"Aufenthalt Digital goes KI" - Wie man Online-Dienste souverän, cloudbasiert und datenschutzkonform um KI erweitert
Die Online-Dienste von "Aufenthalt Digital" kommen in über 340 Ausländerbehörden deutschlandweit zum Einsatz. Zu Beginn dieses Jahres wurden diese Online-Dienste um eine KI-Komponente erweitert. Der Vortrag beleuchtet Details der KI-Lösung und deren souveräne, cloudbasierte und datenschutzkonforme Implementation in die IT-Struktur von "Aufenthalt Digital".
"Aufenthalt Digital" darf als einer der erfolgreichsten Online-Dienste im Zuge der Umsetzung des Onlinezugangsgesetz (OZG) bezeichnet werden. Mittlerweile kommen die Online-Services von "Aufenthalt Digital" in über 340 Ausländerbehörden deutschlandweit zum Einsatz; über 20.000 Anträge werden monatlich über "Aufenthalt Digital" gestellt. Tendenz stark steigend.
Im Projekt "Aufenthalt Digital goes KI" wurde eine KI-Funktionalität in die Online-Services integriert. Die KI erkennt, ob vom Antragsteller hochgeladene Dokumente auch tatsächlich jene sind, die vom Online-Service abgefragt und in der Ausländerbehörde für die weitere Bearbeitung benötigt werden. Anfang Februar startete das Projekt mit acht Ausländerbehörden erfolgreich in die Pilotphase.
Der Vortrag beleuchtet, wie diese KI-Lösung sich von herkömmlichen Ansätzen unterscheidet. Es werden das KI-System und das dahinterliegende KI-Modell erläutert. Ebenso wird dargestellt, welche Fragen und Knackpunkte für die erfolgreiche Implementierung gelöst werden mussten und wie diese Lösung im Projekt auf hunderte Ausländerbehörden skaliert wird.
Dr. Philipp Richter ist seit 2016 als Referent im Landesdienst Brandenburgs tätig. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Speyer und Potsdam. Seit 2018 verantwortet er die Federführung Brandenburgs im OZG-Themenfeld „Ein- und Auswanderung“ und ist Leiter des Projektes "Aufenthalt Digital".
Michael Diepold arbeitet seit 1996 bei der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). Er ist als Senior Vice President Digital Government für die Stabsstelle Digitalisierung bei der AKDB verantwortlich. Diepold studierte Verwaltungswissenschaften und Informatik an den Hochschulen in Hof und Hagen und arbeitete vor seiner Tätigkeit bei der AKDB in der Kommunalverwaltung in Bayern.