Informationen nicht befolgt werden. Eine offene, beziehungsf&#246;rderliche, wertsch&#228;tzende, respektvolle und l&#246;sungsorientierte Kommunikation hingegen kann dazu beitragen, Lernprozesse zu f&#246;rdern und Sicherheitskultur nachhaltig zu st&#228;rken.

Ziel des Arbeits-Dialog-Kreises ist es, die Perspektive auf Arbeitssicherheit um diese menschlichen und zwischenmenschlichen Faktoren zu erweitern und gemeinsam mit den Teilnehmenden zu reflektieren, wie sich diese im jeweiligen Arbeitskontext zeigen. Neben einem kurzen fachlichen Input steht insbesondere der Austausch zwischen den Teilnehmenden im Mittelpunkt.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag einzubringen und zu diskutieren, in welchen Situationen individuelle Regulationsf&#228;higkeit eingeschr&#228;nkt ist, wie sich dies auf sicherheitsrelevantes Verhalten auswirkt und welche Rolle Kommunikation dabei spielt. Aufbauend darauf werden gemeinsam Ansatzpunkte erarbeitet und erg&#228;nzt, wie individuelle Resilienz und zielf&#252;hrende Kommunikation im Arbeitskontext gest&#228;rkt werden k&#246;nnen.

Der Arbeits-Dialog-Kreis versteht sich als Br&#252;cke zwischen psychologischer Perspektive und betrieblicher Praxis. Ziel ist es, konkrete Impulse f&#252;r die Weiterentwicklung von Arbeitssicherheit und Gesundheitspr&#228;vention zu geben, die den Menschen als zentralen Faktor systematisch und ganzheitlich ber&#252;cksichtigen &#8211; insbesondere unter Bedingungen zunehmender Komplexit&#228;t und Unsicherheit.</abstract>
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                <track>Gesundheitsf&#246;rderung und Gesundheitsschutz</track>
                
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                <title>AG: Gesund durch den Wandel: BGM und Ver&#228;nderungskompetenz</title>
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                <duration>01:05</duration>
                <abstract>Die Vortragssession &#8222;Gesund durch den Wandel: BGM und Ver&#228;nderungskompetenz&#8220; besch&#228;ftigt sich mit der Frage, wie Organisationen und Besch&#228;ftigte auch unter Krisen- und Ver&#228;nderungsbedingungen gesund und handlungsf&#228;hig bleiben k&#246;nnen. Die beiden Beitr&#228;ge beleuchten hierzu komplement&#228;re strukturelle und psychologische Voraussetzungen. Der erste Beitrag zeigt anhand wiederholter Gesundheitsbefragungen in einem Unternehmen der chemischen Industrie, wie ein systematisches und integriertes Betriebliches Gesundheitsmanagement langfristig im Unternehmen verankert werden kann. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung arbeitsbezogener Anforderungen und Ressourcen, die Arbeitsf&#228;higkeit der Besch&#228;ftigten sowie die Bedeutung gesunder F&#252;hrung und einer positiven Gesundheitskultur &#8211; auch w&#228;hrend der Corona-Pandemie. Der zweite Beitrag stellt Ver&#228;nderungskompetenz als trainierbare, mehrdimensionale Schl&#252;sselkompetenz vor. Sie umfasst die kognitive und emotionale Verarbeitung von Ver&#228;nderungen, achtsamkeitsbasierte Selbstregulation, psychologische Sicherheit und ver&#228;nderungskompetente F&#252;hrung. Gemeinsam verdeutlichen die Beitr&#228;ge, dass nachhaltiger Wandel weder allein durch organisationale Strukturen noch ausschlie&#223;lich durch individuelle Anpassungsf&#228;higkeit gelingt. Erforderlich ist vielmehr ein integrierter Ansatz, der gesundheitsf&#246;rderliche Rahmenbedingungen mit der gezielten Entwicklung psychologischer Bew&#228;ltigungs- und Handlungskompetenzen verbindet.</abstract>
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                <title>Stark auch in der Krise - Wie ein systematisches, integriertes BGM betriebliche Gesundheitsarbeit nachhaltig verankert</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T18:05:00+00:00</date>
                <start>18:05</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Unternehmen sehen sich zunehmend mit Krisen und Ver&#228;nderungen konfrontiert, denen sie mit vielf&#228;ltigen Anpassungen und Neuausrichtungen auf verschiedenen Ebenen begegnen m&#252;ssen. Damit einher gehen Belastungsdynamiken, die Gesundheit, Arbeits- und Leistungsf&#228;higkeit der Besch&#228;ftigten beeintr&#228;chtigen k&#246;nnen. Gleichwohl l&#228;uft das Thema Gesundheit besonders in Krisenzeiten Gefahr, in diesen unternehmensinternen Wandelprozessen unter die R&#228;der zu geraten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie betriebliche Gesundheitsstrukturen entwickelt und stabil gehalten werden k&#246;nnen - auch wenn Unternehmen unter Druck geraten. Ein systematisches, integriertes Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) gilt als zentrales strategisches Instrument, um Gesundheit, Arbeits- und Leistungsf&#228;higkeit nachhaltig zu f&#246;rdern. Bisher existieren jedoch wenige Untersuchungen zu der Frage, welche Wirkung ein BGM-System in Unternehmen entwickelt und inwieweit BGM auch &#252;ber Jahre wirksam bleibt.

In unserem Beitrag widmen wir uns genau diesen Fragestellungen. Anhand der Daten aus f&#252;nf Gesundheitsbefragungen eines Unternehmens der chemischen Industrie (ca. 3.200 Besch&#228;ftigte) zeigen wir, wie sich die gesundheitliche Situation der Besch&#228;ftigten seit der Einf&#252;hrung des BGM entwickelt hat und inwieweit Krisen (d.h. Corona-Pandemie) diese Effekte beeinflussen. Dabei legen wir ein KPI-System zugrunde, das sowohl Prozessindikatoren (wie arbeitsbezogene Anforderungen, betriebliche und pers&#246;nliche Ressourcen) als auch Ergebnisindikatoren (Arbeitsf&#228;higkeit) in den Blick nimmt. Ferner steht die Entwicklung der gesundheitsspezifischen Ressourcen &#8218;gesunde F&#252;hrung&#8216; und &#8218;positive Gesundheitskultur&#8216; im Fokus, die f&#252;r nachhaltige Verankerung des BGM in den Arbeitsalltag&#8211; auch damit auch in Krisenzeiten &#8211; essenziell sind.</abstract>
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                <title>Warum Change ohne Ver&#228;nderungskompetenz scheitert: Eine psychologische Perspektive</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-15T18:15:00+00:00</date>
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                <abstract>Organisationale Ver&#228;nderungsprozesse sind in der modernen Arbeitswelt allgegenw&#228;rtig und stellen Organisationen wie Individuen vor erhebliche Herausforderungen. Trotz zahlreicher Change-Management-Ans&#228;tze bleibt ein signifikanter Anteil solcher Prozesse hinter den angestrebten Zielen zur&#252;ck, nicht zuletzt aufgrund einer unzureichenden Ber&#252;cksichtigung psychologischer Faktoren auf individueller und sozialer Ebene.

Der vorliegende Beitrag f&#252;hrt das Konzept der Ver&#228;nderungskompetenz als zentrale psychologische Schl&#252;sselkompetenz im Kontext organisationalen Wandels ein. Ver&#228;nderungskompetenz wird definiert als die F&#228;higkeit, externe Ver&#228;nderungen emotional, kognitiv und sozial zu verarbeiten, konstruktiv zu bewerten und auch unter Unsicherheit handlungsf&#228;hig zu bleiben. Das Konstrukt wird von verwandten Konzepten wie Flexibilit&#228;t, Resilienz und Change-Management abgegrenzt und als trainierbare, mehrdimensionale Kompetenz konzeptualisiert.

Auf Grundlage arbeits-, organisations- und gesundheitspsychologischer Ans&#228;tze wird ein integrativer Interventionsrahmen vorgestellt, der zentrale Kompetenzdimensionen umfasst: kognitive Verarbeitung von Ver&#228;nderung, emotionale Bew&#228;ltigung, achtsamkeitsbasierte Selbstregulation, psychologische Sicherheit in Teams sowie ver&#228;nderungskompetente F&#252;hrung. Es wird verdeutlicht, dass nachhaltige Ver&#228;nderungsprozesse nicht allein durch strukturelle Ma&#223;nahmen gelingen, sondern ma&#223;geblich von den psychologischen Bew&#228;ltigungsf&#228;higkeiten der beteiligten Akteure abh&#228;ngen. 

Die praktische Umsetzung des Ansatzes erfolgte im Rahmen eines Pilotprojektes in einem Unternehmen der chemischen Industrie (N = 9) mit der Zielsetzung der konzeptionellen Erprobung und Implementierung des Interventionsrahmens. Eine vertiefte Darstellung der empirischen Ergebnisse erfolgt in einem gesonderten Beitrag.</abstract>
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                <title>AG: Empowerment in der Arbeitswelt: Gesund, lernf&#228;hig und sicher durch den Wandel</title>
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                <duration>00:55</duration>
                <abstract>Die Vortragssession &#8222;Empowerment in der Arbeitswelt: Gesund, lernf&#228;hig und sicher durch den Wandel&#8220; widmet sich der Frage, wie Besch&#228;ftigte &#252;ber unterschiedliche Phasen ihrer Berufsbiografie hinweg darin unterst&#252;tzt werden k&#246;nnen, Ver&#228;nderungen aktiv, kompetent und gesund zu bew&#228;ltigen. Die drei Beitr&#228;ge betrachten Empowerment auf individueller, teambezogener und organisationaler Ebene. Der erste Beitrag zeigt, wie Selbstorganisationskompetenz bereits im dualen Studium als Bildungsziel verankert werden kann, um langfristig Gesundheit, Leistungsf&#228;higkeit und eine selbstbestimmte Gestaltung der beruflichen Laufbahn zu f&#246;rdern. Der zweite Beitrag stellt ein Workshopkonzept vor, das &#228;ltere Besch&#228;ftigte dabei unterst&#252;tzt, ihre Erfahrungen mit Lernbereitschaft, Ver&#228;nderungskompetenz und gesundheitsf&#246;rderlichen Strategien zu verbinden. Der dritte Beitrag richtet den Blick auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz und verdeutlicht, wie psychologisches Empowerment proaktives Sicherheitsverhalten und damit eine resiliente Sicherheitskultur f&#246;rdern kann. Gemeinsam zeigen die Beitr&#228;ge, dass berufliche Handlungsf&#228;higkeit nicht allein von fachlichen Qualifikationen abh&#228;ngt. Ebenso wichtig sind Selbstbestimmung, Kompetenz, Einflussm&#246;glichkeiten, kontinuierliches Lernen und unterst&#252;tzende organisationale Rahmenbedingungen. Die Session bietet damit praxisnahe Impulse f&#252;r eine gesundheitsf&#246;rderliche und zukunftsf&#228;hige Gestaltung von Bildung, Arbeit und Arbeitsschutz.</abstract>
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                <title>Am Anfang einer langen Reise: F&#246;rderung der Selbstorganisationskompetenz f&#252;r Gesundheit und Leistungsf&#228;higkeit &#252;ber die Berufsbiographie als Bildungsziel im dualen Studium</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
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                <abstract>In vielen Konzeptionen erwerbsbiographischer Verl&#228;ufe finden sich ebenso wie in Statistiken von Instituten und Krankenkassen Befunde, dass jahrzehntelang erfolgreich beruflich t&#228;tig zu sein keine Selbstverst&#228;ndlichkeit ist. Neben routinem&#228;&#223;igen wie krisenhaften Unw&#228;gbarkeiten des Arbeitsmarktes k&#246;nnen auch T&#228;tigkeitsanforderungen und das Ausma&#223; ihrer Ver&#228;nderungen im Zeitverlauf zu Schwierigkeiten und Sch&#228;digungen f&#252;hren, die zu geringem Wohlbefinden und geringer Zufriedenheit, aber auch &#220;berforderung, chronischem Stressempfinden und letztlich zum Abbruch des eingeschlagenen Weges durch autonomes Ausscheiden, Krankheit oder gar Behinderung m&#252;nden k&#246;nnen.

Im dualen Studium treffen zwei anforderungsintensive berufsbezogene Systeme aufeinander:
-	Das Studium mit seinen hohen kognitiven Anforderungen an Wissensentwicklung, Transferleistung und Selbstorganisation
-	Die Arbeit im Praxisbetrieb mit den Anforderungen der Arbeitsrealit&#228;t wie Rollenanforderungen, Erreichung von Leistungszielen und Entwicklung von Handlungskompetenz im T&#228;tigkeitsfeld
So besteht hier ein komplexeres Bildungs- und Handlungsfeld als in einem Vollzeitstudium oder bei der Arbeit allein. Dies trifft auf junge Menschen, die zwar in der Schule akademisch orientierte kognitive Kompetenzen entwickelt haben (sollten) und diese nun nicht nur anwenden und weiterentwickeln sollen, sondern zus&#228;tzlich in ein neues, weiteres Feld eintreten: die f&#252;r sich allein schon mit vielen Belastungspotenzialen ausgestattete Erwerbsarbeit. 

Beide Felder zu integrieren und dabei nicht wegen &#220;berforderung in der eigenen Kompetenzentwicklung Schaden zu nehmen, sondern durch diese erh&#246;hte Komplexit&#228;t auf Notwendigkeit wie Gelegenheit aufmerksam zu werden, dass eine aktive Gestaltung der verschiedenen Lebens- und Leistungsdom&#228;nen gerade in Zeiten von Unw&#228;gbarkeit und Wandel ein wichtiges Thema berufsbezogener Bildung ist, wird an der Internationalen Berufsakademie Darmstadt (iba) aktiv als ein Bildungsziel verfolgt.

So ist im Kontext des Eintritts der Studierenden in ihre berufliche Laufbahn neben ihrer akademischen Bildung und berufspraktischen Heranf&#252;hrung in den Praxisbetrieben auch die Entwicklung weiterer struktureller Ressourcen f&#252;r eine langfristig erfolgreiche und erf&#252;llende Berufslaufbahn in den Fokus ger&#252;ckt. Die iba entwickelt aufbauend auf einschl&#228;gige Erkenntnisse ein Konzept und darauf aufsetzend Instrumente, die sowohl die Studierenden, die Dozierenden, die Vermittlungsinhalte und auch die weitere Infrastruktur der iba betreffen, um so die Selbstorganisation der Studierenden f&#252;r ihre Reise durch ihre berufliche Biographie aktiv zu unterst&#252;tzen. Es wird &#252;ber die Entwicklung des Projekts berichtet und Ans&#228;tze zur Erfolgserfassung werden thematisiert.</abstract>
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                <title>Fit for Transformation &#8211; Erfahrungsbericht &#252;ber ein erfolgreiches Workshopkonzept</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T11:35:00+00:00</date>
                <start>11:35</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>&#196;ltere Arbeitnehmende k&#246;nnen in der sich schnell wandelnden Arbeitswelt sehr erfolgreich sein &#8211; vorausgesetzt, sie verbinden ihre Erfahrung mit der Bereitschaft, Neues zu lernen und sich anzupassen. 
Entscheidend sind dabei mehrere miteinander verkn&#252;pfte Faktoren:
&#8226;	Kontinuierliche Weiterbildung &#8211; lebenslanges Lernen ist der Schl&#252;ssel
&#8226;	Offenheit und Ver&#228;nderungsbereitschaft 
&#8226;	Gesundheit und Belastungsf&#228;higkeit 
&#8226;	Kompetente Selbstpositionierung 
&#8226;	Eine unterst&#252;tzende Unternehmenskultur 

Der Pr&#228;senz-Workshop &#8222;Fit for Transformation&#8221; unterst&#252;tzt &#8222;Erfahrungstr&#228;ger: innen&#8220; darin, eine positive Haltung und Strategien zu entwickeln, wie sie mit der zunehmenden Digitalisierung in der Arbeitswelt aktiv umgehen k&#246;nnen. Des Weiteren bietet dieses Format die M&#246;glichkeit sich Zunkunftskompetenzen anzueignen wie &#8222;psychische und physische Belastungen in den sp&#228;teren Lebensphasen zu ermitteln&#8220;, &#8222;die eigene k&#246;rperliche und geistige Fitness zu verbessern&#8220;, &#8222;konfliktbeladene Situationen besser zu verstehen und zu bew&#228;ltigen&#8220;, &#8222;Gelassenheit und Zuversicht zu st&#228;rken&#8220; sowie &#8222;ihre Teamf&#228;higkeit f&#252;r eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auch mit &#8222;j&#252;ngeren / weniger erfahrenen &#8222;Kolleg : innen zu erweitern&#8220;. 

Ein Follow-up Workshop und ein individuelles Coachingangebot helfen die Motivation aufrecht und somit auch den Ver&#228;nderungsprozess nachhaltig zu gestalten.

In dem Beitrag werden die wesentlichen Eckpunkte des Workshopkonzeptes und die damit verbundenen Praxiserfahrungen vor- und zur Diskussion gestellt. 

Die Nachverfolgung der Umsetzungsergebnisse in der Praxis zur kontinuierlichen Verbesserung der Workshopkonzeptes ist im Sinne der Nachhaltigkeit  von gro&#223;er Wichtigkeit. 

Damit Alter zur St&#228;rke, nicht zum Hindernis wird.</abstract>
                <slug>pasig2026-94747-fit-for-transformation-erfahrungsbericht-uber-ein-erfolgreiches-workshopkonzept</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                    <person id='94539'>Schreiber-Costa, Sabine</person>
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                <room>Seminarraum 1</room>
                <title>Empowerment im Arbeitsschutz: Wie auch in unsicheren Zeiten eine resiliente Sicherheitskultur entstehen kann</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-15T11:45:00+00:00</date>
                <start>11:45</start>
                <duration>00:15</duration>
                <abstract>In komplexen und von Unsicherheiten gepr&#228;gten Arbeitskontexten sind resiliente Teams, in denen sich Besch&#228;ftigte aktiv einbringen, Verantwortung &#252;bernehmen und kontinuierlich weiterentwickeln, ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Dies gilt auch f&#252;r Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. 
Gerade unter Bedingungen wie tiefgreifenden Transformationen und hoher Prozessdynamik zeigt sich, dass formale Regeln und klassische Arbeitsschutzma&#223;nahmen allein nicht ausreichen, um die Sicherheit und Gesundheit der Besch&#228;ftigten zu gew&#228;hrleisten. &#8222;Dienst nach Vorschrift&#8220; ist in solchen Kontexten kein Erfolgsfaktor - vielmehr braucht es freiwilliges, &#252;ber die Pflichterf&#252;llung hinausgehendes Sicherheitsengagement und das gesamte Know-How aller beteiligter Akteure.
Diese Form des Engagements wird unter dem Konzept des Safety Citizenship Behavior (SCB) beschrieben. Es umfasst sechs Dimensionen wie gegenseitige Unterst&#252;tzung, freies &#196;u&#223;ern von Bedenken, die Mitgestaltung sicherheitsrelevanter Prozesse sowie eigenst&#228;ndige sicherheitsbezogene Weiterentwicklung.  So werden Risiken fr&#252;hzeitig sicht- und damit abwendbar und Teams widerstandsf&#228;higer gegen&#252;ber unerwarteten &#196;nderungen und Krisen. 
Doch wie k&#246;nnen Sicherheitsfachkr&#228;fte und Vorgesetzte dieses proaktive Sicherheitsverhalten f&#246;rdern? Empirische Befunde zeigen, dass psychologisches Empowerment, bestehend aus dem Erleben von Bedeutsamkeit, Selbstbestimmung, Einfluss und Kompetenz, hierf&#252;r eine zentrale Voraussetzung ist und besonders wirksam wird, wenn alle vier Dimensionen gleichm&#228;&#223;ig ausgepr&#228;gt sind. 
Der Impulsvortag gibt Denkanst&#246;&#223;e, wie SCB systematisch gef&#246;rdert werden kann, um damit die Resilienz von Teams und Organisationen im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu st&#228;rken. Er versteht sich nicht als fertiger Ma&#223;nahmenkatalog, sondern als Einladung, die aktuelle Gestaltung von Arbeitsschutzma&#223;nahmen zu hinterfragen, zentrale Empowerment Prinzipien auf den eigenen organisationalen Kontext zu &#252;bertragen und weiterzudenken.</abstract>
                <slug>pasig2026-95200-empowerment-im-arbeitsschutz-wie-auch-in-unsicheren-zeiten-eine-resiliente-sicherheitskultur-entstehen-kann</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                    <person id='94900'>Susanne Hansen</person>
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                <room>Seminarraum 1</room>
                <title>AG: Ungleiche Belastungen &#8211; psychische Gesundheit im Arbeitskontext</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Poster/Blitzlicht</type>
                <date>2026-09-15T13:30:00+00:00</date>
                <start>13:30</start>
                <duration>00:50</duration>
                <abstract>Psychische Gesundheit und Arbeitsf&#228;higkeit werden nicht nur durch allgemeine Arbeitsbedingungen, sondern auch durch geschlechtsspezifische, lebensphasenbezogene und soziale Belastungen gepr&#228;gt. Die Beitr&#228;ge dieser Session nehmen bislang unzureichend ber&#252;cksichtigte Belastungslagen in den Blick und leiten Konsequenzen f&#252;r Pr&#228;vention und betriebliche Gesundheitsf&#246;rderung ab. Der erste Beitrag beleuchtet unter dem Stichwort &#8222;WOMENtal health&#8220; spezifische Herausforderungen f&#252;r die mentale Gesundheit von Frauen und stellt niedrigschwellige Informations-, Beratungs- und Unterst&#252;tzungsangebote f&#252;r die betriebliche Praxis vor. Der zweite Beitrag untersucht anhand von Daten aus einer betrieblichen Gesundheitsbefragung geschlechtsspezifische Unterschiede in der subjektiv eingesch&#228;tzten Arbeitsf&#228;higkeit. Die Ergebnisse zeigen insbesondere bei Frauen im Alter zwischen 25 und 44 Jahren eine geringere Arbeitsf&#228;higkeit und verweisen auf die Bedeutung lebensphasenspezifischer Angebote. Der dritte Beitrag richtet den Blick auf aversive Beziehungserfahrungen im Lehrberuf. Untersucht werden die H&#228;ufigkeit verbaler und k&#246;rperlicher Gewalt, deren Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit sowie die Rolle sozialer Unterst&#252;tzung. Gemeinsam verdeutlichen die Beitr&#228;ge, dass wirksame Gesundheitsf&#246;rderung unterschiedliche Lebenslagen, T&#228;tigkeitskontexte und soziale Erfahrungen ber&#252;cksichtigen muss. Sie liefern damit Impulse f&#252;r zielgruppenspezifische Pr&#228;vention, unterst&#252;tzende Organisationsstrukturen und einen differenzierteren Umgang mit psychischer Gesundheit in der Arbeitswelt.</abstract>
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                <title>&#8222;WOMENtal health&#8220; &#8211; Implikationen f&#252;r die (gesunde) Arbeitswelt</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-15T14:20:00+00:00</date>
                <start>14:20</start>
                <duration>00:15</duration>
                <abstract>Die mentale Gesundheit von Frauen ist ein bislang eher unterrepr&#228;sentiertes Thema (Hallam et al., 2022), das sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene mehr Ber&#252;cksichtigung erfordert.
Im Mental-Health-Report 2024 der AXA gibt fast die H&#228;lfte der Frauen (49 %) an, psychisch in keiner guten Verfassung zu sein. M&#246;gliche Erkl&#228;rungen lassen sich sowohl in hormonellen Ver&#228;nderungen aber auch in soziokulturellen Erwartungen oder h&#246;herer Pr&#228;valenz bei Diskriminierung und Gewalterfahrung finden. Der Umstand, dass umgerechnet mehr als 17 Mio. Frauen beeintr&#228;chtigt sind, wirkt sich unmittelbar auf die Leistungsf&#228;higkeit von Mitarbeitenden und somit auf den Unternehmenserfolg aus. Umgekehrt k&#246;nnen Investitionen in die Gesundheit weiblicher Besch&#228;ftigter die Produktivit&#228;t steigern, Fehltage reduzieren und K&#252;ndigungen verringern. Unternehmen, die Frauengesundheit in ihre Kultur integrieren, schaffen nicht nur ein ges&#252;nderes Arbeitsumfeld, sondern steigern auch ihre Wettbewerbsf&#228;higkeit.
Ein effektiver Umgang mit dieser Herausforderung k&#246;nnte eine zweigleisige Vorgehensweise sein: Das Wissen im Bezug z.B. auf Symptomkomplexe, wie Perimenopause (Hedges et al., 2026) oder Endometriose (Nnoaham et al., 2011) wird in der Forschung als defizit&#228;r beschrieben. Aufkl&#228;rung allein erwies sich jedoch in der Vergangenheit als unzureichend, da die Diskrepanz zwischen der Kenntnis von Behandlungsm&#246;glichkeiten von psychischen Belastungen und der tats&#228;chlichen Inanspruchnahme durch Frauen alarmierend ist: 24% der Frauen erfahren keine Behandlung ihrer Erkrankung. Die Ressourcen f&#252;r den zus&#228;tzlichen Aufwand, der mit einer Behandlung einhergeht, scheinen vielen Frauen zu fehlen (AXA, 2024).
Aus der aktuellen Studienlage wurden Herangehensweisen und Ma&#223;nahmen abgeleitet, um die mentale Gesundheit von Frauen zu verbessern. M&#246;gliche Implikationen f&#252;r eine Erweiterung des Portfolios des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie der betrieblichen psycho-sozialen Beratung lassen sich, somit sowohl in der Steigerung der awareness f&#252;r das Thema und Aufkl&#228;rung an dieser Stelle als auch in der zur Verf&#252;gungstellung eines sicheren, niederschwelligen Unterst&#252;tzungsangebotes verorten. Konkret wurden bereits bestehende Angebote um das Thema &#8222;womental health&#8220; erg&#228;nzt, Vortr&#228;ge zu dem Themenkomplex angeboten und durchgef&#252;hrt sowie Workshops zur F&#246;rderung der Selbsthilfema&#223;nahmen konzipiert. 

Literatur: 
AXA. (2024, 07. M&#228;rz). AXA Mental Health Report: Rund die H&#228;lfte der deutschen Frauen ist in keiner guten psychischen Verfassung, [Pressemitteilung].
Hallam, L., Vassallo, A., Pinho-Gomes, A. C., Carcel, C., Woodward, M. (2022). Does Journal Content in the Field of Women&#8217;s Health Represent Women&#8217;s Burden of Disease? A Review of Publications in 2010 and 2020. _Journal of Women&#8217;s Health_, _31_(5), 611-619.
Hedges, M. S., Hewings-Martin, Y., Karam, J., Castaneda, R., Cunningham, A. C., Xu, Y., Zhaunova, L., Faubion, S. S., Shufelt, C. L. (2026). Global perspectives on perimenopause: a digital survey of knowledge and symptoms using the Flo application. _Menopause_. Epub ahead of print.
Nnoaham, K. E., Hummelshoj, L., Webster, P., d&#8217;Hooghe, T., de Cicco Nardone, F., de Cicco Nardone, C., Jenkinson, C., Kennedy, S. H., Zondervan, K. T. (2011). Impact of endometriosis on quality of life and work productivity: a multicenter study across ten countries. _Fertility and Sterility_, _96_(2), 366-373.</abstract>
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                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                    <person id='94427'>Maike Niggemann</person><person id='97693'>Christian Schwennen</person>
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                    <link href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41603602/">Global perspectives on perimenopause: a digital survey of knowledge and symptoms using the Flo application</link>
                
                    <link href="https://www.axa.de/site/axa-de/get/documents_E2052381836/axade/medien/medien/pressemitteilungen/pm-2024/pressemitteilung-mental-health-report-2024-fokus-frauen.pdf">AXA Pressemitteilung Mental Health Report 2024</link>
                
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                <title>Aversive Beziehungserlebnisse im Lehrkr&#228;fte-Beruf: H&#228;ufigkeiten und deren Beanspruchungsfolgen</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T14:35:00+00:00</date>
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                <abstract>Lehrkr&#228;fte geh&#246;ren zu den Berufsgruppen mit besonders starken psychosozialen Belastungen. Neben strukturellen Anforderungen pr&#228;gen zwischenmenschliche Beziehungen wesentlich den Arbeitsalltag. Befragungen der letzten Jahre von Schulleitungen und Lehrkr&#228;ften weisen auf zunehmende Gewalt von Sch&#252;ler*innen und Eltern hin. Dennoch gibt es bislang nur vereinzelt Studien, die die H&#228;ufigkeit des Auftretens von aversiven Ereignissen und deren Auswirkung auf die psychische Gesundheit von Lehrkr&#228;ften untersuchen.
Fragestellung. Auf der Grundlage neurobiologischer Stressmodelle und bisheriger Forschungsergebnisse wurden in der vorliegenden Studie Daten aus einem gro&#223; angelegten Interventionsprojekt re-analysiert, um die Pr&#228;valenz verbaler und k&#246;rperlicher Gewalt, die Rolle der sozialen Unterst&#252;tzung sowie deren Zusammenh&#228;nge mit der psychischen Gesundheit von Lehrkr&#228;ften zu beleuchten.
Methode. In einer retrospektiven Studie berichteten 4.755 deutsche Lehrkr&#228;fte (82,7 % weiblich) &#252;ber Erfahrungen mit verbaler und k&#246;rperlicher Gewalt in den vergangenen 12 Monaten sowie &#252;ber die wahrgenommene soziale Unterst&#252;tzung von Kolleg*innen und Schulleitung und gaben ihren aktuellen psychischen Gesundheitszustand an, der mit dem General Health Questionnaire (GHQ-12) erfasst wurde.
Ergebnisse. Erlebte verbale Gewalt in den letzten 12 Monaten trat h&#228;ufig auf: 24,4 % der Lehrkr&#228;fte berichteten von verbalen Beleidigungen durch Sch&#252;ler*innen und 32,5 % von Vorw&#252;rfen durch Eltern. K&#246;rperliche Gewalt gab es seltener (Sch&#252;ler: 2,8 %; Eltern: 0,3 %), variierte jedoch stark je nach Schultyp. Die mentale Gesundheit von Lehrkr&#228;ften ohne Gewalterfahrungen war signifikant besser als derjenigen, die irgendeine Form von Gewalt erlebt hatten (OR 1,3&#8211;1,5). Noch schlechter war die mentale Gesundheit derjenigen, die mehrere Arten von Gewalt erlebt hatten. Soziale Unterst&#252;tzung durch Kolleg*innen und Schulleitung stand in Zusammenhang mit besserer psychischer Gesundheit, wirkte jedoch nur teilweise als Vermittler in der Beziehung zwischen verbaler Gewalt und psychischer Gesundheit.
Schlussfolgerung. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Gewaltpr&#228;vention an Schulen und der St&#228;rkung sozialer Unterst&#252;tzungsstrukturen zum Schutz der psychischen Gesundheit von Lehrkr&#228;ften.</abstract>
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                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                    <person id='94872'>Sarah S. L&#252;tke Lanfer</person><person id='94928'>Ruth Pfeifer</person><person id='103546'>Yannik Rieder</person><person id='103547'>Claas Lahmann</person>
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                <room>Seminarraum 1</room>
                <title>Geschlechtsspezifische Unterschiede des Workability Indizes &#8211; Weibliche Arbeitnehmerinnen sch&#228;tzen ihre Arbeitsf&#228;higkeit schlechter ein</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-15T14:45:00+00:00</date>
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                <duration>00:15</duration>
                <abstract>Die mentale Gesundheit eines Arbeitnehmenden wirkt sich auf seine Leistungsf&#228;higkeit aus, weswegen dieser eine immer gr&#246;&#223;ere Rolle in Unternehmen zugesprochen wird. Gender health gap und gender data gap legen dar, dass gesundheitliche Themen jahrelang androzentrisch beschrieben, normiert und erforscht wurden. Neuere Studien zeigen, dass Frauen -insbesondere berufst&#228;tige Frauen- gestresster sind, sich belasteter f&#252;hlen als M&#228;nner und dies Konsequenzen f&#252;r das Berufsleben hat. Die Intention im betrieblichen Kontext spezifische Angebote f&#252;r Frauen anzubieten, um an dieser Stelle Abhilfe zu schaffen, liegt nahe. 
Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, herauszufinden, ob sich der Workability Index (WAI) von Frauen signifikant von M&#228;nnern unterscheidet, um dies als Argument f&#252;r eine geschlechtsspezifische Aufstellung von Trainings, Workshops und weiteren Angeboten f&#252;r Frauen heranzuziehen. Der Index sch&#228;tzt die subjektive Einsch&#228;tzung der Besch&#228;ftigten hinsichtlich ihrer Arbeitsf&#228;higkeit ein und wird im Rahmen der Gesundheitsbefragung erhoben. Arbeitsf&#228;higkeit definiert dabei das Verh&#228;ltnis der individuellen Leistungsf&#228;higkeit zur tats&#228;chlichen, vom Unternehmen gestellten Arbeitsanforderung.
Der WAI-Index der Besch&#228;ftigten (N= 2420) eines Industriedienstleistungsunternehmen wurde ausgewertet und ein signifikanter Geschlechtsunterschied (p&lt;0.001) zu Ungunsten der weiblichen Besch&#228;ftigten gefunden werden. Eine differenzierte Betrachtung nach Alter war anhand der Kategorien &lt;25, 25-44 Jahre, 45-54 Jahre und &gt;54 Jahren m&#246;glich. Hier ergab sich der Unterschied ausschlie&#223;lich f&#252;r die Gruppe der 25-44-J&#228;hrigen. In diesen Zeitraum lassen sich sowohl Zyklusbeschwerden, unerf&#252;llter Kinderwunsch, Kinderwunsch-Behandlungen als auch family-to-work- bzw. work-to-family-conflict sowie Beschwerden der Peri- und Pr&#228;menopause einordnen. Lediglich die Menopause an sich, f&#228;llt durchschnittlich in einen sp&#228;teren Altersabschnitt. 
Res&#252;mierend l&#228;sst sich festhalten, dass geschlechtsspezifische Interventionen und Angebote aufgrund der vorliegenden Ergebnisse sinnvoll erscheinen. Um diese pr&#228;ziser zuschneiden zu k&#246;nnen, w&#228;re in weiteren Untersuchungen eine spezifische Erfassung der genannten &#8222;health-related challenges&#8220; w&#252;nschenswert. 

Literatur: 
Hasselhorn, H. M. &amp; Freude, G., (2007). Der Work Ability Index - ein Leitfaden. Wirtschaftsverlag NW Verlag f&#252;r neue Wissenschaft GmbH</abstract>
                <slug>pasig2026-94635-geschlechtsspezifische-unterschiede-des-workability-indizes-weibliche-arbeitnehmerinnen-schatzen-ihre-arbeitsfahigkeit-schlechter-ein</slug>
                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                    <person id='98337'>J&#246;rg Heu</person><person id='94427'>Maike Niggemann</person><person id='97693'>Christian Schwennen</person>
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                <title>ADK: Von der Analyse zur Gestaltung: zwischen Experten- und Prozessberatung in der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung &#8211; Ein Workshop</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T15:15:00+00:00</date>
                <start>15:15</start>
                <duration>01:30</duration>
                <abstract>Jan Dettmers (FernUni-Hagen)
Ivon Ames (EVAO GmbH)
Christiane Stempel (EVAO GmbH)

Hintergrund: 
Seit der expliziten Verankerung psychischer Belastungen in der nach &#167; 5 des Arbeitsschutzgesetz verpflichtenden Gef&#228;hrdungsbeurteilung wurden in wissenschaftlich evaluierten Pilotprojekten sowie in zahlreichen Praxisprojekten Vorgehensweisen entwickelt, mit denen die Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBU Psyche) in Betrieben umgesetzt werden kann.
Insbesondere die Instrumente zur Ermittlung psychischer Belastungsfaktoren sind vielf&#228;ltig und lassen sich grob in Beobachtungs-, Workshop- und Fragebogenverfahren einteilen. In diesem Zusammenhang hat sich auch die Unterscheidung zwischen Grob- und Feinanalyse etabliert (vgl. DIN EN ISO 10075-3). Diese beschreibt die Praxis, zun&#228;chst mithilfe &#246;konomischer Screening-Instrumente &#8211; meist Frageb&#246;gen &#8211; Belastungsschwerpunkte zu identifizieren und anschlie&#223;end durch aufw&#228;ndigere Verfahren (z. B. Workshops oder Beobachtungen) vertiefende Analysen durchzuf&#252;hren. In dieser zweiten Phase erfolgt zudem meist eine partizipative Ma&#223;nahmenableitung (vgl. Berset et al., 2016).
Gerade dieser zweite Schritt ist bislang nur unzureichend systematisch evaluiert: Wie gelingt die Ableitung und Umsetzung wirksamer Ma&#223;nahmen zur Reduktion psychischer Belastung tats&#228;chlich?
Viele Publikationen betonen die Bedeutung von Partizipation. In der Praxis bedeutet dies h&#228;ufig ein eher nondirektives Vorgehen: Nicht die beratende Person entwickelt L&#246;sungen, sondern die Besch&#228;ftigten selbst als Expertinnen und Experten ihrer Arbeit. Dies entspricht dem Konzept der Prozessberatung im Gegensatz zur Expertenberatung (Schein, 1999). Moderierende &#252;bernehmen dabei prim&#228;r die Prozesssteuerung, nicht die inhaltliche Steuerung. Dies kann jedoch dazu f&#252;hren, dass Ergebnisse wenig kreativ sind, auf begrenztem arbeitspsychologischem Wissen basieren und nur eingeschr&#228;nkt wirksam sind. Daraus ergibt sich die Frage, ob arbeitspsychologische Expertise st&#228;rker in die Ma&#223;nahmenentwicklung eingebracht werden sollte, als es in einer rein nondirektiven Prozessbegleitung der Fall ist.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass in Workshops teilweise Arbeitsmerkmale in den Fokus r&#252;cken, die in der Grobanalyse nicht als besonders belastend identifiziert wurden. Dies kann durch subjektive Wahrnehmung oder gruppendynamische Prozesse entstehen und wird teilweise sogar durch Priorisierungsmethoden gef&#246;rdert (vgl. Berset et al., 2017). Dadurch stellt sich die Frage nach der Konsequenz der Analyse: Wenn deren Ergebnisse nicht leitend sind, welchen Stellenwert haben dann valide Analyseverfahren?
Umgekehrt ergibt sich bei ernsthafter Ber&#252;cksichtigung der Analyseergebnisse die Frage, wie gezielt Ma&#223;nahmen f&#252;r spezifische Belastungen (z. B. Arbeitsintensit&#228;t, Unterbrechungen, soziale Konflikte) abgeleitet werden k&#246;nnen und ob hierf&#252;r unterschiedliche methodische Zug&#228;nge erforderlich sind.
Insgesamt stellt sich die zentrale Frage, ob neben der Prozessberatung st&#228;rker eine arbeitspsychologische Expertenberatung und damit mehr Direktivit&#228;t erforderlich ist und wie sich diese mit notwendiger Partizipation vereinbaren l&#228;sst.
Ziele und Vorgehensweise im Workshops
Im geplanten Workshop wird nach einem einf&#252;hrenden Impuls ein Erfahrungsaustausch zwischen Praktikerinnen und Praktikern der Arbeitsgestaltung und GBU Psyche stattfinden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie direktiv bzw. nondirektiv bei der Ableitung von Ma&#223;nahmen vorgegangen werden sollte. In Kleingruppen werden zun&#228;chst m&#246;gliche Antworten erarbeitet und anschlie&#223;end in einer Plenumsdiskussion zusammengef&#252;hrt.
Leitfragen
&#8226;	Welche Methoden der Ma&#223;nahmenableitung f&#252;hren zu wirksamen Gestaltungsl&#246;sungen? 
&#8226;	Wie lassen sich Partizipation und arbeitspsychologische Expertise sinnvoll verbinden? 
&#8226;	Welche Rolle sollten die Ergebnisse der Analysephase f&#252;r die Ma&#223;nahmenableitung spielen? 
Erwartete Ergebnisse
Die Diskussionsergebnisse werden zusammengetragen und sollen unterschiedliche Perspektiven auf das Spannungsfeld von Experten- und Prozessberatung sichtbar machen.
Zusammenfassung 
Die GBU Psyche nutzt h&#228;ufig ein zweistufiges Vorgehen aus Grob- und Feinanalyse, wobei die Ma&#223;nahmenableitung zumeist im Rahmen der Feinanalyse erfolgt. Dieser Schritt ist jedoch bislang wenig systematisch untersucht worden. Partizipative, nondirektive Verfahren f&#246;rdern Beteiligung, f&#252;hren jedoch nicht immer zu wirksamen L&#246;sungen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass Analyseergebnisse in Workshops nicht konsequent ber&#252;cksichtigt werden. Daraus ergibt sich die Frage nach einer st&#228;rkeren Einbindung arbeitspsychologischer Expertise. Der Workshop diskutiert, wie Direktive und Partizipation sinnvoll kombiniert werden k&#246;nnen.</abstract>
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                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                <title>AG: Sichere Arbeit: Kooperation, Kultur und Pr&#228;vention</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Poster/Blitzlicht</type>
                <date>2026-09-15T17:00:00+00:00</date>
                <start>17:00</start>
                <duration>00:45</duration>
                <abstract>Sichere und gesundheitsf&#246;rderliche Arbeit entsteht nicht allein durch technische Schutzma&#223;nahmen oder formale Vorgaben. Ebenso entscheidend sind tragf&#228;hige organisationale Strukturen, gelingende Kooperation, psychosoziale Ressourcen und die F&#228;higkeit, aus kritischen Ereignissen zu lernen. Die Beitr&#228;ge dieser Session beleuchten diese Voraussetzungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Eine qualitative Untersuchung zu Be- und Entladeprozessen von Lkw zeigt, wie fragmentierte Lieferketten, unklare Zust&#228;ndigkeiten und Zeitdruck die Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen erschweren und Sicherheitsrisiken an betrieblichen Schnittstellen erzeugen. Ein weiterer Beitrag stellt den BASA Safety Score als niedrigschwelligen Ansatz zur Erfassung zentraler Aspekte der Sicherheitskultur vor, darunter Sicherheitskommunikation, Fehlerkultur, Sozialkapital und organisationale Rahmenbedingungen. Eine Interviewstudie untersucht, wie Wertsch&#228;tzung in B&#252;roarbeit, Homeoffice und operativ-technischen T&#228;tigkeiten erlebt wird und unter welchen Bedingungen sie psychologische Grundbed&#252;rfnisse unterst&#252;tzt. Der vierte Beitrag zeigt anhand eines betrieblichen Meldesystems, wie Unf&#228;lle, Beinahe-Unf&#228;lle und unsichere Zust&#228;nde systematisch analysiert und f&#252;r die Entwicklung pr&#228;ventiver Ma&#223;nahmen genutzt werden k&#246;nnen. Gemeinsam verdeutlichen die Beitr&#228;ge, dass eine nachhaltige Sicherheitskultur das Zusammenspiel von struktureller Gestaltung, sozialer Qualit&#228;t und organisationalem Lernen erfordert.</abstract>
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                <track>Sicherheits- und Gesundheitskultur</track>
                
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                    <person id='92282'>Britta Schmitt-Howe</person>
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                <title>&#8222;Der kommt hier reingefahren, hat einen Auftrag, und die Ware steht hier und muss weg&#8220; - Probleme sicherer Kooperation beim Be- und Entladen von LKW</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-15T17:45:00+00:00</date>
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                <duration>00:15</duration>
                <abstract>Digitale Vergabeprozesse per Frachtenb&#246;rsen und Spotm&#228;rkte m&#252;nden aktuell in zunehmend anonymisierte und fragmentierte Transportketten. Beim Be- und Entladen arbeiten Besch&#228;ftigte verschiedener Unternehmen kurzfristig, aber faktisch gemein-sam an einem Arbeitsplatz zusammen, und zwar h&#228;ufig ohne abgestimmte Gef&#228;hrdungsbeurteilung oder klare Zust&#228;ndigkeitsabsprachen im Vorfeld. Die Verantwortung f&#252;r sicheres Verladen wird dadurch auf die operative Arbeitsebene verlagert. Gleichzeitig herrscht in der Transportlogistik seit Jahren ein chronischer Mangel an LKW-Fahrenden, sodass h&#228;ufig wechselndes Fahrpersonal in Logistikzentren auf Verladeteams trifft, die oft unterbesetzt und gezwungen sind, auf die Einhaltung zeitlich eng begrenzter Ladeslots zu bestehen. In diesem krisenhaften Spannungsfeld analysiert das BAuA-Forschungsprojekt &#8222;Arbeitsschutz-Handeln an den Schnittstellen von Lie-ferketten (INTER-OSH)&#8220; organisatorische und rechtliche Wirkzusammenh&#228;nge von Kooperationen mehrerer Unternehmen im Arbeitsschutz. Die Referenzpunkte sind dabei Verladeprozesse in der Chemie- und Papierindustrie. Der geplante Beitrag geht der Frage nach, wie sich fragmentierte Lieferketten auf Sicherheit und Gesundheits-schutz an betrieblichen Schnittstellen auswirken und in welchem Verh&#228;ltnis betriebliche Praxis und geltendes Arbeitsschutzrecht stehen. neben anderen Befunden zeich-net sich empirisch ab, dass Lagerverantwortliche unter Zeitdruck bereit sind, auch wenig qualifiziertes Fahrpersonal von Subfirmen zu akzeptieren (&#8222;Da hat man teilweise gar keine Handhabe. Und wenn man beim Spediteur anruft: &#8218;Ja, keine Ahnung.&#8216; Die wissen nicht, wer ihr Subunternehmer ist&#8220;; C2). In der Folge werden Interdependenzen &#8211; etwa zwischen Achslastmaximum, Ladereihenfolge und Ladungssicherung &#8211; zwar situativ koordiniert. Sie k&#246;nnen aber kaum systematisch zwischen den beteiligten Unternehmen abgestimmt werden. Die qualitativen Projektdaten (69 Interviews aus 11 Betrieben, 22 Beobachtungsprotokolle zu Verladeprozessen und Dokumen-tenanalysen) verweisen hier auf einen strukturellen &#8222;blinden Fleck&#8220;: Obwohl &#167; 8 ArbSchG bei gemeinsamer T&#228;tigkeit von Besch&#228;ftigten mehrerer Arbeitgeber eine unternehmerische Kooperationspflicht vorsieht, fehlt es h&#228;ufig an wirksamen Kooperationsvereinbarungen zu Arbeitsschutz-Fragen. Sicherheit entsteht in vielen F&#228;llen nur durch informelle Aushandlungen auf Arbeitsebene. Diese Praxis ist fehleranf&#228;llig, insbesondere bei wechselnden Fahrern, unbekannten Fahrzeugtechniken oder erstmaliger Nutzung spezifischer Entladesysteme (z. B. Joloda-Systeme in der Papierlogistik). Die ersten empirischen Befunde des Projekts verweisen damit auf Wirkzusammenh&#228;nge zwischen organisatorischer Entkopplung, d.h. zunehmender Fragmentierung durch Untervergaben oder Outsourcing einerseits und unzureichend formalisierter Kooperation sowie erh&#246;hter Unfallanf&#228;lligkeit an Schnittstellen andererseits. Obwohl die-se Wirkzusammenh&#228;nge resiliente Abl&#228;ufe grunds&#228;tzlich erschweren, sind der Empirie aber auch good practice Beispiele zu entnehmen, die ebenfalls vorgestellt werden.</abstract>
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                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                    <person id='92282'>Britta Schmitt-Howe</person>
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                <title>Messung von Aspekten der Sicherheitskultur mit dem BASA Safety Score</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T18:00:00+00:00</date>
                <start>18:00</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Die Sicherheitskultur ist ein entscheidender Faktor f&#252;r die Verh&#252;tung von Unf&#228;llen und die F&#246;rderung einer sicheren Arbeitsumgebung sowie sicherem Verhalten. Im Jahr 2001 wurde der BASA (Psychologische Bewertung von Arbeitsbedingungen &#8211; Screening f&#252;r Arbeitsplatzinhaber) erstmals von der Bundesanstalt f&#252;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vorgestellt, um die psychischen Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz systematisch zu erfassen. Die neuste Version ist der BASA IV (2022) unter Ber&#252;cksichtigung neuer Aspekte in der Arbeitswelt, z. B. dem mobilen Arbeiten, und der aktuellen Anforderungen der GDA (2022). 
Zur Beantwortung der Forschungsfrage, welche BASA-IV-Items besonders n&#252;tzlich f&#252;r die Bewertung von Aspekten der Sicherheitskultur sind, wurden sie von einer Experten-Fokusgruppe (5 Expertinnen und Experten)  systematisch bewertet. Von ihr wurden vier zentrale Item-Kategorien benannt, die wesentliche organisationale Voraussetzungen der Sicherheitskultur abbilden: (1) Ausstattung und Sicherheitstechnik, (2) Sicherheitskommunikation, Fehlerfeedback und Unterweisungen, (3) Sozialkapital und Kooperation sowie (4) Zeit-/Leistungsdruck, Stresserleben und organisationale Rahmenbedingungen.
Die Ergebnisse zeigen, dass BASA-IV-Items in vier konsistente Kategorien &#252;berf&#252;hrt werden k&#246;nnen, die zentrale organisationale Voraussetzungen der Sicherheitskultur abbilden. Der daraus abgeleitete BASA Safety Score b&#252;ndelt Aspekte der technischen Sicherheit, der Sicherheitskommunikation und Fehlerkultur, des Sozialkapitals sowie der arbeitsorganisatorischen Rahmenbedingungen in einer kompakten Kennzahl.
In der betrieblichen Praxis kann der BASA Safety Score als niedrigschwellige Erweiterung bestehender Gef&#228;hrdungsbeurteilungen psychischer Belastung genutzt werden. Die Kombination aus arbeitswissenschaftlicher Beschreibung und arbeitspsychologischer Bewertung der Items erlaubt es, sowohl objektnahe Defizite (z. B. unzureichende Sicherheitstechnik, hoher Zeitdruck) als auch subjektive Einstellungen (z. B. wahrgenommene Fairness im Umgang mit Fehlern, wahrgenommene N&#252;tzlichkeit von Sicherheitsunterweisungen) sichtbar zu machen.
Unternehmen k&#246;nnen den Score verwenden, um technische, organisatorische und personenbezogene Sicherheitsma&#223;nahmen gezielt abzuleiten, Programme zur Verbesserung des Sicherheitsverhaltens (z. B. Behavior Based Safety) zu begleiten und zu evaluieren sowie F&#252;hrungskr&#228;fte- und Teamentwicklungsma&#223;nahmen st&#228;rker an den Dimensionen Sicherheitskommunikation, Fehlerkultur und Sozialkapital auszurichten.</abstract>
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                <title>Wertsch&#228;tzung im Arbeitskontext und ihr Zusammenhang mit psychologischen Grundbed&#252;rfnissen: Eine qualitative Interviewstudie.</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T18:10:00+00:00</date>
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                <abstract>Angesichts der modernen Arbeitswelt, die zunehmend durch Digitalisierung, Dynamik und ortsungebundene Arbeit gepr&#228;gt ist, r&#252;ckt der zwischenmenschliche Umgang am Arbeitsplatz verst&#228;rkt in den Fokus von Forschung und Unternehmenspraxis. Wertsch&#228;tzung stellt in diesem Kontext einen zentralen Faktor dar, der sich als Ressource positiv auf die Gesundheit, Motivation und Leistungsf&#228;higkeit von Mitarbeitenden auswirken kann. Wie Wertsch&#228;tzung jedoch in verschiedenen Arbeitskontexten erlebt wird und von welchen Kontextfaktoren die Wirkweise von Wertsch&#228;tzung abh&#228;ngt, kann durch bisherige Forschung noch nicht zufriedenstellend beantwortet werden.
Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag zum einen, wie Mitarbeitende Wertsch&#228;tzung in verschiedenen Kontexten erleben und zum anderen, unter welchen Bedingungen sie zur Erf&#252;llung der psychologischen Grundbed&#252;rfnisse nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit im Sinne der Selbstbestimmungstheorie (Deci &amp; Ryan, 2000) beitragen kann. Betrachtet werden die Arbeitskontexte: administrative T&#228;tigkeiten im B&#252;ro, administrative T&#228;tigkeiten im Homeoffice und operativ-technische T&#228;tigkeiten, sogenannte Blue-Collar-Arbeit. Die qualitative Studie basiert auf 30 semi-strukturierten Interviews mit Besch&#228;ftigten eines Energieversorgungsunternehmens. Ziel ist es, ein tiefergehendes Verst&#228;ndnis daf&#252;r zu entwickeln, wie Wertsch&#228;tzung in unterschiedlichen Kontexten erlebt wird und unter welchen Bedingungen sie zur Bed&#252;rfnisbefriedigung beitragen kann.
Die mittels Topic Modeling gewonnenen Ergebnisse zeigen, dass sich die Formen, Quellen, Kan&#228;le und Umst&#228;nde der Wertsch&#228;tzung je nach Kontext und T&#228;tigkeit unterscheiden. Zudem wird deutlich, dass die Faktoren, unter denen Wertsch&#228;tzung als unterst&#252;tzend f&#252;r die Erf&#252;llung der psychologischen Grundbed&#252;rfnisse erlebt wird, kontext- und t&#228;tigkeitsabh&#228;ngig sind. Beispielsweise scheint Wertsch&#228;tzung in Form von Vertrauen &#252;ber alle drei Kontexte hinweg f&#246;rderlich f&#252;r die Erf&#252;llung des Kompetenzbed&#252;rfnisses zu sein. Dennoch zeichnen sich hier Unterschiede ab: So steht in diesem Zusammenhang f&#252;r Mitarbeitende im B&#252;ro Wertsch&#228;tzung in Form von aktiver Mitgestaltung und Beteiligung im Vordergrund, f&#252;r Mitarbeitende im Homeoffice hingegen explizites Feedback f&#252;r sichtbare Leistung und f&#252;r Blue-Collar Mitarbeitende insbesondere der pers&#246;nliche Kontakt.
Die Befunde tragen zu einem differenzierten Verst&#228;ndnis psychosozialer Ressourcen im Arbeitskontext bei und unterstreichen die Bedeutung einer kontextspezifischen Betrachtung von Wertsch&#228;tzung. Hieraus lassen sich Implikationen f&#252;r gesundheitsf&#246;rderliche Arbeitsbedingungen und gesunde F&#252;hrung, wie der effektiven Gestaltung von Wertsch&#228;tzungsma&#223;nahmen, ableiten.</abstract>
                <slug>pasig2026-95181-wertschatzung-im-arbeitskontext-und-ihr-zusammenhang-mit-psychologischen-grundbedurfnissen-eine-qualitative-interviewstudie</slug>
                <track>Sicherheits- und Gesundheitskultur</track>
                
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                    <person id='94887'>Lisa Lauryn Jahn</person><person id='103537'>Rudolf Kerschreiter</person><person id='103538'>Nadja Kreutzer</person>
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                <title>Gef&#228;hrdungsanalyse auf der Basis von &quot;Near-Misses&quot; in der Pharma-Industrie</title>
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                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T18:20:00+00:00</date>
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                <abstract>Die Unfallzahlen stagnieren in modernen Unternehmen. Deswegen werden auch &#8222;Near-Misses&#8220; (Beinahe-Unf&#228;lle) f&#252;r die Unfallpr&#228;vention verwendet. Die Firma Boehringer Ingelheim erhebt seit M&#228;rz 2022 systematisch Meldungen zu Unf&#228;llen, Beinaheunf&#228;llen und unsicheren Zust&#228;nden. Dies geschieht &#252;ber ein Meldesystem, welches in Kooperation mit der TU Darmstadt entwickelt wurde. &#220;ber das gesamte Jahr 2023 wurden Unf&#228;lle, Beinahe-Unf&#228;lle, unsichere Zust&#228;nde sowie Schadensmeldungen &#252;ber das Meldesystem des Pharmaunternehmens erhoben. Es wurden Meldungen aus allen Standorten und allen Bereichen des Pharmaunternehmens mit ca. 18000 Mitarbeitenden in Deutschland ber&#252;cksichtigt. Insgesamt wurden 1538 Meldungen erfasst. Diese Daten wurden unter Anwendung der F&#252;nf-Stufen-Methode zur Verhaltensbeeinflussung an Unfallschwerpunkten nach Burkardt (1992) analysiert. In den Daten wurden mit log-linearen Modellen statistisch signifikante (Beinahe-)Unfallschwerpunkte identifiziert, die zu  (Beinahe-)Unfalltypen, zu Verhaltensregeln und zu Ma&#223;nahmen f&#252;hrten, welche die Einhaltung der Verhaltensregeln verbessern sollten. 
Im Beitrag werden das Near-Miss-Management-System von Boehringer Ingelheim (genannt &#8222;Now&#8220;) beschrieben, die Analysemethode der TU-Darmstadt erkl&#228;rt und exemplarische Verhaltensregeln und Ma&#223;nahmen dargestellt.</abstract>
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                <title>AG: Psychische Gesundheit bei der Arbeit: Belastungen verstehen, Ressourcen st&#228;rken</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Poster/Blitzlicht</type>
                <date>2026-09-15T10:30:00+00:00</date>
                <start>10:30</start>
                <duration>00:40</duration>
                <abstract>Die Vortragssession &#8222;Psychische Gesundheit bei der Arbeit: Belastungen verstehen, Ressourcen st&#228;rken&#8220; untersucht, wie organisationale Bedingungen, F&#252;hrung und individuelle Lebenslagen die Gesundheit und Erholung von Besch&#228;ftigten beeinflussen. Zwei Beitr&#228;ge richten den Blick auf psychologische Sicherheit als soziale Ressource. Sie zeigen, welche Rolle organisationale Unterst&#252;tzung und gesundheitsspezifische F&#252;hrung f&#252;r die Bereitschaft spielen, offen &#252;ber psychische Belastungen zu sprechen, und ordnen psychologische Sicherheit in das Job-Demands-Resources-Modell ein. Ein weiterer Beitrag untersucht die Zusammenh&#228;nge zwischen Zeitdruck, gesundheitsorientierter F&#252;hrung und unterschiedlichen Gesundheits- und Erholungsindikatoren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass emotionale Ersch&#246;pfung, Wohlbefinden, Detachment und Schlafqualit&#228;t trotz konzeptueller &#220;berschneidungen nicht als austauschbare Indikatoren behandelt werden sollten. Der vierte Beitrag macht die spezifischen psychosozialen Belastungen Alleinerziehender in wissensintensiven Berufen sichtbar. Dabei erweisen sich Rollenvielfalt, Zeitdruck, unvorhersehbare Betreuungssituationen und Mental Load als eng miteinander verkn&#252;pfte Belastungskonstellation. Gemeinsam verdeutlichen die Beitr&#228;ge, dass psychische Gesundheit nicht allein von individuellen Bew&#228;ltigungsstrategien abh&#228;ngt. Erforderlich sind vielmehr unterst&#252;tzende F&#252;hrung, psychologisch sichere Arbeitsumgebungen, differenzierte Gesundheitsma&#223;nahmen und organisationale Strukturen, die unterschiedlichen Lebenslagen gerecht werden.</abstract>
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                <title>Psychische Gesundheit &#8211; immer noch Tabu? Die Rolle psychologischer Sicherheit zwischen F&#252;hrung, organisationaler Unterst&#252;tzung und Gespr&#228;chsbereitschaft</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T11:10:00+00:00</date>
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                <abstract>Lange Zeit war psychische Gesundheit in Organisationen kaum sichtbar. Ersch&#246;pfung, &#220;berforderung und emotionale Belastung wurden individualisiert und als pers&#246;nliches Defizit interpretiert, statt als Ausdruck struktureller oder kultureller Bedingungen der Arbeitswelt verstanden zu werden. Mitarbeitende sahen sich dabei impliziten Erwartungen ausgesetzt, ihre Belastungsgrenzen zu &#252;berwinden, anstatt Unterst&#252;tzung zu erhalten. Erst in den vergangenen Jahren hat sich ein Wandel vollzogen: Die zunehmende gesellschaftliche und mediale Auseinandersetzung mit Themen wie Burnout hat zu einer st&#228;rkeren Sensibilisierung gef&#252;hrt (Tremmel, 2025). Gleichzeitig bleibt ein zentrales Problem bestehen: Trotz wachsender Aufmerksamkeit und Ma&#223;nahmen sprechen Mitarbeitende h&#228;ufig nicht offen &#252;ber psychische Gesundheit (Amoadu et al., 2025).
Ein zentraler Erkl&#228;rungsansatz liegt in den wahrgenommenen sozialen Risiken, die mit dem Ansprechen psychischer Gesundheit verbunden sind. Mitarbeitende k&#246;nnten negative berufliche oder soziale Konsequenzen bef&#252;rchten und daher bewusst auf Offenheit verzichten (Dollard &amp; Bakker, 2010). Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag die Rolle psychologischer Sicherheit als vermittelnden Mechanismus zwischen organisationalen Rahmenbedingungen und der Gespr&#228;chsbereitschaft &#252;ber psychische Gesundheit.
Aufbauend auf dem Job-Demands-Resources-Modell wird angenommen, dass wahrgenommene organisationale Unterst&#252;tzung (POS) und gesundheitsspezifische F&#252;hrung (GSF) als organisationale Ressourcen ein Arbeitsumfeld f&#246;rdern, in dem interpersonelle Risiken reduziert werden. Diese erh&#246;hte psychologische Sicherheit beg&#252;nstigt wiederum die Bereitschaft, &#252;ber psychische Gesundheit im Arbeitskontext zu sprechen.
Die empirische Analyse basiert auf einer Stichprobe von N = 136 Besch&#228;ftigten aus unterschiedlichen Branchen und Organisationsgr&#246;&#223;en. Die Stichprobe ist hinsichtlich des Geschlechts weitgehend ausgewogen (46,0 % weiblich, 42,3 % m&#228;nnlich) und umfasst &#252;berwiegend Besch&#228;ftigte im mittleren Erwerbsalter (60,1 % zwischen 30 und 49 Jahren). Die Befragten sind vorwiegend in mittleren und gro&#223;en Unternehmen t&#228;tig und bilden insgesamt eine heterogene und erfahrene Stichprobe.
Mediationsanalysen zeigen, dass psychologische Sicherheit den Zusammenhang zwischen organisationaler Unterst&#252;tzung und Gespr&#228;chsbereitschaft partiell sowie den Zusammenhang zwischen gesundheitsspezifischer F&#252;hrung und Gespr&#228;chsbereitschaft vollst&#228;ndig vermittelt. Insgesamt erkl&#228;rt das Modell 36,8 % der Varianz der Gespr&#228;chsbereitschaft. 
Die Ergebnisse legen nahe, dass organisationale Einflussfaktoren isoliert betrachtet zu kurz greifen und ihre Wirkung erst im Zusammenspiel, insbesondere &#252;ber psychologische Sicherheit, entfalten. Diese wirkt im organisationalen Kontext vor dem Hintergrund entsprechender Rahmenbedingungen, die ein unterst&#252;tzendes Sicherheitsklima f&#246;rdern und so die Offenheit im Umgang mit psychischer Gesundheit erm&#246;glichen.

Literaturverzeichnis
Amoadu, M., Agyare, D. F., Doe, P. F. &amp; Abraham, S. A. (2025). Examining the impact of psychosocial safety climate on working conditions, well-being and safety of healthcare providers: a scoping review. BMC health services research, 25(1), 90. https://doi.org/10.1186/s12913-025-12254-2
Dollard, M. F. &amp; Bakker, A. B. (2010). Psychosocial safety climate as a precursor to conducive work environments, psychological health problems, and employee engagement. Journal of Occupational and Organizational Psychology, 83(3), 579&#8211;599. https://doi.org/10.1348/096317909X470690
Tremmel, T. (2025, 8. Mai). Burnout &#8211; Bedrohung oder Geschenk? Wie die Seele nach Ver&#228;nderung ruft. https://st-leonhards-akademie.de/gesundheit/burnout-bedrohung-oder-geschenk.html</abstract>
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                <title>Psychologische Sicherheit im JD-R Model: Implikationen f&#252;r gesundheitsf&#246;rderliche Organisationsentwicklung</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
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                <abstract>Psychologische Sicherheit gewinnt in modernen Organisationen an Relevanz, da sie ein Arbeitsumfeld erm&#246;glicht, in dem Besch&#228;ftigte offen kommunizieren, Fehler fr&#252;h adressieren und Belastungen transparent ansprechen k&#246;nnen. Damit stellt sie eine soziale Ressource dar, die eng mit zentralen Mechanismen des Job Demands&#8211;Resources Modells (JD R) verkn&#252;pft ist. W&#228;hrend das JD R-Modell beschreibt, wie Anforderungen und Ressourcen Motivation, Beanspruchung und Gesundheit beeinflussen, bleibt bislang offen, welche spezifische Funktion psychologische Sicherheit innerhalb dieses Gef&#252;ges &#252;bernimmt und wie stark sie die Zusammenh&#228;nge zwischen Belastungen, Ressourcen und Ergebnissen pr&#228;gt.
Welche Bedeutung hat psychologische Sicherheit f&#252;r die Zusammenh&#228;nge im JD R Modell und in welcher Weise beeinflusst sie die Interaktionen zwischen Anforderungen, Ressourcen und gesundheitlichen bzw. motivationalen Beanspruchungsfolgen?
Zur Beantwortung dieser Frage werden Daten einer breit angelegten Mitarbeiterbefragung genutzt (n=&gt;2.500). Psychologische Sicherheit wird anhand etablierter Items erfasst und in Beziehung gesetzt zu definierten Anforderungen (z.&#8239;B. Arbeitsverdichtung) und BGM-relevanten Ressourcen (z.&#8239;B. Gesunde F&#252;hrung, Gesundheitsklima) und Beanspruchungsfolgen (z.B. Emotionale Ersch&#246;pfung). Die Analyse erfolgt im Querschnitt-Design durch verschiedene regressionsanalytische Verfahren. Die Ergebnisse werden in praktische Implikationen f&#252;r BGM, F&#252;hrung und Organisationsentwicklung &#252;berf&#252;hrt.</abstract>
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                <title>Gesundheit und Erholung bei der Arbeit: Differentielle Zusammenh&#228;nge mit Zeitdruck und gesundheitsorientierter F&#252;hrung</title>
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                <abstract>**Hintergrund:** 
Viele arbeitspsychologische Studien untersuchen die Auswirkungen von Arbeitsbedingungen und F&#252;hrungsverhalten auf Gesundheits- und Erholungsoutcomes wie Ersch&#246;pfung, Wohlbefinden, Erholungserfahrungen und Schlafqualit&#228;t. Dabei bleibt oft unklar, wie sich solche konzeptuell &#228;hnlichen Indikatoren empirisch zueinander verhalten, was die Vergleichbarkeit von Befunden &#252;ber Studien hinweg erschwert. F&#252;r die kumulative Theoriebildung ist es daher wichtig, konzeptuell verwandte Gesundheits- und Erholungsoutcomes differenziert zu betrachten (Flaxman et al., 2022). Die Studie untersucht, wie arbeitsbezogene Gesundheits- und Erholungsoutcomes strukturell zusammenh&#228;ngen und ob gesundheitsorientierte F&#252;hrung (Jim&#233;nez et al., 2017) und Zeitdruck unterschiedliche Zusammenhangsmuster mit diesen Outcomes aufweisen.

**Methode:** 
In einer korrelativen Querschnittsstudie wurden 456 Besch&#228;ftigte zu gesundheitsorientierter F&#252;hrung, Zeitdruck, Wohlbefinden, emotionaler Ersch&#246;pfung, allgemeinem Gesundheitszustand, psychologischem Detachment, Schlafqualit&#228;t sowie Schlafmangel vor Werk- und Nicht-Werktagen befragt. Zur Pr&#252;fung struktureller Zusammenh&#228;nge und Pr&#228;diktorbeziehungen wurden Pearson-Korrelationen, explorative Faktorenanalysen und multiple Regressionen berechnet.

**Ergebnisse:** 
Die explorative Faktorenanalyse ergab eine Zwei-Faktor-Struktur: Wohlbefinden, emotionale Ersch&#246;pfung, allgemeiner Gesundheitszustand, Detachment und Schlafqualit&#228;t luden auf einen gemeinsamen Faktor, w&#228;hrend Schlafmangel vor Werk- und Nicht-Werktagen einen eigenst&#228;ndigen Faktor bildete. Die Regressionsanalysen zeigten trotz dieser gemeinsamen Faktorladung unterschiedliche Zusammenhangsmuster: Gesundheitsorientierte F&#252;hrung war mit f&#252;nf der sieben Outcomes assoziiert, Zeitdruck hingegen selektiv, aber deutlich mit emotionaler Ersch&#246;pfung und Detachment. Schlafmangel vor Nicht-Werktagen wurde durch keinen der beiden Pr&#228;diktoren erkl&#228;rt.

**Diskussion:** 
Die Befunde verdeutlichen, dass arbeitsbezogene Gesundheits- und Erholungsoutcomes nicht als austauschbare Indikatoren behandelt werden sollten. Zwar luden die meisten Variablen auf einen gemeinsamen Faktor, zugleich zeigten sie differenzielle Zusammenhangsmuster mit gesundheitsorientierter F&#252;hrung und Zeitdruck. F&#252;r die Praxis der betrieblichen Gesundheitsf&#246;rderung erm&#246;glicht die differenzierte Betrachtung von Gesundheits- und Erholungsoutcomes gezieltere Interventionen, je nachdem, ob Detachment, Wohlbefinden oder Schlafqualit&#228;t im Fokus stehen. F&#252;r die Forschung legt dies nahe, Gesundheits- und Erholungsoutcomes theoretisch fundiert auszuw&#228;hlen und vergleichend zu untersuchen, um ein Strukturmodell arbeitsbezogener Gesundheits- und Erholungsdimensionen zu entwickeln.

**Literatur:** 
Flaxman, P. E., Stride, C. B., Newman, S. A., &amp; M&#233;nard, J. (2022). Patterns and predictors of change in energy and mood around a vacation from the workplace: Distinguishing the effects of supplemental work activity and work&#8208;related perseverative cognition. Journal of Occupational and Organizational Psychology, 96(1), 81-108.
Jim&#233;nez, P., Winkler, B., &amp; Dunkl, A. (2017). Creating a healthy working environment with leadership: the concept of health-promoting leadership. The International Journal of Human Resource Management, 28(17), 2430-2448.</abstract>
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                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                    <person id='95131'>Stephanie Kurzenh&#228;user-Carstens</person><person id='103553'>Myriam Niehues</person>
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                <room>Seminarraum 2</room>
                <title>Kein Puffer, kein Plan B: Psychosoziale Belastungskonstellationen von Alleinerziehenden in Berufen moderner Wissensarbeit</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-15T11:45:00+00:00</date>
                <start>11:45</start>
                <duration>00:15</duration>
                <abstract>Alleinerziehende Besch&#228;ftigte sind in der arbeitspsychologischen Forschung eine weitgehend unsichtbare Gruppe &#8211; obwohl rund 1,7 Millionen Haushalte mit minderj&#228;hrigen Kindern in Deutschland von einer Person allein gef&#252;hrt werden, 82 Prozent davon von Frauen. Ihre Belastungssituation unterscheidet sich strukturell von der in Paarfamilien: Betreuung, Erwerbsarbeit und Haushaltsorganisation liegen ohne Redundanz bei einer Person. Jede St&#246;rung im System trifft auf keinerlei Puffer.

Dieser Beitrag stellt Ergebnisse einer qualitativen Studie vor, die psychosoziale Belastungskonstellationen dieser Gruppe in wissensintensiven Berufen untersucht. Es handelt sich um T&#228;tigkeitsfelder, in denen Termindichte, Unterbrechungen, Multitasking und Erreichbarkeitserwartungen auf die besonderen zeitlichen und mentalen Anforderungen des Alleinerziehens treffen. Die Studie basiert auf dreizehn problemzentrierten Interviews, ausgewertet nach der Grounded Theory Methodologie (Strauss &amp; Corbin, 1996).

Die Analyse f&#252;hrte zur Kernkategorie Vereinbarkeit von Beruf und Familie als zentrales Spannungsfeld: kein erreichbarer Zustand, sondern ein dauerhafter, kr&#228;ftezehrender Aushandlungsprozess. Vier zentrale Belastungslinien wurden herausgearbeitet: Rollenvielfalt und -konflikte durch gleichzeitig aktive, widerspr&#252;chliche Erwartungsquellen; Zeit- und Organisationsdruck durch verdichtete Taktung ohne Zeitpuffer; unplanbare kindsbezogene Akutsituationen als wiederkehrende Destabilisierungsmomente; sowie ein allgegenw&#228;rtiger Mental Load, der im Material selten explizit benannt, aber konstant beschrieben wird.

Die Befunde zeigen, dass viele der von den Befragten geschilderten &#8222;Strategien&quot; bei n&#228;herer Betrachtung keine freien Entscheidungen, sondern kompensierende Notwendigkeiten sind &#8211; strukturell erzwungene Arrangements, die den Alltag am Laufen halten, aber mittelfristig soziale, strukturelle und gesundheitliche Konsequenzen erzeugen: von Ersch&#246;pfung und sozialem R&#252;ckzug bis hin zu blockierten Karrierewegen.

Der Beitrag schlie&#223;t mit konkreten Praxishinweisen f&#252;r Unternehmen &#8211; und mit der Frage, wie das spezifische Belastungsprofil Alleinerziehender in der betrieblichen Gesundheitsarbeit sichtbarer gemacht werden kann.

Hinweis: Das Thema wird unter abweichender Schwerpunktsetzung auch in der Kategorie &#8222;Vielfalt und Demokratie in Unternehmen&quot; eingereicht.</abstract>
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                    <person id='93862'>Jo Barbara Volkwein</person>
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                <room>Seminarraum 2</room>
                <title>AG: Arbeitsschutz digital gestalten: Gef&#228;hrdungsbeurteilung, Pr&#228;vention und Compliance</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Poster/Blitzlicht</type>
                <date>2026-09-15T13:30:00+00:00</date>
                <start>13:30</start>
                <duration>01:00</duration>
                <abstract>Die Vortragssession &#8222;Arbeitsschutz digital gestalten: Gef&#228;hrdungsbeurteilung, Pr&#228;vention und Compliance&#8220; beleuchtet, wie digitale und KI-gest&#252;tzte Instrumente den Arbeits- und Gesundheitsschutz unterst&#252;tzen und weiterentwickeln k&#246;nnen. Der erste Beitrag untersucht die Erfahrungen von Arbeitsschutz- und Pr&#228;ventionsexpert mit KI-generierten Auswertungen im Rahmen der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastungen. Dabei werden Potenziale wie automatisierte Mustererkennung und effizientere Analysen ebenso thematisiert wie Fragen der Nachvollziehbarkeit, ver&#228;nderte professionelle Rollen und die weiterhin unverzichtbare menschliche Expertise. Der zweite Beitrag stellt ein webbasiertes Instrument zur ganzheitlichen Gef&#228;hrdungsbeurteilung an Schulen in Rheinland-Pfalz vor. Die bisherigen Erfahrungen verdeutlichen die M&#246;glichkeiten einer standardisierten und datenbasierten Pr&#228;vention, zeigen aber auch Herausforderungen bei Beteiligung, Ma&#223;nahmenumsetzung und Wirksamkeitskontrolle. Der dritte Beitrag erweitert die Perspektive durch einen Vergleich innovativer Ans&#228;tze zur F&#246;rderung der Arbeitsschutz-Compliance in f&#252;nf europ&#228;ischen L&#228;ndern. Als zentrale Erfolgsfaktoren erweisen sich nutzerfreundliche Instrumente, risikoorientierte Strategien, Selbstwirksamkeit, Vertrauen und Kooperation. Gemeinsam zeigen die Beitr&#228;ge, dass digitale Technologien den Arbeitsschutz wirkungsvoll unterst&#252;tzen k&#246;nnen, ihre pr&#228;ventive Wirkung jedoch von fachlicher Einordnung, organisationaler Umsetzung und der Zusammenarbeit aller beteiligten Akteur abh&#228;ngt.</abstract>
                <slug>pasig2026-104515-ag-arbeitsschutz-digital-gestalten-gefahrdungsbeurteilung-pravention-und-compliance</slug>
                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                    <person id='94772'>Matthias Schmidt</person>
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                <title>KI-Auswertungen in der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung mit dem BASA IV und der ACOMERA Software: Chancen und Herausforderungen</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T14:30:00+00:00</date>
                <start>14:30</start>
                <duration>00:10</duration>
                <abstract>Die zunehmende Integration von K&#252;nstlicher Intelligenz (KI) in die Arbeitswelt ver&#228;ndert grundlegend Arbeitsprozesse und stellt so auch neue Anforderungen an die Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung. Dies gilt ebenso f&#252;r Fachleute, die mit neuen KI-Tools Arbeitsbedingungen systematisch ermitteln und bewerten. Seit November 2024 bietet das BASA IV-Verfahren eine Auswertung mit KI an. Mit der ACOEMRA Software ist die Ausgabe von KI-gest&#252;tzte Reports m&#246;glich, mit denen Muster und Zusammenh&#228;nge in den erhobenen Daten zu erkennen sind. Sie werden f&#252;r betriebliche und &#252;berbetriebliche AS-Akteure digital aufbereitet.
Im Rahmen einer qualitativen Studie wurden nach 16 Monaten Einf&#252;hrung der KI-Reports Erfahrungen, Erlebnisse und Bewertungen von Arbeitsschutz- und Pr&#228;ventionsexpert:innen im Umgang mit den neuen BASA IV-KI-gest&#252;tzten Reports erfragt. Es wurden leitfadengest&#252;tzte Interviews mit sieben Expert:innen aus den Bereichen Arbeitsschutz, Arbeitspsychologie und betriebliche Pr&#228;vention gef&#252;hrt, die seit der Implementierung im November 2024 aktiv damit arbeiten. Analysiert wurden wahrgenommene Chancen und Erleichterungen f&#252;r die betriebliche Pr&#228;ventionsarbeit sowie Risiken und Bef&#252;rchtungen bei der Arbeit damit. 
Die Auswertung der Interviews zeigte, dass die KI-gest&#252;tzten BASA IV-Reports zu einem ver&#228;nderten Rollenverst&#228;ndnis der Expert:innen f&#252;hren. Als zentrale Chancen nannten sie die schnellere Identifikation von Problemfeldern durch automatisierte Mustererkennung und verbesserte Visualisierung von Zusammenh&#228;ngen, was die Ableitung von Ma&#223;nahmen erleichtert. Als Herausforderungen wurden Bedenken hinsichtlich der Nachvollziehbarkeit (Blackbox-Problematik) der Algorithmen f&#252;r KI-basierte Handlungsempfehlungen ge&#228;u&#223;ert. Die KI-gest&#252;tzten Reports f&#252;hren des weiteren zu einem ver&#228;nderten Rollenverst&#228;ndnis der Expert:innen und zu Ver&#228;nderungen im Gesch&#228;ftsmodell bei Beratungsfirmen, weil Beratungszeiten f&#252;r die Analyse psychischer Belastungen wegfallen. Es zeichnet sich gleichwohl ab, dass die BASA IV-KI-Auswertungen ein wirksames Werkzeug bei der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastungen sein k&#246;nnen, weil langwierige Analyseprozesse von der Findung betrieblicher L&#246;sungen und der Umsetzung entsprechender Ma&#223;nahmen abgel&#246;st werden. D. h., dass sich Beratungsinhalte zur menschengerechten Arbeitsgestaltung hin verlagern, was einen gro&#223;en Beitrag zur Erf&#252;llung gesetzlicher Vorgaben leisten kann. Die menschliche Expertise f&#252;r die kontextbezogene Einordnung und Ma&#223;nahmenumsetzung bleibt nach wie vor unverzichtbar, besonders was den Kontakt zu den Akteur:innen und die Kommunikation im Betrieb angeht.</abstract>
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                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                    <person id='94772'>Matthias Schmidt</person><person id='103530'>Gabriele Walter</person>
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                <room>Seminarraum 2</room>
                <title>Digitale Gef&#228;hrdungsbeurteilung an Schulen in Rheinland-Pfalz &#8211; Chancen und Grenzen eines webbasierten Tools f&#252;r Pr&#228;vention und Gesundheitsf&#246;rderung</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-15T14:40:00+00:00</date>
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                <abstract>Einleitung:
Die Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gef&#228;hrdungsbeurteilung) ist ein gesetzlich gefordertes und zentrales Instrument des Arbeitsschutzes. Im Schuldienst besteht f&#252;r den Arbeitgeber/Dienstherren (BM) die Herausforderung, die Gef&#228;hrdungsbeurteilung f&#252;r sehr viele Schul-/Einzelstandorte (ca. 1500 staatliche Schulen in RLP) mit heterogenen Arbeitsbedingungen systematisch umzusetzen. Digitale Anwendungen k&#246;nnen dazu beitragen, die Durchf&#252;hrung zu vereinfachen, die Akzeptanz zu erh&#246;hen und Pr&#228;vention datenbasiert zu unterst&#252;tzen. Vor diesem Hintergrund wurde am Institut f&#252;r Lehrergesundheit (IfL) das webbasierte &#8222;Cockpit IfL&#8220; entwickelt, um Schulleitungen bei der ganzheitlichen Gef&#228;hrdungsbeurteilung des inneren Schulbereichs strukturiert zu unterst&#252;tzen. 

Methoden:
Das Cockpit IfL bildet die wesentlichen Schritte der Gef&#228;hrdungsbeurteilung digital entlang des PDCA-Zyklus ab: Online-Befragung, automatisierte Auswertung, Ma&#223;nahmenempfehlungen sowie Dokumentation und Wirksamkeitspr&#252;fung. Eingesetzt werden getrennte Frageb&#246;gen f&#252;r Schulleitung (Schwerpunkt Arbeitsschutzorganisation, Itemkonstruktionen orientiert an GDA) und Fragebogen Kollegium (Schwerpunkt Arbeitsbedingungen, arbeitsbezogene und gesundheitliche Belastungen und Beanspruchungen, Items umfassen die Dimensionen im Sinne der GDA und bestehen aus etablierten Instrumenten sowie Eigenkonstruktionen f&#252;r den Einsatz an Schulen). Die Website ist so aufgebaut, dass Schulleitungen Schritt-f&#252;r-Schritt durchgeleitet werden und die Ergebnisse &#252;bersichtlich anhand eines Ampelschemas dargestellt werden, sodass diese Entwicklungsfelder sowie Ressourcen klar dargestellt bekommen. Erg&#228;nzend erm&#246;glicht das System Vergleichsauswertungen mit anderen Schulformen sowie Ma&#223;nahmenempfehlungen.

Ergebnisse:
Stand 03/2026 haben sich N=731 (48% von ca. 1500 Schulen) in Cockpit mindestens einmal angemeldet, N=472 (31%) haben den Schulleitungsfragebogen abgeschlossen, N=8363 schulische Bedienstete aus N=403 Schulen (26%) haben den Kollegiumsfragebogen abgeschlossen, N=67 Schulen (4%) haben Ma&#223;nahmen schriftlich im System dokumentiert.
Inhaltlich weisen die bisherigen Auswertungen insbesondere auf Verwaltungsaufwand, heterogenes Leistungsniveaus der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sowie emotionale Anforderungen als zentrale Entwicklungsfelder hin, w&#228;hrend Austausch, Kooperation, Wertsch&#228;tzung und Handlungsspielraum &#252;berwiegend als Ressourcen beschrieben werden. 

Diskussion:
Die digitale Gef&#228;hrdungsbeurteilung mit Cockpit IfL bietet die Chance, Arbeitsschutz an Schulen unter Einbindung aller Mitarbeitenden niedrigschwellig, standardisiert und datenbasiert zu unterst&#252;tzen. Dies erm&#246;glicht Entscheidungsfindung auf empirischer Basis. Zugleich bleiben die Umsetzung und Wirksamkeitskontrolle von Ma&#223;nahmen eine Aufgabe vor Ort. Grenzen bestehen zudem in der Abh&#228;ngigkeit von Beteiligung und fachlicher Einordnung der Ergebnisse. Digitale Systeme k&#246;nnen Pr&#228;vention somit wirksam unterst&#252;tzen, ersetzen aber nicht die fachliche Begleitung und pers&#246;nliche Ma&#223;nahmenimplementierung. Zudem erfordert Cockpit IfL eine kontinuierliche Pflege in Form von Updates und Weiterentwicklungen (technisch, rechtlich, inhaltlich).</abstract>
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                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                <title>St&#228;rkung der Arbeitsschutz-Compliance in Europa: Psychologisch relevante Erfolgsfaktoren innovativer Ans&#228;tze aus f&#252;nf L&#228;ndern</title>
                <subtitle></subtitle>
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                <abstract>Die Sicherstellung von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Occupational Safety and Health, OSH) stellt Arbeitsinspektionen und Pr&#228;ventionsdienste in Europa vor wachsende Herausforderungen. Technologischer Wandel, neue Arbeitsformen sowie die Heterogenit&#228;t von Unternehmensstrukturen &#8211; insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) &#8211; erfordern innovative und wirksame Ans&#228;tze zur F&#246;rderung der Compliance mit Arbeitsschutzvorschriften. Vor diesem Hintergrund untersucht dieser Beitrag vergleichend neue Strategien zur St&#228;rkung der OSH Compliance in f&#252;nf europ&#228;ischen L&#228;ndern: Norwegen, Deutschland, Polen, Portugal und Irland.
Die Analyse basiert auf einer systematischen Auswertung nationaler Politiken, Instrumente und Praxisbeispiele, mit besonderem Augenmerk auf die Rolle von Pr&#228;vention, Digitalisierung und Kooperation. Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchten L&#228;nder unterschiedliche, aber komplement&#228;re Wege verfolgen. Norwegen setzt auf risikobasierte Inspektionsmodelle und datenbasierte Technologien zur fr&#252;hzeitigen Identifikation von Gef&#228;hrdungen. Deutschland zeichnet sich durch eine enge Verkn&#252;pfung von Pr&#228;ventionsdiensten und sozialer Sicherung aus, erg&#228;nzt durch digitale Beratungsformate. Polen verfolgt sektorspezifische Pr&#228;ventions- und Inspektionsprogramme, insbesondere in Hochrisikobranchen, w&#228;hrend Portugal auf gemeinschaftsorientierte Netzwerke und partizipative Ans&#228;tze setzt. In Irland f&#246;rdern digitale Selbstbewertungsinstrumente wie BeSMART.ie die Eigenverantwortung von Unternehmen.
&#220;ber L&#228;ndergrenzen hinweg lassen sich zentrale Erfolgsfaktoren identifizieren, die auch aus arbeits- und sicherheitspsychologischer Perspektive relevant sind: risikoorientierte Priorisierung, verst&#228;ndliche und nutzerfreundliche Instrumente, die F&#246;rderung von Selbstwirksamkeit sowie der Aufbau von Vertrauen und Kooperation zwischen Beh&#246;rden, Pr&#228;ventionsdiensten und Betrieben. Der Beitrag diskutiert die &#220;bertragbarkeit dieser Ans&#228;tze und ihren potenziellen europ&#228;ischen Mehrwert. Er leistet damit einen Beitrag zur Diskussion, wie Arbeitsschutz-Compliance nicht nur kontrolliert, sondern durch lern- und verhaltensorientierte Strategien nachhaltig gest&#228;rkt werden kann.</abstract>
                <slug>pasig2026-95183-starkung-der-arbeitsschutz-compliance-in-europa-psychologisch-relevante-erfolgsfaktoren-innovativer-ansatze-aus-funf-landern</slug>
                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                <room>Seminarraum 2</room>
                <title>ADK: Partizipative Pr&#228;ventionsstrategien in organisationalen Transformationsprozessen: Entwicklung und Evaluation des &#8222;Health Oriented Transformation Program&#8220;</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-15T17:00:00+00:00</date>
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                <abstract>Aktuell werden viele Besch&#228;ftigte durch wiederkehrende Restrukturierungen auf eine hohe Belastungsprobe gestellt.  Die arbeitswissenschaftliche Forschung weist seit Langem auf psychosoziale Risikofaktoren bei Reorganisationen hin, etwa auf psychosomatische Erkrankungen, Stresserleben und nicht intendierte Fluktuation (K&#246;per &amp; Richter, 2016). Zwar existieren inzwischen theoretisch fundierte Modelle zu Risikofaktoren, Bew&#228;ltigungsressourcen und Gestaltungsans&#228;tzen (u.&#8239;a. Dlouhy &amp; Casper, 2021). In der betrieblichen Praxis finden sich jedoch bislang kaum praxistaugliche Konzepte, die &#252;ber verhaltensbezogene Pr&#228;ventionsma&#223;nahmen hinausgehen. Obwohl der Gesetzgeber im Rahmen der Gef&#228;hrdungsbeurteilung psychischer Belastungen anlassbezogene Gef&#228;hrdungsbeurteilungen vorsieht, bleibt deren Umsetzung h&#228;ufig defizit&#228;r. Angesichts fortschreitender Transformationsprozesse und hoher Ver&#228;nderungsdynamiken erfordert ein zukunftsorientierter Arbeits- und Gesundheitsschutz neue, proaktive Pr&#228;ventionsmodelle, die betriebliche Arbeitsschutzakteure in die Lage versetzen, potentielle psychische Gef&#228;hrdung fr&#252;hzeitig zu erkennen und anzugehen.
Mit dem Pr&#228;ventionsprogramm &#8222;HOT&#8220; (Health Oriented Transformation Program) wird eine solche L&#252;cke adressiert. Das Verfahren wurde im Rahmen des von der Hans-B&#246;ckler-Stiftung gef&#246;rderten Projekts GeMiTrans (&#8222;Gesundheit und Mitbestimmung in Transformationsprozessen st&#228;rken&#8220;) entwickelt und in einem Modellunternehmen erprobt. Ziel des Hot-Programms ist es, nachhaltige Arbeitsschutzstrukturen zu schaffen, die eine partizipative und gesundheitsorientierte Gestaltung von Ver&#228;nderungsprozessen erm&#246;glicht. 
Der Beitrag beschreibt das Vorgehensmodell, seine theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen. Im empirischen Teil werden Ergebnisse zur Wirksamkeit und Akzeptanz des Verfahrens vorgestellt, das in einem von Downsizing betroffenen Dienstleistungsbereich eines Produktionsunternehmens durchgef&#252;hrt wurde. An der Erprobung und Evaluation des Verfahrens nahmen 13 Besch&#228;ftigte und F&#252;hrungskr&#228;fte des Arbeitsbereichs im Rahmen von Arbeitsplatzinterviews und Diagnose- und Gestaltungsworkshops sowie einer Akzeptanzbefragung im Anschluss der Ma&#223;nahme teil. 
Literatur
Dlouhy, K, Casper, A. (2021) Downsizing and surviving employees&apos; engagement and strain: The role of job resources and job demands. Hum Resour Manage 60: 435&#8211;454. https://doi.org/10.1002/hrm.22032 
K&#246;per, B., Richter, G. (2016) Restrukturierung und Gesundheit. In: Badura, B., Ducki, A., Schr&#246;der, H., Klose, J., Meyer, M. (eds) Fehlzeiten-Report 2016. Fehlzeiten-Report, vol 2016. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-49413-4_14</abstract>
                <slug>pasig2026-89593-adk-partizipative-praventionsstrategien-in-organisationalen-transformationsprozessen-entwicklung-und-evaluation-des-health-oriented-transformation-program</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                    <person id='90015'>Anja Gerlmaier</person>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>Psychological Resources of Employees in Wartime:  What Supports Resilience?</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Einzelbeitrag</type>
                <date>2026-09-16T09:00:00+00:00</date>
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                <duration>00:30</duration>
                <abstract>This study examines the psychological resources that support employee resilience under wartime conditions. The research is based on the experience of Ukrainian employees who continued their professional activity during the Russian-Ukrainian war. In this context, resilience becomes not only an individual psychological characteristic, but also an important condition for maintaining work capacity, psychological well-being, and adaptation under prolonged stress.
The aim of the study was to identify the socio-psychological factors associated with higher levels of employee resilience in wartime. Special attention was paid to psychological resources that may help individuals preserve internal stability and continue effective functioning despite uncertainty, danger, emotional strain, and disruption of everyday life. The study involved employed adults from Ukraine representing different professional fields. A quantitative research design was used. Data were collected with standardized psychodiagnostic instruments measuring resilience and a range of psychological and social variables relevant to adaptation under crisis conditions. The analysis focused on the relationships between resilience and personal as well as interpersonal resources. The findings show that employee resilience in wartime is associated with a set of interconnected psychological resources. Higher resilience was linked to stronger internal coping resources, greater perceived social support, and more constructive patterns of responding to stress. At the same time, the results indicate that resilience should not be understood only as a stable personal trait. It is also shaped by the broader social and organizational context in which employees live and work during crisis. The study contributes to occupational and organizational psychology by extending the understanding of resilience in extreme social conditions. It also has practical value for the field of workplace health and safety, as it highlights resources that can be strengthened through organizational support and socio-psychological interventions. The results may be useful for developing programs aimed at preserving employee mental health, sustaining work functioning, and supporting adaptation in times of war and other prolonged crises.</abstract>
                <slug>pasig2026-95385-psychological-resources-of-employees-in-wartime-what-supports-resilience</slug>
                <track>SP: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Krisenzeiten</track>
                
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>Resilienz in Unternehmen: Voraussetzungen f&#252;r gesunde und sichere Arbeit</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-16T09:30:00+00:00</date>
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                <abstract>Vielfalt, Demokratie und Resilienz in Unternehmen: Voraussetzungen f&#252;r gesunde und sichere Arbeit

Vielfalt und demokratische Strukturen sind nicht nur gesellschaftliche Werte, sondern auch zentrale Ressourcen f&#252;r die Resilienz von Unternehmen. Organisationen, in denen unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden, Besch&#228;ftigte an Entscheidungen beteiligt sind und ein respektvoller Umgang gelebt wird, k&#246;nnen Ver&#228;nderungen, Krisen und Unsicherheiten h&#228;ufig besser bew&#228;ltigen. Vielfalt entfaltet ihr Potenzial jedoch nicht automatisch. Erst durch psychologische Sicherheit, faire Verfahren, transparente Kommunikation und wirksame Partizipation entstehen Bedingungen, unter denen Besch&#228;ftigte ihre Erfahrungen, Bedenken und Ideen offen einbringen k&#246;nnen.

Die Keynote beleuchtet, wie demokratische Beteiligung, Diversit&#228;t und organisationale Resilienz mit Gesundheitsf&#246;rderung und Arbeitssicherheit zusammenwirken. Eine inklusive Organisationskultur kann dazu beitragen, Belastungen fr&#252;hzeitig zu erkennen, Sicherheitsrisiken offen anzusprechen und tragf&#228;hige L&#246;sungen gemeinsam zu entwickeln. Zugleich werden m&#246;gliche Spannungsfelder thematisiert: Ausgrenzung, Benachteiligung, Polarisierung und fehlende Mitsprache k&#246;nnen Gesundheit, Vertrauen und Sicherheitsverhalten beeintr&#228;chtigen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen Strukturen schaffen k&#246;nnen, die Unterschiedlichkeit anerkennen, Beteiligung erm&#246;glichen und zugleich Orientierung bieten. Gesundheitsf&#246;rderung und Arbeitssicherheit werden dabei als gemeinsame Gestaltungsaufgabe verstanden. Eine resiliente Organisation sch&#252;tzt nicht nur vor Belastungen, sondern st&#228;rkt auch Selbstwirksamkeit, Zusammenhalt und die F&#228;higkeit, Herausforderungen gemeinsam zu bew&#228;ltigen.</abstract>
                <slug>pasig2026-103329-resilienz-in-unternehmen-voraussetzungen-fur-gesunde-und-sichere-arbeit</slug>
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                <room>Linke Aula</room>
                <title>Von der Gef&#228;hrdungsbeurteilung zur Gef&#228;hrdungsprognose - KI als Ent-wicklungsstufe im Arbeitsschutz</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
                <date>2026-09-16T10:30:00+00:00</date>
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                <abstract>Die Gef&#228;hrdungsbeurteilung ist das zentrale Instrument des betrieblichen Arbeitsschutzes, wird in der Praxis jedoch h&#228;ufig punktuell, dokumentationsorientiert und &#252;berwiegend r&#252;ckblickend durchgef&#252;hrt. Der Beitrag untersucht, inwiefern K&#252;nstliche Intelligenz (KI) diese etablierte Praxis zu einer st&#228;rker vorausschauenden Gef&#228;hrdungsprognose weiterentwickeln kann. KI-gest&#252;tzte Assistenzsysteme k&#246;nnen vorhandene Informationen aus Technik, Arbeitsorganisation, Arbeitszeitgestaltung, Gesundheitsmanagement, Besch&#228;ftigtenbefragungen und betrieblichen Prozessdaten strukturiert zusammenf&#252;hren. Dadurch lassen sich Muster, Ver&#228;nderungen und m&#246;gliche Handlungsbedarfe fr&#252;her erkennen und f&#252;r die fachliche Bewertung aufbereiten.

Ein besonderes Potenzial besteht bei der Pr&#228;vention psychischer Belastungen. Verdichtete und m&#246;glichst nicht personenbezogene Daten k&#246;nnen Hinweise auf belastende Konstellationen wie hohen Zeitdruck, h&#228;ufige Unterbrechungen, unklare Schnittstellen, geringe Planbarkeit oder ein ung&#252;nstiges Verh&#228;ltnis von Anforderungen und Ressourcen liefern. Ziel ist dabei ausdr&#252;cklich nicht die Klassifikation oder &#220;berwachung einzelner Besch&#228;ftigter. KI dient vielmehr der pr&#228;ventiven Hypothesenbildung und kann Anl&#228;sse f&#252;r vertiefende Analysen, Beteiligungsprozesse und arbeitsgestalterische Ma&#223;nahmen sichtbar machen.

Die Gef&#228;hrdungsprognose ersetzt weder die gesetzlich vorgeschriebene Gef&#228;hrdungsbeurteilung noch arbeitspsychologische Expertise, Besch&#228;ftigtenbeteiligung oder betriebliche Verantwortung. Fachliche Einordnung, Priorisierung und Auswahl geeigneter Schutzma&#223;nahmen verbleiben bei den zust&#228;ndigen betrieblichen Akteuren. Voraussetzung f&#252;r einen verantwortungsvollen Einsatz sind transparente Funktionsweisen, klare Rollen und Zugriffsrechte, Datenschutz, Zweckbindung, Qualifizierung sowie die fr&#252;hzeitige Einbindung von Besch&#228;ftigten und Interessenvertretungen.

KI kann den Arbeitsschutz somit nicht automatisieren, aber seine Informationsgrundlage verbessern und Pr&#228;ventionsprozesse kontinuierlicher, systematischer und vorausschauender gestalten. Der &#220;bergang von der Gef&#228;hrdungsbeurteilung zur Gef&#228;hrdungsprognose ist daher weniger als technischer Umbruch denn als soziotechnisch zu gestaltende Weiterentwicklung der betrieblichen Pr&#228;ventionspraxis zu verstehen.</abstract>
                <slug>pasig2026-103317-von-der-gefahrdungsbeurteilung-zur-gefahrdungsprognose-ki-als-ent-wicklungsstufe-im-arbeitsschutz</slug>
                <track>SP: Chancen und Risiken der Digitalisierung und KI</track>
                
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                    <person id='102359'>Sascha Stowasser</person>
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                <title>Gesundheit und Autonomie im Kontext prek&#228;rer Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
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                <abstract>Gesundheit und Autonomie im Kontext prek&#228;rer Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse

Die zunehmende &#220;berlagerung &#246;konomischer, gesundheitlicher, &#246;kologischer und humanit&#228;rer Krisen f&#252;hrt zu tiefgreifenden Ver&#228;nderungen von Lebens- und Arbeitsbedingungen. Besonders betroffen sind Menschen in prek&#228;ren Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnissen, da geringe Einkommen, unzureichende soziale Absicherung und fehlende Besch&#228;ftigungssicherheit ihre M&#246;glichkeiten einschr&#228;nken, Krisenfolgen zu bew&#228;ltigen. Der Beitrag untersucht, wie prek&#228;r Besch&#228;ftigte Autonomie und Gesundheit unter den Bedingungen solcher Polykrisen erleben. Prek&#228;re Besch&#228;ftigung wird dabei als mehrdimensionales Ph&#228;nomen verstanden, das neben materieller Unsicherheit auch eingeschr&#228;nkte Partizipationsm&#246;glichkeiten, soziale Isolation, fehlende Anerkennung und Sinnverlust umfassen kann.

Im Mittelpunkt steht das Besch&#228;ftigungs-Gesundheits-Dilemma: Besch&#228;ftigte m&#252;ssen mitunter zwischen dem Schutz ihrer Gesundheit und der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz abw&#228;gen. Da sowohl ein Verbleib in gesundheitsgef&#228;hrdender Arbeit als auch deren Aufgabe mit erheblichen Risiken verbunden sein k&#246;nnen, handelt es sich nur eingeschr&#228;nkt um eine autonome Entscheidung. Technologische Entwicklungen wie algorithmisches Management k&#246;nnen den Kontrollverlust zus&#228;tzlich verst&#228;rken, indem sie Verhalten &#252;berwachen, Leistungen bewerten und Besch&#228;ftigte dazu bewegen, pers&#246;nliche oder gesundheitliche Grenzen zu &#252;berschreiten.

Prek&#228;re Besch&#228;ftigung ist daher als soziale Determinante von Gesundheit zu betrachten. Instabile Arbeitsverh&#228;ltnisse wirken unmittelbar auf psychische Gesundheit und Wohlbefinden, erh&#246;hen die Wahrscheinlichkeit gesundheitsgef&#228;hrdender Arbeitsbedingungen und erzeugen materielle Belastungen, die gesundheitliche Risiken weiter versch&#228;rfen. Die zunehmende Prekarisierung verlagert betriebliche und gesellschaftliche Risiken auf Besch&#228;ftigte und beeinflusst zugleich Personen in vermeintlich sicheren Arbeitsverh&#228;ltnissen. Der Beitrag pl&#228;diert deshalb daf&#252;r, wissenschaftliche Erkenntnisse zu arbeitsbezogener Gesundheit st&#228;rker in &#246;ffentliche, politische und betriebliche Debatten einzubringen und die Rechte prek&#228;r Besch&#228;ftigter konsequent zu st&#228;rken.</abstract>
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                <track>SP: Prek&#228;re Arbeit</track>
                
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                    <person id='102360'>Franziska Josefine K&#246;&#223;ler</person>
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                <title>EXPERTENKREIS: Psychische Belastung, Beanspruchung und Ressourcen</title>
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                <date>2026-09-16T11:40:00+00:00</date>
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                <abstract>Der Expertenkreis &#8222;Psychische Belastung, Beanspruchung und Ressourcen&#8220; besch&#228;ftigt sich mit der Frage, wie Arbeitsbedingungen so gestaltet werden k&#246;nnen, dass sie Gesundheit, Leistungsf&#228;higkeit und pers&#246;nliche Entwicklung f&#246;rdern. Psychische Beanspruchung wird dabei nicht grunds&#228;tzlich als negativ verstanden: Als unmittelbare individuelle Reaktion auf psychische Belastungen kann sie funktional sein und eine wichtige Humanressource darstellen, in dysfunktionaler Auspr&#228;gung jedoch die Gesundheit beeintr&#228;chtigen. Ziel ist daher nicht die generelle Minimierung, sondern die Optimierung psychischer Beanspruchung durch eine wirtschaftliche und zugleich menschengerechte Arbeitsgestaltung. Der Expertenkreis verfolgt hierzu eine ganzheitliche Perspektive, die individuelle Verhaltensweisen, strukturelle Arbeitsbedingungen und organisationale Kulturen gleicherma&#223;en ber&#252;cksichtigt. Im Mittelpunkt stehen die zuverl&#228;ssige Erfassung und fundierte Bewertung psychischer Belastung, Beanspruchung und Ressourcen, die Qualit&#228;tsanforderungen an wissenschaftlich gepr&#252;fte und zugleich praktikable Verfahren sowie die Integration dieser Themen in die Gef&#228;hrdungsbeurteilung. Ber&#252;cksichtigt werden dabei auch relevante rechtliche und normative Rahmenbedingungen. Ziel des Expertenkreises ist es, theoretisch fundierte, empirisch erprobte und betrieblich nutzbare Konzepte, Instrumente, Qualit&#228;tsstandards und Interventionen zu entwickeln. Dar&#252;ber hinaus sollen interdisziplin&#228;re Zusammenarbeit und geeignete Aus- und Weiterbildungskonzepte gef&#246;rdert werden.</abstract>
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                <track>Psychische Belastung und Beanspruchung</track>
                
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                <title>Abschluss und Ausblick</title>
                <subtitle></subtitle>
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                <date>2026-09-16T12:45:00+00:00</date>
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                <abstract>Abschluss und Ausblick

Zum Abschluss des 24. PASIG Workshops kommen alle Teilnehmenden noch einmal zusammen, um auf die gemeinsamen Workshoptage zur&#252;ckzublicken und zentrale Impulse zu b&#252;ndeln. Die Vielfalt der Vortr&#228;ge, Arbeitsgruppen und Diskussionen hat gezeigt, wie breit das Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit aufgestellt ist und wie wichtig der kontinuierliche Austausch zwischen Wissenschaft, betrieblicher Praxis und institutionellem Arbeitsschutz bleibt.

Im Mittelpunkt des Abschlusses stehen ausgew&#228;hlte Erkenntnisse, offene Fragen und Anregungen, die sich aus dem Programm ergeben haben. Dabei geht es nicht nur um eine Zusammenfassung, sondern auch um die Frage, welche Ideen in die eigene berufliche Praxis, in zuk&#252;nftige Forschungsprojekte oder in die weitere Verbandsarbeit &#252;bertragen werden k&#246;nnen. Zugleich bietet der Programmpunkt Gelegenheit, den Referierenden, Mitwirkenden, Unterst&#252;tzenden und allen Teilnehmenden f&#252;r ihr Engagement zu danken.

Der anschlie&#223;ende Ausblick richtet den Blick auf kommende Aktivit&#228;ten des PASIG, zuk&#252;nftige Veranstaltungen und neue M&#246;glichkeiten der fachlichen Zusammenarbeit. Der Workshop soll nicht mit dem letzten Programmpunkt enden, sondern Impulse f&#252;r weitere Gespr&#228;che, Kooperationen und gemeinsame Projekte geben.

Wir verabschieden alle Teilnehmenden mit vielen neuen Eindr&#252;cken, wertvollen Kontakten und hoffentlich konkreten Ideen f&#252;r die weitere Gestaltung sicherer und gesunder Arbeit.</abstract>
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                <title>EXPERTENKREIS: Gesundheitsf&#246;rderung und Gesundheitsschutz</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-16T11:40:00+00:00</date>
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                <abstract>Der Expertenkreis &#8222;Gesundheitsf&#246;rderung und Gesundheitsschutz&#8220; unterst&#252;tzt die wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Weiterentwicklung gesundheitsf&#246;rderlicher Arbeitsbedingungen. Im Mittelpunkt steht der kontinuierliche Wissens- und Informationsaustausch zwischen Wissenschaft, betrieblicher Praxis und &#214;ffentlichkeit. Arbeitspsychologische Erkenntnisse sollen verst&#228;ndlich aufbereitet und insbesondere &#252;ber digitale Medien, Publikationen, Weiterbildungen und Veranstaltungen zug&#228;nglich gemacht werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der systematischen Zusammenstellung evidenzbasierter Ma&#223;nahmen, bew&#228;hrter Praxisbeispiele sowie geeigneter Instrumente und Verfahren der betrieblichen Gesundheitsf&#246;rderung und des Gesundheitsschutzes. Dadurch sollen betriebliche Akteur bei der Auswahl, Planung und Umsetzung wirksamer Ma&#223;nahmen unterst&#252;tzt werden. Der Expertenkreis besch&#228;ftigt sich zudem mit der Frage, &#252;ber welches Wissen und welche Handlungskompetenzen Wissenschaftler und Praktiker in diesem T&#228;tigkeitsfeld verf&#252;gen sollten. Auf dieser Grundlage werden Impulse f&#252;r die Aus- und Weiterbildung entwickelt. Gleichzeitig f&#246;rdert der Expertenkreis die fachliche Qualifizierung seiner Mitglieder und schafft einen Rahmen f&#252;r interdisziplin&#228;ren Austausch, gemeinsames Lernen und die kritische Reflexion aktueller Entwicklungen. Damit tr&#228;gt er dazu bei, wissenschaftliche Evidenz in nachhaltiges und qualit&#228;tsgesichertes betriebliches Handeln zu &#252;berf&#252;hren.</abstract>
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                <track>Gesundheitsf&#246;rderung und Gesundheitsschutz</track>
                
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                <title>Das gef&#252;hlte Risiko - Risikobereitschaft bei &#8222;gesundem Menschenverstand&#8220;</title>
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                <type>Impulsvortrag</type>
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                <abstract>Risiken fr&#252;hzeitig zu erkennen, realistisch zu bewerten, beherrschbar zu machen und angemessen zu bew&#228;ltigen, ist eine zentrale Aufgabe des Arbeitsschutzes, besitzt jedoch auch f&#252;r nahezu alle anderen betrieblichen Handlungsfelder gro&#223;e Bedeutung. Unter dem Titel &#8222;Zwischen Gef&#252;hl und Wirklichkeit&#8220; wird der Frage nachgegangen, wie subjektiv oder objektiv Risikoeinsch&#228;tzungen im Rahmen von Gef&#228;hrdungsbeurteilungen tats&#228;chlich sind. Gerade bei Abweichungen von standardisierten Abl&#228;ufen stehen f&#252;r die Vielzahl m&#246;glicher individueller Verhaltensweisen h&#228;ufig keine verl&#228;sslichen statistischen Grundlagen zur Verf&#252;gung. Entscheidungen beruhen daher oftmals auf unvollst&#228;ndigen Informationen und einem zuf&#228;llig bekannten Ausschnitt der betrieblichen Wirklichkeit. Hinzu kommt, dass sich die Wahrnehmung und Bewertung von Risiken zwischen Personen und Situationen erheblich unterscheiden kann. Sie wird unter anderem durch Alter, Erfahrungen, Kompetenzen, Tagesform, k&#246;rperliche und psychische Befindlichkeit, Erwartungen und pers&#246;nliche Interessen beeinflusst. Auch Erkrankungen, psychoaktive Substanzen sowie erwartete Vor- oder Nachteile k&#246;nnen das Risikoverhalten ver&#228;ndern. Der Beitrag beleuchtet diese Einflussfaktoren und diskutiert, wie Gef&#228;hrdungsbeurteilungen trotz unvermeidbarer subjektiver Anteile m&#246;glichst fundiert, nachvollziehbar und handlungsorientiert gestaltet werden k&#246;nnen.</abstract>
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                <track>Sicherheits- und Gesundheitskultur</track>
                
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                <title>Die EU-OSHA-Kampagne 2026-2028 &#8222;Gemeinsam f&#252;r psychische Gesundheit bei der Arbeit&#8220;: Europ&#228;ische Perspektiven zur Pr&#228;vention psychosozialer Risiken</title>
                <subtitle></subtitle>
                <type>Impulsvortrag</type>
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                <abstract>Psychosoziale Risiken (PSR) z&#228;hlen zu den zentralen Herausforderungen f&#252;r Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Europa. Trotz wachsender Evidenz zu ihren gesundheitlichen, sozialen und &#246;konomischen Auswirkungen werden PSR in der betrieblichen Praxis noch h&#228;ufig individualisiert betrachtet und unzureichend in das Arbeitsschutzmanagement integriert. Vor diesem Hintergrund stellt dieser Beitrag den konzeptionellen Ansatz der EU OSHA Kampagne 2026&#8211;2028 &#8222;Gemeinsam f&#252;r psychische Gesundheit bei der Arbeit&#8220; vor.
Der Beitrag zeigt, wie psychosoziale Gef&#228;hrdungsbeurteilung als organisationsbezogenes, pr&#228;ventives Instrument ausgestaltet werden kann, das sowohl psychosoziale als auch physische Risiken und deren Wechselwirkungen ber&#252;cksichtigt. Ausgangspunkt sind empirische Befunde aus europ&#228;ischen Erhebungen, die verdeutlichen, dass weniger als ein Drittel der Unternehmen &#252;ber strukturierte Aktionspl&#228;ne zu psychosozialen Risiken verf&#252;gt und bestehende Ma&#223;nahmen h&#228;ufig auf individueller Ebene ansetzen. Demgegen&#252;ber verfolgt die Kampagne einen ganzheitlichen Pr&#228;ventionsansatz, der Verh&#228;ltnispr&#228;vention, aktive Beteiligung der Besch&#228;ftigten sowie die Rolle von F&#252;hrung und Arbeitsorganisation in den Mittelpunkt stellt.
Anhand ausgew&#228;hlter thematischer Schwerpunkte &#8211; darunter psychosoziale Gef&#228;hrdungsbeurteilung, Bel&#228;stigung und Gewalt, kombinierte physische und psychosoziale Belastungen sowie psychosoziale Risiken im Gesundheitswesen &#8211; werden psychologisch relevante Wirkmechanismen herausgearbeitet. Dazu z&#228;hlen u.&#8239;a. wahrgenommene Kontrolle und Selbstwirksamkeit, soziale Unterst&#252;tzung, F&#252;hrungshandeln, Stigmatisierung sowie organisationales Lernen. Erg&#228;nzend werden praxisnahe Instrumente (z.&#8239;B. OiRA Tools), Leitlinien und Fallstudien vorgestellt, die Unternehmen &#8211; insbesondere kleine und mittlere Unternehmen &#8211; bei der Umsetzung unterst&#252;tzen.
Der Beitrag diskutiert abschlie&#223;end, wie arbeits  und sicherheitspsychologische Erkenntnisse zur Weiterentwicklung psychosozialer Gef&#228;hrdungsbeurteilung beitragen k&#246;nnen und welche Voraussetzungen notwendig sind, um nachhaltige Ver&#228;nderungen auf betrieblicher und sektoraler Ebene zu erzielen.</abstract>
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                <title>EXPERTENKREIS: Sicherheits- und Gesundheitskultur</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
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                <abstract>Der Expertenkreis &#8222;Sicherheits- und Gesundheitskultur&#8220; besch&#228;ftigt sich mit der Frage, wie eine positive Pr&#228;ventionskultur in Organisationen verstanden, diagnostiziert und wirksam weiterentwickelt werden kann. Da Kultur nicht unmittelbar sichtbar oder durch einzelne Ma&#223;nahmen herstellbar ist, b&#252;ndelt und strukturiert der Expertenkreis Erkenntnisse aus Wissenschaft und betrieblicher Praxis. Ziel ist es, die Vielzahl bestehender Ans&#228;tze, Begriffe und Angebote kritisch einzuordnen und Orientierung dar&#252;ber zu geben, welche Strategien unter welchen Voraussetzungen zu einem Unternehmen passen. Zu den zentralen Themen geh&#246;ren die Bausteine einer sicherheits- und gesundheitsf&#246;rderlichen Unternehmenskultur, Verfahren der Kulturdiagnose sowie Ansatzpunkte f&#252;r nachhaltige Kulturentwicklung. Der Expertenkreis bereitet Strategien, Motive, Ma&#223;nahmen und Entwicklungsschritte so auf, dass sie f&#252;r Management, F&#252;hrungskr&#228;fte, Sicherheits- und Gesundheitsfachleute sowie Aufsichtspersonen praktisch nutzbar werden. Die Arbeit erfolgt in einem interdisziplin&#228;ren Kernteam unter Beteiligung verschiedener Institutionen und Fachverb&#228;nde. Regelm&#228;&#223;ige Online-Treffen, Fachvortr&#228;ge, Veranstaltungen, Publikationen und Qualifizierungsangebote f&#246;rdern den Austausch und die Weitergabe fundierten Kulturwissens. Dar&#252;ber hinaus unterst&#252;tzt der Expertenkreis Interessierte durch Vortr&#228;ge, Beratung, Podiumsbeteiligungen und moderierte Diskussionen.</abstract>
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                <title>EXPRTENKREISE: Evaluation, Wirksamkeit / Aus- und Weiterbildung</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
                <date>2026-09-16T11:40:00+00:00</date>
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                <abstract>Die Expertenkreise &#8222;Aus- und Weiterbildung&#8220; sowie &#8222;Evaluation, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit&#8220; befassen sich mit zwei eng verbundenen Voraussetzungen eines wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutzes: der systematischen Entwicklung von Kompetenzen und der fundierten &#220;berpr&#252;fung von Ma&#223;nahmen. Der Expertenkreis Aus- und Weiterbildung untersucht, welche didaktischen und methodischen Ans&#228;tze geeignet sind, Kompetenzen f&#252;r Arbeitssicherheit und Gesundheit in betrieblichen und universit&#228;ren Kontexten zu f&#246;rdern. Im Mittelpunkt stehen die Verbindung formeller und informeller Lernprozesse, die Sammlung und Weiterentwicklung guter Praxis sowie die Frage, unter welchen Bedingungen erworbene Kompetenzen in wirksames Handeln &#252;berf&#252;hrt werden. Erg&#228;nzend verfolgt der Expertenkreis Evaluation, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit das Ziel, Evaluation zu einem selbstverst&#228;ndlichen Bestandteil des Arbeitsschutzhandelns zu machen. Gemeinsam entwickeln Wissenschaftler und Praktiker verst&#228;ndliche, akzeptierte und umsetzbare Handlungshilfen f&#252;r die betriebliche Evaluationspraxis. Als strukturierender Rahmen dient das CIPP-Modell, das Bedarfsermittlung, Zielsetzung, Umsetzung, Ergebnisse und Transfer von Ma&#223;nahmen systematisch miteinander verbindet. Gemeinsam zeigen beide Expertenkreise, wie Kompetenzentwicklung, Bildungscontrolling und Evaluation ineinandergreifen k&#246;nnen, um Lern- und Pr&#228;ventionsma&#223;nahmen nicht nur fachlich fundiert zu konzipieren, sondern auch ihre praktische Wirksamkeit und nachhaltige Anwendung sicherzustellen.</abstract>
                <slug>pasig2026-104519-exprtenkreise-evaluation-wirksamkeit-aus-und-weiterbildung</slug>
                <track>Wirksamkeit</track>
                
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                <title>EXPERTENKREISE: Mobilit&#228;t, Transport und Verkehr / Netzwerke</title>
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                <type>Arbeits-Dialog-Kreise</type>
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                <abstract>Die Expertenkreise &#8222;Mobilit&#228;t, Transport und Verkehr&#8220; sowie &#8222;Netzwerke&#8220; verbinden fachliche Entwicklung mit interdisziplin&#228;rer Zusammenarbeit und nachhaltigem Wissenstransfer. Der Expertenkreis Mobilit&#228;t, Transport und Verkehr befasst sich mit der Erkennung und Beurteilung arbeitsbezogener Gef&#228;hrdungen, der Entwicklung geeigneter Ma&#223;nahmen sowie der &#220;berpr&#252;fung und verst&#228;ndlichen Kommunikation ihrer Wirksamkeit. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Verh&#228;ltnispr&#228;vention, etwa durch Arbeits- und Organisationsgestaltung, ergonomische L&#246;sungen, angepasste Fahrzeiten und Stressreduktion, mit verhaltensbezogenen Ans&#228;tzen zu Aufmerksamkeit, Motivation und Risikobereitschaft. Dabei werden auch die Wechselwirkungen zwischen betrieblichen Bedingungen, individuellem Verhalten und Privatleben ber&#252;cksichtigt. Weitere Schwerpunkte bilden die formelle und informelle Kompetenzentwicklung, geeignete Verfahren des Bildungscontrollings sowie der Transfer erworbener Kompetenzen in sicheres Handeln. Der Expertenkreis Netzwerke st&#228;rkt erg&#228;nzend die fachliche Kooperation zwischen relevanten Akteur und Institutionen. Zu seinen bisherigen Arbeitsschwerpunkten geh&#246;ren die Auseinandersetzung mit der DGUV Vorschrift 2, die Weiterentwicklung des Fachpsychologen sowie die Gr&#252;ndung von AMAG. Gemeinsam f&#246;rdern beide Expertenkreise praxistaugliche, wissenschaftlich fundierte und kooperativ entwickelte L&#246;sungen f&#252;r Sicherheit und Gesundheit.</abstract>
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                <title>EXPERTENKREIS: Arbeitssystemgestaltung</title>
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                <abstract>Der Expertenkreis Arbeitssystemgestaltung befasst sich mit der menschengerechten Gestaltung von Arbeitsaufgaben und den damit verbundenen technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Psychologische Arbeits- und Systemgestaltung tr&#228;gt dazu bei, die Effektivit&#228;t, Effizienz und Sicherheit von Mensch-Technik-Systemen zu gew&#228;hrleisten und zugleich Gesundheit, Motivation, Zufriedenheit und Kompetenzentwicklung der Besch&#228;ftigten zu f&#246;rdern. Im Mittelpunkt steht ein bedingungsbezogener Ansatz, der Belastungen m&#246;glichst bereits durch die Gestaltung der Arbeitsverh&#228;ltnisse vermeidet. Die Themen des Expertenkreises reichen von der Gestaltung vollst&#228;ndiger und lernf&#246;rderlicher Arbeitsaufgaben &#252;ber Arbeitsmittel, Mensch-Maschine-Schnittstellen und Arbeitsumgebungen bis zu Arbeitszeit, Kooperation und Koordination. Ber&#252;cksichtigt werden zudem Qualifizierungs- und Trainingsma&#223;nahmen sowie Simulationen komplexer Arbeitsprozesse und kritischer St&#246;rungssituationen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Herausforderungen der Digitalisierung, etwa ver&#228;nderten Handlungs- und Entscheidungsspielr&#228;umen, Multitasking sowie technischer Kontrolle und &#220;berwachung. Ziel des Expertenkreises ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft und betrieblicher Praxis zu f&#246;rdern, erprobte Verfahren und erfolgreiche Gestaltungsbeispiele sichtbar zu machen und konkrete L&#246;sungen f&#252;r menschengerechte Arbeitssysteme zu entwickeln. Dar&#252;ber hinaus stellt der Expertenkreis arbeitspsychologisches Gestaltungs- und Beratungswissen bereit und vermittelt fachkundige Ansprechpartner.</abstract>
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                <title>EXPERTENKREISE: F&#252;hrung und Organisation / Nachhaltigkeit</title>
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                <abstract>Die Expertenkreise &#8222;F&#252;hrung und Organisation&#8220; sowie &#8222;Nachhaltigkeit&#8220; besch&#228;ftigen sich mit zentralen Voraussetzungen f&#252;r eine dauerhaft sichere, gesunde und zukunftsf&#228;hige Arbeitswelt. Im Expertenkreis F&#252;hrung und Organisation steht die Frage im Mittelpunkt, wie Sicherheit und Gesundheit als verbindliche Leitplanken in F&#252;hrungsverhalten, betriebliche Strukturen und allt&#228;gliche Entscheidungsprozesse integriert werden k&#246;nnen. Dazu werden wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen geb&#252;ndelt, kritisch eingeordnet und f&#252;r Unternehmen, F&#252;hrungskr&#228;fte, Arbeitsschutzakteur sowie das Aufsichtspersonal von L&#228;ndern und Unfallversicherungstr&#228;gern nutzbar gemacht. Thematisiert werden unter anderem gesundheitsf&#246;rderliche F&#252;hrung, tats&#228;chliche Einflussm&#246;glichkeiten von F&#252;hrungskr&#228;ften, unterst&#252;tzende organisationale Strukturen sowie Kosten und Nutzen geeigneter Ma&#223;nahmen. Der Expertenkreis Nachhaltigkeit erg&#228;nzt diese Perspektive um die Frage, wie Sicherheit, Gesundheit und menschengerechte Arbeitsgestaltung langfristig in organisationalen Strategien und Entwicklungsprozessen verankert werden k&#246;nnen. Dabei richtet sich der Blick auf tragf&#228;hige L&#246;sungen, die auch unter ver&#228;nderten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und &#246;kologischen Bedingungen Bestand haben. Gemeinsam f&#246;rdern beide Expertenkreise den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis und entwickeln Impulse f&#252;r eine verantwortungsvolle, wirksame und nachhaltige Unternehmensgestaltung.</abstract>
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                <track>F&#252;hrung und Organisation</track>
                
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